Dienstag, 15. September 2026

Wenig Fragezeichen ...

Diese Vorbereitung war ein Ausrufezeichen an die Konkurrenz und für die Fans!

Es war nur die Vorbereitung und die Ergebnisse sind schon jetzt nichts mehr wert. Zumindest in der Tabelle. Doch für den Kopf, für das Selbstverständnis, für das Gefühl und den Teamgeist war diese Preseason eine runde und wichtige Sache.

Unsere Eislöwen haben trotz eines Dutzends neuer Spieler schnell zueinander gefunden und sind harmonisch aufgetreten. Besonders beeindruckend dabei, wie clever der Kader zusammengestellt ist, denn es scheint, als könne man wirklich jeden miteinander matchen und in jeder Konstellation funktionierende Reihen aufstellen. 19 Spieler haben gescort, 14 Spieler haben sich in die Torschützenliste eingetragen. Gleich neun Akteure haben drei oder mehr Punkte erzielt. 

Einen Denkzettel hat man dennoch erfahren und der war auch wichtig. In Tabor hat man gesehen, was passiert, wenn nicht alle an einem Strang ziehen und nicht jeder die hundertprozentige Einstellung mitbringt. Aufgrund unserer teils dominanten Spielweise wird es über die gesamte Saison hinweg ein Thema sein, die Gegner immer durchweg ernstzunehmen, zielgerichtet und scharf zu bleiben und sich nicht zu sehr am eigenen Spiel zu berauschen. 

Neuzugänge:

Bei den neuen Spielern kann man festhalten, dass niemand abfällt. Besonders herausheben darf man sicherlich die JAA-Reihe (Jan, Adam, Alec). Adam Helewka besticht als Mini-Draisaitl durch eine robuste, aber gleichzeitig geschmeidige Spielweise, beweist viel Spielübersicht, zeigt Tempo, wenn Bedarf besteht und spielt ansonsten sehr entspannt, was viel Ruhe auf die Mannschaft ausstrahlt. Ruhe ist jetzt nicht das Attribut, was einem bei Jan Nijenhuis zuerst einfallen würde, aber er ist dafür ein energetischer Spieler, der viel Speed aufs Eis bringt, den Forecheck befruchtet, gut nach hinten arbeitet und auch Scoringqualitäten angedeutet hat. Selbige hat zweifelsohne auch Alec Ahlroth, der drittbester Scorer der Vorbereitung wurde. Seine Technik, Übersicht und Flexibilität macht die Reihe beinahe perfekt. 

Offensiv wären dann neben den frischen Talenten noch die Spink-Zwillinge. Was will man da groß sagen? Beide ergänzen sich perfekt, sorgen für unheimlich viel Trouble beim Gegner, arbeiten bislang auch stabil zurück und sehen nicht die Notwendigkeit, sich in den Vordergrund zu drängen. Teamplayer überall. 

Auch unsere Nachwuchskräfte um Lukas Buschbeck, Karl Gärtner und defensiv Jacob Ficenec sowie Ivan Komirist haben starke Ansätze gezeigt, können das Tempo mitgehen und hatten ihre Momente. Aus unserer Sicht werden aufgrund der U/Ü-Regel vor allem die zwei Stürmer gute Chancen auf Einsatzzeiten haben, aber auch Jacob Ficenec könnte am Freitag direkt zu seinem DEL2-Debüt kommen. Für Ivan dürfte es zunächst eher einen Stammplatz in Leipzig und der DNL geben. 

Defensiv hat man zudem mit Ryan MacKinnon und Gregory Kreutzer ein Duo geholt, welches sofort miteinander funktioniert hat. MacKinnon war der stärkste Defender der Vorbereitung. Er hat hinten den Laden zusammengehalten, viel gearbeitet, einen starken Aufbaupass gespielt, ansonsten viel die blaue Linie als Quarterback verwaltet und Löcher zugelaufen. Mit Kreutzer hat er einen laufstarken Kollegen, der vor allem defensiv denkt und die Struktur bewahrt. 

David Suvanto ist zwar kein Neuzugang, doch er schaut trotzdem wie ein neuer Spieler aus. Irgendein Schalter ist da umgekippt. Er sprüht vor Energie, Spielfreude, Härte, Intensität und Willen. Gepaart mit seinen läuferischen und technischen Qualitäten können wir nur hoffen, dass David diese Form konservieren wird. 

