Sonntag, 11. Oktober 2026

DEGradiert ...

Eislöwen mit null Bock auf Wellenreiten!

Da war es wieder, das zweite Gesicht, welches wir bereits in Tabor, gegen Kassel und in Memmingen kennenlernen durften. Diese Team wandelt auf einem schmalen Grat zwischen Genie und Wahnsinn. Heute waren wir wieder Mr. Hyde, haben uns selbst geschlagen und sind wie gegen Kassel zum Saisonstart völlig auseinandergefallen.

Es heißt ja: never change a winning team. Trotzdem nehmen wir unseren heißen Goalie raus und starten mit einem kalten Fabian Hegmann, der zwar nichts für den Auftritt des Teams, aber halt auch kein Selbstvertrauen sammeln konnte. Wir waren im ersten Drittel die klar bessere Mannschaft und schießen uns zweimal selbst in den Fuß. Der Rest des Spiels war dann Kassel 2.0 und Marvin Berbner musste auch noch ran, was ihn jetzt nicht heißer gemacht hat.

Wenn der Cheftrainer vor dem Wochenende noch betont, dass wir uns nicht darauf ausruhen dürfen, was war, sondern jedes Spiel aufs Neue alles in die Waagschale werfen und uns erarbeiten müssen, dann aber gegen Weiden schon viel zu verspielt und unscharf im Abschluss agieren, diese Lässigkeit und fehlende Zielstrebigkeit dann mit nach Düsseldorf schleppen und mit einer zudem noch völlig disziplinlosen Leistung garnieren, nicht nur strafentechnisch, sondern auch strukturell, ist das ernüchternd. Man kann in Düsseldorf immer verlieren, aber nicht so. Einen Satz, den wir nun mit Austausch des Gegners bereits das dritte Mal in dieser Saison sagen müssen und wir sind bei Spieltag Acht.

Fazit: Vier Siege in Folge reichen doch auch erst einmal. 

Wir haben verdammt viel Arbeit vor uns, wenn wir wirklich mit den Großen mitstinken wollen. Bislang treten wir zu selten wie ein echtes Topteam auf, sondern eher wie ein Möchtegern-Großer mit Egoproblem.

Schönen Abend zusammen.

Samstag, 10. Oktober 2026

Vier ...

Die Siegesserie im Schonwaschgang verlängert!

Welches Geräusch macht ein Sachse in der Gemüseabteilung? Büö Büo Büo Büo Büo. Ach nee, Fehlalarm. Nach verspätetem Beginn legten unsere Jungs los wie die grundlos gerufene Feuerwehr und stellten früh auf 2:0 gegen Knacki und Co. Andy und Tyson trafen in einem gefühlten Trainingsspiel ganz zeitig. Die Schussstatistik von 43:11 sagt letztlich echt alles. Allein in dem halben Dutzend an Powerplays hätte man das Ergebnis in einen anderen Orbit befördern können.  Doch man blieb freundlich und schonend. Fast schon zu lieb.

Einziges wirkliches Manko war am Ende aber, dass man Marvin Berbner nicht den ersten Shutout schenkte, sondern sich noch einen unnötigen Gegentreffer einfing. Gut war, dass Ricardo Hendreschke mit seinem ersten Saisontor darauf die passende Antwort gab. 

Fazit: Ein Duell, welches wirklich mit ungleichen Waffen geführt wurde. Die einen konnten nicht, die anderen wollten nicht mehr als notwendig. Drei Punkte, ohne Glanz und Gloria, aber danach fragt in zwei Wochen ohnehin schon niemand mehr. Gewonnen, die Spinks noch etwas mehr in den Flow gebracht und somit quasi ready für das erste Kräftemessen mit dem Tabellenführer.  Haken dran.

Sonntag, 4. Oktober 2026

Lang ist es her ...

Eislöwen feiern erstes Sechs-Punkte-Wochenende seit 9. Februar 2025!

