Sonntag, 9. Dezember 2018

In der eigenen Hütte an die kurze Leine genommen...

Eislöwen verlassen mit 10. Saisonsieg erstmals die Playdown-Ränge!

Wer hätte das vor dem Fanstammtisch vor gut zwei Wochen gedacht? Unsere Jungs haben in den letzten 10 Tagen richtig Charakter gezeigt, 13 Punkte aus fünf Partien eingefahren und in allen Spielen gepunktet und so stehen wir nur 17 Tage nach der Derby-Katastrophe und pünktlich zur Halbzeit der Hauptrunde nicht nur in der Tabelle plötzlich vor den Westsachsen, sondern erstmals oberhalb des Strichs und scheinen wirklich rechtzeitig zur intensivsten Zeiten des Jahres den Umschwung eingeleitet zu haben.

Zum Spiel: Wir haben in Kassel von der ersten bis zur letzten Minute keinen Zweifel aufkommen lassen, wer das Spiel gewinnen wird, auch wenn wir es aufgrund unserer zugegeben bekannt schwachen Chancenverwertung spannender gestaltet haben als unbedingt notwendig, aber dank Eisenhut und einer aufopferungsvollen Defensivleistung konnte man letztlich dennoch einen verdienten, wenn auch zu knappen Auswärtssieg in Hessen feiern und als bis heute schwächste Auswärtstruppe der Liga den kompletten Punkte-Satz aus der Halle des wiederum heimschwächsten DEL2-Teams mitnehmen.

Fazit: 51:27 Schüsse zu unseren Gunsten sagen eigentlich fast schon alles, dazu gesellte sich ein starkes PK sowie das obligatorische Powerplay-Tor und der klar erkennbare, stetige Formanstieg aller Spieler. Besonders hervorheben wollen wir heute Hanusch, Pujacs, Rupprich, Palka, Walther und Eisenhut, die symbolisch für die geschlossen starke Mannschaftsleistung stehen. Seit nunmehr 5 Spielen in regulärer Spielzeit ungeschlagen, vier Siege aus den letzten 5 Partien und dadurch nach einer gefühlten Ewigkeit endlich wieder in den Top 10. Jaaa! Wir alle und natürlich vor allem die Jungs dürfen nun kurz die erreichte Zwischenetappe feiern und etwas Glühwein schlürfen, bevor es nächsten Freitag vor bitte dann vollerer Halle und Kurve mit dem Umschwung weitergeht. Klettern fetzt nämlich.

Freitag, 7. Dezember 2018

Gemeinsam schlägt Dreisam...

Eislöwen feiern Sieg und Tor-Comeback von Davidek!


Mal wieder starteten unsere Jungs mit einem Gegentor, doch fanden erneut eine starke Antwort und ließen im zweiten Drittel keinen Zweifel aufkommen, wer Sieger des Spiels werden wird. Höhepunkt dabei sicherlich der erste Saisontreffer von unserem Lieblings-Knödelbär Martin Davidek. Es war fast schon Comedy, dass die Schiedsrichter diesen Treffer noch per Videobeweis prüften. Vielleicht waren sie sich ja aufgrund der Rückennummer unsicher, ob ein Tor überhaupt möglich ist. Es hat nur 23 Saisonspiele gebraucht, um diesen Knoten zu lösen. Großen Anteil an Davideks Aufblühen, der letztlich gar einen Doppelpack schnürte, hatten aber seine Reihenkollegen Knackstedt (5 Punkte) und Huard (4 Punkte), die Freiburg mitunter offensiv alleine zermürbten.

Das man dann im letzten Drittel etwas den Fuß vom Gas genommen hat, war im siebenten Spiel der letzten 15 Tage durchaus verständlich. Für einen zusätzlichen Spannungsbogen sorgte noch das Schiedsrichter-Gespann, welches es schaffte, die Dienstags-Pfiffis nochmals zu toppen. Wir gratulieren zur auffälligen Leistung oder gilt das als übertriebene Härte?!

Fazit: Starkes Spiel mit viel Power. Vor allem die Knackstedt-Reihe wirbelte vierzig Minuten auf Topniveau. Dazu ein stabiler Eisenhut, Palka in bislang ungewohnter Rolle als aggressiver Hooligan und ein Team, welches gerade beginnt, aufzublühen. Erstmals vier Spiele in Folge gepunktet. Zehn Punkte aus den letzten vier Partien geholt. Ja wir haben ein Spiel mehr auf der Uhr, liegen aber auch nur noch drei Zähler hinter Platz 6. Wahnsinn wie schnell das gehen kann. Mit einem Sieg in Kassel können wir tatsächlich pünktlich zur Hauptrunden-Halbzeit erstmals die Playdown-Region verlassen. Eine schöne Aussicht.

