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Donnerstag, 19. Februar 2026

Serienmord ...

Aber teuer verkauft! 

Auch in der olympischen Pause gelingt es uns nicht, zwei Spiele in Serie zu gewinnen. Allerdings war die Hürde auch ziemlich hoch. Liberec stellt immerhin ein absolutes Topteam der tschechischen Extraliga, die technisch, läuferisch und spielerisch bessere Liga im Vergleich zur DEL, dar. 

Als man sich heute akklimatisiert hatte, stand es leider bereits 2:0 (14.) für die Weißen Tiger. Doch fortan war es ein Duell auf Augenhöhe, in dem letztlich die Special Teams den Unterschied machten. Unsere Eislöwen ließen einige dicke Chancen liegen, hatten aber auch selbst Glück. 

Rourke Chartier markierte nach seinem Game Winner in Litvinov heute den einzigen Eislöwentreffer und bleibt damit heißester Stürmer für das Hauptrundenfinale in der DEL.

Für die anstehenden letzten acht Spiele unserer DEL-Zeit geben die beiden Tests immerhin die Hoffnung, dass wir uns vielleicht noch ein paar Siege erarbeiten könnten. Über mehr müssen wir bekanntlich schon lange nicht mehr reden. 

Lasst uns die Geschichte würdig zu Ende bringen. Danke an die Eislöwenfans, die auch heute in Liberec Vollgas gegeben und unsere Farben zahlreich unter den über 3.500 Zuschauern vertreten haben. Stark!

Samstag, 14. Februar 2026

International unschlagbar ...

Eislöwen gewinnen Duell der Schlusslichter!

Am Supereishockeysamstag sind es ausgerechnet unsere Eislöwen, die für positive Gefühle sorgen. Begleitet von reichlich 350 bis 400 lautstarken Eislöwenfans siegten die "Fleminge" in Litvinov mit 2:4.

Beim Start ins Spiel nahm man sich das DEB-Team zum Vorbild und erspielte sich mit einem Blitzstart per Doppelschlag eine zügige 0:2-Führung. Die Hausherren kamen allerdings im ersten Drittel noch zum Anschlusstreffer.

Der Mittelabschnitt gehörte dann Litvinov, auch weil wir viel in Unterzahl agieren mussten. Das Penalty Killing hielt sich zwar schadlos, doch im Anschluss kamen die Gastgeber dennoch zum Ausgleich. 

Im Schlussdrittel sah es zunächst eher nach einem Tor für den HC Verva aus, doch auch dank Janick Schwendener blieben die Eislöwen ohne weiteres Gegentor, orientierten sich lieber an den heutigen Letten und so war es Rourke Chartier vorbehalten, dass Team in der 56. Minute auf die Siegerstraße zu wuchten. Dem 2:3 ließ Tomas Andres sogar noch das 2:4 folgen und so war schließlich der Deckel drauf. 

Wir feiern einen Eislöwen-Sieg. Es war nur ein Testspiel, aber ganz ehrlich, in so einer Saison sollte man alles an Feierlichkeiten mitnehmen, was geht. 

"Wir steigen auf, wir steigen ab und zwischendurch Europacup." In diesem Sinne wünschen wir allen ein schönes Wochenende.


Freitag, 5. September 2025

Miese Generalprobe ...

Ein gutes Omen?!

12 Minuten Eishockey reichen auch als Erstligist nicht, um ein sehr gutes DEL2-Eishockeyteam zu schlagen. Viel mehr Minuten unserer Hockey DNA haben wir in Kassel leider nicht zu sehen bekommen. Nach Blitzstart wurden wir immer passiver, unkonzentrierter und undisziplinierter, was letztlich in einer verdienten Overtime-Niederlage resultierte. Pleiten, Pech und Pannen bei einer Generalprobe sind ein gutes Omen für die Premiere, das ist eine allgemein bekannte Regel. Ein perfekter Durchlauf des Stücks bedeutet dagegen, dass schreckliche Dinge bei der Premiere passieren werden. So gesehen können wir also optimistisch nach Berlin fahren.

Es war und ist nur Vorbereitung und die zwei Tests bei der ehemaligen DEL2-Titel-Konkurrenz ist letztlich ein Muster ohne Wert, doch natürlich sind die Baustellen noch einmal hervorgetreten. Liebe Kasselaner, dennoch ist euer Hohngesang ziemlich putzig gewesen, denn wir alle wissen, warum wir erste Liga sind und ihr nicht: Playoffs.

Fazit heute: Stark angefangen, dann stark nachgelassen und am Ende verloren. Dennoch haben wir erneut die Zahl der Gegentore nach regulärer Spielzeit unter 3 gehalten. Bleiben ein schwer zu schlagendes Team. Die Goalies sind in Form, die defensive Grundordnung passt, auch das PK ist solide. Doch alles, was Richtung offensive Zone geht, hat noch viel Luft nach oben zu bieten. Gerade in Sachen Genauigkeit, Passsicherheit, Schärfe und Abschlusseffizienz müssen noch zwei Gänge hochgeschaltet werden. C.J. Suess heute ab dem Mittelabschnitt nicht mehr auf dem Eis. Hoffentlich nichts dramatisches, doch die ganze Reihe um Ortega, Suess und Parkes klickte bislang noch nicht. Es haben wieder einige wichtige Leute gefehlt. Der Käpt'n, zwei wichtige Verteidiger für den Aufbau und auch zwei technisch versierte Angreifer. Trotzdem beendet man die Preseason lieber mit einem Sieg. Am Dienstag wartet auf uns ein ganz anderes Kaliber als Kassel und Ravensburg, auch wenn diese Teams sicherlich keine reinen DEL2-Kader aufs Eis bringen. Spielten wir gegen DEL-Teams, sah das super aus. Spielten wir gegen DEL2-Teams, haben wir nicht unser Eishockey gezeigt. Warum? Das wissen nur die Verantwortlichen und können es sicherlich auch sachlich einordnen.

Wir sind hinten sehr solide, haben aber vorne zu wenig Output. Manchmal viel zu wenig. Egal ob im Powerplay oder bei 5 gegen 5. Das muss bestenfalls schon am Dienstag anders aussehen und, da wir so viel Erfahrung im Kader haben, wird es das auch. Davon sind wir überzeugt. Schließlich werden die über 3.000 erwartenden Eislöwenfans in Berlin nicht zum Winken, Klatschen und Punkte abliefern anreisen. 

Ölt am Wochenende die Stimmen und dann sehen wir uns am Dienstag in der Hauptstadt. Es geht endlich los. Erstmal(s) zu Penny. Ab Dienstag schrauben wir alles auf 100 Prozent: volle Pulle. 

Bleibt bis dahin alle gesund. 

Sonntag, 31. August 2025

Die Truppe rockt ...

Eislöwen fürs Oberhaus gerüstet!

Unsere Jungs scheiterten zwar letztlich ganz knapp am Turniersieg, doch zeigen sich gut gerüstet für die PENNY DEL.

Nachdem sich Straubing und Frankfurt ein unfassbar ödes Spiel um Platz 3 lieferten, welches letztlich die Tigers zogen, ohne sich großartig zu verausgaben, sahen die 3.000 Fans im Finale dann ein ganz anderes, absolut mitreißendes Eishockeyspiel. 

Vor den Augen der ganzen VW-Tagschicht legten beide Teams los wie die Feuerwehr. Power, Speed, Intensität von Minute 1 bis 60. Einfach nice. Wolfsburg hatte den druckvolleren Start und erwischte eine traumhafte erste Welle, die zur Führung führte. 0:1. Danach folgte die erste Druckwelle der Eislöwen, die allerdings nicht in ein Tor mündete. Das ganze Spiel verlief in Wellen. Immer wieder wechselte das Momentum zwischen zwei aktiven Teams, die sich insgesamt auf Augenhöhe begegneten. Dresden hätte im ersten Durchgang durchaus den Ausgleich verdient gehabt, doch Dustin Strahlmeier erwischte einen guten Abend an der Elbe. Auf der anderen Seite stand ihm aber Janick Schwendener in nichts nach.

Der Mittelabschnitt begann mit einem Überzahlspiel und die Grizzlys schleckten gleich nochmal am verbotenen Honig, sodass die Eislöwen ein doppeltes Powerplay aufziehen konnten, welches direkt zum Ausgleich führte. Kapitän Travis Turnbull fackelte das Hartgummi unhaltbar ins Gehäuse. 1:1. In der Folge blieb es beim Wechselspiel. Mal gab Dresden, dann wieder Wolfsburg den Ton an. Ein bis dahin gut geleitetes Spiel, in dem alle drei Teams Leistung zeigten.

