Mittwoch, 30. September 2026

Maskenball ...

Wer hält unsere Ziele am Leben?

Unsere Eislöwen könnten ein Goalieproblem bekommen. Klingt erst einmal kurios, nachdem Marvin Berbner am Sonntag eine Topleistung abgerufen hat, doch Janick Schwendener hat sich erneut verletzt und Fabian Hegmann kränkelte zuletzt mit Grippe. Somit herrscht ein gewisser Engpass an der Elbe.

Die Genesung von Janick Schwendener könnte, vor allem da es wohl die gleiche Verletzung ist wie zuvor, einige Wochen mehr in Anspruch nehmen. Schließlich gilt es einen erneuten Rückfall zu vermeiden. In dieser Zeit den Druck des Siegens auf die Schultern zweier U-Goalies zu packen, die sich in dieser Phase nicht verletzen, kränkeln oder in ein Tief geraten dürfen, wäre sehr mutig. Man könnte auch sagen: a weng verantwortungslos. Natürlich kann das funktionieren, wir könnten aber die beiden vielleicht auch komplett verheizen. Die Chancen stehen 50/50. Vor allem wenn deine 1A-Lösung nicht verfügbar ist.

So könnten die Sachsen womöglich früher als erwartet gezwungen sein, ihren Importtrumpf der freien vierten Stelle auszuspielen. Der deutsche Markt gibt bis auf einen vertragslosen Mirko Pantkowski nicht viel her und auch er machte bei Frankfurt nicht den krassesten Eindruck. Daher wäre die Auswahl auf dem internationalen Markt deutlich üppiger und man könnte vielleicht sogar einen Mann mit zukünftigem DEL-Potenzial an den Standort bringen. Viel Konjunktiv, keine Frage. Aber gar nicht so utopisch. Jens Baxmann hat ja bereits in der Lausitz einen Morrone aus dem Hut gezaubert. Wieso also jetzt nicht erneut?

Es gibt namhafte und finanzintensive Kandidaten, aber auch No Names mit Starpotenzial. Von Johan Mattsson bis zu Dryden McKay gibt es ein breites Spektrum an Kandidaten, die aber alle etwas gemeinsam haben. Sie bräuchten etwas Spielpraxis, um reinzukommen. Risiko oder Safety first?

Wir sind gespannt, ob und was passieren wird. De dü da dum dum ...

Sonntag, 27. September 2026

Tschüss Laterne ...

Eislöwen feuern und verwalten sich zum ersten Sieg!

Erstmals seit über einem Jahr verzeichneten die Eislöwen weniger als 4.000 Zuschauer in der eigenen Arena. Ein kleiner Denkzettel aufgrund des schlechten Saisonstarts. Doch die Fans, die auch heute wieder dabei waren, lieferten nicht nur teilweise Gänsehautstimmung, sondern wurden für ihr Kommen auch mit dem langersehnten ersten Saisonsieg belohnt.

Bereits in der zweiten Minute sorgte Oliver Granz mit einer starken Energieleistung für die frühe und wichtige erste Führung der Saison. Alec Ahlroth und Tyson Spink stellten binnen weiterer 203 Sekunden auf 3:0 und es roch nach einem Statement-Sieg. Doch fortan griffen nicht nur die Refs mehrfach negativ in den Spielverlauf ein, sondern auch unser Team killte mitunter das eigene Momentum. Eine Schauspieleinlage von Nick Latta brachte uns in doppelte Unterzahl und so klingelte es auch heute wieder in Unterzahl. 3:1. 

Im Mittelabschnitt folgten weitere dubiose Pfiffe, doch Kapitän Dane Fox antwortete mit dem 4:1 nach abgesessener Bankstrafe. Mit dem 5:1 von Tylor Spink war dann endgültig der Deckel drauf, auch wenn die Gäste wenig später durch einen abermals fragwürdigen Entscheid zum 5:2 kamen. 

Fortan lag bei unseren Eislöwen der Fokus eher darauf, keine Strafen mehr zu kassieren und so wurde es nichts mit einem Schützenfest. Jedoch verwaltete man das Spiel souverän und kam letztlich zu einem ungefährdeten ersten Heimsieg.

Fazit: 
Der erste Pflichtspielsieg seit dem 1. März 2026 ist fix. Wie damals (Schwenningen), war es ein Gegner aus Baden-Württemberg, welcher gegen Dresden baden ging. Es war eine mutige Entscheidung von Bo Subr, auf Marvin Berbner im Tor zu setzen, aber letztlich die absolut richtige. Berbner lieferte eine stabile Leistung, händelte den Druck sehr cool und gab seinen Vorderleuten genügend Vertrauen. 

Offensiv hat man zügig gezündet, endlich auch die bislang punktlosen Spinks (0 und -7 nach drei Spielen) auf das Scoreboard gebracht und nach einem heißen Start das Spiel kühl verwaltet. 

Ein wichtiger erster Schritt in die Saison. Special Teams bleiben ein massives Thema, doch bei fünf gegen fünf hat man heute endlich das umgesetzt, was man immer möchte. 

