Freitag, 28. August 2026

Hintenraus ging die Puste aus ...

Eislöwen liefern Turnierfavoriten einen starken Fight!

Ein Spiel, dass trotz Niederlage Lust auf mehr macht, weil unsere Eislöwen ganz stark starteten und sich lange gegen spritzige Tiger aus der Extraliga zur Wehr setzten. 

Mit dem 2:0 durch David Suvanto per Blue Liner mit Ablauf des Powerplays und einem Stealbreak, welches Tyson Spink sehenswert nutzte, stellte man die Mannen aus Liberec, die nächste Woche in die CHL starten, vor eine echt schwere Aufgabe. 

Die Tschechen drückten im Mitteldrittel massiv auf die Tube und schnürten uns immer wieder defensiv ein, doch mehr als der Anschlusstreffer sollte nicht gelingen, da Fabian Hegmann auch in seinem zweiten Spiel als Eislöwe eine starke Leistung zeigte und seine Ansprüche auf die mögliche Starterrolle untermauerte. 

Im Schlussdrittel kamen die Gäste aber trotzdem zum Ausgleich und brachen uns mit dem 2:3 dann doch noch. Am Ende setzte es noch zwei Gegentreffer, obwohl das letzte Drittel deutlich enger war als Drittel zwei. Doch ob nun 2:3 oder 2:5, beides eine Niederlage und kein Drama. 

Fazit: Wir spielen Sonntag gegen Wolfsburg um Platz 3. Dabei haben wir lange an der Überraschung geschnuppert. Wir sind durchaus schnell nach vorne gekommen, sind mit viel Skill und Kampfgeist aufgetreten, aber am Ende konnten wir das Tempo noch nicht über 40 oder gar 60 Minuten gehen. Dennoch macht das Auftreten Mut. Lange Zeit sahen wir besser aus als noch im Februar als Erstligist. Den finalen Unterschied machten letztlich die Special Teams, die Disziplinlosigkeiten und die individuellen Qualitäten der Weißen Tiger im Abschluss. 

Glückwunsch zum Finaleinzug. 


Heimpremiere gegen Supertiger ...

Neuauflage des Duells aus der Olympiapause!

Bereits im Februar standen sich beide Teams in Liberec gegenüber. Damals waren wir noch Erstligist und unterlagen mit 3:1. Nun gehen wir als ganz klarer Underdog ins Duell der Raubkatzen. Es geht um den Einzug ins Finale beim traditionellen Heimturnier.

Die Weißen Tiger aus Liberec werden von Ex-NHL-Verteidiger Radim Simek angeführt und sind gespickt mit Nationalspielern aus Tschechien, der Slowakei und Lettland, sowie einigen einheimischen Toptalenten wie Tomas Galvas. Hinzukommen international erstklassige Spieler wie der Schwede Filip Sandberg. 

Es dürfte klar sein, dass unsere Eislöwen äußerst clever agieren, aufmerksam verteidigen und effektiv angreifen müssen, um eine Chance aufs Finale zu haben. Tabor war dahingehend ein perfekter Test und Augenöffner. Dieses Spiel wurde akribisch ausgewertet und hatte eine sehr intensive Trainingswoche zur Folge. Das neue Team muss Routinen entwickelt, was vor allem Zeit benötigt.

Am Wochenende werden die U-Spieler so eingesetzt, dass sie möglichst viel Spielpraxis erhalten, was bedeutet, dass manche in Leipzig zum Einsatz kommen, andere im DNL-Team und wieder andere womöglich auf mehreren Ebenen, wie beispielsweise heute im Profiteam und morgen in der DNL. Wichtig ist, dass alle genügend Eiszeit erhalten. 

Da im Turnier keine U-Regeln gelten, werden voraussichtlich auf zwei Tage verteilt alle Ü-Spieler zum Einsatz kommen. Es ist mit einigen Reihenänderungen zu rechnen. 

Wir freuen uns auf das erste Heimspiel der neuen Eiszeit mit einem hochklassigen Gegner. Bereits 16 Uhr wird das Turnier mit dem ersten Halbfinale zwischen Iserlohn und Wolfsburg eröffnet. 