Dies sollte sich dann aber leider im Schlussabschnitt ändern. Plötzlich verließ Team Stripes komplett die eigene Linie oder hatte mindestens einen Totalausfall zu verzeichnen. Klarste Fouls der Wolfsburger wurden ignoriert, ein deutlicher Penalty verwehrt, als Austin Ortega regelwidrig ins Tor geprügelt wurde und so kam es, wie es wohl kommen musste/sollte. Zufallspass. Gurke durch den Entsafter gezogen. Tor für die Stadtreinigung. 1:2. In der Folge rannte Dresden unentwegt an, hatte zahlreiche Chancen, doch verpasste den allemal möglichen und nicht unverdienten Ausgleich. So blieb es beim 1:2 und dem glücklichen Turniersieg für die Autostädter.

Fazit: Ein sehr starkes Wochenende unserer Mannschaft, die Frankfurt klar beherrschte und mit dem Playoffkandidaten aus Wolfsburg nicht nur mithalten, sondern absolut auf Augenhöhe agieren konnte. Wir sind gerüstet. Viele positive Ansätze im Spiel und starke Goalies. Schwendi wirkt derzeit sogar eher wie eine Nummer Eins, als Huda. Die Special Teams funktionieren bereits ganz gut. Die Defensive steht. Vier Spiele, nie mehr als zwei Gegentore. Das passt. Die Offensive gefällig und stabil am cyclen, was die Grizzlys auch gut beherrschten. Woran es noch mangelt, ist die Klarheit im Angriff. Wir sind noch etwas zu umständlich im Abschluss. Dennoch gehen wir heute sehr zufrieden ins Bett, wenngleich die Gewissheit, dass auch in der DEL Gerechtigkeitsfanatiker stabil Schnappatmung bekommen, heute bereits unweigerlich eingesickert ist.

Wir sehen uns spätestens in Berlin. 

P.S.: Wir gratulieren dem Gesetz der Serie nach Wolfsburg nicht nur zum Turniergewinn, sondern auch zum Abstieg in die DEL2. Düsseldorf kann euch das sicherlich genauer erklären. ;-)

Guts Nächtle

Freitag, 29. August 2025

Semi-euphorisch...

Eislöwen bleiben gegen Erstligisten ungeschlagen!

Um direkt die Headline zu erklären. Das Spiel war äußerst positiv, doch der Zuschauerzuspruch und das Kurvenbild waren dann schon eine kleine Enttäuschung, wenn man sich doch angeblich in einem Hockey-Hype befindet. 

Doch diese Thematik war bereits vorher bekannt und das Erlebte leider auch genau so zu erwarten, da bei uns weiterhin Befindlichkeiten und Gewohnheiten wichtiger sind, als der Spaß. Zumindest bei einigen. 

Sei es drum. Das Spiel war dagegen durchaus ein Hingucker, auch wenn letztlich nur ein Team einen spielerischen Beitrag zu leisten im Stande war. Um ganz deutlich zu werden, ohne aber dabei zu vergessen, dass es nur Vorbereitung und Sommerhockey ist, war Frankfurt der bislang schwächste Gegner der Vorbereitung. 

Unsere Eislöwen hatten von Beginn an richtig Bock, aber die Gäste trafen früh durch eine Gurke zum 0:1. Julius Hudacek hatte gegen seinen Ex-Club bei beiden Gegentoren kleine Aktien, hielt aber ansonsten solide. Die Führung der Bad Nauheimer Vorstädter hielt nicht lange. Wir zeigten direkt eine Reaktion, spielten aggressiv, gewohnt körperbetont und suchten in den Zweikämpfen auch die ersten Brandherde. Das bekannte Motto: Unter die Haut gehen. Am besten geht das aber immer noch mit Toren und unser erstes gelang nach toller Vorarbeit von Drew LeBlanc durch Alec McCrea, der per Blueliner den Ausgleich markierte. Keine vier Minuten später gab es ein ähnliches Schema zu bestaunen. Wieder wurde der Blueliner freigespielt, wieder wackelte das Netz hinter Pantkowski. 2:1 durch Justin Braun. Vor drei Jahren bejubelte er noch Tore in der NHL. Heute gab er sich aber ebenfalls mit 2.600 Fans in der Dresdner Eishalle zufrieden. 

Auch im Mittelabschnitt war der Gastgeber das spiel- und laufstärkere Team, sah sich jedoch plötzlich vermehrt auf der Strafbank wieder. Eine Unterzahlsituation führte dann auch zum schmeichelhaften Ausgleich der Mannschaft aus Mainhattan. Der Puck ging gefühlt durch Huda durch, doch wirkte auch irgendwie wie ein Knuckle Puck. 2:2. Dieses Ergebnis änderte sich trotz einiger Chancen auf beiden Seiten bis zum Pausentee nicht mehr.

Im Schlussabschnitt sollte das allerdings nicht mehr so bleiben. Zunächst vergaben wir zwar noch einige dicke Chancen und man erwischte sich insgeheim schon wieder beim Gedanken, den Chancenwucher in die neue Liga mitgenommen zu haben, doch dann öffnete sich die Ketchupflasche doch. Aufstiegsheld Tomas Sykora besorgte die völlig verdiente Führung in der 52. Minute. 3:2. Danach spielte fast nur noch der DEL-Aufsteiger. Powerplay, eine weitere Strafe angezeigt und man wollte rufen, spielt den Puck doch direkt zum Gegner, um eine 5 gegen 3 ausspielen zu können, doch unsere Jungs spielten lieber 6 gegen 4 und hatten tatsächlich Erfolg damit. Austin Ortega knipste letztlich per Schlagschuss zum 4:2. Das Spiel entschieden. Doch Tomas Sykora schnürte zum Schluss sogar noch den Doppelpack per Empty Net und sorgte so für ein standesgemäßes Ergebnis.

Fazit: Wir stehen im Finale des eigenen Turniers und das vollkommen verdient. Es war kein Überspiel, aber ein typisches Eislöwen-Spiel der jüngsten Geschichte, mit allen Eigenschaften, die wir zuletzt so lieben gelernt haben. Einsatz, Leidenschaft, Härte, Unnachgiebigkeit, Laufstärke und für ein angeblich so altes Team auch ordentlich Tempo. Dieses Spiel hat Lust auf mehr gemacht. Und mehr bekommen wir dann auch am Sonntag. Im Finale treffen wir auf die Grizzlys Wolfsburg. Unserer Meinung nach, wie alle Teams bei diesem Turnier, ein Konkurrent auf Augenhöhe. Schauen wir mal, was wird.

Sonntag, 17. August 2025

Ohne Sieben ohne Sieg ...

Sommerhockey zum Abgewöhnen in Oberschwaben!

Ein Spiel, dass die Oberschwaben wie eine Meisterschaft feiern, während wir es als Muster ohne Wert betrachten dürften, obgleich es durchaus ein paar Erkenntnisse gab. Die Neuauflage des Playofffinales endete in der stillen Oberschwabengarage nach regulärer Spielzeit mit einem leistungsgerechten 1:1. Das anschließende Penaltyschießen ging nach unendlich vielen Fehlschützen schließlich an die Hausherren. Okay.

Das Spiel ist schnell erzählt. Wir traten im Re-Match, um sagen wir nichts, mit einer Offensive an, die deulich magerer besetzt war als zum Ende der letzten Hauptrunde, als uns eine Krankheitswelle erwischte, und spielten dennoch in einem zähen Sommer-Eisgehacke, was nicht nur aufgrund der amateurhaften Übertragung nur schwer zu ertragen war, das deutlich reifere Spiel. Die Führung, die eine Kopie des 0:1 von Spiel 7 war, hielt lange stand. Doch wie schon in Spiel 7, glich Czarnik in Überzahl kurz vor Schluss noch aus. Ein unnötiges Deja vu, weil man in den letzten Minuten einfach nur noch wenig Lust verspürte, gewissenhaft zu verteidigen und der Schlussoffensive der Towerstars so zu begegnen wie der der Iserlohner. 1:1. Reguläres Ende.

Penaltyschießen ist dann immer Glück und zudem gewiss nicht unsere Paradedisziplin, aber auch da fehlten viele der prädestinierten Schützen. 2:1.

Fazit: Wenn du ohne Suess, Ortega, Parkes, Turnbull, Rundqvist, Yogan und Fox spielst, fehlen dir mehr als 2 komplette Angriffsblöcke, die für das Scoring zuständig sind. Das war heute klar zu sehen und auch der Grund, dass man die zwischenzeitliche Überlegenheit nicht in weitere Tore ummünzen konnte. Wir sind uns sehr sicher, dass wir mit dieser Aufstellung nicht mal im Ansatz auch nur einmal in der Saison auflaufen werden. Dennoch war es eine gute Lehre. Karl Gärtner bekam Eiszeit, Janick Schwendener einen Start, in dem er sehr solide hielt, die Defensive ist grundsätzlich gut aufgestellt, wenn alle Lust haben und offensiv sind wir definitiv mit dem zweiten Anzug nicht kreativ und durchschlagskräftig genug, um ein sehr gutes DEL2-Team im Vorbeigehen zu schlagen. That's it. 

