Samstag, 16. Februar 2019

Auf den let(z)ten Drücker...

Pujacs-Spezi verstärkt Eislöwen-Offensive!

37-jährige Letten entwickeln sich in Dresden so langsam zum echten Renner. Man könnte auch sagen, die Letten sollen die Saison retten.

Mit Aleksejs Širokovs haben die Eislöwen nach Georgijs Pujacs den nächsten Routinier von Prizma Riga verpflichtet. Der Veteran sammelte jahrelang Erfahrung in seiner Heimat und den umliegenden osteuropäischen Top-Ligen, lief aber auch in Italien, Tschechien und der Schweiz auf. Zudem bestritt er 10 Weltmeisterschaften und eine Olympiade für Lettland. Insgesamt bringt es der Oldie bislang auf 201 Länderspiele als Profi, in denen er 30 Tore und 26 Vorlagen erzielte.

Der gelernte Center soll in Dresden für Konkurrenzkampf auf den Importpositionen sorgen und wohl vor allem Harrison Reed Dampf machen, der trotz guter Statistiken nicht gerade durch eine hohe Einsatzbereitschaft brilliert.

Aleksejs Širokovs, der in vier Tagen seinen 38. Geburtstag feiert, gilt wie schon Della Rovere nicht gerade als klassischer Scorer, aber ebenfalls als harter Arbeiter und kampfbetonter Akteur. Außerdem besticht er durch ein hohes Maß an Leidenschaft und eine für Letten typische Arbeitsmoral, weiß aber durchaus auch wo das Tor steht.

Der Angreifer erhält einen Vertrag bis Saisonende und soll nicht nur den Konkurrenzgedanken, sondern auch die Variabilität im Kader stärken.

Wir heißen Aleksejs herzlich willkommen in Dresden und wünschen maximale Erfolge.

Freitag, 15. Februar 2019

Hauptrunden-Sweep gegen Kaufbeuren...

Eislöwen landen wichtigen Auswärtssieg!

Die seit nun 6 Spielen sieglosen Allgäuer waren der perfekte Aufbaugegner für unsere Eislöwen.

In einem von vielen Zweikämpfen und technischen Fehlern geprägten Spiel zeigten unsere Jungs mal wieder ihre effektive Seite, auch wenn sie sich nicht an den Plan der Strafbankvermeidung hielten. Immerhin konnte man so aber das Unterzahl-Dilemma der letzten Spiele überwinden und etwas Vertrauen zurückgewinnen.

Hinten hielt Eisenhut gewohnt stark, dazu fungierte der von der Nationalmannschaft zurückgekehrte Georgijs Pujacs als sprichwörtliches Hindernis und mimte die fleischgewordene Gummiwand, zeigte sich hart im Nehmen und blockte nicht nur defensiv, sondern rockte auch offensiv. Der offensive King war aber Nick Huard. Er traf nicht nur selbst, er bereitete auch den Game Winner von Delly mit einem Traumpass vor und war ein ständiger Unruheherd.

Fazit: Team-Hockey + Lieblingsgegner + effektive Chancenverwertung + starke Goalieleistung + stabiles Penalty-Killing = Auswärts-Dreier.

Ein Spieltag wie gemalt. Bayreuth verliert deutlich und wir ziehen auf sechs Punkte weg von der Playdown-Zone. Sonntag ein Heimsieg und wir sind dem Klassenerhalt ein großes Stück näher.

P.S.: Wir würden gern zu Abwechslung mal wieder ein Eishockeyspiel mit (guten) Schiedsrichtern sehen. Das war heute im Allgäu nix als eine Beleidigung für beide Mannschaften und die Liga.

Sonntag, 10. Februar 2019

Nur 6 Gegentore in Crimmitschau...

Eislöwen gelingt Quantensprung!

Sauber Jungs oder wie man aufgrund unserer starken Identität auf der Trainerbank und in der Kabine zu sagen pflegt: "Well done Boys". Ja wir haben beim denkbar knappen und engen Derby in Crimmi-Ciao einfach mal von Beginn an das momentan ligaweit beste Unterzahl-Spiel (12 Gegentore in 3 Spielen) in die Waagschale geworfen und trotzdem statt der üblichen 11 nur noch 6 Gegentore kassiert, den auswärts schon traditionellen Eisenhut-Patzer abgerufen, weil man Traditionen einfach auch pflegen muss, die Crimmitschauer total ernüchtert, da sie sich wieder ein Schützenfest erwartet hatten und dann auch noch dafür gesorgt, dass die Eislöwen endlich wieder auf einem Playdown-Platz stehen. Ach nee, wir haben ja auch noch Dusel und bleiben Zehnter, weil Deggendorf als sicherer Playdown-Teilnehmer in Bayreuth ein 4:0 dreht. Platz 11 wäre ein sinnvollerer Denkzettel gewesen. Wenigstens sind wir nicht auf eine ähnlich kranke Idee wie Deggendorf gekommen, haben stattdessen brav unseren Rückstand und die Niederlage akzeptiert.