Dienstag, 4. Dezember 2018

Das unvollendete Comeback...

Eislöwen machen den Momentum-Sack nicht zu!

Es ging richtig stark los. Die ersten vier Minuten gehörten klar den Eislöwen, doch belohnen durften sich die Gäste durch einen einzigen effektiven Abschluss nach zu langem Offensiv-Shift unserer Jungs. Da willst du direkt eine Kaffeemaschine aufs Eis wuchten. Danach ging mit jeder Minute der Kopf weiter nach unten, während es bei den Füxxxen flutschte. Jeder gefährliche Schuss war drin. 

Im zweiten Drittel war viel Glück dabei, denn unser Team fand zunächst nicht mehr statt, agierte zu zaghaft und hätte sich über einen höheren Rückstand nicht beschweren dürfen. Das beste am Drittel war das 1:3 von Walther. 

Das dritte Drittel dann Vollgas der Jungs und spätestens mit dem 2:3 kippte das Momentum völlig. Ausgerechnet Ex-Feinstaubler Palka machte mit dem Ausgleich das starke Comeback unter freundlicher Mithilfe von Gästegoalie Franzreb perfekt. Naja nicht ganz perfekt, denn man verpasste in der Folge trotz vieler Großchancen den Siegtreffer und damit den Sack zuzumachen und das sollte sich nach weiteren dicken und ungenutzten Chancen während der Overtime dann im Glücksspiel Penaltyschießen rächen. 

Fazit: Starker Start, lange Schwächephase, starkes Comeback, schwache Chancenverwertung, verdammter Derbyfluch. So ein emotionales Ding muss man dann irgendwann halt auch mal ziehen, um nicht auf der Stelle zu treten. Trotzdem war das dritte Drittel eine geile emotionale Fahrt mit guter Stimmung. Am Ende steht letztlich aber immer noch das naggsche Ergebnis und das sagt: 6. Derbyniederlage in Folge. Ja, Grüße gen Osten und Westen, wir sagen auch Derby, wenn wir verlieren.

P.S.: Das Schiedsrichter-Gespann war heute, egal wie das Spiel letztlich ausgeht, eine reine Katastrophe. Erbärmliches Stellungsspiel, keine Linie, wenig Blick für Situationen, Fehlentscheidungen zu Hauf und am Ende klar die schwächsten Akteure auf dem Eis. Ein Glück stand beim Videobeweis keiner schräg vor dem Bildschirm. Aber René Rudorisch sieht das bestimmt anders.

Sonntag, 2. Dezember 2018

Eislöwen mutieren zum Serienkiller!

Ein Wochenende wie Balsam für die Seele...

Das erste Sechs-Punkte-Wochenende nach sechs Wochen und wieder hießen die Gegner Deggendorf und Kaufbeuren. Doch dieses Mal waren die Siege letztlich noch überzeugender als damals und geben die Hoffnung, dass das Team doch gerade noch rechtzeitig die Kurve kriegen könnte. Aber werden wir mal nicht gleich übermütig, immerhin gab es mittlerweile bereits 4 Sonder-Maßnahmen (Kapitänswechsel, Trainerwechsel, Fanaussprache, Spieler auf Tribüne), um das Team auf Kurs zu bringen. Irgendwann muss es dann mal dauerhaft Klick machen.

Bei unserem Kapitän hat es das auf jeden Fall. Seit Wochen geht er voran und lebt vor, was notwendig ist. Quasi eine blau-weiße Pille, mit der es nach oben gehen kann. Wir hoffen aber, dass er maximal 49 Saisontore schießt und uns damit erhalten bleibt. Das Wochenende war am Ende unabhängig von einzelnen Namen ein Zeichen, welches sich am Mittwoch im Stammtisch ankündigte und sich wirklich bewahrheiten sollte. Offensiv effektiver, defensiv stabiler und konzentrierter, besseres Risikomanagement, ein starkes Torhüterspiel und keinerlei Egoismen. Dazu kommen starke Special-Teams und erfrischende Young Guns. Lasst uns diesen Stil beibehalten und mit ins Derby am Dienstag nehmen. Dann kommen wir da unten vielleicht viel schneller raus, als man vor 5 Tagen noch erträumen konnte.