Es steht eine weitere harte Trainingswoche an, die in der Saisoneröffnung gipfeln wird und dann wird es so langsam Richtung Feinschliff und damit Richtung spielerischer Komponente gehen. Die wird auch zwingend benötigt, um nicht jeden Gegner niederarbeiten zu müssen. Auch da sind wir aber sicher, dass wir mit den zwei fehlenden Sturmreihen deutlich mehr Offensivpower entwickeln werden, die wir dann erstmals beim Heimturnier in voller Pracht in Augenschein nehmen dürfen. 

Habt alle einen schönen Restsonntag und einen guten Start in die testspielfreie Woche.

Freitag, 15. August 2025

Steigerungslauf belohnt ...

Eislöwen zeigen direkt wieder ihre Tugenden!

Wenn die Roosters-Kommentatoren nach dem Spiel alle Floskeln rausholen, die es zu Testspielen gibt, hast du ziemlich viel richtig gemacht. Nach einem ersten Drittel, welches hätte deutlicher an Iserlohn gehen können, zeigen unsere Jungs trotz harter Trainingswoche einen starken Steigerungslauf und kommen teilweise schon wieder in den Intensitätsmodus der Vorsaison.

Nicht das wir uns falsch verstehen. Es war nur ein Test und das Tempo auch nur jeweils in den ersten zehn Minuten eines jeden Drittels flott, aber es war für ein Testspiel Nr. 1 ein durchaus intensives Duell zweier Teams, die in der DEL-Saison direkte Konkurrenten sein könnten. 

Vor allem in Drittel 1 hatten unsere Männer Probleme mit dem aggressiven Forecheck der Sauerländer. Die Roosters folgerichtig mit der frühen Führung zum 1:0 in der 6. Spielminute. Zwar hatten wir zwei gute Ausgleichschancen, doch waren offensiv zu ungenau und nicht mit den schnellsten Gedanken unterwegs. Am Ende des Drittels durfte man sich bei Julius Hudacek bedanken, der in einer doppelten Unterzahl stark hielt und einen höheren Rückstand verhinderte. 

Im Mitteldrittel fanden unsere Sundblädder dann deutlich besser zum eigenen Spiel. Die Defensive stabil, doch vorne hakte es ohne die drei Heilsbringer aus Übersee doch noch gewaltig. Selbst im ersten Powerplay trumpfte eher das Checking der Iserlohner auf. Doch das sollte sich später noch ändern. In der 34. Spielminute jubelte der IEC fast über das 2:0, im Gegenzug hätten aber auch wir treffen können, vielleicht gar müssen. Leider verpassten wir das offene Gehäuse. Zum Ende des Mittelabschnitts hatten wir noch zwei dicke Chancen. Kurz darauf das zweite Powerplay unserer Eislöwen. Bullygewinn. Scheibe zentral zum Käp'n und der knallte das Ding von der blauen Linie direkt ins Netz. Ausgleich. 1:1. Mit dem Unentschieden ging es dann auch zum zweiten Pausentee, weil die Roosters kurz vor der Sirene den Führungstreffer knapp verpassten.

Im Schlussabschnitt setzte sich die stetige Entwicklung unseres Spiels fort. Energetisch, intensiv, aggressiv, eklig. Doch der mittlerweile durchaus nicht unverdienten Führung stand zunächst noch der Pfosten im Weg. Nicht nur das Powerplay war statistisch top, auch das PK hielt sich schadlos. Hudacek und seine Vorderleute blockten alles weg, was in die Nähe der Torlinie wollte. Man blieb gegentorlos in Unterzahl und setzte dann bei 5 gegen 5 einen Bilderbuch-Konter, den Sebastian Gorcik mit dem Führungstor vergoldete. Zwar drückten die Sauerländer in der Schlussphase noch einmal und spielten viel in der offensiven Zone, doch angeführt von Blockmaster Lance Bouma, hielt man der Schlussoffensive stand und sackte den ersten Sieg im ersten Test als Erstligist ein.

Fazit: Ein Test. Nicht mehr und nicht weniger. Doch die liebgewonnenen Tugenden waren direkt wieder da, die Special Teams waren ebenso solide wie die Defensive vor einem überaus stabilen Julius Hudacek und so nimmt man durchaus ein paar gute Erkenntnisse aus dem ersten Spiel, nach wahrlich harten Trainingseinheiten, mit. Niklas Sundblad ist nämlich nicht dafür bekannt, in der Vorbereitung ein angenehmer Coach zu sein. Im Gegenteil. Daher attestieren wir einen sehr ordentlichen Beginn der Testspielreihe. Der Stream war dagegen auf Steinzeitniveau, ohne Uhr, Stadionton und irgendeine Grafik. Wir freuen uns so auf Magenta und vor allem auf unsere Eishalle. 

Unser heutiges Lineup

Offensiv:
Gorcik - Andres - Turnbull
Bouma - Rundqvist - Yogan
Postel - LeBlanc - Sykora
Korte - Hendreschke - Pischoff

Defensiv:
Granz - Braun
Suvanto - McCrea
Johansson - Karlsson
Krüger - Hammond

Für uns heute auffälligster Mann: Matthias Pischoff. Wir lieben seine Intensität und Härte.

Bisherige Ergebnisse gegen Iserlohn:
2:1 Sieg (2025 - Testspiel)
0:4 Niederlage (2023 - Testspiel)
2:1 Sieg (2022 - Testspiel)
0:7 Niederlage (2006 - DEB-Pokal)

Wer auf ein gutes Omen steht. Immer, wenn wir Iserlohn in der Vorbereitung geschlagen haben, gab es eine starke Saison unserer Eislöwen. Nun ja. 





Sonntag, 8. September 2024

Halber Sieg ...

Eislöwen 30 Minuten auf DEL-Niveau!

Hut ab vor unserem Team. Keine 17 Stunden nach dem gestrigen kräftezehrenden Spiel gegen Litvinov, zeigten unsere Jungs einen überraschend frischen Auftritt gegen die Nürnberg Ice Tigers. Am Ende kam aber doch noch der Mann mit dem Hammer und zog den Stecker.

Die Eislöwen starteten vor rund 2.000 Zuschauern voller Elan ins Spiel, erspielten sich gute Chancen, arbeiteten defensiv stabil und hielten auch körperlich robust dagegen. Das 0:0 nach 20 Minuten schmeichelte eher Nürnberg, als unserer Mannschaft. 

Zum Start des Mitteldrittels konnte man sich dann sogar für den hohen Aufwand belohnen. Binnen zwei Minuten gelang ein Doppelschlag, bei dem erstmals auch Neuzugang Andrew Yogan seine Qualitäten aufblitzen ließ. 2:0. Bitte kurz mal kneifen. Unser Wunsch war leider Nürnbergs Befehl. Die zügige Antwort kam mal wieder durch ein schnelles Break, in dem wir überlaufen wurden. 2:1. Danach nahm Nürnberg zusehends das Spiel in die Hand, während uns etwas an Power flöten ging. Dennoch konnten wir uns immer wieder befreien und Nadelstiche setzen. Gelang dies nicht, war immer noch Schwendi zur Stelle, der eine starke Partie zeigte und am Ende 32 Schüsse entschärfen konnte. 

Doch es war noch ein Drittel zu gehen und da kam leider wieder vieles zusammen. Ein zu schneller Ausgleich nach Videobeweis, die direkt darauffolgende erste Führung der Nürnberger und dann just in unsere beste Phase des Schlussdrittels hinein, in dem wir den Ausgleich hätten machen müssen, ein weiterer Doppelschlag der nun erstmals im Turnier effizient auftretenden Gäste. Am Ende stand ein 2:6 auf der Anzeigetafel, nicht auf dem Würfel, den man nun mal in Gang bekommen sollte, denn einen Schattenspender braucht es in einem geschlossenen Raum eher nicht. Vielleicht kann man Maggi als Würfelsponsor gewinnen. Dann kann man es notfalls auf sie schieben, wenns Brühe wird. Aber wir scherzen natürlich nur und hoffen, dass das Ding ab Freitag auf Basisniveau läuft. 

Fazit: Das heutige Spiel hatte ähnliche Züge wie das gestrige. Dieses Mal konnten wir aber 30 Minuten auf dem Niveau des Gegners mithalten. Über 50 Minuten konnte man sogar auf eine Überraschung hoffen, ehe es etwas dahinging und am Ende auch zu deutlich wurde. Ein 2:4 wäre ein, dem Spielverlauf angemessenes, Ergebnis gewesen, auch wenn die Ice Tigers wie schon gegen Düsseldorf viele Abschlüsse verzeichnen konnten. 39 waren es gegen die DEG, 38 gegen uns. 