P.S.: Aufgrund diverse Veranstaltungen im Umkreis ist die Parkplatzsituation recht angespannt und es wird empfohlen, wenn möglich, mit dem ÖPNV zur Halle zu kommen und/oder entfernt zu parken. Lediglich P3 ist normal nutzbar. Nächtliches Parken ist untersagt. 


Sonntag, 23. August 2026

Tabors Hähne sorgen für erste Migräne ...

Ein Spiel mit viel Pech und Unvermögen!

Mit Pech meinen wir vor allem Lukas Pech. Der fast 43-jährige Oldie mit Legendenstatus im tschechischen Eishockey zockte groß auf und zerstörte Dresden im ersten Drittel mit zwei Toren und einem Assist fast im Alleingang.

Unsere Eislöwen hatten Glück, nur mit 4:0 aus dem Drittel gegangen zu sein. Sie bekamen ihre eigene Medizin verabreicht. Tabor lief uns immer wieder aggressiv an, checkte gut, zeigte sich handlungsschnell und überrannte uns mehrfach. Wir wirkten dagegen, als hätten wir ein zweites Pre-Game-Skate statt eines Spiels. Einstellung schlägt so halt Aufstellung.

Zwar besserte sich ab dem Mitteldrittel einiges, doch das Spiel war längst verloren und zeigte auf, wofür so eine Vorbereitung da ist. Schwächen aufzeigen und daraus lernen. Die Teams sind an unterschiedlichen Punkten der Vorbereitung. Wir wirkten müde nach dem intensiven Freitag, Tabor dagegen ziemlich frisch und agil. Die Tschechen beginnen bereits am 9. September mit der Liga. All das relativiert das müde Auftreten unserer Jungs keinesfalls. Es war ein Dämpfer und Schlag vor den Bug, der gesessen hat und verdeutlicht hat, womit man als frisches Team noch Probleme hat. Einem eingespielten, eingeschworenen Team passiert so etwas eher nie, oder ganz selten. Zudem hatten wir einiges an Reisestress, Ortswechseln und Trainings, was natürlich ermüdend ist. Dennoch sollte so ein Drittel gegen ein Team auf gleichem Niveau nicht passieren.

Dafür ist es aber Vorbereitung. Niederlagen schmerzen jetzt deutlich weniger und helfen dabei, zu wachsen. Am nächsten Wochenende warten noch größere Prüfsteine mit noch mehr Qualität auf uns. Wobei Tabor läuferisch mit all denen wohl mithalten könnte. Wir sind uns sicher, dass wir da wieder ein besseres Gesicht unserer Eislöwen sehen werden.

Wir sehen uns zum Heimturnier in der Eishalle. 

Freitag, 21. August 2026

Fast perfekter Testspielauftakt ...

Eislöwen ernten Zu-Null-Sieg in Kärnten!

Das konnte sich doch für ein erstes Testspiel schon sehen lassen. Kein Sommerhockey, stattdessen viel Lauf- und Kampfeslust bei unseren Jungs und den Laden hinten zusammengehalten, auch dank eines starken Spiels von Fabian Hegmann, der direkt einen Shutout feiern konnte. 

Zwar wurde danach auf Wunsch der Teams noch eine Overtime zum Testen gespielt, die Villach dann 29 Sekunden vor Schluss mit 1:0 gewann, aber der Spaß geht nicht in unsere Spielwertung ein. 

Wenn wir so wollen, gibt es genau zwei Probleme. Penaltyschüsse und die Menge an Strafen. Ansonsten ohne Schwendener, Karlsson, Ficenec, Sykora und Gärtner im Aufgebot ein sehr solider Auftakt. Gutes Checking, vorne wie hinten. Viel Einsatz, schnelles Überbrücken der neutralen Zone, was noch nicht immer sauber gelang. Sehr gutes offensives Zirkeln der Jungs. Gutes Block- und Defensivverhalten aller Spieler und ein sicherer Goalie. Penalty Killing hat ganz ordentlich gegriffen, auch wenn Villach ein paar Looks hatte und das Powerplay haben wir noch nicht wirklich gebraucht. 