Im Tor haben wir mit Fabian Hegmann nur einen Neuling begrüßt, doch der hat es ebenfalls in sich. Trotz seiner Größe bringt Fabian eine hohe Agilität mit sich, liefert gute Reflexe, regelt aber ansonsten viel mit dem Stellungsspiel. Er ist ein Mann für die Zukunft, aber ganz sicher auch schon für die Gegenwart. Wir werden, so wir denn eine lange Saison haben werden, frische Goalies brauchen. Schwendi, Fabian, aber auch Marvin Berbner, bei dem man auch keine Panik schieben würde, wenn er mal startet, bieten Bo Subr eine breite Auswahl mehr als solider Puckfänger. Bei Schwendi hoffen wir, dass er schnell fit wird und zeigen kann, was er drauf hat. Ansonsten muss man auch auf dieser Position hin und wieder schauen, ob der Einsatz zweier U-Goalies notwendig wird, um 15 Ü-Feldspieler einsetzen und immer mit vier Reihen agieren zu können.

Spielsystem:

Unsere Grundidee ist klar. Schnelles und laufintensives Eishockey. Daher macht der große Kader auch Sinn. Man sieht keinen Spieler auf dem Eis, der das Tempo nicht gehen kann. Man spielt schnell von hinten raus, überbrückt die neutrale Zone formidabel und kombiniert offensiv fast schon erschreckend gut. Egal wer da auf dem Eis steht, es wird hart im Fore- und Backcheck agiert. Es ist immer Tempo drin. Wir cyclen offensiv wie David Musial an seinen besten Tagen, aber mit doppeltem Speed. Egal ob kleine oder große Gruppe, man sieht, dass alle kapiert haben, was sie zu tun haben. Bo Subr und sein Team haben es geschafft, ihre Idee schnell zu implementieren, ohne das Team gleich mit Details zu überfrachten. Diese Details werden dann Woche für Woche sanft ins Süppchen hineingegossen, bis es wirklich allen mundet. 

Überraschung:

Tomas Sykora ist für uns neben Lukas Buschbeck die absolute Positiverscheinung der Vorbereitung. Man kann bereits sagen, dass sich die Weiterverpflichtung gelohnt hat. Der Mann zieht am Kabel und wirkt wie auf einer Mission. Gut, einen solchen Veteranen im Team zu wissen. Zudem hat Fabian Hegmann noch stärker überzeugt als zu erwarten war.

Baustellen:

Um uns mal etwas zu erden, kommen wir nun aber auch zu den Wehwehchen. Wir richten uns nicht nach dem Gegner und das ist auch richtig so. Selbstverständnis ist wichtig. Wir müssen aber in Sachen Restverteidigung aufmerksamer werden. Am anfälligsten für Gegentore sind wir bei Breaksituation, in denen wir manchmal mit fünf Mann durchfallen. Gut ist, dass wir im Backcheck mehr Tempo haben als in der Vorsaison, um es zu kaschieren, aber das Problem ist da. Es braucht also mehr Balance rund um die offensive blaue Linie. Ein weiteres Thema ist die Disziplin. Zwar haben wir zuletzt schon einen positiven Trend gesehen, doch nehmen wir mitunter zu viele unnötige Strafen. Es ist gut, dass wir aggressiv sind und uns nichts gefallen lassen. Dem Gegner unter die Haut zu gehen, darf nicht fehlen. Allerdings sind wir, auch dem geschuldet, dass es um nichts ging, etwas zu scharf übers Eis geschossen. Dies hatte dann auch viele Unterzahlsituationen zur Folge. Gut zum Üben, aber auch gut für unsere Gegner. 7 unserer 18 Gegentore, also fast 40 %, kassierten wir in Unterzahl. Das PK ist mit 77,4 % noch ausbaufähig. Man sollte schon einen Wert Richtung 84 % anstreben. Das deutlich größere Klemmen verzeichnet man aber in der eigenen Überzahl. So gefällig und smooth man bei fünf gegen fünf auch agiert, sobald wir einer mehr sind, gerät alles ins Stocken. Klar, der Gegner verteidigt bei Unterzahl anders, läuft anders an und deckt die Räume vor dem Tor enger, aber es entsteht auch der Eindruck, dass wir uns noch zu sehr auf die individuelle Qualität verlassen, nicht immer genug Bewegung reinbekommen, somit zu statisch werden und vor allem selten die Abschlussposition im Slot freispielen können. Das man das flexible 1-3-1 spielt, bei dem jeder mal zum Bumper oder Quarterback werden kann, ist modern und sieht man überall. Bislang sind die Passkombinationen aber noch zu eindimensional. Man hat allerdings auch nicht gegen Oberligisten getestet, gegen die man schneller in den Flow kommt, wenn es ums Powerplay geht. Die Qualität unserer Spieler spricht dafür, dass sie sich da noch finden werden und effizient genug werden, wenn Bedarf besteht. 

