Donnerstag, 12. März 2026

Suvi stannar här ...

David Suvanto verlängert bis 2028!

Schaut man auf die Verteidiger, Kontingente und die Zukunft in der DEL2, ist David Suvanto immer noch einer der besten Two-Way-Defender, die man bekommen kann. Auch wenn die DEL für ihn lange eine Nummer zu groß war, hat er sich reingebissen und ab Mitte der Saison auch auf dem Niveau eine stabilere Form gefunden. 

David hat einen deutschen Pass, ist ein absoluter Musterprofi und toller Charakter, kann auf DEL2-Niveau weiterhin den Unterschied machen und ist mit 31 oder dann ab August 32 Jahren auch noch kein Oldie. Nach Tomas Andres ist David der aktive Eislöwe mit den meisten Pflichtspieleinsätzen. In 267 Spielen erzielte er 52 Tore und bereitete 94 Treffer vor. Mit 146 Scorerpunkten ist er einer der punktbesten Eislöwenverteidiger aller Zeiten und kann in den nächsten beiden Spielzeiten in der Dresdner Rekordspielerliste weiter nach oben klettern. 

Vor allem aber kann er zusammen mit Bruno Riedl, Felix Krüger und Ivan Komirist ein gutes Fundament für die Defensive gießen, welche den Standort bestens kennt und zu schätzen weiß.

Wir freuen uns über Suvis Verbleib, vermuten jedoch, dass er der einzige unserer Schweden sein wird, der mit uns in die kommende Saison geht. 

Wir wünschen uns und vor allem ihm, dass er fit bleibt und in Dresden nach Meistertitel, Auf- und Abstieg eine neue erfolgreiche Ära einläuten kann. Auf gehts.

Montag, 9. März 2026

Nicht aufgegeben ...

Eislöwen gelingt zumindest ein Sieg der Moral!

Wir schreiben die 42. Spielminute. Sebastian Gorcik checkt im Angriffsdrittel vor. Er jagt Zach Leslie und checkt ihn im linken Eck hart in die Bande. Die vorher gespielte Scheibe wird in der Rundung am rechten Flügel von Fox abgefangen. Der Puck landet bei Tomas Andres, der in der Mitte den völlig freien Sebastian Gorcik bedient. Dieser lässt dem Straubinger Schlussmann keine Chance. Ein großartiger Treffer der Eislöwen und die Arena geht steil. Was ein Moment. Dresden liegt nur noch 1:5 hinten.

Man muss die Momente genießen,  so rar sie auch sind. Auch ein 1:5 kann solch ein Augenblick sein. 

Am Ende schaffen es unsere Eislöwen sogar noch, bis auf 3:5 heranzukommen, doch die Hypothek der ersten zwei Drittel war einfach zu hoch für ein Monstercomeback des Absteigers.  

Begünstigt durch viele Strafen, eine in Teilen zumindest fragwürdige Auslegung selbiger und die zuletzt vorherrschende Schwäche im PK (Gleich 7 Gegentore am Wochenende), welches bislang unser einziges Prunkstück der Saison darstellte, stand es leider bereits nach rund 21 Minuten 0:4. 

Immerhin gab sich das Team aber zuhause nicht auf und setzte sich noch einmal zur Wehr. 

Besonders auffällig dabei abermals unsere Topreihe um Gorcik, Andres und Fox, die nach der Olympiapause 50% aller Eislöwentore erzielt haben. Das Trio sammelte 21 Scorerpunkte (Fox 3T 5A 8P, Andres 2T 5A 7P, Gorcik 4T 2A 6P) in den letzten 6 Partien und zeigt nicht nur damit, wie wichtig ihnen der Standort ist. Tomas Andres spielt beispielsweise trotz Gesichtsverletzung, obwohl es um nichts mehr geht. 

Genau so etwas nehmen wir aus dem gestrigen Abend mit, obwohl auch die 42. Niederlage der Saison nicht weniger schmerzt als die erste. 

Noch zweimal sind wir gefragt. Freitag zuhause gegen Frankfurt geht es darum, möglichst mit einem Heimsieg Tschüss zu sagen. Am Sonntag, wenn wir zum endgültigen Abschied nochmal alle an die Küste reisen, vielleicht dann noch um den zehnten Saisonsieg. Danach sind wir (Huda)weg. 

Freitag, 6. März 2026

Ein Eislöwen-Spezial ...

Disziplin und Special Teams katastrophal!

Erst dachte man, Augsburg kann tatsächlich geärgert werden, aber nach der 0:2-Führung saßen wir gefühlt nur noch auf der Strafbank und kassierten satte vier Powerplaytore. Nach dem 3:2 der Fuggerstädter war das Spiel bereits durch, wir gaben auf und lieferten fortan einen komplett blutleeren Auftritt. 100. Saisontor erzielt. 200. Saisongegentor kassiert und die Erkenntnis: Keiner deckte Busdeker. Ab in den Bus. 

Gute Nacht. Noch drei, dann ist das Trauerspiel endlich vorbei.

Montag, 2. März 2026

Drew Love ...