Herausheben wollen wir Lukas Buschbeck, der sich mit den Spinks natürlich superwohl gefühlt hat. Spielerisch stark, ging er zudem den Gegnern auch unter die Haut. Bissl mehr Ruhe abseits des Trashtalks würde aber helfen, die eine oder andere Strafe zu vermeiden. Ansonsten will sich da jemand für den Stammkader empfehlen. Den Platz hat Adam Helewka längst sicher, aber dennoch ist er uns heute sehr ins Auge gefallen. Seine Art zu spielen lässt das Eishockeyherz höher schlagen. Wir kannten einige Videos, doch ihn dann mal 60 Minuten zu sehen, stärkt den Eindruck noch einmal. Er ist die Ruhe selbst an der Scheibe, hat eine großartige Übersicht, weiß seinen Körper gut einzusetzen und den Puck gut abzuschirmen (ganz leichte Draisaitl Vibes). Zudem ist er auch technisch solide und wendiger als er auf den ersten Blick wirkt. Es ist natürlich typisch, dass er gegen sein Ex-Team direkt trifft, noch dazu in Unterzahl per eiskaltem Shorthander. Auch Fabian Hegmann wollen wir nennen, da er hinten durchaus ein paar große Dinger weggenommen hat. Sein Kicksave, sein Movement. Sehr nice.

Ansonsten war es ein sehr solides erstes Spiel der gesamten Mannschaft, in der heute Bruno Riedl das A tragen durfte. Bis auf ein paar Konter der Villacher, wo wir zu aggressiv im Forecheck waren und die Unterzahlmomente, in denen Villach Momentum kreieren konnte, war das zum Rost-abklopfen eine gute, ja eine runde Arbeitsstunde. 

Gerne mehr davon. Sonntag geht es in Coach Subrs Heimatstadt in Tabor mit dem zweiten Testspiel weiter. 

Donnerstag, 13. August 2026

So nah und doch so fern ...

Das Märchen vom Aufholen!

Jahrelang lautete der Tenor, die DEL2 habe sich enorm entwickelt und in Bezug zur DEL aufgeholt. Der Abstand wäre kleiner geworden. Wir haben selbst erlebt, was für ein Märchen das letztlich ist.

Ja. Die DEL2 hat sich in den letzten fünf Jahren sehr gut entwickelt. Zur Wahrheit gehört nur auch, dass das genauso für die DEL gilt. Vor fünf Jahren wären Wechsel von Spielern wie Wilkie, den Spinks, White und Co. undenkbar gewesen. Mittlerweile kommen aber immer mehr KHL- und Low-Entry-Level-NHL-Spieler/AHL-Spieler in die DEL. Die logische Konsequenz: Mehr Qualität, mehr Aussieben. Hinzukommt, dass sich das Importmaß nicht angeglichen hat. Wir reden immer noch von einem Verhältnis von 9 zu 4 (225%). Ein Ungleichgewicht, was bis nach ganz unten strahlt. Plötzlich sind Spieler wie die Spinks nur noch mit deutschen Pass für die DEL Teams relevant, klammern wir mal die Plätze 11 bis 14 aus. 

Die besten deutschen Spieler sind förmlich dazu gezwungen, kein Risiko einzugehen und teilweise miesere Verträge anzunehmen, um nicht ohne Team dazustehen, oder zu einem Aufsteiger wechseln zu müssen. Doch der Schritt in die DEL2 ist für deutsche Spieler dann nur selten eine Option. Ähnlich verhält es sich auch zwischen DEL2 und Oberliga, wenn auch auf anderem Niveau. 

Die DEL2-Teams haben diese Diskrepanz durch unser Abschneiden hervorragend aufgezeigt bekommen. Es reicht nicht, 5 Imports hinzuzuholen und auf starke Meisterspieler zu bauen. Du musst frühzeitig DEL-Material verpflichten und Risiko eingehen,  indem du Spieler mit dem Potenzial verpflichtest, drauf hoffend, dass sie es letztlich entfalten. Obendrauf kommt das Mittel des Einbürgerns. Ist das immer und überall sauber? Nein. Standorte haben unterschiedliche Herangehensweisen und Möglichkeiten. Doch legitim ist es allemal, denn letztlich geht es ums sportliche und damit auch wirtschaftliche Überleben. 