Die Effizienz ist auch ein Thema. 23 Tore, also 3,3 pro Spiel, sind grundsolide und reichen bei unserer Defensive sicher auch aus, aber da eine Saison nie 52 mal gleich läuft, wird es notwendig sein, im Abschluss noch etwas geradliniger und gieriger zu werden, um nicht Gefahr zu laufen, trotz optischer Überlegenheit baden zu gehen. Die letzten vier Spiele gegen Wolfsburg, das Gefuxxxe, Rütters Problemkinder und die Turmsternchen haben dahingehend aber bereits einen positiven Anstieg gezeigt. 17:7 Tore, vier Siege, nur einmal mehr als zwei Gegentore und dieses fiel eine Sekunde vor Schluss und war völlig bedeutungslos. 

Führungsspieler:

Wenig überraschend ist Dane Fox der neue Kapitän der Eislöwen. Dies zeichnete sich bereits in der Vorbereitung ab. Ihm assistieren genauso erwartbar mit Drew LeBlanc und Tomas Andres zwei weitere standorterprobte Routiniers. Und dann gibt es da eine Menge Spieler, die keinen Buchstaben brauchen, um ebenfalls Verantwortung zu übernehmen. Helewka, die Spinks, Ryan MacKinnon, David Suvanto und Tomas Sykora, um nur ein paar Namen zu nennen. Manch einer würde jetzt vielleicht sagen, das sind zu viele Häuptlinge, aber darauf haben Baxmann und Subr wohl intensiv geachtet, als der Kader zusammengestellt wurde. Wir haben gute Charaktere, keine Selbstdarsteller oder Egotypen. Alle spielen für das Team und das gemeinsame Ziel. 

Fazit:

Die Vorbereitung verlief sehr vielsprechend und nicht nur auf dem Papier darf man uns zur Top 3 der Liga zählen. Was es am Ende wird, ist jetzt schwer zu sagen, aber wir haben definitiv das Potenzial, eine lange und erfolgreiche Saison zu erleben. Das Team hat Tempo, Härte, Intensität, Moral, Kraft, Willen, aber auch Technik und Eleganz. Hinzukommt ein Trainerteam, was genau weiß, wie man erfolgreich ist und bislang die richtigen Hebel bedient. 

Wir freuen uns auf den Saisonstart am Freitag und dann haben auch wir als Fans erstmals 100 % abzurufen.

Sonntag, 13. September 2026

Team Bo voll im Flow ...

Diese Frühform macht fast ein wenig Angst!

Unsere Eislöwen gehen mit vier Siegen (17:7) in Serie aus der Vorbereitung und sind vor dem Saisonstart definitiv das heißeste Team der DEL2.

Egal ob Kassel (Top 3), Feinstaubviertel (Preplayoffkandidat), oder Ravensburg (Top 6), Dresden ist teilweise Kreise um die Gegner gefahren. Zwölf Neuzugänge und doch ist da auf dem Eis nur Harmonie. 

Auch heute war das Hockey wie aus einem Guss. Einzig eine Schläfrigkeit im immer noch schwächelnden Powerplay brachte auch Ravensburg aufs Scoreboard. Ansonsten spielte nur eine Mannschaft. Minutenlanges Cycling im Offensivdrittel, tolle Kombinationen, eine Laufbereitschaft, die beängstigend ist und ein Pass- und Positionsspiel, welches immer besser greift. Wir haben ein echtes Problem. Wir sind Topfavorit und berauschen uns teilweise schon zu sehr an unserem Spiel, ohne daraus Nutzen in Form von Toren zu schlagen. 

Das 4:1 liest sich deutlich knapper, als es das Spiel war. Ohne den gebürtigen Dresdner Konrad Fiedler im Turmsterne-Kasten, der ein starkes Spiel zeigte, wäre es wohl viel deutlicher geworden. 