Wir brauchen auswärts zu Derbys eigentlich zukünftig auch gar nicht mehr antreten. In diesem Kader stehen vielleicht noch 3 oder 4 Spieler, die sich der Bedeutung solcher Spiele wirklich bewusst sind, ein deutscher Trainer, der diese vermittelt, würde zudem auch helfen, wenngleich wir grundsätzlich nix gegen Gratton haben. Seine Auswärtsbilanz in Derbys ist dennoch genauso beeindruckend wie die von Stewart. Null Siege! 11:4, 6:2, 6:1, wir grat(t)ulieren zum Triple. Sind doch nur Derbys.

Hätten wir heute so gespielt wie gegen Bayreuth, wäre wahrscheinlich mehr drin gewesen, aber man musste ja wieder mit voller Kapelle ins offene Messer rennen, dumme Strafen ziehen bzw. auf die Fallsucht der Paprikahelme reinfallen, vorne alles versieben, was drin sein könnte und sich schließlich wie das kleine Kaninchen von der einäugigen Wasserschlange wegknoten lassen. Ein Glück, haben wir genau so eine Leistung in unserer Restprogramm-Prognose eingeplant und so lässt es sich doch gleich viel entspannter von einem erfolgreichen Wochenende reden.

Die positivste Erkenntnis des heutigen Abends ist aber, dass wir wahrscheinlich in dieser Saison keine Derbys oder zumindest keine wichtigen Derbys mehr spielen müssen. Pre-Playoffs wären ja mittlerweile schon ein tolles, nicht mehr vorauszusetzendes Zubrot und in einer möglichen Abstiegsrunde wird es maximal ein sächsisches Team geben.



Freitag, 8. Februar 2019

"Nickis" schlagen "T-Schers"...

Eislöwen-Heimserie geht weiter!

Das Team hatte laut unseres Trainers Glück und gewann, obwohl man sich nicht an den Gameplan hielt. Doch wir finden, genau mit so einer Drecks-Spielweise und quasi den eigenen Waffen schlägst du die unstrukturierten Chaosteams aus der unteren Tabellenregion.

Zur Schiedsrichterleistung im letzten Drittel sagen wir nur einen Satz: Wir benötigen wenigstens keine Heimschiedsrichter, um Spiele zu gewinnen und jammern daher auch nicht.

Fazit: Starkes Powerplay, wenn wir es mal spielen durften. Knackstedt und Huard heute bockstark und in absoluter Spiellaune. Der Shorthander bei 4 vs. 9 😉 Unterzahl von Stumpy war eiskalt und letztlich der Game Winner (24 Saisontore bereits für unseren Torgaranten). Wer findet, dass er der Spieler der Saison ist, Nick-t jetzt kurz. Danke, reicht. Dazu trotz der 4 Gegentore ein richtig starker Eisenhut, der insgesamt fast 50 Saves auspackte und den Sieg letztlich dadurch sicherte.

Keine Menschenseele interessiert, ob wir schön gespielt haben, es zählen unterm Strich nur diese verdammten 3 Punkte in jedem der acht Endspiele um den direkten Klassenerhalt und damit um einen Platz oberhalb des Striches. Teil eins: Haken dran.

Freitag, 1. Februar 2019

Unterzahl-Qual gegen "Stahl"...

Eislöwen arbeiten sich nach unten!

Nie hat die olle Phrase besser gepasst als heute: Auf der Strafbank gewinnt man einfach keine Spiele! Schon gar nicht gegen eines der besten Überzahlteams der Liga. 6 Unterzahlsituationen, 5 Gegentore, nicht wirklich clever gespielt und sich relativ schnell der definitiv vorhandenen Siegchance beraubt, denn bis aufs Powerplay war Bietigheim nun wahrlich nicht bedrohlich. Umso ärgerlicher ist die Niederlage. Dazu kam der bittere Bock von Eisenhut, der sich zum Freitag mit der ersten Pausensirene von der Mittellinie einen Sonntagsschuss einfing statt ihn wegzufangen.

