Wer kann sich denn überhaupt noch an den 9. Februar 2025 erinnern? Es war damals der 45. Spieltag und ein 5:1-Derbyheimsieg gegen Crimmitschau. Am Freitag zuvor gelang uns ein spektakulärer 2:7-Auswärtssieg in Regensburg. Doch nun hat das Warten ein Ende. Wir können es noch. Sechs-Punkte-Wochenende. Done Deal.
Das Spiel begann heute mit hellwachen Eislöwen, die bereits in der ersten Minute durch Tomas Andres in Führung gehen müssen, doch kurz darauf bediente Andy Gregory Kreutzer und er machte, gehyped vom gestrigen GFL-Bowlsieg der Monarchs, wo er zu sehen war, eiskalt das 0:1. Fortan spielten wir ein sehr kontrolliertes Auswärtsspiel mit vielen guten Gelegenheiten, gepflegtem Powerplay, doch ohne weitere Treffer.
Im Mittelabschnitt kam zunächst Landshut besser in die Partie, prüfte Marvin Berbner, der erneut erstaunlich cool agierte, doch wir fanden nach ca. sieben Minuten unseren Rhythmus wieder, kontrollierten das Spiel wieder mehr und belohnten uns dann auch endlich für ein starkes Powerplay mit dem 0:2 durch Jan Nijenhuis, der nach toller Kombination im Nachschuss seelenruhig einnetzen konnte.
Im Schlussdrittel kam dann logischerweise der Gastgeber mit etwas mehr Punch aufs Eis, doch wir hielten uns zunächst schadlos. Das 1:2 kam dennoch, etwas aus dem Nichts, aber nun war die Halle da und wir hatten kurz unseren Kopf wieder im Heimspiel, als Bietigheim nach dem Anschlusstreffer auseinanderfiel. Dies passierte uns aber nicht. Auch weil wir heute brutal gute Special Teams aufbieten konnten. Das PK gegen die bislang beste Powerplayformation der Liga makellos. Kurz danach ein Konter über den heute erstmals galant aufspielenden Ryan MacKinnon und Tyson Spink stellte den alten Abstand wieder her. 1:3. Das Spiel schien gegessen, bis Immo nach einer weiteren glücklichen Szene, in der wir eigentlich gefoult werden, per Hammer auf 2:3 verkürzen konnte. Landshut riskierte dann alles, zog den Goalie und wir nutzten das zweimal clever aus. Erst bediente Kapitän Dane Fox, der heute viel gearbeitet hat, den mitgelaufenen Tomas Sykora, der das 2:4 besorgte und dann stolperte Tyson Spink den Puck noch zum 2:5 über die Linie und feierte seinen ersten Doppelpack. Der dritte Sieg in Serie, der dritte Dreier in Folge und damit halt endlich wieder ein Sechs-Punkte-Wochenende.
Fazit: Das war das beste Saisonspiel unserer Eislöwen. Wir übertreiben mal nicht, aber es waren ca. 40 Minuten supersolides Hockey nach Plan, etwas Verwaltungshockey und nur eine kurze Phase der Unordnung. Die Special Teams heute richtig scharf. Da wusste man, gegen wen man spielt und hat das Level angehoben. Wir wollen bei einer Teamleistung eigentlich niemanden hervorheben, aber Ryan MacKinnon, Jan Nijenhuis und Marvin Berbner, der heute lange nicht viel zu tun hatte, aber dann da war, haben schon maßgeblich beigetragen.
Es geht in die richtige Richtung. Tabellarisch, aber vor allem spielerisch. Weiter so. Nächstes WE geht es gegen Posti und Pischi.