Normalerweise waren wir immer der Club, der in Spielen verdient geführt und trotzdem noch verloren hat. Doch diesmal haben unsere Eislöwen Dresden auf den Kopf gestellt.
Wir haben eine Serie. Eine Siegesserie. Nach 17 Monaten Wartezeit. Dazu noch mit einem emotionalen Comeback-Sieg bei Upis Rückkehr an die Elbe.
Doch gehen wir rein. Irgendwie machte sich bereits vor dem Spiel eine Art Lethargie und Schläfrigkeit breit. Dann ein Intro out of Order, weil Ton und Bilder nicht zueinander passten und folglich eine maue Atmosphäre. All das übertrug sich auf das Spiel unseres Teams.
Bietigheim spielte dagegen eine solide Kelle und ging, wie sollte es gegen uns auch anders sein, durch ein Powerplay in Führung.
Im Mittelabschnitt hatten wir zwar unsere eigenen Scoring-Momente, aber letztlich rettete uns Marvin Berbner ein paar Mal den Allerwertesten. Beim Break zum 0:2 war jedoch selbst er machtlos.
Im letzten Drittel wehrte sich das Team dann und zeigte die Moral aus dem Derby. Erst wachte die Kurve auf, dann die Mannschaft und schließlich auch das Spiel. Zweimal Überzahl, zweimal Bling. Erst warf Ryan MacKinnon den Puck ins Netz, dann fackelte Adam Helewka die Scheibe mit unbedingtem Willen in den Kasten. Guck an. 2:2. Aus dem Nichts. Wenig später warf Bruno Riedl einen Korb alten Spargel auf die Hütte und die Creme-Suppe kochte. 3:2. Haste nen Rückstand, dann Dresden. Tomas Sykora hatte sogar noch das 4:2 auf dem Schläger, scheiterte aber im Alleingang. Das Foul an ihm darf man übrigens durchaus auch mal ahnden.
Fazit: Kein gutes Spiel. Sogar ein richtig müdes Ding. Bietigheim wäre durchaus der verdiente Sieger gewesen, aber unser Team hatte etwas dagegen und diesmal statt sechs gleich zwölf Minuten Hockey im Gepäck. Wir steigern uns also. Auch in der Tabelle. Aber die Maschine läuft noch lange nicht rund.
Unsere Helden heute: Ein starker Marvin Berbner, ein wacher Oliver Granz als Turm in der Abwehr und ein linientreuer Jan Nijenhuis als Sichtkiller für den Steelers-Goalie.
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