Der Cup war ein richtig harter Test für unsere Jungs, der natürlich viele Baustellen schonungslos aufgezeigt hat, allerdings eben auch viele Mutmacher zu Tage gefördert hat. Noch müssen wir uns nicht mit DEL-Clubs messen, doch das Potenzial dafür ist zumindest in Teilen bereits vorhanden. Unsere Mängel gegen Teams, die schnelleres Eishockey als wir spielen können: schwankende Passgenauigkeit, oftmals die falsche Passschärfe, manchmal fehlte die richtige Balance, Ruhe und Geduld im Offensivspiel, die wir hinten aber dafür gezeigt haben. Besonders im Powerplay traten diese Schwächen verstärkt auf, auch weil die Gegner in der Lage waren, schnell, aggressiv und hoch zu verteidigen und uns körperlich in unangenehme Zweikämpfe zu verwickeln. Zudem stellten wir uns zu oft selbst ein Bein und wurden zumeist durch pfeilschnelle Breaks dafür bestraft. Wenn dein letzter Verteidiger mit dem Rücken zum Tor einen heranstürmenden Angreifer verteidigen muss, ist dies nicht "the optimal choice". Auch disziplinarisch sollten wir noch etwas zulegen, wenngleich dies auch abhängig von der Qualität der Schiedsrichter sein dürfte. Es gilt, die richtige Ausgewogenheit bei Aggressivität, Härte und Körperspiel zu finden. 

Gefallen hat uns, dass wir körperlich und läuferisch durchaus mit dem Level der Erstligisten mithalten konnten, defensiv sehr solide gespielt haben, immer auch fähig waren, einen guten ersten Aufbau zu schaffen und uns sogar spielerisch vorzuarbeiten. Das Penaltykilling ist top, auch wenn es gestern und auch heute Gegentore zu verzeichnen gab. Goaltending? Schwendi macht eine insgesamt guten Eindruck, ist auf einem deutlich stabileren Niveau als in der letzten Saison und auch offensiv war viel Zugkraft auf der Kette. Einzig der Abschluss darf noch etwas genauer werden. Da waren wir in vielen guten Szenen am Ende noch zu hektisch, wild oder übergenau. 

Was uns auch gefallen hat, ist die Tatsache, dass Niklas Sundblad einem gerade erst 17 Jahre alt gewordenen Junior wie Felix Krüger immer wieder konsequent Eiszeit gegeben hat. Natürlich hat er Lehrgeld gezahlt, einige Fehler gemacht und insgesamt war die Fehler- und Turnoverquote zu hoch, aber nur so wird er besser. Die gesamte vierte Reihe hat richtig Freude gemacht.

Wir sind frohen Mutes, dass uns diese Mannschaft eine gute und lange Saison bescheren wird, in der wir viel Spaß haben werden. Dafür braucht es dann aber auch lautstarke Fans und eine vereinte Kurve, wenn es ab Freitag losgeht. Die Vorbereitung wird ja "traditionell" in DD nicht genutzt, um sich als Kurve und Masse einzusingen, neue Dinge zu probieren oder dem Team ein bisschen mehr Bock zu vermitteln, sondern eher, um Sozial- und Verhaltensstudien durchzuführen. Dies soll gerne jede(r) für sich bewerten, wie er/sie möchte. Wir wären dafür, dies zukünftig anders zu gestalten, aber man kann bekanntlich niemanden zu etwas zwingen. Vielleicht im Detail dann ein Thema für das nächste Offline-Fantreffen und nicht fürs www., also möge sich keiner getriggert fühlen.

T Minus 5 Tage. Ab Freitag zählts!

Samstag, 7. September 2024

Genau der richtige Test ...

Litvinov am Ende eine Nummer zu groß!

Es kann dir in einer Vorbereitung nichts besseres passieren, als auf einen solchen Gegner zu treffen. Das Ding mit tschechischen Extraligisten ist nämlich, dass sie dir nichts schenken, schon gar keinen Zentimeter Eis. 

Am Ende steht ein 0:5 und das geht letztlich auch in Ordnung, doch das Spiel bot durchaus gute Erkenntnisse. 

Der HC Litvinov ist, dass war auch vor dem heutigen Spieltag klar, das beste Team dieses Turniers. Dies haben sie heute untermauert. Doch unsere Eislöwen waren letztlich vor allem in einer Disziplin eine Klasse schlechter: der Effizienz. 

Das erste Drittel bot die besten 20 Eislöwen-Minuten der bisherigen Vorbereitung. Dennoch führte Litvinov, weil sie in fragwürdiger Überzahl trafen. Turnbull und Co. erspielten sich einige gute Möglichkeiten und wussten auch mit zunehmender Spielzeit, immer wieder Chancen zu kreieren. Nützt halt nur nichts, wenn du diese nicht nutzt und auf einen Gegner triffst, der in Sachen Abschluss auf Lidl-Frostfachniveau agiert.

Auch im Schlussabschnitt hat man dagegengehalten und nie aufgesteckt, am Ende aber natürlich etwas den Punch verloren. 

Fazit: 0:5 klingt heftig, war es aber nicht. Nicht umsonst ist Litvinov in der Extraliga zuletzt fürs Playoff-Halbfinale gut gewesen und wenn man so Topspieler wie den amtierenden Weltmeister Ondřej Kaše, der wichtiger Faktor des Weltmeistertitels im Mai war, in seinen Reihen weiß, spricht das eben auch für den Kader. Es ist immer wieder eine Freude, ein gutklassiges tschechisches Eishockeyteam spielen zu sehen. Unsere Jungs haben sich dennoch vor rund 2.000 Zuschauern teuer verkauft und viele gute Ansätze gezeigt. Es war ein sehr gutes und ansehnliches Eishockeyspiel mit einem verdienten Sieger und wichtigen Lehren für Sundblad und Co., knapp eine Woche vor Saisonstart.

Auch wenn man drei Powerplaytore kassiert hat, ist nicht etwa das PK eine Baustelle, sondern die eigene Überzahl. Litvinov war supergiftig und ließ uns kaum zirkulieren. Da müssen wir noch gedankenschneller und zielstrebiger werden, aber auch geduldiger im Passvortrag. Natürlich fehlte auch ein Quarterback wie Simon Karlsson in der Paradedisziplin. Zudem kann es eine heitere Saison werden, wenn die deutschen Schiedsrichter auch in der Hauptrunde solche "Linien" an den Tag legen wie heute. In beiden Spielen sah man sich teils verwundert an, ob der weichen Pfiffe. Zurück zum Eishockeysport. Wenn man, anders als in den letzten Jahren, ausschließlich gegen Topgegner testet und vor allem eine Woche vor Saisonstart auf perfekt im Saft stehende Toptruppen trifft, bekommt man ein klares Bild und somit auch die volle Dröhnung. Gut so. Keiner hebt ab, alle sind motiviert, sich zu beweisen und jeder weiß um die Baustellen, die bei weitem nicht so groß sind, wie sie gegen einen Erstligisten scheinen. 

Wir freuen uns auf das Spiel um Platz drei. Nürnberg zeigte sich heute im Abschluss ähnlich unfähig wie wir, wird uns aber läuferisch ebenfalls massiv fordern, vor allem da wir lediglich 16 Stunden zur Regeneration haben. Es wird sicherlich ein paar Änderungen im Aufgebot geben. Vielleicht dürfen wir morgen dennoch das eine oder andere eigene Tor bejubeln. Die Chancen werden wir bekommen. 

Sonntag, 25. August 2024

Schwerer Gegner, schwere Beine ...

Eislöwen fehlt beim Heimdebüt etwas an Frische!

Die dritte Woche der Vorbereitung endete mit schweren Beinen und einem schweren Gegner. Gegen den Abo-Titelfavoriten der DEL2 setzte es am Ende eine knappe Niederlage in einem Spiel unter Mischbedingungen. 

Unseren Jungs war die dritte von vier hochintensiven Trainingswochen sichtlich anzumerken. Es brauchte, bis die Beine etwas leichter wurden. In einem, für ein Vorbereitungsduell, recht rustikalen Duell wirkte Kassel etwas leichtfüßiger und explosiver und erspielte sich somit in den ersten 25 Minuten auch eine nicht unverdiente 0:2-Führung. Doch die Ansätze unserer Eislöwen waren durchaus solide. Es mangelte nur an körperlicher und damit auch geistiger Frische. Dies hatte viele unglückliche Aktionen und Fehlpässe zur Folge. Es blitzte jedoch auch immer wieder die Qualität der Männer auf dem Eis auf. 

Man konnte den Huskies, die teilweise so agierten, als wöllten sie bereits Claims für die neue Saison abstecken, im Schlussdrittel sogar gut zusetzen und die bessere Fitness ausspielen. Ein, aus unserer Sicht, regulärer Treffer fand leider keine Anerkennung, aber wen juckt das schon in der Vorbereitung? Uns nicht. Es war ein solider Heimauftakt und eine zwar etwas feuchte, aber schöne Saisoneröffnung vor ordentlicher Kulisse von über 2.000 Fans. 

Wir haben Bock auf mehr. Dank der Stadt und dem Verbot von Parallelveranstaltungen wegen der Neu-Eröffnung des Steyer-Stadions werden zwar am nächsten Freitag gegen unsere neuen Erzrivalen aus Regensburg, die seit dem Yogan-Transfer fanseitig Gift und Galle spucken, keine Massen in die Halle strömen können, doch spätestens beim Heimturnier dürfte dann die neue Eiszeit so richtig eingeläutet werden. 

