Dienstag, 20. August 2019

Da schlug es fast 13...

Mitchell-Ausraster sorgt für Spielabbruch!

Wir machen es kurz. Ausflüge unter der Woche nach Tschechien sind sicher für Fans ganz cool und für das Team mit einer kurzen Anreise verbunden, aber so günstig eine Tour ins Nachbarland auch ist, so teuer wird sie, wenn die Spiele von billigen Schwarzweiß-Testbildern geleitet werden. Da bekommt man ja fast schon das Gefühl, in der DEL2 pfeifen ausschließlich Weltklasse-Refs.

Was in der 51. Minute im inakzeptablen Angriff von Dale Mitchell auf einen Offiziellen gipfelte, staute sich über die gesamte Partie auf. Wie schon in Usti, pfiffen die (Un)parteiischen eine klare Linie, eine Katastrophenlinie ins Verderben. Höchst einseitig, hochgradig unverständlich, willkürlich und arrogant kann man das Gehabe der "Zebrainiacs" wohlwollend umschreiben. Als Dale Mitchell kurz nach seinem zweiten Zuckertor dann aufgrund einer höchst fragwürdigen Strafe für seinen Reihenkollegen abermals diskutierte und eine Dispziplinarstrafe erhielt, gingen die Gäule mit ihm durch. Wir alle wissen nicht genau, was dort für Worte gefallen sind und Mitchell ist sicher nicht die Unschuld vom Lande, um aber derart auszurasten, bedarf es sicher auch bei ihm eines triftigen Grundes. Trotz alledem ist eine versuchte Attacke auf einen Offiziellen in keinster Weise zu akzeptieren und gehört auch sanktioniert. Dabei sollte aber auch die Schiedsrichterleistung unter die Lupe genommen werden.

Wir hoffen, dass eine mögliche Strafe für Mitchell keine großen Auswirkungen auf unseren Saisonstart haben und er von Team und sportlicher Leitung etwas eingenordet wird, auch wenn seine Emotionalität und Leidenschaft durchaus positive Seiten hat. Denn in den 50 Minuten Eishockey, die es vorher gab, bewies er eindrucksvoll, zu was er spielerisch im Stande ist. Die Jungs hatten zu keiner Zeit des Spiels ernsthafte Probleme mit dem Gegner und führten durchaus auch in der Höhe verdient mit 2:6, bevor der Spielabbruch ein höheres Ergebnis stoppte.

Fazit: Unterzahl läuft, üben wir ja aber auch fast minütlich. Proske durfte heute durchspielen und hielt bis auf den Abpraller vor dem ersten Treffer der Gastgeber sehr solide. Defensiv war das Spiel wieder ein Schritt nach vorn, aber letztlich doch ein Muster ohne Wert, wenn man die heutige Aufstellung der Tschechen aufgrund des bereits gestern absolvierten Spiels des Clubs gegen Sokolov mit einbezieht. Sei es drum, zweiter Sieg und offensiv dabei richtig dominiert. Mitnehmen.

Wir sehen uns am Wochenende beim Heimturnier mit hoffentlich besseren Schiedsrichtern und abgekühlten Eislöwen.

P.S.: Es gibt Gerüchte, dass aus Shawn Wellers neuem Domizil in Bad Tölz Nachts bereits jetzt von Anwohnern weinerliches Schluchzen gepaart mit Angstschreien zu vernehmen ist. Wahrscheinlich schaut er Highlight-Videos von Dale Mitchell. ;-)

Donnerstag, 15. August 2019

Wilder Auswärtstest...

Eislöwen trotzen Gegnern und Zebras!

Was im ersten Drittel so gemächlich begann, ESCalierte im Schlussabschnitt. Die Rede ist vom Spiel unserer Jungs in Usti.

Man brauchte zwar etwas, um in den Rhythmus zu kommen, erspielte sich dann aber eine schnelle 0:2 Führung. Im zweiten Abschnitt riss dann zunächst der Faden. Nach Einzelaktion, Penalty und Break führte plötzlich der Gastgeber, doch die Eislöwen schlugen zurück und glichen fast postwendend wieder aus.