Erstmals überhaupt in dieser Spielzeit haben unsere Eislöwen mehr Punkte auf dem Konto als Spiele absolviert. Gemeinsam bauen wir die Quote jetzt bitte sukzessive aus oder gibt es da Gegenstimmen? Der Schulterschluss ist erfolgt und die Mannschaft hat auf dem Eis das untermauert, was sie uns unter der letzten Woche bereits glaubhaft vermittelt hat. Es wäre schön, wenn nun doch noch ein paar mehr Leute Derbykarten ordern und die Jungs gegen die auf einer Erfolgswelle surfenden Füchse unterstützen.

P.S.: Unsere Jungs sind mittlerweile richtige Serienkiller (Kaufbeuren vorher 6 Siege, Deggendorf vorher 5 Siege, Ravensburg vorher 4 Siege) und da kommen doch am Dienstag die Füchse (3 Siege) gerade rechtzeitig für uns, um die nächste Serie zu killen und die eigene zu einer echten auszubauen. In diesem Sinne einen guten Start in die heimspielreiche Woche.

Freitag, 30. November 2018

Sieg mit Ansage!

Eislöwen lassen Worten Taten folgen...

Uns ist gerade sowas von egal wie die anderen gespielt haben. Wir haben gewonnen. Den Aufsteiger und das gleichzeitig bis heute heißeste Team der Liga gestoppt und in einem echten Kampfspiel letztlich überraschend klar die Oberhand behalten.

Es war sicher kein spielerischer Leckerbissen, aber es war Kampf, Leidenschaft, Willen, Aufopferung und Glauben an sich selbst. Diese Körpersprache hat förmlich angesteckt und dann ist auch eine eigentlich ziemlich leere Halle laut.

Unsere zwei Debütanten haben eine gute Premiere abgeliefert, Knackstedt gefühlt 45 Minuten Eisdienst geschoben, Eisenhut eigentlich einen Shutout verdient und unser Kapitän ein Sonderlob. Ein Vorbild an Einstellung und Teamgeist und genau dieser Teamgeist war heute entscheidend, um die zuletzt fünf Mal siegreiche Band um Aggro-Hobbit Schembri in die Schranken zu weisen.

Ja, es ist nur ein Sieg und nein, es ist doch nicht nur ein Sieg. Nach Mittwoch ist es ein weiteres wichtiges Zeichen. Lasst bitte am Sonntag mit gleicher Körpersprache das nächste folgen, uns auch im Allgäu etwas ernten und bestenfalls das bislang einzige perfekte Wochenende der Saison kopieren.

Fazit: Effektive Special-Teams, 60 Minuten Gameplan ohne jeglichen Zweifel am Erfolg, frische Kräfte aus dem Nachwuchs, gute Reihenbesetzung mit wechselnden Mittelstürmern, ein cooler Goalie, besseres Risikomanagement und endlich mal wieder genug Chancen genutzt, um einen souveränen Sieg zu landen. Danke an die Jungs und alle, die heute da waren. Die Moral steigt gerade und ein Lächeln sollte drin sein.

Dienstag, 27. November 2018

"Klarer Aufwärtstrend"...

Auswärtsspiel und nicht zweistellig verloren!

Selten so viele leichte Scheibenverluste in der eigenen Zone gesehen wie heute, zudem funktioniert die Idee in der neutralen Zone im Moment gar nicht mehr oder sie wird nicht mehr so konsequent umgesetzt. Über Chancenverwertung braucht man sowieso nichts mehr schreiben und wenn dann noch die eigenen Verteidiger ohne Not dem Goalie die Sicht nehmen und dadurch entscheidende Gegentreffer mitverantworten, ist das Spiel auch schon erzählt. Das dieser unsägliche Hohlkopf namens Brad Ross bei entschiedener Partie schließlich noch Nick Huards Kopf greifen und in den Schwitzkasten nehmen muss, während dieser nach einem Zweikampf nur aufstehen will, gibt auch noch den unvergleichlichen Charme Heilbronns eindrucksvoll wieder und rundet den geliebten Dienstags-Spieltag vollends ab, der mal wieder ligaweit typisch verlaufen ist.

Fazit: Noch gut eine Woche bis zur Hauptrunden-Halbzeit. Wir stehen zurecht dort, wo wir stehen und die rote Laterne kratzt schon wieder gefährlich an den Toren unserer Stadt. Wir sehen uns morgen beim vielleicht doch ganz sinnvollen Stammtisch und/oder am Freitag beim Heimspiel und können nur hoffen, dass wenigstens unser bester Verteidiger bald wieder mitspielen kann, wenn ein paar andere Spieler schon keine richtige Lust mehr haben, obwohl sie fit sind.

Haltet den Kopf oben Leute.