Am Rande der Bande: Der neue Würfel bzw. das achteckige Prisma oder Octagon schaut schön aus und passt gut ins Bild. Wenn er dann getestet und in Betrieb genommen wurde, wird er unseren Betonbunker sicherlich zusätzlich beleben und wohnlicher gestalten. Ein Beleuchtung des Mittelkreises wäre sicherlich für die Zuschauer angenehm, da ein großer Schatten entsteht. Ansonsten gilt es vielleicht, in Sachen Catering an diversen Stellschrauben zu drehen, um endlich die horrenden Wartezeiten etwas runtergeregelt zu bekommen und gleichzeitig die Kundenzufriedenheit zu erhöhen. Ansonsten gab es aus unserer Sicht wenig Anlass für Sorgen oder Unmut. 

In diesem Sinne: Guten Abend. 

Sonntag, 18. August 2024

Mutmacher 2.0 ...

Eislöwen bieten DEL-Topclub lange Paroli!

Hut ab Männer. Zwei Spiele binnen 20 Stunden in der Fremde gegen den DEL2-Meister Eisbären Regensburg und DEL-Playoffkandidat ERC Ingolstadt bestritten und dabei einen souveränen Sieg und eine knappe Niederlage verbucht.

Unsere Eislöwen haben sich in ihren ersten Testspielen durchaus in guter Grundform präsentiert und Lust auf mehr gemacht. Heute traf man weniger als 20 Stunden nach dem Spiel in Regensburg in der Saturn-Arena auf die Ex von Trainer Niklas Sundblad und Kapitän Travis Turnbull. Dabei konnte man dem ERC Ingolstadt vor ca. 2.100 Zuschauern, darunter etwa 50-70 Eislöwenfans (!), fast vierzig Minuten die Saisoneröffnungsfeier ordentlich vermiesen. 

Sowohl im ersten, als auch im zweiten Drittel konnte man in Führung gehen, musste allerdings auch zweimal den Ausgleich der Schanzer Panther hinnehmen, die ab Mitte der Partie besser zu ihrem Spiel fanden und unserer müder werdenden Mannschaft, die bis dahin sehr stabil stand und von einem gut aufgelegten Janick Schwendener abgesichert wurde, dann auch deutlich mehr Probleme machten.

Zu Beginn des Schlussabschnitts sorgten dann die Special Teams für den Unterschied. Wobei man ehrlicherweise sagen muss, dass eher die höhere individuelle Klasse den Ausschlag gab, denn trainiert wurde Über- und Unterzahl sicherlich noch nicht sonderlich akribisch. Angeführt vom deutschen WM-Helden, Wojciech Stachowiak, gelang den Schanzern erst per Shorthander die Führung und wenig später per Powerplay das letztlich entscheidende 4:2. Ein absolut verdienter Erfolg für Ingolstadt.

Trotz einiger Sommerhockeyphasen und schwindender Kräfte am Ende, war allerdings auch der zweite Test des Wochenendes ein absoluter Mutmacher. Ingolstadt schonte zwar vier Stammkräfte, doch auch wir waren ohne sieben Stammspieler am Start und hielten super dagegen. Darauf lässt sich definitiv aufbauen. 

Nächste Woche feiern wir dann am Sonntag zuhause endlich auch unsere Saisoneröffnung gegen die Kassel Huskies. Keine Ahnung, wie es euch geht, aber wir haben richtig Bock auf: Heimspiel!

P.S.: Niklas Sundblad gab auch Entwarnung bezüglich der vielen angeschlagenen Spieler, die er allesamt zeitnah im Training zurückerwartet. Einzig bei Simon Karlsson ist eine längere Ausfallzeit zu erwarten. 

Samstag, 17. August 2024

Solid Performance ...

Eislöwen mit erfolgreichem Start in die Vorbereitung!

20 Minuten gegen die schweren Beine und mutige Regensburger angekämpft und dann mal ordentlich laufen lassen. So kann man den Testspielauftakt unserer Jungs beim DEL2-Meister zusammenfassen.

Es gibt allerdings keinen Grund, gleich freizudrehen. Weder unser Kader, noch der der Eisbären wird am ersten Hauptrundenspieltag so aussehen wie heute. Dennoch war es angenehm, zu sehen, was unser neues Team (sieben Neue standen im Aufgebot) ohne Dane Fox, Simon Karlsson, David Rundqvist, Johan Porsberger, Danny Aus den Birken und einen gewissen Andrew Yogan im Stande ist, abzuliefern. 

Es war nicht das befürchtete Sommerhockey, auch wenn am Ende Regensburg etwas aufgab. Es war ein recht kompetitives Duell, indem wir effizient im Abschluss waren, ab dem Mitteldrittel kaum noch Großchancen zuließen, die Beine Schritt für Schritt leichter wurden, man clever das Tempo variierte, sauberes Passspiel an den Tag legte, nicht überzog, oft auch mal die simpelste Lösung wählte und am Ende daher auch verdient und für Eislöwengemüter überraschend souverän gewann. Letzte Saison setzte es in den Testspielen gegen Regensburg noch zwei Klatschen (0:5 zuhause und 7:4 in Regensburg). So gesehen verbuchen wir das als positives Mini-Zeichen.

Morgen wartet mit dem ERC Ingolstadt dann allerdings ein ganz anderes Kaliber auf uns. 

Was wir heute noch herausheben wollen: Es ist eine echte Freude, Arne Uplegger wieder fit, gesund, befreit und voller Selbstvertrauen auf dem Eis zu sehen. Es war überdeutlich zu spüren, wie es ihm geht. Daher ist er heute auch unser Spieler des Tages. Willkommen zurück, Upi. Mach weiter so, dann haben wir alle viel Spaß in dieser Saison. 

Dienstag, 14. Juni 2022

eDEL-Besetzung...

Heimturnier wird echter Gradmesser!

Unsere Eislöwen werden am letzten August-Wochenende zum traditionellen Vorbereitungsturnier in der heimischen JOYNEXT Arena erneut ausschließlich erstklassige Gegner empfangen und uns damit vor dem offiziellen Saisonstart mit hochklassigen Eishockeyspielen verwöhnen.

Neben DEL-Kooperationspartner Düsseldorf sowie DEL2-Meister und DEL-Aufsteiger Frankfurt werden auch erneut die Iserlohn Roosters, der ehemalige Arbeitgeber von Eislöwen-Topgoalie und Fanliebling Janick Schwendener, vertreten sein.

Die Brockmänner werden sich als Gastgeber im Halbfinale wie bereits im Jahr zuvor mit dem Kooperationspartner aus dem Rheinland duellieren. Der andere Finalteilnehmer wird im Duell Hessenland gegen Sauerland zwischen Frankfurt und Iserlohn ermittelt.

Namensgeber des Turnieres wird erstmals Premiumpartner Sachsenlotto sein. Die erste Ausgabe des Sachsenlotto Cups ist gleichzeitig der Startschuss für unsere Jungs in die Testspielphase.

Sa., 27.08.2022:
Frankfurt vs. Iserlohn
Eislöwen vs. Düsseldorf

So., 28.08.2022:
Verlierer Spiel 1 vs. Verlierer Spiel 2
Sieger Spiel 1 vs. Sieger Spiel 2

Sonntag, 26. September 2021

Bayreuth, wenn sie es sind...

Oder wie schlägt man sich am Besten selbst!

Das Endergebnis war das gleiche wie vor einer Woche in Bayreuth. Die Tigers gewinnen erneut mit 2:3. Dieses Mal war nicht der Beginn schwach und das Ende stark, die Eislöwen drehten die ganze Sache einfach mal um.

Dresden kam stark aus der Kabine, dominierte das Spiel beinahe nach Belieben, betrieb aber, wie so häufig in dieser Vorbereitung gesehen, Schindluder, was die Verwertung der Torchancen anging. So erzielte man durch David Rundqvist zwar völlig verdient die Führung, baute diese aber trotz diverser Möglichkeiten nicht aus.

Anfang des zweiten Drittels zunächst das gleiche Bild. Dresden drückt, trifft aber weiterhin nicht oft genug, auch wenn es Philipp Kuhnekath per Abfälscher gelingt, auf 2:0 zu stellen und genau das sollte sich kurz danach direkt rächen. Bayreuth, bis dahin Null Komma Null im Spiel, bekommt von den Eislöwen plötzlich einen vierminütigen Freifahrtschein in Form von Strafen und passivem Penalty-Killing. Drei Powerplays für die Tigers, drei Tore. Die Gäste führen plötzlich und kommen zu dieser Führung wie die Jungfrau zum Kinde.

Was folgt ist ein sichtlich perplexes Heimteam auf der Suche nach dem Rhythmus der Anfangsphase und ein cleveres Gästeteam, was trotz arg limitierter Mittel und dank guter Special Teams zum Testspielerfolg kommt, auch weil Dresden am Ende nichts Erquickendes mehr gelingen will.