Im Schlussdrittel ging es zunächst hin und her. Chancen auf beiden Seiten waren die Folge, doch unsere Jungs verteidigten gut und schlossen ihre Angriffe zielstrebiger ab als die Hausherren. Doch nach den Geniestreichen von Knackstedt und Hanusch, folgte auch der bekannte Wahnsinn unserer Nummer 9. Übermotiviert setzte er einen Check deutlich zu hoch an und traf seinen Gegenspieler dadurch brachial im Gesicht. Spieldauer! Absolut berechtigt! Doch was dann in den letzten zehn Spielminuten folgte, war doch regeltechnisch äußerst fraglich. Strafe um Strafe der offenkundig sehr einseitig pfeifenden Streifis sollte auf die Eislöwen einprasseln. So spielte man fast vier Minuten in doppelter Unterzahl und beinah die kompletten zehn Minuten mit maximal vier Feldspielern. Doch Gratton's Boys hauten alles raus, ließen nur einen Gegentreffer zu und erkämpften sich somit einen nicht unverdienten Auswärtssieg gegen den tschechischen Nachbarclub.

Fazit: Das Team hat viel Speed und Energie, aber es hagelt zu viele Strafen, wenngleich man das Spiel heute dahingehend ausklammern sollte, da vieles einfach fragwürdig erschien und Knackstedt zudem seinen Wahnsinnstag hatte. Aber lieber jetzt, als in der Hauptrunde. Proske in seiner Hälfte heute nicht so stark wie gegen Wolfsburg, dafür Eisenhut mit einer klaren Steigerung. Die Reihen blieben überwiegend gleich und erneut war es die Import-Sturmreihe, die dem Spiel den Stempel am deutlichsten aufdrückte. Insgesamt ist aber kein großer Leistungsabfall bei Reihenwechseln zu beobachten und bei aller Wut über Knackis Aussetzer und die grottige Pfiffi-Crew, hat das Unterzahlspiel erneut gut funktioniert und macht Hoffnung für die Saison. Am Ende steht auch dank des guten PK dann der erste Sieg der Testphase in den Büchern. Gut für das Gefühl.

Sonntag, 11. August 2019

Endlich wieder fliegende Hartgummischeiben...

Saisoneröffnung mit Höhen und Tiefen!

Trotz Hitze und Ferienzeit pilgerten bereits in der Mittagssonne ca. 300 Eislöwenfans an die Heimspielstätte, um ihre neue Mannschaft begrüßen und kennenlernen zu dürfen. Nach einem echten Floskel- und Standard-Statement-Feuerwerk gab es dann etwas direkten Kontakt mit den Jungs und Frisches vom Zapfhahn und Grill. Pünktlich um Vier pilgerten dann die meisten Fans in die Halle, um sich abzukühlen, die ersten Pucks fliegen und endlich wieder dieses unvergleichbare Geräusch von kratzenden Kufen auf dem Eis genießen zu dürfen.

Unsere Jungs boten dann vor immerhin fast 1.500 Hartgesottenen ein sehr lebendiges erstes Drittel, erspielten sich ein klares Chancen-Plus, allein Mitchell hatte drei Treffer auf der Kelle, mussten aber am Ende dennoch mit einem Rückstand in die Pause gehen.

Ab Drittel zwei offenbarte sich dann nicht etwa Wolfsburg, sondern die Müdigkeit als Hauptgegner, was den etwas frischer wirkenden Gästen natürlich in die Karten spielte. Lustiger Höhepunkt des zweiten Drittels dabei sicherlich ein für alle klar ersichtlicher Treffer der Wolfsburger, der aber nach Videobeweis zur Überraschung aller doch aberkannt wurde. "Schieber, Schieber"-Rufe aus der Nordkurve bildeten dabei einen amüsanten Rahmen, schlug man sich damit doch quasi auf die Seite der Orange-Boys. Nach 40 Minuten hatte das Spiel dann seinen erwartenden Weg eingeschlagen und den DEL-Club klar in Front gebracht.