Wer kann sich denn überhaupt noch an den 9. Februar 2025 erinnern? Es war damals der 45. Spieltag und ein 5:1-Derbyheimsieg gegen Crimmitschau. Am Freitag zuvor gelang uns ein spektakulärer 2:7-Auswärtssieg in Regensburg. Doch nun hat das Warten ein Ende. Wir können es noch. Sechs-Punkte-Wochenende. Done Deal.

Das Spiel begann heute mit hellwachen Eislöwen, die bereits in der ersten Minute durch Tomas Andres in Führung gehen müssen, doch kurz darauf bediente Andy Gregory Kreutzer und er machte, gehyped vom gestrigen GFL-Bowlsieg der Monarchs, wo er zu sehen war, eiskalt das 0:1. Fortan spielten wir ein sehr kontrolliertes Auswärtsspiel mit vielen guten Gelegenheiten, gepflegtem Powerplay, doch ohne weitere Treffer. 

Im Mittelabschnitt kam zunächst Landshut besser in die Partie, prüfte Marvin Berbner, der erneut erstaunlich cool agierte, doch wir fanden nach ca. sieben Minuten unseren Rhythmus wieder, kontrollierten das Spiel wieder mehr und belohnten uns dann auch endlich für ein starkes Powerplay mit dem 0:2 durch Jan Nijenhuis, der nach toller Kombination im Nachschuss seelenruhig einnetzen konnte.

Im Schlussdrittel kam dann logischerweise der Gastgeber mit etwas mehr Punch aufs Eis, doch wir hielten uns zunächst schadlos. Das 1:2 kam dennoch, etwas aus dem Nichts, aber nun war die Halle da und wir hatten kurz unseren Kopf wieder im Heimspiel, als Bietigheim nach dem Anschlusstreffer auseinanderfiel. Dies passierte uns aber nicht. Auch weil wir heute brutal gute Special Teams aufbieten konnten. Das PK gegen die bislang beste Powerplayformation der Liga makellos. Kurz danach ein Konter über den heute erstmals galant aufspielenden Ryan MacKinnon und Tyson Spink stellte den alten Abstand wieder her. 1:3. Das Spiel schien gegessen, bis Immo nach einer weiteren glücklichen Szene, in der wir eigentlich gefoult werden, per Hammer auf 2:3 verkürzen konnte. Landshut riskierte dann alles, zog den Goalie und wir nutzten das zweimal clever aus. Erst bediente Kapitän Dane Fox, der heute viel gearbeitet hat, den mitgelaufenen Tomas Sykora, der das 2:4 besorgte und dann stolperte Tyson Spink den Puck noch zum 2:5 über die Linie und feierte seinen ersten Doppelpack. Der dritte Sieg in Serie, der dritte Dreier in Folge und damit halt endlich wieder ein Sechs-Punkte-Wochenende.

Fazit: Das war das beste Saisonspiel unserer Eislöwen. Wir übertreiben mal nicht, aber es waren ca. 40 Minuten supersolides Hockey nach Plan, etwas Verwaltungshockey und nur eine kurze Phase der Unordnung. Die Special Teams heute richtig scharf. Da wusste man, gegen wen man spielt und hat das Level angehoben. Wir wollen bei einer Teamleistung eigentlich niemanden hervorheben, aber Ryan MacKinnon, Jan Nijenhuis und Marvin Berbner, der heute lange nicht viel zu tun hatte, aber dann da war, haben schon maßgeblich beigetragen.

Es geht in die richtige Richtung. Tabellarisch, aber vor allem spielerisch. Weiter so. Nächstes WE geht es gegen Posti und Pischi.

Freitag, 2. Oktober 2026

Mar-WIN ...

Dresden auf den Kopf gestellt!

Normalerweise waren wir immer der Club, der in Spielen verdient geführt und trotzdem noch verloren hat. Doch diesmal haben unsere Eislöwen Dresden auf den Kopf gestellt.