Erfahrener Center verlä ... ngert an der Elbe!

Da hat sich wohl beim Gerücht der Westdeutschen Zeitung am Ende LeBlanc als Suess herausgestellt. Hach tut das gut. Drew LeBlanc bleibt bis 2027 ein Eislöwe und möchte nochmals helfen, die Rückkehr in die DEL zu schaffen.  

Der 36-jährige Deutsch-Amerikaner war in den vergangenen beiden Spielzeiten einer der konstantesten und verlässlichsten Two-way-Center im Team. Er hatte erheblichen Anteil an der DEL2-Meisterschaft und steuerte in den Playoffs 14 Scorerpunkte bei.

Auch in der DEL konnte er mindestens mal an seine Zeit in Iserlohn anknüpfen. Mit seinem deutschen Pass, seiner Erfahrung und seinem unermüdlichen Einsatz ist Drew ein echter Dauerbrenner, der uns auch in der kommenden Saison in der DEL2 noch gut zu Gesicht stehen dürfte.

Egal in welcher Reihe, er fügt sich in seine Rolle und kreiert auch im hohen Profialter noch viele Offensivmomente. Er schafft Räume, backcheckt ordentlich und ist technisch wie läuferisch immer noch auf Erstliganiveau. Er wird keine 20 Minuten und mehr pro Spiel abspulen können, aber ist ligenunabhängig einfach ein verlässlicher Spieler für Reihe 3, der zwar nicht als Torjäger gilt, aber immer als Vorbereiter glänzen kann. Wir glauben allerdings nicht, dass Drew nach einem weiteren Aufstieg nochmals mit nach oben gehen würde. Dies wollte er eigentlich zuletzt bereits nicht mehr. Doch wir freuen uns, ihn als mannschaftsdienlichen Spieler zunächst weiterhin in unserem Team zu wissen.

Im übernächsten Spiel könnte unsere Nr. 9 die 100 Spiele für Dresden vollmachen. Bisher gelangen ihm in 98 Partien 17 Tore und 45 Vorlagen. Am vergangenen Wochenende lieferte der Linksschütze gleich drei Assists zu Toren.

Danke für deine Treue, Drew.

Sonntag, 1. März 2026

Märzlichen Glückwunsch ...

Gegen Dresden kann man mal verlieren!

Balsam für alle geschundenen Eislöwenseelen. Danke Männer. Heute haben es unsere Eislöwen, anders als noch am Freitag, bis über die Ziellinie gebracht und damit die zehn Spiele andauernde Niederlagenserie beendet.

Klammert man die letzten zehn Minuten gegen Nürnberg aus, war das wohl das beste Spielwochenende unserer DEL-Geschichte. Bringt uns zwar sportlich nichts mehr, tut dem Gemüt aber durchaus gut. Ein Sechs-Punkte-Wochenende wäre drin gewesen. 

Doch auch so genießen wir einfach, dass die Jungs, die aktuell auf dem Eis stehen, für unsere Farben alles raushauen, was noch im Tank ist und den Gegnern einen echten Wettkampf bieten. 1A. Besonders herausheben wollen wir heute neben Janick Schwendener, der mit 78 Saves ein überragendes Wochenende hatte, vor allem Ricardo Hendreschke und Dane Fox, der in den letzten beiden Partien gleich drei- oder viermal einnetzte (mal sehen, was die Statistiker letztlich entscheiden werden). Bei beiden sollen die Zeichen angeblich auf Verlängerung stehen. Wir hätten in beiden Fällen nichts dagegen. 

Heute hat wirklich vieles gepasst. Special Teams, Zweikampfverhalten (nicht die meisten, aber die entscheidenden Duelle gewonnen), Laufbereitschaft, einfache Lösungen, wenig Harakiri. Dazu relativ effiziente Angriffe und auch etwas Glück. Somit feiern wir unseren achten DEL-Sieg und wenden vorerst die 40. Niederlage ab.

Es tut so gut. Lasst uns diesen Sieg heute einfach nur aufsaugen und uns bis Mittwoch daran erfreuen. Dann kommt Berlin zum vorerst letzten Ostduell in unsere Eishalle. 

Am Rande der Bande:

C.J. Suess hat sich mittlerweile auf seinem Instagram-Kanal auch zu Wort gemeldet. Aus unserer Sicht ein Alibi-Move. Ob glaubhaft oder nicht, mag bitte jede(r) selbst entscheiden. Für uns hat der Abgang im Stil einen ordentlichen Beigeschmack und der Spieler als Charakter viel Kredit verspielt. 

Hier sein Statement aus dem Englischen übersetzt:

"Am vergangenen Montag habe ich die schwierige Entscheidung getroffen, meinen Vertrag in Dresden zu kündigen, um zu meiner Familie zurückzukehren. Am Mittwoch bot sich mir eine unerwartete Gelegenheit, die meiner Familie und mir Stabilität für die Zukunft verspricht – etwas, das wir für unsere Zukunft als wichtig erachten und nicht ausschlagen konnten.