Welcome to the Show. Bo's Mannen liefern Teamhockey zum Zungeschnalzen. Heute war es vor allem Adam Helewka, der unbedingt noch Topscorer der Preseason werden wollte (7 Scorerpunkte) und ein Drei-Punkte-Spiel hinlegte. Doch es war wieder das gesamte Team, welches zu überzeugen wusste. 

Wir gehen mit richtig Selbstvertrauen in die Hauptrunde, die am nächsten Freitag zuhause gegen Kassel beginnt. Bis dahin wird es noch ein paar gute Nachrichten geben, die die Euphorie zusätzlich befeuern werden. Doch wir müssen echt auf die Bremse treten, um auf dem Teppich zu bleiben. Nach 44 Niederlagen in der Vorsaison ist man aber einfach hyped über jeden überzeugenden Auftritt. 

Wir greifen unserem Ausblick auf die Saison aber nicht vor. Der kommt im Laufe der neuen Woche. Bis dahin sollten wir uns alle mega auf die Saison freuen, aber nicht durchdrehen. 

Fazit: Ravensburg hatte keine Chance. Wir müssen uns mit dieser Qualität im Kader nicht an den Gegnern orientieren. Unser Job wird sein, immer den Fokus und die Seriosität zu bewahren und niemals abzuheben, oder etwas bzw. jemanden zu leicht zu nehmen. 

Guten Abend Freunde.

Sonntag, 6. September 2026

Dominanz im Schonwaschgang ...

Dresden wird nicht um die Favoritenrolle herumkommen!

Kassel war heute richtig rostig. Man spürte, dass sie acht Tage kein Spiel hatten, während unsere Eislöwen voll im Rhythmus agierten. Dennoch war der optische Unterschied zwischen beiden Teams erschreckend.

Wie schon im ersten Drittel im Feinstaubviertel, fuhren unsere Jungs teilweise Kreise um den Gegner und erzeugten mitunter den Eindruck eines Klassenunterschieds. Bereits im ersten Abschnitt hatten die Dresdner genügend Chancen, um die Partie frühzeitig zu entscheiden.

Die Tore sollten aber erst im Mitteldrittel fallen. Angeführt vom starken Dane Fox, der gleich doppelt traf, zog man verdient auf 3:0 davon, ehe die Gäste per Powerplaykonter zum Ehrentreffer kamen und den ansonsten unüberwindbar scheinenden Marvin Berbner im Eislöwengehäuse wenigstens einmal ärgern konnten.

Im Schlussdrittel sahen die rund 2.500 Zuschauer dann Eislöwen im Verwaltungsmodus auf Sparflamme, der aber immer noch genügte, um ein weiteres Törchen nachzulegen. Einer der Gewinner der Vorbereitung, Jan Nijenhuis, traf zum Endstand nach Vorarbeit seiner Reihenkollegen Alec Ahlroth und Adam Helewka. Einer der wenigen Eislöwentreffer in Überzahl.

Fazit: Dieses Team tritt bereits erschreckend früh als echte Einheit auf. Vieles greift schon ineinander. Harmonielevel weit oben. Und trotzdem gibt es Baustellen, was die Konkurrenz nicht gerade beruhigen dürfte. Der Mangel an Disziplin muss ebenso abgestellt werden, wie das mitunter zu statische Powerplay. Derzeit macht das Team aber nicht den Eindruck, Special Teams und Disziplin zu benötigen, um siegreich sein zu können.

Vor allem das spielerische und läuferische Niveau als Gruppe beeindruckt. Zudem kann man auch im Tor aus dem vollen Schöpfen. Ob Janick Schwendener, Fabian Hegmann oder heute Marvin Berbner als Dritter Goalie, alle zeigten stabile Leistungen.

Unser aller Hauptaufgabe wird daher aktuell wohl sein, nicht abzuheben und immer wieder zu verinnerlichen, dass alle das nichts zählt, da wir noch keinen einzigen Punkt auf dem Konto haben.

Es gibt allerdings schlimmeres, als mit Euphorie und guter Laune Richtung Saisonstart zu blicken.

Freitag, 4. September 2026

Elbe schlägt Blaugelbe ...

Dominanter Testlauf in der Lausitz!

Über 60 Minuten betrachtet war das Engste am Spiel das Ergebnis. Dresden dominierte bei Fünf gegen Fünf klar, aber glänzte ohne Effizienz und war in den Special Teams not so special.

