Mittwoch, 25. Februar 2026

No ESCape ...

Der sportliche Abstieg ist besiegelt!

Wir wussten, dass es kommen würde. Nun ist es sportliche Gewissheit. Unsere Dresdner Eislöwen sind sportlicher Absteiger der DEL-Saison 2025/2026 und somit treten wir nach einer, zumindest auf dem Eis katastrophalen Premierensaison direkt wieder den Gang in die DEL2 an.

Wir haben mit uns gerungen, was in diesem Moment der sinnvollste Weg ist. Man könnte sarkastisch und höhnisch werden, man könnte auf alles und jeden eindreschen. Doch wenn man so frustriert ist wie wir und ihr, neigt man dazu, alles zu dramatisieren und Dinge völlig wild miteinander zu vermengen, unfair zu werden und den Frust unkanalisiert auf alles loszulassen. Wir haben heute nicht verloren, weil fünf Spieler gegangen sind. Wir haben über die gesamte Saison hinweg von Köln Einläufe kassiert. Nicht umsonst sind die Haie Tabellenführer. 2:5, 0:5, 1:8, 2:7. 

Wir sind nicht heute abgestiegen, sondern über 45 kleine, überwiegend schmerzhafte Etappen hinweg. Es war ein langer schleichender Tod, der verdammt wehtut, auch wenn man sich wochenlang darauf vorbereiten konnte. Unsere sächsischen Rivalen werden uns aufziehen. Wir werden damit gut leben. Denn, obwohl wir absteigen, werden wir immer noch in ihrer Liga spielen.

Wir haben 38 Niederlagen ertragen und haben immer wieder unsere Krone gerichtet. Dies werden wir auch tun, wenn noch einmal sieben Pleiten hinzukommen sollten. Wir waren sportlich in allen Bereichen einfach nicht gut genug. Von vorne bis hinten. Von A bis Z. Die Idee, der Plan ist gescheitert. Oder wie Posti gesagt hat: "Es war alles schei*e".

Dennoch haben wir uns das Erlebnis Oberhaus verdient und bei aller Enttäuschung auch Highlights gesetzt. Das erste Tor. Der erste Sieg. Über 2.000 Auswärtsfans in der Hauptstadt. Der grandiose Sonderzug-Coup in Mannheim. Ein neuer Zuschauerrekord in der Clubgeschichte. Wir haben vielerorts einen guten Eindruck hinterlassen. Sportlich waren wir ganz gewiss keine Bereicherung, doch als Standort umso mehr. Jetzt wissen wir, wie es da oben ist. Vielleicht kehren wir ja in gar nicht allzu ferner Zukunft zurück. Wir können aber auch damit leben, wenn es nicht gelingt. Wir warn in Frankfurt, wir warn in Augsburg und auch nach Mannheim fahrn wir immer wieder gern. Wir sind die Löwen und trinken Bier, ja Dresdner Löwen, dass sind wir. Die Fangemeinde hat sich zusammengerauft, ist gewachsen. Woran hat et jelegen? Na an uns sicherlich nicht, wenngleich auch wir noch viel Luft nach oben haben. Allerdings hat das der gesamte Standort in fast allen Bereichen. 

Wie bei den größten Erfolgen, steht man auch in den bittersten Stunden zusammen. Nicht die und wir. Man gewinnt zusammen und verliert zusammen. Wir haben einen schweren Gang vor uns. Wir werden diesen Gang aber meistern. Wir stehen wieder auf. Back to the Future. Marti McFly kann schonmal den Fuchskompensator startklar machen und die Superzündis zum befeuern des Sahnparks einpacken. Zurück ins Wohnzimmer. Unsere Heimat. Die DEL2. Mit den Köpfen oben. Unzerstörbar. Wir werden genügend Zeit haben, die Wunden zu lecken und die Seele heilen zu lassen. Jetzt erst recht. Eissportclub Dresden.

Wir sind stolz, diese unsere Farben in unseren Herzen zu tragen. Ob zwei Jahre, oder über mehr als drei Jahrzehnte. Blau und Weiß, ein Leben lang.


Dienstag, 24. Februar 2026

Suess im Abgang ...

Eislöwen auf Diät!