Die zweite Hälfte des Spiels war zwar dann eher im Verwaltungsmodus, statt ein Achtungszeichen zu setzen, doch der Weg war dann irgendwo aufgrund der Gemengelage auch nachvollziehbar. 

Wir haben die rote Laterne abgegeben. Von jetzt an geht es hoffentlich nur noch nach oben. 

Freitag, 25. September 2026

Derbypleite ...

Eislöwen starten schlechter als in der Abstiegssaison!

Wer sagt es der Mannschaft? Hm? Keine Anzeigetafel und keine Tabelle dieser Sportwelt interessiert sich dafür, wie dominant und schön eine Mannschaft gespielt hat. Die Tabelle interessiert sich ausschließlich für Tore und Siege, denn die bringen Punkte. Wir stehen bei Null Punkten nach drei Spielen. In der DEL hatten wir da immerhin schon drei Punkte.

Wir sterben in Schönheit und alle faseln von Geduld und Entwicklung und dem Ergebnis, was man sich so nicht vorgestellt hat. Ernsthaft? Das ist es? So ein emotionslos hingerotztes Allerwelts-Statement? Nö. Einfach nö. Wir haben einen locker möglichen Derbysieg durch kapitale individuelle Fehler billig weggeschmissen. Nicht irgendein Spiel. Ein Derby. Wir hätten vielleicht heute 60 Minuten sechs gegen fünf spielen sollen, da sind uns zwei Treffer gelungen. Mehr möchten wir zur Goalieleistung lieber nicht sagen. Denn wir haben überall Probleme. Vor allem aber im Kopf. Men (im) Tal.

130 zu 73 Torschüsse, aber 9 zu 15 Tore. Jedes Spiel mindestens ein Gegentor in Unterzahl und in eigener Überzahl völlig brotlos. Heute null aus sechs. Trotzdem kommen wir zurück, gleichen aus, sind das bessere Team und vergeigen es wieder durch eigene Böcke. Wir haben nach drei Spielen noch nicht einmal geführt. Das ist peinlich und so kann es nicht weitergehen. Das hat nichts mit Findungsphase zu tun. Das ist eine Frage des Fokus und der Einstellung. Hier besteht dringender Klärungsbedarf, sonst können wir uns über kurz oder lang mit Oberligastandorten beschäftigen. In diesem Stil gehst du in dieser Liga nämlich komplett baden. Wenn wir erst einmal in diesem Strudel sind ... nee, wir wollen gar nicht darüber nachdenken. 

Fazit: Crimmitschau hatte zehn gute Minuten und genau das hat schon gereicht gegen uns. Wir sind aktuell alles, aber kein erfolgreiches Eishockeyteam. Das macht keine Lust, sondern befeuert nur eins: Frust. Zwischen Anspruch und Wirklichkeit sowie zwischen Aufwand und Ertrag stimmen die Verhältnisse mal so gar nicht. 

Kriegt das zeitnah geregelt. Sonst spielen wir bald wieder vor halbvoller Halle gegen den Abstieg und alle großen Ziele fliegen uns um die Ohren. Vierte Eisfläche, Hallenausbau, Erste Liga. So gewiss nicht. 

Fangt an, Eishockeyspiele zu gewinnen. Oder wofür machen wir das hier? Wir fragen für einen Freund und gehen jetzt mit unserer Laterne und unsere Laterne mit uns. Ciao Kakao.

Sonntag, 20. September 2026

Arro-ganz großer Mist ...

Eislöwen zeigen Null-Trotzreaktion und machen den Fehlstart perfekt!

Wir spielen gerade so, als hätte am Freitag-Vormittag einer die Pre-Season-Festplatte gelöscht und alle suchen noch ihre Temp-Dateien in der Cloud. Binnen drei Tagen hat es das Team geschafft, sämtliche Euphorie und Vorschusslorbeeren in den Wind zu schießen. 

Auf die Klatsche vom Freitag folgte ein an Überheblichkeit nicht zu überbietender Auftritt beim Aufsteiger in Memmingen, der zwar alles reingehauen hat, aber mit seinem limitierten Spiel niemals so easy gewinnen darf, wie heute geschehen. 

Wieder haben wir nur 10 bis 15 Minuten unser Eishockey gespielt und ansonsten brotloses Schaulaufen für die Galerie gezeigt. Ohne Ziel, ohne Spannung, ohne wirkliche Mentalität. So können wir nicht spielen. Wir nehmen zig Strafen, kassieren beständig Gegentore im PK, quälen uns im Powerplay irgendetwas zurecht und rennen dann, obwohl wir läuferisch überlegen sind, den Rückständen hinterher.

Wenn wir so weitermachen, brauchen wir nicht über eine lange Saison reden, sondern können uns mit ganz anderen Themen beschäftigen. Wir sind dahingehend ein gebranntes Kind. Das war eine peinliche Rückkehr in die DEL2 und alle sollten sich mal hinterfragen, was genau der Plan ist. Wir bezweifeln, dass Bo Subr so einen Schei*-Egal-Stil vorgegeben hat. Das sah in der Vorbereitung ganz anders aus.