Fazit: Wieder einmal auswärts eine Chance verpasst, weil man nicht diszipliniert genug war, weder im System, noch im Zweikampf. Zudem der leider zuletzt auswärts fast schon obligatorische Eisenhut-Patzer, der ihn aber selbst am meisten wurmen wird und wirklich der Momentum-Changer im Spiel war. Am Ende steht seit langem wieder ein Null-Punkte-Wochenende in den Büchern. So hat man sich mit den letzten zwei Leistungen richtig viel Druck aufgebaut, statt sich Luft zu verschaffen und hat nun 8 nervenaufreibende Zitter-Endspiele vor der Brust. Schöner Mist. Schönes Wochenende.

Sonntag, 27. Januar 2019

Kein Top-6-Gegner = Keine Topleistung...

Eislöwen stoppen ihre Siegesserie wieder selbst!

Diese Mannschaft bleibt eine Wundertüte, ein Mysterium, ein Problemfall, was auch immer. 11 Siege gegen die Top-6-Teams und 9 gegen den Rest der Liga. Wenn man auf unser Restprogramm schaut, will man gerade nicht jubeln, sondern eher nach einer Tüte greifen.

Da fährt man nach vier Siegen in Folge zur Übermacht der Liga nach Bad Tölz, kann mit einem Sieg einen echten Big Point im Kampf um die Pre-Playoffs und ein nicht ganz unwichtiges Heimrecht in selbigen landen und... vergeigt, als hätte man noch nie zusammen auf dem Eis gestanden.

Zum Spiel:

Man führt kurz vor Ende des zweiten Drittels, weil der Gegner, sorry liebe Tölzer, zu blöd ist, unsere Einladungen anzunehmen und bekommt auch noch ein 5-minütiges Powerplay geschenkt (sollte man die Refs dieser Liga überhaupt noch erwähnen?) und was macht man? Man spielt eine derart sorg- und ziellose Überzahl, dass man das Gefühl bekommt, es wäre ein Allstar-Game. Der Gegner musste, ob er wollte oder nicht, Profit daraus schlagen und ging mit dem Ausgleich ins letzte Drittel. Dort setzte sich die Pannenshow fort und da Bad Tölz weiterhin nicht wirklich willens war, selbst Tore zu schießen, übernahm man das schließlich auch noch und knallte sich die Scheibe lieber selber in die eigenen Maschen, statt vielleicht alternativ mal auf die eigene Führung zu spielen und lud die Hinterbänkler immer weiter zum Toreschießen ein. Aufbau Süd - Teil 2 nach der Blamage von Deggendorf.

Das am Ende eine knappe 4:3 Niederlage steht, sieht auf dem Papier gar nicht so wild aus, aber wenn ich mit 4 Reihen und vier Siegen im Gepäck gegen einen derart dezimierten und wenig selbstbewussten Gegner so wenig Mentalität an den Tag lege und einen machbaren Sieg so fahrlässig herschenke, ist auch ein 4:3 einfach nur peinlich.

Fazit: Die Diskrepanz zwischen Freitag und Sonntag sowie zwischen Heimspiel und Auswärtsauftritt ist einfach nicht nachvollziehbar. Wie unbelehrbar und ignorant muss man sein, um so eine dicke Chance auf einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt und Pre-Playoffs derart leichtfertig in die Keramik zu klatschen? Ja, wir haben bereits gesagt, dass sich das Problem in dieser Saison wohl nicht mehr gänzlich lösen lässt, aber irgendwie war durch die letzten Spiele wieder etwas Hoffnung aufgekeimt, dass man es nun halbwegs im Griff hätte. Da darf einer wie Macholda aufgrund der fehlenden Gesundheit nicht mehr spielen, obwohl er alles dafür geben würde und dann gibt es andere, die das Privileg genießen, jedoch scheinbar nicht immer zu schätzen wissen. Traurig.

So geht man nun mit einem richtig guten Gefühl in die heimspielfreie Woche und freut sich schon auf die noch anstehenden Krampf-Spiele gegen die für uns so schwer schlagbare Konkurrenz aus Heilbronn, Bayreuth, Crimmitschau, Kassel, Bad Tölz, Freiburg und Deggendorf.