Nix Suess(es) mehr für die Eislöwen. Somit sind wir nun also bei einer Handvoll Abgänge. Mit C.J. Suess verlässt der nächste Spieler den Club noch vor Saisonende. Aus familiären Gründen. Er möchte mit seiner jungen Familie zurück in die Heimat und ihr seine Aufmerksamkeit schenken. Okay.

Wir sind in dieser Saison ja bereits ans Verlieren gewöhnt. Nun verlieren wir neben Spielen zusätzlich auch noch Spieler. Nicht schön, aber der Fokus liegt ohnehin bereits auf der nächsten Spielzeit. Aktuell verbleiben ja trotzdem noch 26 Kaderspieler für 21 Plätze auf dem Spielberichtsbogen. Allerdings sollte man jetzt nicht nochmal fünf Abgänge folgen lassen, bevor die Hauptrunde beendet ist.

C.J. Suess war letztlich eines dieser Missverständnisse auf dem Importsektor. Gute Veranlagung, aber zu Beginn spürte er zu viel Druck in Reihe 1 und letztlich war er nicht torgefährlich genug, um konstant den Unterschied in Spielen machen zu können. Er hat genau das abgerufen, was man in den letzten beiden AHL-Jahren von ihm gesehen hat. Am Ende war das dann zu wenig Scoring.

Wir danken C.J. für seinen Einsatz in Blau und Weiß und wünschen ihm und seiner Familie Alles Gute.

Donnerstag, 19. Februar 2026

Serienmord ...

Aber teuer verkauft! 

Auch in der olympischen Pause gelingt es uns nicht, zwei Spiele in Serie zu gewinnen. Allerdings war die Hürde auch ziemlich hoch. Liberec stellt immerhin ein absolutes Topteam der tschechischen Extraliga, die technisch, läuferisch und spielerisch bessere Liga im Vergleich zur DEL, dar. 

Als man sich heute akklimatisiert hatte, stand es leider bereits 2:0 (14.) für die Weißen Tiger. Doch fortan war es ein Duell auf Augenhöhe, in dem letztlich die Special Teams den Unterschied machten. Unsere Eislöwen ließen einige dicke Chancen liegen, hatten aber auch selbst Glück. 

Rourke Chartier markierte nach seinem Game Winner in Litvinov heute den einzigen Eislöwentreffer und bleibt damit heißester Stürmer für das Hauptrundenfinale in der DEL.

Für die anstehenden letzten acht Spiele unserer DEL-Zeit geben die beiden Tests immerhin die Hoffnung, dass wir uns vielleicht noch ein paar Siege erarbeiten könnten. Über mehr müssen wir bekanntlich schon lange nicht mehr reden. 

Lasst uns die Geschichte würdig zu Ende bringen. Danke an die Eislöwenfans, die auch heute in Liberec Vollgas gegeben und unsere Farben zahlreich unter den über 3.500 Zuschauern vertreten haben. Stark!

Dienstag, 17. Februar 2026

LegEnde ...

Der Kapitän geht von Bord!

Es war abzusehen, dass es im Zuge der Neuausrichtung des Kaders dazu kommen würde, doch natürlich geht mit Travis Turnbull, der sich heute dem ESV Kaufbeuren angeschlossen hat, nicht irgendwer, sondern unser Kapitän.

Travis' Karriere ist durch seine Leidenschaft, seinen Kampfeswillen und seine Mentalität geprägt. Auch bei uns hat er sich noch einmal zerrissen. Ein Mann, der nie den einfachen Weg gewählt hat. Ein Krieger auf dem Eis. Ein Vorbild und ein echter Champion. Einer, der immer mit Herz spielt.

Unsere 91, unser Hooligan, unser Bull. Er hat uns mit vor dem Abstieg in die Oberliga bewahrt, uns dann als Anführer den größten Triumph unserer Clubgeschichte beschert, den Meisterpokal nach Dresden geholt und auch in seiner geliebten DEL noch einmal alles in Waagschale geworfen, was er noch zu geben hatte. Dieser Kerl hat immer alles auf dem Eis gelassen. Er hat sich nie geschont. Ein Wahnsinn, dass er immer noch spielt. Drei Jahre davon für unsere Farben.

Travis Turnbull liebt Eishockey und Eishockey liebt Travis Turnbull. Ein geiler Typ. Ein positiv Bekloppter. Einer den wir nie vergessen werden. Retter. Meister. Leader. Aufstiegsheld. Legende.