Ich stehe zu meinem Wort, dass meine Familie immer an erster Stelle steht und jede Entscheidung, die ich treffe, in ihrem besten Interesse ist.

Ich verstehe, dass diese Nachricht überraschend kommen mag, und möchte der Organisation, meinen Teamkollegen und den Fans in Dresden meinen aufrichtigen Dank für ihre Unterstützung während meiner Zeit dort aussprechen. Das hat mir und meiner Familie wirklich viel bedeutet.

Ich freue mich auf dieses nächste Kapitel in Krefeld und auf die Chancen, die vor mir liegen. Vielen Dank an alle, die mich weiterhin unterstützen."

P.S.: Passenderweise haben wir mit dem heutigen Dreier mal mindestens einen Punkteschnitt von 0,5 Punkten pro Partie gesichert und können den Tiefstwert der Liga von Krefeld (2021: 0,47 Pkt./Spiel) nicht mehr unterbieten. Eine kleine suesse Genugtuung. 

Samstag, 28. Februar 2026

Respektlos ...

Mit uns kann man es ja machen! 

Traditionsspieltag, mit Sami Kaartinen eine echte Legende zu Gast, ein Gegner, der uns nicht liegt, volle Hütte, erstmals offiziell 4.576 Zuschauer, alle motiviert. Es war alles bereit für einen schönen Eishockeyabend. Doch dann kam alles ganz anders und wir verloren mit 4(!) zu 4 gegen Nürnberg. 

Dabei sahen die Fans in der Arena und auch zuhause bei Magenta ein durchaus gutes und packendes Eishockeyspiel, welches aber zumindest für Magenta-Zuschauer bereits mit der ersten Respektlosigkeit begann. Wir erwarten von Kommentatoren echt nicht viel, aber man sollte sich zumindest mal mit den Clubs beschäftigen und nicht voller Überzeugung behaupten, der ESC Dresden wäre vor 25 Jahren gegründet worden und das würde man gerade zelebrieren. Es dauert zehn Sekunden, dass sauber zu recherchieren. Aber die Mühe war es wohl nicht wert. Ist schließlich nur der sportliche Absteiger. 

Die größere Respektlosigkeit lieferte allerdings das großartige Team Stripes, welches nach dem vermeintlichen 1:1-Ausgleich der Eislöwen aus dem Nichts die Coaches Challenge in der DEL einführte. Alle waren bereit, weiterzuspielen, standen parat, doch dann ließ sich ein Ref von der Nürnberger Bank bequatschen und einreden, einen Videobeweis zu nehmen. Es wurde vorher nichts angezeigt, keine On-Ice-Entscheidung, nichts. Auch die Ref-Kollegen wussten nicht, was los ist, doch die Quintessenz war die Aberkennung des Tores von Drew LeBlanc, der uns wohl zeitnah Richtung Krefeld verlassen wird. Ein Skandal. Also nicht der Abgang von Drew, sondern die Handhabe der Situation durch den einen Schiedsrichter in seiner Solo-Show, die die Frage aufwirft, ob diese Liga uns jemals wirklich ernstgenommen hat. Es war ja nicht die erste verrückte Entscheidung zu Ungunsten unserer Farben. Der gestrige Vorfall ist schlicht und einfach ein Skandal. Aber ein Aufbegehren führt sicher zu nichts außer ungerechtfertigten Geldstrafen einer heuchlerischen Liga, die sich selbst in die Tasche lügt, da sie nicht kritik- und lernfähig ist.

Kommen wir zur Respektlosigkeit Nr. 3: Der Respekt vor uns selbst. Daran ließen es in den letzten zehn Minuten sowohl wir als Fans als auch die Spieler auf dem Eis mangeln. Eine verdiente 3:1-Führung nach all den Hürden im Spiel so herzuschenken und 30 Sekunden vor Ultimo noch komplett leer auszugehen, lässt schon hinterfragen, wieso man plötzlich so passiv und eben nicht mehr griffig agierte. Zum anderen war es unsererseits aber auch nicht clever oder glücklich, ausgerechnet dann uns selbst zu feiern, wenn das Team gerade in Unterzahl gegen den drohenden Ausgleich kämpft. Nicht das optimale Signal. Ändert aber nichts an der Tatsache, dass der Support gestern top war. So gewinnt also das Team, welches die drei Punkte ganz dringend brauchte.

Am Ende stehen wir dann, passend zur ganzen Saison, wieder alle enttäuscht und ernüchtert da. Denn auch jetzt tut so ein Erlebnis einfach nur verdammt weh. Andernfalls wären wir hier auch Fehl am Platze.

Eishockey ist Leidenschaft und Emotion. All das war gestern da, doch was fehlte, war Respekt. Vor allem von Seite der Offiziellen.

Mit uns kann man es ja machen. Auch weil wir es mit uns machen lassen. Diese Erkenntnis schmerzt gewaltig und es sollte sich zügig etwas ändern. Wer sich nicht wehrt, kommt irgendwann aus der Opferrolle nicht mehr raus.

Nur noch sechs. Behaltet die Köpfe oben.