Im Schlussabschnitt kämpften dann alle Akteure mit der Kraft und Konzentration und die Grizzlys machten das halbe Dutzend in bedächtiger Atmosphäre voll, ehe die letzten Minuten des Spiels dann doch noch einmal ein leichtes Playoff Deja vu erzeugen sollten. Zunächst besorgte die mit Abstand beste Offensivreihe um Dale Mitchell, Elvis Biezais und Torschütze Mario Lamoureux den mehr als verdienten Ehrentreffer und damit das erste Tor der neuen Saison und dann setzte sich auch bei den Fans noch einmal der Spirit der letzten Playoffs durch und sie verabschiedeten das Team mit wohlwollenden Gesängen in die Kabine.

Fazit: Ende gut, alles gut. Ein erster Test, nicht mehr und nicht weniger. Haupterkenntnis sicherlich, dass man ein gutes Goalie-Duo haben dürfte, dass zudem deutlich mehr Dynamik im Angriff herrscht, die Mannschaft geschlossener nach hinten und vorne agiert und durchaus gute Ansätze im Spielaufbau zeigt. Für die erste Woche Training war das somit ein ordentlicher Auftritt und eine gute Basis als Schablone für die Baustellen der nächsten Wochen und die wichtigste Erkenntnis überhaupt: Endlich ist die Sommerpause vorbei.

P.S.: Auffälligster Spieler heute kein Dresdner, aber mit Eric Valentin immerhin ein Ex-Dresdner auf Grizzlys-Seite und das nicht nur aufgrund seines Tores und einer weiteren Torbeteiligung.

Freitag, 26. Juli 2019

Wir sind Perplex!

Nächster Premiumsponsor und weitere News der Woche...

Wir sind ab jetzt Perplex, denn die Perplex-Gruppe steigt bei den Eislöwen als Premium-Sponsor ein und trägt damit ebenfalls zur Steigerung des Gesamtetats bei. Zuletzt war das Unternehmen bereits mit einer Untergruppierung als Sponsor tätig und baut nun sein Engagement aus. Der Personaldienstleister folgt dem guten Beispiel von FIRA und USD, springt also ebenfalls auf den Lockzug von Westminster auf und wird zukünftig den mittleren Bullykreis der Eislöwen-Spielfläche zieren.

Die alten Letten werden sich neu betten. Unsere beiden lettischen Oldies Aleksejs Sirokovs und Georgijs Pujacs kehren wie erwartet in ihre Heimat zurück und schließen sich dem neu gegründeten Club Olimps Riga an. Wir wünschen den beiden sympathischen Veteranen zuhause einen angenehmen Karriereherbst.

Gerüchte um den Verlust des nächsten Toptalents. Angeblich verlieren die Eislöwen Juniors eines der größten Schülertalente an den Nachwuchs des DEL-Champions Mannheim. So wird sich U17-Stürmer und Junioren-Nationalspieler Yannick Proske sehr wahrscheinlich den Jungadlern und damit dem amtierenden deutschen U17- und U20-Meister anschließen. Ein Stück weit eine Kopie des Weges seines Bruders. Goalie Florian Proske wechselte als Schüler bekanntlich ebenfalls in die renommierte Nachwuchschmiede der Mannheimer. Folglich hätte sich die Familienzusammenführung an der Elbe direkt wieder erledigt.

Dienstag, 23. Juli 2019

Ich bin ä Coach, ich hab's voll droff, ich bin doar Anton aus Chomutov...

Eislöwen präsentieren neuen Goalie-Trainer und bekannten Kooperationspartner!