Falls hier eine neue Folge der Versteckten Kamera läuft, könnt ihr das Ding jetzt auflösen. Wir spielen am Freitag im Sahnpark und wenn wir da auch nur fünf Minuten so auftreten, werden wir abgeschlachtet. Hatten wir schon, also Danke, Nein! Kein Grund zur Panik? Wir sollen ruhig bleiben? Sorry, aber nach einer Abstiegssaison mit 44 Niederlagen und dem derzeitigen Besitz der roten Laterne bleiben wir nicht ruhig. Wer im Sommer beständig vom Titel und Wiederaufstieg spricht, kann nicht so auftreten. 

Rafft euch. Für null Punkte und elf Gegentore nach zwei Spielen hätten wir nicht so viel Geld investieren müssen. Das wäre deutlich billiger gegangen. 

Lange nicht mehr so eine Krawatte gehabt. Gute Nacht. 

Freitag, 18. September 2026

Wir haben den Auftakt komplett verkasselt ...

Eislöwen scheitern im eigenen Kopf!

Kassel war nicht etwa sonderlich gut. Wir waren für die ersten mindestens dreißig Minuten einfach gar nicht da. Zu verkopft, emotional völlig drüber und auch der Zwischenspurt zum 2:4 und 3:5 änderte daran nichts.

Der Auftritt war nüchtern betrachtet einfach gar nix. Wir haben all unsere Defizite aus der Vorbereitung in die Waagschale geworfen, unsere Stärken dafür aber für 50 Minuten nicht abgerufen. Ein klassischer Fehlstart. Aber wir sind es ja gewohnt, Schlusslicht zu sein. Daher sehen wir das Positive. Die Fans heute top. Wir haben mehr Tore geschossen als in den letzten beiden Auftaktspielen und schnuppern mit nur drei Punkten Rückstand ja förmlich an der Tabellenspitze. 

Für das erste Saisontor sorgte der einzige, der heute das Niveau der Vorbereitung abgerufen hat. Adam Helewka. Ansonsten können und müssen wir das wohl als kapitalen Betriebsunfall bezeichnen. Wir sind ja mittlerweile Reifenplatzer zum Saisonstart gewohnt. 

Sonntag braucht es eine Reaktion im Duell des Ab- und Aufsteigers. Das ist klar. Aber durchdrehen werden wir jetzt nicht. Es war der perfekte Denkzettel für das gesamte Team. Wir haben heute alle zehn Tore geschossen und am Tabor 2.0 genascht. Nicht lecker, aber dafür schön bitter. 

Aufstehen. Besser machen. Macht euch gerade. Kassel hat das erste Spiel der Saison gewonnen. Unser Ziel ist ein anderes.

P.S.: Vielleicht haben wir alle zu sehr gelobt. Aber man muss die Feste halt auch feiern wie sie fallen. Heute ist Frust da. Morgen kommt die Lust zurück. 

P.P.S.: Wenigstens hat das Team die Privatinsolvenz von Paule abgewendet, denn ein Comeback-Sieg wäre ihm teuer zu stehen gekommen. Puh. 

Mittwoch, 16. September 2026

Tilo Spink und Daniel Fuchs ...

Eislöwen nun mit deutlich mehr Handlungsspielraum!

Es stand lange im Raum und war heute kurz nach 11:30 Uhr im VIP-Raum der Dresdner Eishalle endlich Gewissheit. Mit dem abschließenden Bekenntnis zur Verfassung erhielten Dane Fox und Tylor Spink die deutsche Staatsbürgerschaft.

Beide spielen und leben seit 2020 durchgängig in Deutschland. Erfüllten zudem aber auch alle anderen Veraussetzungen, absolvierten alle relevanten Tests, lieferten alle notwendigen Unterlagen und belasten dadurch fortan nicht mehr das Ausländerkontingent der Dresdner Eislöwen.

Während es bei Dane "Daniel" Fox einen längeren Anlauf brauchte, gerade auch die Sprache zu lernen, bewies Tylor "Tilo" Spink auch abseits des Eises seine Schnelligkeit und Auffassungsgabe. 

Jens Baxmann hat nun viel mehr Spielraum, um auf Verletzungen oder anderweitige Ausfälle reagieren zu können, da die Eislöwen mit lediglich drei Importlizenzen in die Saison gehen. Vier sind auf dem Spielberichtsbogen erlaubt, sechs kann man maximal pro Spielzeit vergeben. 

Zudem hat man mit Tylor und Dane zwei Spieler am Standort, die auch für einen erneuten Aufstieg ins Oberhaus mit deutschem Pass gesetzt sein dürften. 

Wir gratulieren beiden zur Einbürgerung und freuen uns auf die neue Spielzeit, die am Freitag mit dem Heimspiel gegen Kassel beginnt.

Derzeit gibt es übrigens nur noch wenige Resttickets.