Thank you Travis. Take care. Stay healthy. All the best to you. Don't forget us. See you.

Samstag, 14. Februar 2026

International unschlagbar ...

Eislöwen gewinnen Duell der Schlusslichter!

Am Supereishockeysamstag sind es ausgerechnet unsere Eislöwen, die für positive Gefühle sorgen. Begleitet von reichlich 350 bis 400 lautstarken Eislöwenfans siegten die "Fleminge" in Litvinov mit 2:4.

Beim Start ins Spiel nahm man sich das DEB-Team zum Vorbild und erspielte sich mit einem Blitzstart per Doppelschlag eine zügige 0:2-Führung. Die Hausherren kamen allerdings im ersten Drittel noch zum Anschlusstreffer.

Der Mittelabschnitt gehörte dann Litvinov, auch weil wir viel in Unterzahl agieren mussten. Das Penalty Killing hielt sich zwar schadlos, doch im Anschluss kamen die Gastgeber dennoch zum Ausgleich. 

Im Schlussdrittel sah es zunächst eher nach einem Tor für den HC Verva aus, doch auch dank Janick Schwendener blieben die Eislöwen ohne weiteres Gegentor, orientierten sich lieber an den heutigen Letten und so war es Rourke Chartier vorbehalten, dass Team in der 56. Minute auf die Siegerstraße zu wuchten. Dem 2:3 ließ Tomas Andres sogar noch das 2:4 folgen und so war schließlich der Deckel drauf. 

Wir feiern einen Eislöwen-Sieg. Es war nur ein Testspiel, aber ganz ehrlich, in so einer Saison sollte man alles an Feierlichkeiten mitnehmen, was geht. 

"Wir steigen auf, wir steigen ab und zwischendurch Europacup." In diesem Sinne wünschen wir allen ein schönes Wochenende.


Freitag, 6. Februar 2026

No Joke, no more Yogs ...

Hat der Ausverkauf begonnen?

Mit der Selbstakzeptanz des Abstiegs begann auch spätestens die Planung der Zukunft und da diese nicht in der DEL stattfinden wird, passiert wohl nun, was wir bereits in der Vergangenheit in der damals noch geschlossenen DEL erlebt haben. Wie werde ich sie los in zehn Tagen?!

Natürlich ist es nicht ganz so simpel, denn zunächst musst du prüfen, mit wem du nicht mehr weitermachen möchtest und dann musst du prüfen, ob es Interessenten gibt und der Spieler letztlich auch das Interesse hat, zu wechseln. Schließlich verfügen die meisten Spieler über Jahresverträge.

Andrew Yogan ist einer unserer Meistermacher. War oft ein Unterschiedspieler in der Titelsaison, jedoch kamen seine Qualitäten in der DEL aufgrund seines Tempos nicht mehr so zur Geltung. Acht Tore waren solide, doch 13 Scorerpunkte sind für einen Importstürmer dann doch viel zu wenig. So gesehen kommt der Abschied nach Stavanger nicht völlig überraschend. Man darf aber gespannt sein, wie viele dieser Deals nach Rundqvist, Hammond und Yogan noch folgen werden. Es ist wirtschaftlich clever, aber es ist natürlich sportlich gesehen mitunter fragwürdig. Allerdings haben wir ja genau genommen bereits die gesamte Saison hinweg Wettbewerbsverzerrung betrieben, da wir durchweg als Punktelieferant fungiert haben. Also warten wir mal ab, was die nächsten Tage und Wochen bringen werden.

Wir möchten Yogs unabhängig davon unseren Dank ausrichten. Er war mit 26 Toren und 62 Scorerpunkten einer der Garanten des Meisterjahres. Ein Stürmer mit Skill und Treffsicherheit. Auch in der DEL hatte er die beste Schussquote aller Eislöwenstürmer, lag bei über 18 % Trefferquote. Doch es fehlte an Konstanz und Schnelligkeit für das Level. Wir sind uns sicher, dass Yogs in Norwegen wieder als Scorer glänzen wird, doch wir müssen offensiv neue Wege gehen.

Danke Champion. Wir werden nie vergessen, was du für uns geleistet hast. Jeder Meisterspieler wird auf ewig in unseren Herzen bleiben. So auch du.

Thanks Yogs. Good luck young Father and may you and your family stay healthy.