Da war es wieder, das zweite Gesicht, welches wir bereits in Tabor, gegen Kassel und in Memmingen kennenlernen durften. Diese Team wandelt auf einem schmalen Grat zwischen Genie und Wahnsinn. Heute waren wir wieder Mr. Hyde, haben uns selbst geschlagen und sind wie gegen Kassel zum Saisonstart völlig auseinandergefallen.
Es heißt ja: never change a winning team. Trotzdem nehmen wir unseren heißen Goalie raus und starten mit einem kalten Fabian Hegmann, der zwar nichts für den Auftritt des Teams, aber halt auch kein Selbstvertrauen sammeln konnte. Wir waren im ersten Drittel die klar bessere Mannschaft und schießen uns zweimal selbst in den Fuß. Der Rest des Spiels war dann Kassel 2.0 und Marvin Berbner musste auch noch ran, was ihn jetzt nicht heißer gemacht hat.
Wenn der Cheftrainer vor dem Wochenende noch betont, dass wir uns nicht darauf ausruhen dürfen, was war, sondern jedes Spiel aufs Neue alles in die Waagschale werfen und uns erarbeiten müssen, dann aber gegen Weiden schon viel zu verspielt und unscharf im Abschluss agieren, diese Lässigkeit und fehlende Zielstrebigkeit dann mit nach Düsseldorf schleppen und mit einer zudem noch völlig disziplinlosen Leistung garnieren, nicht nur strafentechnisch, sondern auch strukturell, ist das ernüchternd. Man kann in Düsseldorf immer verlieren, aber nicht so. Einen Satz, den wir nun mit Austausch des Gegners bereits das dritte Mal in dieser Saison sagen müssen und wir sind bei Spieltag Acht.
Fazit: Vier Siege in Folge reichen doch auch erst einmal.
Wir haben verdammt viel Arbeit vor uns, wenn wir wirklich mit den Großen mitstinken wollen. Bislang treten wir zu selten wie ein echtes Topteam auf, sondern eher wie ein Möchtegern-Großer mit Egoproblem.
Schönen Abend zusammen.