Fazit: Der nötige Dämpfer zur richtigen Zeit. Zweimal liefert man gegen Bayreuth die mit Abstand schwächsten Testspielauftritte ab. Zweimal deckt man das gegnerische Gehäuse mit mehr als 35 Schüssen ein, erzielt aber nur zwei Tore und zweimal lässt man Konsequenz und Torgeilheit, besonders im Überzahlspiel, gänzlich vermissen. So gewinnt man keine Spiele, zumindest nicht gegen solche Mannschaften. Wahrscheinlich lief es für den Kopf des ein oder anderen Spielers am Freitag in Weißwasser bereits zu rund. Special Teams, Spielruhe, Passsicherheit und Effizienz stehen als Überschriften im Hausaufgabenheft für die nächste Woche. Zudem sollte man sich mit dem Thema Disziplin in Bezug auf Provokationen der Gegner auseinandersetzen. Da verhalten wir uns teilweise wie ein impulsives Juniorenteam. 

Aber genug mit der Negativität. Insgesamt war es eine gute Vorbereitung unseres neuen Teams. Das noch nicht alles passt, war absehbar. Das aber bereits so viel funktionieren kann, wenn alle Rädchen greifen, macht Hoffnung. Die letzte Generalprobe haben wir zwar verpatzt, aber es zählt ja erst nächste Woche. Wir sind daher ganz guter Dinge, auch wenn immer der letzte Eindruck haften bleibt. 

Freitag, 24. September 2021

Ein Derbysieg ist immer wichtig...

Eislöwen machen bei erster Generalprobe viele Dinge richtig!

Das war doch mal ein angenehmer Freitagabend mit einem durchaus soliden Auftritt unserer Jungs im Testderby unter gevierteltem Feinstaubeinfluss.

Kein Grund, jetzt gleich nackt durch die Bude zu rennen und Disco-Fox oder Foxtrott zu tanzen, aber das Team hat nach dem eher mauen Spiel in Bayreuth heute einen großen Lerneffekt gezeigt. 

Das erste Drittel war fast völlig problemlos. Gutes Forechecking, schnelles Anlaufen, man gab den Füchsen kaum Ruhe und Zeit, das eigene Spiel aufzubauen und forcierte selbst sehr geradlinige, zielgerichtete Angriffe. Zudem war man körperlich präsent und nutzte seine Chancen relativ effizient. Den Dosenöffner fabrizierte dann Mike Schmitz mit seiner Fackel von der blauen Linie, die Timo Walther noch leicht auf dem Weg ins Gehäuse abfälschen konnte. Kurz vor der Drittelpause besorgte dann Johan Porsberger, der direkt bewies, wie sehr er zuletzt fehlte und das Spiel beleben kann, mit seinem Anspiel auf Vlad Filin für eine Premiere. Es war der erste Treffer in der Vorbereitung für unser Filinchen. Zwar wollte er eigentlich David Rundqvist in der Mitte bedienen, doch der Puck wurde von einem Fuchs ins Tor abgefälscht.

Das zweite Drittel verlief zunächst wie das erste. Angetrieben vom starken Simon Karlsson, der heute einfach eine Augenweide, ja ein Genuss auf Kufen war, schraubten die Eislöwen das Ergebnis weiter in die Höhe. Jussi Petersen, der sein Talent immer mehr in Szene setzt, verwertete eine tolle Vorarbeit des schwedischen Abwehrturms zum 0:3. Kurz darauf scheiterte Vlad Filin am Pfosten. Dieses Klingeln schien dann die Hausherren etwas aufzuwecken, die fortan aktiver wurden, mehr liefen, die Zweikämpfe besser annahmen und so auch häufiger gefährlich vors Tor von Schwendi kamen. Janick Schwendener jedoch blieb cool und ließ kaum Abpraller zu und wenn doch, war er auch zur Stelle. Kurz vor der zweiten Pause hätte Tom Knobloch auf 0:4 erhöhen können, scheiterte aber wie Filin an der Torumrandung. 

Im Schlussabschnitt verletzte sich zunächst Fuchs Mäkitalo bei einer Angriffsaktion unglücklich. Wir wünschen gute Besserung. Danach wackelten wir zweimal kurz, zeigten aber gute Abwehraktionen und verhinderten so mehrfach den ersten Treffer der Hausherren. Läuferisch und körperlich wirkten wir weiterhin einfach eine Woche weiter als die Füchse. Schmitz hätte gar per Shorthander erhöhen können. Das 0:4 besorgte dann der schwedische Comebacker, der zwei Wochen fehlte. Johan Porsberger schnappte sich die Scheibe direkt nach dem gewonnenen Bully und schnalzte das Hartgummi in die Maschen. Wenig später durften dann auch die Gastgeber jubeln und direkt wieder von der Meisterschaft träumen, als Schwendi mal ausnahmsweise einen Puck nicht festhalten konnte und den Rebound vorbeilassen musste. Am Spiel änderte das Tor allerdings wenig. Die Füchse nutzten das Testspiel daher, um frühzeitig mit dem 6. Feldspieler zu agieren, brachen den Test aber nach zwei Wacklern direkt wieder ab. Drei Minuten vor dem Ende machte dann Nicklas Mannes den Deckel drauf und sorgte für den 1:5 Endstand.

Fazit: Wir interpretieren nicht zu viel in dieses Spiel hinein. Aber wenn dieses Forechecking, gepaart mit dieser Körperlichkeit und der Lauffreude nächste Woche mit noch mehr Intensität abgerufen wird, sind wir eine schwere Aufgabe für den Gegner. Es war ein grundsolides Spiel unseres Teams, von vorne bis hinten. Längst nicht perfekt und es gab natürlich auch die Momente, wo wir uns wieder überlaufen ließen, aber dafür, dass dieses Team mit 16 Neulingen in der Stammformation agiert und erst seit gut vier Wochen so zusammenspielt, schaut das schon recht ordentlich und nach einer echten Spielidee aus. Dabei halten sich unsere hochveranlagten Scorer wie David Rundqvist, Vlad Filin oder Jordan Knackstedt sogar noch vornehm zurück. Das Powerplay verträgt noch mehr Punch. Der Slot darf noch strikter verteidigt werden und die Ruhe an der Scheibe darf auch noch deutlich zunehmen. Dennoch war das ein Freitagabend, an dem es wenig zu meckern gab.

DDerbysieger light oder zero sugar in Form von Punkten. Es gibt wohl schlimmere Testergebnisse.

P.S.: Die drei Pfostentreffer waren sicher ganz bewusst gesetzt. Wir müssen uns ja für nächste Woche noch ein paar Reserven aufsparen. Dann geht es um Punkte und daher sicher auch mehr zur Sache.

Freitag, 17. September 2021

Tiger am Ende Sieger...

Eislöwen finden zu spät ihren Flow!

Wir haben uns ja in den letzten Jahren bereits sehr oft und sehr gerne schwer getan in Bayreuth. So auch dieses Mal.

Uns gelang ein recht druckvoller Start ins Spiel, doch es fehlte etwas an Präsenz und Selbstverständlichkeit, was vielleicht auch den erzwungenen Wechseln bei den Defensiv-Pärchen geschuldet war. Doch diese Problematik wird womöglich auch in der Saison auftreten und somit war es ein guter Härtetest für die anstehende Hauptrunde.  

Bayreuth hatte im ersten Drittel viel mehr Scheibenbesitz, ohne allerdings übermäßig viel Gefahr auszustrahlen. Das torlose Ergebnis ging nach 20 Minuten in Ordnung.

Der zweite Abschnitt begann mit starken Eislöwen, die allerdings im Übereifer die Ordnung verloren und sich zweimal eiskalt auskontern ließen. Ein schnelle 2:0 Führung für die Tigers war die Folge, die zu diesem Zeitpunkt durchaus als etwas überraschend bezeichnet werden durfte, doch das war den Hausherren natürlich egal, die in der Folge sogar noch ein Powerplay zum 3:0 nutzen konnten. 

Die Brockmänner zeigten zunächst zu viele negative Emotionen, besannen sich dann aber auf den eigenen Matchplan. Begünstigt durch eine doppelte Überzahl gelang es, auf die Anzeigetafel zu kommen und dank Kapitän Jordan Knackstedt auf 3:1 zu verkürzen. Kurz darauf besorgte der junge Mann mit der eingebauten Torgarantie sogar den Anschlusstreffer. Matej Mrazek erzielte bereits sein viertes Tor der laufenden Pre-Season und brachte seine Farben damit endgültig zurück ins Spiel.

Im Schlussabschnitt sah man überwiegend ein Spiel auf ein Tor, doch entweder scheiterte Dresden wie Knackstedt an der Latte, war wie Filin zu verspielt und verpasste den richtigen Moment für den Abschluss oder traf den Puck nicht sauber genug, um Herden den längst verdienten Ausgleich einzuschenken.

So steht am Ende eine unnötige, aber nun auch nicht dramatische 3:2 Niederlage in Bayreuth zu Buche.