Wir haben eine Serie. Eine Siegesserie. Nach 17 Monaten Wartezeit. Dazu noch mit einem emotionalen Comeback-Sieg bei Upis Rückkehr an die Elbe. 

Doch gehen wir rein. Irgendwie machte sich bereits vor dem Spiel eine Art Lethargie und Schläfrigkeit breit. Dann ein Intro out of Order, weil Ton und Bilder nicht zueinander passten und folglich eine maue Atmosphäre. All das übertrug sich auf das Spiel unseres Teams. 

Bietigheim spielte dagegen eine solide Kelle und ging, wie sollte es gegen uns auch anders sein, durch ein Powerplay in Führung.

Im Mittelabschnitt hatten wir zwar unsere eigenen Scoring-Momente, aber letztlich rettete uns Marvin Berbner ein paar Mal den Allerwertesten. Beim Break zum 0:2 war jedoch selbst er machtlos. 

Im letzten Drittel wehrte sich das Team dann und zeigte die Moral aus dem Derby. Erst wachte die Kurve auf, dann die Mannschaft und schließlich auch das Spiel. Zweimal Überzahl, zweimal Bling. Erst warf Ryan MacKinnon den Puck ins Netz, dann fackelte Adam Helewka die Scheibe mit unbedingtem Willen in den Kasten. Guck an. 2:2. Aus dem Nichts. Wenig später warf Bruno Riedl einen Korb alten Spargel auf die Hütte und die Creme-Suppe kochte. 3:2. Haste nen Rückstand, dann Dresden. Tomas Sykora hatte sogar noch das 4:2 auf dem Schläger, scheiterte aber im Alleingang. Das Foul an ihm darf man übrigens durchaus auch mal ahnden.

Fazit: Kein gutes Spiel. Sogar ein richtig müdes Ding. Bietigheim wäre durchaus der verdiente Sieger gewesen, aber unser Team hatte etwas dagegen und diesmal statt sechs gleich zwölf Minuten Hockey im Gepäck. Wir steigern uns also. Auch in der Tabelle. Aber die Maschine läuft noch lange nicht rund. 

Unsere Helden heute: Ein starker Marvin Berbner, ein wacher Oliver Granz als Turm in der Abwehr und ein linientreuer Jan Nijenhuis als Sichtkiller für den Steelers-Goalie. 

Weitermachen.

Mittwoch, 30. September 2026

Maskenball ...

Wer hält unsere Ziele am Leben?

Unsere Eislöwen könnten ein Goalieproblem bekommen. Klingt erst einmal kurios, nachdem Marvin Berbner am Sonntag eine Topleistung abgerufen hat, doch Janick Schwendener hat sich erneut verletzt und Fabian Hegmann kränkelte zuletzt mit Grippe. Somit herrscht ein gewisser Engpass an der Elbe.

Die Genesung von Janick Schwendener könnte, vor allem da es wohl die gleiche Verletzung ist wie zuvor, einige Wochen mehr in Anspruch nehmen. Schließlich gilt es einen erneuten Rückfall zu vermeiden. In dieser Zeit den Druck des Siegens auf die Schultern zweier U-Goalies zu packen, die sich in dieser Phase nicht verletzen, kränkeln oder in ein Tief geraten dürfen, wäre sehr mutig. Man könnte auch sagen: a weng verantwortungslos. Natürlich kann das funktionieren, wir könnten aber die beiden vielleicht auch komplett verheizen. Die Chancen stehen 50/50. Vor allem wenn deine 1A-Lösung nicht verfügbar ist.