Da David Schulze zukünftig berufsbedingt nur noch im Nachwuchs tätig sein kann, mussten die Eislöwen noch einmal auf Trainersuche gehen. Mit Anton Lukin hat man nun eine starke externe Lösung gefunden. Der 33-jährige Deutsch-Russe war zwar als aktiver Spieler keine große Nummer, doch das ist gerade bei Torhütertrainern kein Qualitätsmangel, wie zum Beispiel der Werdegang eines Michael Elmer zeigt.

Lukin hat sich als Goalie-Trainer zunächst im Nachwuchs des EHC Basel und des SC Bietigheim-Bissingen bewiesen und empfahl sich folglich für einen Wechsel in den Profibereich. Bei Pirati Chomutov betreut er seit 2017 nicht nur die Goalies im Juniorenbereich, sondern mittlerweile auch die erste Mannschaft. Sogar der DEB wurde zuletzt auf Lukin aufmerksam und konnte ihn als Goalie-Coach für die U18-Nationalmannschaft gewinnen. Zudem bietet er zusammen mit seinen Kollegen regelmäßig sein Know-how in professionellen Hockey Camps und Workshops an.

Nun wird Anton Lukin auch in Dresden die Trainingssteuerung der Goalies übernehmen, womit die Eislöwen nach der Verpflichtung von Florian Proske ein weiteres Puzzleteil für die Qualitätssteigerung auf dem Goalie-Sektor gefunden haben dürften.

Wir sagen Herzlich Willkommen im Team und viel Erfolg.

Zudem bestätigten die Eislöwen wie erwartet die Fortsetzung der bestehenden Kooperation mit Erfurt im Junioren- und Profibereich. Vor allem Timon Ribnitzky und Lucas Flade werden in der neuen Saison davon profitieren und wohl zunächst in der Oberliga Erfahrung und Spielpraxis sammeln dürfen.

Donnerstag, 18. Juli 2019

Vieregge(n), ein Goalie...

Eislöwen lösen Generationenproblem auf der Torhüterposition!

Da Richard Seifert mit 20 nicht mehr für die DNL spielberechtigt ist und aktuell auch keine Spielpraxis im Profikader erhalten würde, wird er den Club wohl verlassen und eine Stelle in der dritten oder vierten Liga anstreben, während die Eislöwen die Generationenlücke auf der Position des Nachwuchsgoalies schließen müssen. Bereits im letzten Jahr deutete Sportgeschäftsführer Thomas Barth an, dass man die Qualitäts-Lücke zwischen Schüler- und DNL-Bereich wohl mit externer Hilfe schließen müsse. Nun ist mit der Verpflichtung von Nick Jordan Vieregge wohl genau das gelungen.

Der gebürtige Reinbeker (Hamburger Ballungsraum) lernte das Hockey-ABC bei den Hamburg Crocodiles und HSV-Eishockey, ehe eher 2017 in die Lausitz ging und bereits als 15-jähriger Einsätze in der DNL2 erhielt. Da Vieregge bereits in so jungen Jahren so viel Talent zeigt und zudem noch im Wachstum (jetzt bereits über 1,80m) befindlich ist, kann man mit ihm und dem aus dem starken Schülerteam bekannten Duo um Mikael Beryak und Konrad Fiedler die Leere im U19-/U20-Bereich bei den Eislöwen Juniors auffangen. Was nun mit den beiden 19-jährigen Torhütern Dominik Vollenweider (Schweiz) und Erik Dressel (Erfurt-Leihe) passiert, entzieht sich jedoch unserer Kenntnis.

Vieregge hat zwar zunächst die Position des dritten Goalies bei den Profis inne, wird aber vordergründig in der DNL2 zum Einsatz kommen und letztlich mit Beryak und Fiedler um den Ersatzplatz im DEL2-Team kämpfen.

Wir wünschen dem "Rückkehrer" an die Elbe mit dem Eislöwen-Topstürmer-Doppelvornamen viel Erfolg und eine möglichst starke Entwicklung in den nächsten Jahren am Standort und sagen Moin Moin Nick.