Fazit: Es ist Vorbereitung und lieber verlieren wir jetzt, als in zwei Wochen, wenn es um Punkte geht. Das Spiel hat unserem Coach viel gutes Lehrmaterial geliefert. Ärgerlich nur, dass man nun 7 Tage büffeln muss, bevor es abgefragt wird. Trotz der vielen kleinen Phasen des unsortierten und undisziplinierten Spiels, hat man wieder gesehen, wie stark man den Gegner läuferisch herannehmen kann. Bayreuth über 60 Minuten gut zu verteidigen ist zudem durchaus eine Herausforderung, der Stil nicht wirklich angenehm. Unser Überzahlspiel war obendrein auch noch kein echter Faktor. Man ist zwar fähig, aufgrund der individuellen und technischen Klasse ein Drittel zu belagern, doch findet, auch begünstig durch zu viel Statik, zu selten den direkten Weg zum Tor oder schafft es, einen Mann in aussichtsreicher Position freizuspielen. Das Angriffsspiel muss in Hinblick auf die neue Saison insgesamt noch deutlich direkter werden, wenngleich man durchaus bereits versucht, die Scheibe regelmäßig zum Tor zu bringen. Es fehlt jedoch an Genauigkeit und der letzten Konsequenz.

Alles in Allem war es aber ein weiterer guter Test für unser neues Team, was immerhin auch seit drei Spielen nur mit zwei Imports agieren und dennoch den Ton auf fremdem Eis angeben kann. Natürlich ist Bayreuth keine Übermannschaft der DEL2, aber das sind wir auch nicht und so gesehen sieht das schon ganz ordentlich aus, zumal wir alle wissen, dass die Ergebnisse in der Vorbereitung wenig Aussagekraft haben. 

Natürlich fällt uns nun am Sonntag ein wichtiger Test gegen ein DEL2-Topteam weg, der sicherlich in Sachen Spielpraxis und Spielverständnis sehr geholfen hätte, doch betrachten wir, wie die Mannschaft auf dem Eis arbeitet und läuft, kann man die skeptischen Dresdner Mundwinkel durchaus schon ein wenig aus dem Tal drücken, vor allem wenn es uns gelingt, die in dieser Vorbereitung gängigen drei Gegentore noch auf zwei zu reduzieren. 

Wie würde ein bekannter Freiburger Sportlehrer sagen? "Wir müssen hard worken." Dann wird das was.

Sonntag, 12. September 2021

Drachenzähmen leicht gemacht...

Eislöwen mit klarem Sieg in Erfurt!

Unsere Eislöwen testeten heute gefühlt gegen sich selbst, denn die Erfurter, die heute 25 Jahre Black Dragons zelebrierten, hatten in den Dresdner Förderlizenzspielern Nick Jordan Vieregge, Bruno Riedl und Adam Kiedewicz ihre besten Cracks auf dem Eis.

Ohne Vieregge, der bereits die komplette Vorbereitung in Erfurt bestritten und die viele Spielpraxis sichtlich genossen hat, hätte es heute durchaus in den zweistelligen Bereich ausarten können, doch die Brockmänner präsentierten sich insgesamt zu nett, wenn auch klar überlegen und mutierten deshalb nicht zum fiesen Drachentöter. 

Man testete die Special Teams, prüfte die Laufleistung nach erneut zwei Spielen binnen 24 Stunden und bot durchaus eine solide Vorstellung, ging aber gegen den Oberligisten und Kooperationspartner nie wirklich ans Limit oder gar darüber hinaus. 

Fazit: Eine chillige Sonntagsleistung genügte, um einen klaren 0:4 Sieg einzufahren und verletzungsfrei nach Dresden zurückzukehren, wenngleich Moritz Israel kurz für einen Schreckmoment sorgte, als er sich schmerzverzerrt das Knie hielt. Dafür hatte Backup Kristian Hufsky kaum Schreckliches zu überstehen, hielt er doch seinen Kasten mit einer guten Leistungen sowie dem einen oder anderen entschärften Break sauber und feierte einen verdienten Shutout in seinem ersten 60-Minuten-Einsatz. 

Der dritte Sieg im vierten Spiel, dazu erstmals zu Null. Das tut gut, ist aber im Hinblick auf die neue Saison wenig aussagekräftig. Erfurt war letztlich als Gegner nicht fordernd genug, auch wenn sich Vieregge, Riedl und Kiedewicz gut in Szene setzen konnten und mitunter durchaus Anspruch auf einen Platz im Eislöwenkader anmeldeten. 

P.S.: Jussi Petersen gelang heute sein Premierentor als Eislöwe. Gratulation dazu. Der heißeste Stürmer der Vorbereitung bleibt aber Matej Mrazek. Vier Spiele, drei Tore. Matej entwickelt sich so langsam zu einer echten Tormaschine und liefert eine auffällige Leistung nach der anderen ab. Ahoj. 

Samstag, 11. September 2021

Etwas zu Selb(st)zufrieden...

Eislöwen mühen sich zum Testerfolg beim Aufsteiger!

Nach ewigen Zeiten ging es für die Eislöwen mal wieder nach Selb. Ohne Suvanto, Porsberger, Riedl und Vieregge, dafür aber mit Debütant Moritz Israel, der seine ersten richtigen Shifts fahren durfte, kreuzten unsere Umbrecher die Schläger mit dem DEL2-Aufsteiger aus Selb, der gestern bei der 4:3 Niederlage in Bad Nauheim ein solides Testdebüt absolvierte und auch heute bestätigte, mithalten zu können.

Das Spiel ist schnell erzählt. Selb auf Konter bedacht, wir feldüberlegen, jedoch über weite Strecken der Partie nicht zielstrebig genug und so ließ sich auch die läuferische und technische Überlegenheit nicht 1 zu 1 in Zählbares ummünzen. Im Gegenteil. Die Gastgeber eröffneten den Torreigen im ersten Abschnitt. 

Danach zogen unsere Jungs mit viel mehr Speed aber immer wieder Strafen und nutzten die Überzahlmöglichkeiten sehr konsequent aus. Erst traf Schmitz nach tollem Move von Knackstedt im Nachschuss zum Ausgleich, dann hämmerte Karlsson eine echte Wikinger-Keule zur ersten Führung in die Maschen. In der Folge kamen die immer müder wirkenden Gastgeber trotzdem zum Ausgleich, da Schwendener einen zu simplen Abpraller zuließ. Nach Traumkombination im Powerplay stellte Timo Walther die alten Verhältnisse wieder her. Als dann das nächste Überzahlspiel anstand, machte man sich schon zum Jubel bereit, doch statt die Führung auszubauen, lud man Selb zum Konter ein. Es folgte der trockene Shorthander zum 3:3.

Im Schlussdrittel spielten die Brockmänner dann die Überlegenheit etwas besser aus, gewannen an Stabilität und Struktur, gaben den Wölfen kaum noch gefährliche Räume und entwickelten mehr Zug zum Tor. So entstand dann auch der Siegtreffer. Schmitz und Drews setzten Youngster Matej Mrazek traumhaft in Szene und der gefühlt einzige Gewinner der letzten Spielzeit bewies wie schon zuletzt gegen Düsseldorf seinen Torriecher. Eiskalter Abschluss, verdiente Führung und diese sollten die Eislöwen dann auch nicht mehr hergeben, wenngleich es kurz vor Ultimo im eigenen Slot noch einmal heftig brannte, als die Selber mit sechs Feldspielern Schwendeners Kasten berannten. 

Fazit: Ein typisches Testspiel. Viele Fehler, gerade was Positionierung, Aufbauspiel und Backcheck anging. Doch genau darum geht es in der Vorbereitung. Positiv war die Effizienz im Powerplay, ohne dass man jetzt sonderlich viel Kreativität entwickelt hätte. Man lebte vor allem von der Technik, Übersicht und individuellen Klasse von Spielern wie Knackstedt und Rundqvist, zeigte aber durchaus auch die eine oder andere gute Kombination. Im Endeffekt gibt das Ergebnis wenig Aufschluss über den Stand im Ligavergleich. Gut war aber, dass man in der Fremde gegen einen Ligakonkurrenten einen Weg gefunden hat, das Spiel zu gewinnen und die defensiven Mängel offensiv zu tilgen. Zudem wirkte man trotz harter Trainingseinheiten läuferisch sehr gut aufgelegt, dabei aber gedanklich nicht immer auf der Höhe. Unter dem Strich steht der verdiente zweite Sieg im dritten Testspiel. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Sonntag, 5. September 2021

Wieder teuer verkauft...

Eislöwen müssen abgezockten Nürnbergern den Vortritt lassen!

Wenn man es böse formulieren wöllte, könnte man vielleicht sagen, dass dieses Mal der Start stark war, man dafür aber danach abgebaut hat und quasi das Gegenteil zu Spiel 1 geliefert hat, doch das würde dem Ganzen überhaupt nicht gerecht werden.

Der Start der Eislöwen ins Cup-Finale war aber unbestritten und begünstigt durch einige Undiszipliniertheiten der Gäste aus Franken wirklich stark. 