Im ersten Drittel sah das überwiegend wie ein Klassenunterschied aus, was unsere Mannschaft da gegen Saakyan, Schindler, Rundqvist und Co. aufs Eis gebracht hat. Man war beinahe durchweg einen Schritt schneller als der Gegner, traf sehenswert und fuhr teilweise Kreise um die Füxxxe. Die waren immerhin effizient und nutzten eine ihrer raren Chancen zum 1:2. 

Auch im Mitteldrittel änderte sich das Kräfteverhältnis kaum. Der starke Tomas Sykora, für uns Mann des Abends, stellte eiskalt im Konter auf 1:3. Doch dann kamen die Strafen ins Spiel und das half den Fenneks. Ihr mit Abstand bester Spieler, Schmidt-Svejstrup, verkürzte per Sonntagsschuss auf 2:3. Kurz hatten sie sogar Oberwasser, doch dann erspielten sich die Eislöwen vier Chancen binnen einer Minute und warfen die Cyclingmaschine an, ohne aber die spielerische Überlegenheit in weitere Tore umzumünzen.

Im Schlussdrittel änderte sich das Bild abermals nicht, nur gab es kaum noch das klassische Spiel mit voller Spielerstärke. Unser Powerplay verdiente den Namen heute nicht. Zu statisch, ohne Dynamik, zu eindimensional. Dafür stieg die Effizienz, wenn auch im "Kacktormodus". Zwei Pingpong-Krampen stellten auf ein auch in der Höhe völlig gerechtfertigtes 2:5. Am Ende wurden dann noch erste Verabredungen für die DEL2-Saison getroffen. Völlig überzogene Checks und Prügeleinlagen, die beiderseits nicht nötig waren, aber auch da war man auf Dresdner Seite letztlich tonangebend. 1,4 Sekunden vor Schluss durfte die Eisbären 2C dann noch einmal im Powerplay jubeln, nachdem wir zuvor knapp das leere Tor verpasst haben. 3:5. Schluss.

Fazit: Ein dominanter Derbyauftritt ohne Wert für die Saisonderbys, aber ganz nett für das Grundgefühl. Special Teams sind bislang echt noch eine große Baustelle, auch weil man wohl noch kein wirkliches Augenmerk darauf gelegt hat. Man sollte sich nicht nur auf individuelles Gezocke verlassen, sondern mehr Dynamik reinbringen, die man ja bei Fünf gegen Fünf bereits sehr konstant zeigt. Ansonsten gab es wenig Grund, zu meckern. Chancenverwertung, ja ok. Aber das hat mittlerweile fast mehr Tradition bei uns als die Füxxxe im Eishockey. Ansonsten stabiles Defensivverhalten, schnelles und solides Passspiel, viel Bewegung, Lauffreude und Chancen in Hülle und Fülle. Ärgerlich ist dafür, dass wir zwei Verletzte aus dem Spiel mitnehmen, mit Sebastian Gorcik und Lukas Buschbeck. Hoffentlich nichts langwieriges.

Am Sonntag kommt dann der Maßstab an die Elbe, der für uns in Bezug auf die Saisonziele eine höhere Relevanz aufweist als die Füxxxe. Bis dahin genießen wir den Derbysieg in der Light Edition. 

Sonntag, 30. August 2026

Eislöwen feiern Comeback ...

Ein gutes Turnier findet einen erfolgreichen Abschluss!

Man soll grundsätzlich in der Vorbereitung keine Vergleiche anstellen, doch es ist schon etwas grotesk, dass wir mit unserem aktuellen DEL2-Kader teils schneller und griffiger gegen Erstligateams wirkten als in der Vorsaison mit unserem DEL-Team. Das läuferische Niveau ist dabei vor allem sichtbar. Natürlich war das Spiel heute gegen Wolfsburg nicht auf dem allerhöchsten Niveau anzusiedeln, doch wenn wir es mit dem Turnier des Vorjahres vergleichen, als wir gegen Wolfsburg im Finale mit 1:2 unterlagen, ist es dennoch auffällig. Diesmal gelang ein nicht unverdienter 4:2-Erfolg nach frühem 0:2-Rückstand.