So könnten die Sachsen womöglich früher als erwartet gezwungen sein, ihren Importtrumpf der freien vierten Stelle auszuspielen. Der deutsche Markt gibt bis auf einen vertragslosen Mirko Pantkowski nicht viel her und auch er machte bei Frankfurt nicht den krassesten Eindruck. Daher wäre die Auswahl auf dem internationalen Markt deutlich üppiger und man könnte vielleicht sogar einen Mann mit zukünftigem DEL-Potenzial an den Standort bringen. Viel Konjunktiv, keine Frage. Aber gar nicht so utopisch. Jens Baxmann hat ja bereits in der Lausitz einen Morrone aus dem Hut gezaubert. Wieso also jetzt nicht erneut?

Es gibt namhafte und finanzintensive Kandidaten, aber auch No Names mit Starpotenzial. Von Johan Mattsson bis zu Dryden McKay gibt es ein breites Spektrum an Kandidaten, die aber alle etwas gemeinsam haben. Sie bräuchten etwas Spielpraxis, um reinzukommen. Risiko oder Safety first?

Wir sind gespannt, ob und was passieren wird. De dü da dum dum ...

Sonntag, 27. September 2026

Tschüss Laterne ...

Eislöwen feuern und verwalten sich zum ersten Sieg!

Erstmals seit über einem Jahr verzeichneten die Eislöwen weniger als 4.000 Zuschauer in der eigenen Arena. Ein kleiner Denkzettel aufgrund des schlechten Saisonstarts. Doch die Fans, die auch heute wieder dabei waren, lieferten nicht nur teilweise Gänsehautstimmung, sondern wurden für ihr Kommen auch mit dem langersehnten ersten Saisonsieg belohnt.

Bereits in der zweiten Minute sorgte Oliver Granz mit einer starken Energieleistung für die frühe und wichtige erste Führung der Saison. Alec Ahlroth und Tyson Spink stellten binnen weiterer 203 Sekunden auf 3:0 und es roch nach einem Statement-Sieg. Doch fortan griffen nicht nur die Refs mehrfach negativ in den Spielverlauf ein, sondern auch unser Team killte mitunter das eigene Momentum. Eine Schauspieleinlage von Nick Latta brachte uns in doppelte Unterzahl und so klingelte es auch heute wieder in Unterzahl. 3:1. 

Im Mittelabschnitt folgten weitere dubiose Pfiffe, doch Kapitän Dane Fox antwortete mit dem 4:1 nach abgesessener Bankstrafe. Mit dem 5:1 von Tylor Spink war dann endgültig der Deckel drauf, auch wenn die Gäste wenig später durch einen abermals fragwürdigen Entscheid zum 5:2 kamen. 

Fortan lag bei unseren Eislöwen der Fokus eher darauf, keine Strafen mehr zu kassieren und so wurde es nichts mit einem Schützenfest. Jedoch verwaltete man das Spiel souverän und kam letztlich zu einem ungefährdeten ersten Heimsieg.

Fazit: 
Der erste Pflichtspielsieg seit dem 1. März 2026 ist fix. Wie damals (Schwenningen), war es ein Gegner aus Baden-Württemberg, welcher gegen Dresden baden ging. Es war eine mutige Entscheidung von Bo Subr, auf Marvin Berbner im Tor zu setzen, aber letztlich die absolut richtige. Berbner lieferte eine stabile Leistung, händelte den Druck sehr cool und gab seinen Vorderleuten genügend Vertrauen. 

Offensiv hat man zügig gezündet, endlich auch die bislang punktlosen Spinks (0 und -7 nach drei Spielen) auf das Scoreboard gebracht und nach einem heißen Start das Spiel kühl verwaltet. 

Ein wichtiger erster Schritt in die Saison. Special Teams bleiben ein massives Thema, doch bei fünf gegen fünf hat man heute endlich das umgesetzt, was man immer möchte. 

Die zweite Hälfte des Spiels war zwar dann eher im Verwaltungsmodus, statt ein Achtungszeichen zu setzen, doch der Weg war dann irgendwo aufgrund der Gemengelage auch nachvollziehbar. 

Wir haben die rote Laterne abgegeben. Von jetzt an geht es hoffentlich nur noch nach oben.