Unsere Mannen legten los wie die oft zitierte Feuerwehr, erarbeiteten sich gleich mehrere gute Einschussmöglichkeiten. Nutzen konnte man sie aber leider nicht und geriet stattdessen dann durch einen Konter, dem unserer Meinung nach ein Foul der Ice Tigers vorausging, in Rückstand.

Auch das brachte unsere Eislöwen aber nicht vom Matchplan ab, wenngleich Nürnberg ob der Führung deutlich an Struktur im Defensivverhalten gewann und so die höhere Qualität des Teams zum Tragen kam.

Ab Drittel Zwei machte sich das dann auch im Ergebnis bemerkbar, ohne dass die Brockmänner stark nachgelassen hätten. Das 0:3 nach vierzig Minuten deutlicher als das Spiel, die Leistung weiterhin achtbar.

Im Schlussabschnitt versuchte die Mannschaft wieder aktiver zu spielen, mehr Offensivakzente zu setzen, und sich mit einem Treffer zu belohnen, was Tomas Andres dann auch gelang, als er im Gewühl vor dem Tor einen Abpraller verwerten konnte. Die Halle kam noch mal und die gut 1.100 Fans versuchten den Endspurt einzuleiten, der in Ansätzen auch gelang. Doch am Ende kam Nürnberg noch zum ENG ins verwaiste Eislöwen-Gehäuse, nachdem man in den letzten drei Minuten volles Risiko gegangen war und den 6. Feldspieler gebracht hatte.

So gewann Nürnberg am Ende natürlich vollauf verdient das Turnier, präsentierte man sich doch auch als cleverste Mannschaft des Cups, doch konnte wie auch Düsseldorf gegen gute Dresdner keinen eklatanten Klassenunterschied manifestieren.

Fazit: Ungeachtet irgendwelcher nackten Zahlen und Ergebnisse bot dieses Wochenende viel Erbauliches für Körper und Geist. Nicht nur, dass man endlich wieder zusammen mit seinen Liebsten in der Kurve Eishockey genießen konnte, ohne das Gefühl zu haben, nicht aus sich herausgehen zu dürfen, es gab auch wirklich Grund dazu, weil die Eislöwen an beiden Turniertagen zu überzeugen wussten. Vor allem läuferisch und damit fitnesstechnisch hielt man gegen Erstligisten stark dagegen, zeigte defensiv eine durchaus solide Grundordnung und wusste auch offensiv in Erscheinung zu treten. Über Special Teams brauchen wir nach zwei Wochen Training nicht sprechen, dafür aber zumindest über Goalie Janick Schwendener, der unabhängig von irgendwelchen Kuriositäten, wie der heutigen Wechselorgie aufgrund der Probleme mit Ausrüstung, einen sehr guten Einstand als Puckfänger feierte. 

Wir sind ganz früh in der Vorbereitung und DEL-Teams sind sicher nicht unser Maßstab, aber Andreas Brockmann dürfte gerade deshalb viele Erkenntnisse gewonnen haben. Wir persönlich haben Spieler wahrgenommen, die miteinander agieren, die viel laufen, die willig sind, hart zu arbeiten und Ehrgeiz entwickeln, besser zu werden. Das Team wirkt fit, geht ein gutes Tempo und lässt sich bereits jetzt mental von Rückschlägen nicht aus der Bahn werfen. All das darf sich gerne so weiterentwickeln, denn dann sind wir im Oktober wahrscheinlich gut gerüstet für die neue Spielzeit. Doch bis dahin fließt bekanntlich noch viel Wasser die Elbe hinunter. 

Samstag, 4. September 2021

Ach wären wir doch in Düsseldorf geblieben...

Eislöwen duschen kalt und schocken die DEG!

Das war mal ein denkwürdiger Auftakt in die Vorbereitung, der es unerwartet in sich hatte und die Umbruch- sofort eine gewisse Aufbruchstimmung umwandelte.

Unsere Jungs kamen vor grob geschätzten 1.100 Zuschauern ziemlich nervös und wackelig aus der Kabine, während die in einer Woche bereits in die DEL-Hauptrunde startenden Düsseldorfer einen Blitzstart hinlegten. Nach zwei gespielten Minuten stand es bereits 0:2 für die Gäste. Doch mit zunehmender Zeit kamen auch unsere Eislöwen in Schwung, brachten die Beine ans Laufen und erarbeiteten sich immer mehr Puckbesitz außerhalb der eigenen Zone. Mitten in die erste richtig gute Phase hinein stellte die DEG dennoch auf 0:3. Nicht wenige im weiten Rund dachten nun, dass das Thema bereits gegessen sei. Vielleicht auch die Düsseldorfer selbst, die sich optisch auf einen gemütlichen Nachmittags-Cruise einzustellen schienen. 

Klassischer Fall von Denkste. Angeführt vom starken David Rundqvist bissen sich die neu formierten Brockmänner nämlich pfeilschnell zurück ins Spiel. Nach Pass von Timo Walther besorgte Tomas Andres in der 15. Spielminute das Premierentor der neuen Eiszeit und nicht einmal 50 Sekunden später holte die Ikea-Fraktion erstmals die Bauanleitung für den Anschlusstreffer aus der Schublade. Suvanto und Karlsson bedienten Rundqvist, der auf 2:3 verkürzte. Erstmals kam Stimmung auf und die wandelten die Eislöwen direkt in noch mehr Energie um. Keine zwei Zeigerumdrehungen später besorgte kein anderer als Kapitän Jordan Knackstedt den Ausgleich. Binnen 165 Sekunden drehten Knacki und Co. ein 0:3 gegen den Erstligisten und gingen mit breiter Brust in die Kabine.

Was die DEG kann, können wir auch, dachte sich Johan Porsberger und vollendete den gefühlt ersten Angriff kurz nach Wiederbeginn dann gleich zur ersten Führung für Dresden. Die Rheinländer wirkten etwas geschockt. Sie fanden nicht wirklich ein Mittel gegen das aggressive und aufmerksame Spiel der Hausherren. Stattdessen spielten die Eislöwen ihre Geschwindigkeit aus und setzten per Konter noch einen drauf. Mrazek schnappte sich die Scheibe, spielte Doppelpass mit dem mitgelaufenen Nicklas Mannes, der ein starkes Spiel zeigte und vollstreckte cool zum 5:3. Na Moin oder Ahoi, wie man in Matejs Heimat zu sagen pflegt. Danach gab es aber nicht etwa einen Sturmlauf der Rotgelben um den Dresdner Marco Nowak zu sehen, sondern überwiegend clevere Sachsen, die sogar zwei Unterzahlspiele überstanden, auch weil "Schwendi" nach den unglücklichen ersten Minuten richtig heiß lief, immer wieder zur Stelle war und wann immer möglich, die Scheiben festhielt. 

Im Schlussdrittel wirkten die Düsseldorfer natürlich optisch überlegen, hatten größere Spielanteile, kamen jedoch nur selten in gefährliche Abschlusspositionen und wenn, wurde stark geblockt oder Schwendener stand mit blendender Übersicht parat. Auch in der dritten Unterzahl des Spiels hielt man sich schadlos und brachte das Ergebnis in den letzten zehn Minuten ziemlich smart über die Ziellinie. 

Fazit: Sportdirektor Matthias Roos dürfte sauer sein, denn die vielen Fehler, die das Team machen und zum Lernen anregen soll, beschränkten sich vorwiegend auf die ersten 7 Minuten des Spiels. Danach konnte man, vor allem wenn man den Stand der Vorbereitung betrachtet, staunen. Natürlich ist Düsseldorf kein DEL-Titelaspirant, aber dennoch ein Erstligist. Ein Klassenunterschied war weitestgehend nicht zu sehen. Unsere Jungs überzeugten durch viel Einsatz, Lauffreude und Willensstärke. Neben Goalie Janick Schwendener, überzeugten vor allem die Verteidiger Nicklas Mannes und Simon Karlsson sowie Stürmer Yannick Drews, der auch im Penalty-Killing seine Spuren hinterließ, aber letztlich muss man den Sieg fairerweise als Teamerfolg benennen, denn insgesamt war es ein flüssiger Auftritt der gesamten Mannschaft. Kein so schlechter Start also in eine hoffentlich neue Ära.

P.S.: Bitter ist natürlich das verletzungsbedingte Aus von David Suvanto, der sich seinen Oberarm mit schmerzverzerrten Gesicht hielt, als er im zweiten Drittel das Eis verlassen musste. Vorausgegangen war eine ziemlich unnötige Aktion eines Düsseldorfers nach bereits erfolgter Unterbrechung der Partie. Wir hoffen das Beste und wünschen eine schnellstmögliche Genesung. 

P.P.S.: Da man Traditionen ja bekanntlich pflegen soll, haben sogar Anzeigetafel und Stadion-Uhr bereits in Spiel 1 brav gesponnen. Eishockey ist also tatsächlich zurück an der Elbe.

Fiiiiinaaaaaale Oho... (Sonntag, 18:30 Uhr)