Vor offiziell 2.600 Zuschauern kamen unsere Jungs gut ins Spiel, doch zeigten sich nicht effektiv. Anders Wolfsburg, zwei eiskalte Abschlüsse, zwei Gegentore. Spätestens mit dem 1:2 durch Adam Helewka nach nur 24 Sekunden im zweiten Drittel kippte aber das Momentum und die Eislöwen-Beine wurden immer frischer. Der Ausgleich nach toller Kombination der Spinks mit Dane Fox als verdienter Lohn. Vor allem kämpferisch zeigte man ein starkes Spiel. Immer wieder checkte man aggressiv vor und nahm Wolfsburg die Ruhe im Aufbau. Besonders auffällig dabei Ricardo Hendreschke, der viele Steals generierte. Im Schlussdrittel wogte das Spiel lange hin und her, Janick Schwendener hielt uns mit einer Topleistung im Spiel. Ein wenig erinnerte es an das erste Duell der letzten DEL-Hauptrunde in Wolfsburg. Auch da drehte man einen 0:2-Rückstand in eine Führung. Führung? Ja genau, Die Reihe um Helewka, Nijenhuis und Ahlroth besorgte das 3:2 in der 54. Minute. Danach war es ein harter Kampf hin zur Ziellinie, doch man stellte sich cleverer an, als vor einem Jahr in Wolfsburg und brachte das Ergebnis nicht nur über die Zeit, Mister Dane Fox verpasste den Fans bereits vor der Schlusssirene mit dem Schuss zum 4:2 ins leere Tor die passenden Beruhigungstropfen. WOBei man eher sagen muss, dass die Leute steil gingen, auch weil man nach 44 Pleiten in der Vorsaison froh über jeden Sieg ist.

Fazit: Ein Sonntag, der gezeigt hat, dass Fans und Team gleichermaßen Erfolgshunger angestaut haben und so langsam in Futterlaune kommen. Es liegt immer noch viel Arbeit vor dem Team, besonders was die Konstanz und Disziplin im Spiel angeht, doch die spielerischen und läuferischen Komponenten greifen bereits recht gut. Zwei Spiele auf guten Niveau an einem Wochenende sind ein erfreulicher Entwicklungsschritt zur Vorwoche. Nun geht es mehr in die Detailarbeit und das Abrufen der Leistung gegen Gegner auf Augenhöhe. Wir freuen uns drauf und laufen so langsam heiß, wenn es um die Lust auf die neue Spielzeit geht.

Wir möchten heute, auch wenn es ein Teamerfolg war, Jan Nijenhuis, Alec Ahlroth und Ricardo Hendreschke herausheben. Sie waren heute die Forechecker des Vertrauens und haben viele Scheiben für uns gewonnen. Ihr Tempo wird uns viele Türen und vielleicht auch Tore öffnen.

Kommt alle gut in und durch die neue Woche.

Freitag, 28. August 2026

Hintenraus ging die Puste aus ...

Eislöwen liefern Turnierfavoriten einen starken Fight!

Ein Spiel, dass trotz Niederlage Lust auf mehr macht, weil unsere Eislöwen ganz stark starteten und sich lange gegen spritzige Tiger aus der Extraliga zur Wehr setzten. 

Mit dem 2:0 durch David Suvanto per Blue Liner mit Ablauf des Powerplays und einem Stealbreak, welches Tyson Spink sehenswert nutzte, stellte man die Mannen aus Liberec, die nächste Woche in die CHL starten, vor eine echt schwere Aufgabe. 

Die Tschechen drückten im Mitteldrittel massiv auf die Tube und schnürten uns immer wieder defensiv ein, doch mehr als der Anschlusstreffer sollte nicht gelingen, da Fabian Hegmann auch in seinem zweiten Spiel als Eislöwe eine starke Leistung zeigte und seine Ansprüche auf die mögliche Starterrolle untermauerte. 

Im Schlussdrittel kamen die Gäste aber trotzdem zum Ausgleich und brachen uns mit dem 2:3 dann doch noch. Am Ende setzte es noch zwei Gegentreffer, obwohl das letzte Drittel deutlich enger war als Drittel zwei. Doch ob nun 2:3 oder 2:5, beides eine Niederlage und kein Drama. 

Fazit: Wir spielen Sonntag gegen Wolfsburg um Platz 3. Dabei haben wir lange an der Überraschung geschnuppert. Wir sind durchaus schnell nach vorne gekommen, sind mit viel Skill und Kampfgeist aufgetreten, aber am Ende konnten wir das Tempo noch nicht über 40 oder gar 60 Minuten gehen. Dennoch macht das Auftreten Mut. Lange Zeit sahen wir besser aus als noch im Februar als Erstligist. Den finalen Unterschied machten letztlich die Special Teams, die Disziplinlosigkeiten und die individuellen Qualitäten der Weißen Tiger im Abschluss. 

Glückwunsch zum Finaleinzug.