Aktuell erleben wir die Auswirkungen. Wir sind uns wohl alle einig, dass Kassel, Düsseldorf und Dresden die besten Kader der neuen DEL2-Saison stellen. Zumindest auf dem Papier. Die Dichte an großen Namen hat massiv zugenommen. Die Topteams sind mittlerweile gezwungen, mit einem DEL-Etat aufzuwarten, um sich für einen potenziellen Aufstieg halbwegs zu rüsten. Krefeld wird es besser machen als wir, auch weil wir als mahnendes Beispiel herhalten, doch auch sie werden nicht plötzlich ein Top-8-Team in der DEL. Die Schere ist weiter auseinandergegangen und genau das ist die Krux. Denn all die Sommer-Transfercoups gaukeln uns immer wieder das Gegenteil vor. Wir feiern die Spinks, die Wilkies, die Whites, die Haiskanens und O'Donnells, aber blicken dann auf Teams wie Frankfurt oder Iserlohn und sehen, dass die DEL-Kader mindestens zehn dieser Kaliber aufweisen. Allein im letzten Monat wechselten sieben KHL-Spieler in die DEL. 

Der nächste Aufsteiger muss also jetzt bereits die DEL beobachten und abchecken, was notwendig sein wird. Frühzeitig Fühler ausstrecken, gut scouten, Reputation stärken, spannend für Topspieler wirken und wenn nicht sportlich, dann wenigstens mit Stadt, Einrichtung, Familienfreundlichkeit, Topbedingungen und guter Atmosphäre glänzen. Eine Garantie, dann DEL-Spieler unter 30 zu bekommen, ist dennoch nicht gegeben. 

Versteht uns nicht falsch. Wir haben richtig Bock auf die neue Saison und glauben, dass es eine geile Meisterschaft wird, in der es einen epischen Kampf um den Titel geben könnte. Allein das wir daran beteiligt sein dürften, ist geil. Doch sollten wir tatsächlich erneut die Glücklichen sein, beginnt erneut ein Jahr der völligen Ungewissheit. 

Aktuell umfasst unser Kader, wenn man alles mit einbezieht, potenziell max. 13 Spieler, die man mit hochnehmen könnte. Also eine halbe Mannschaft. Das ist schon positiv gerechnet und trotzdem wenig, da es neben 5 neuen Imports mindestens noch 8 deutsche Spieler mit DEL-Format braucht. Natürlich hilft uns, dass wir anders als andere erst taufrisch unsere Visitenkarte oben abgegeben haben und mit Jens Baxmann auch einen Sportdirektor haben, der gefühlt jeden DEL-Spieler kennt. Allerdings gehören zu jedem Vertragsabschluss viele Parameter. Der Spieler muss wollen, die Clubs müssen wollen, die Berater müssen wollen und der Preis muss genauso stimmen wie die Vertragslänge und dann haben wir über die sportliche Perspektive und die Rolle des Spielers noch gar nicht geredet. Wir sind daher froh, dass sich in der DEL2 überhaupt so viele Clubs bereiterklären, diese Herausforderung anzunehmen und sind stolz, dass wir dazugehören. Wir haben Blut geleckt. Wir sind heiß auf diese Challenge. 2025 war zu geil, um es nicht wieder erleben zu wollen.

Freuen wir uns also auf die Spinks, die Helewkas, die MacKinnons, die Wilkies, die O'Donnells, die Haiskanens, die Blums, die Traceys, die Schmidt-Svejstrups, die Whites, die Turnbulls (Carter) und viele mehr. Was fällt auf? Vorrangig Imports. Denn deutsche Spieler von gleichem Format wechseln nicht in die DEL2. Außer man bezeichnet Spieler wie van der Linde oder Martinovic jetzt als Topspieler.

P.S.: Noch vor einem Jahr wäre ein Wechsel von Blum zum DEL-Aufsteiger Dresden unwahrscheinlich gewesen, jetzt steht er in der DEL2 bei Landshut unter Vertrag. Die Entwicklung des Marktes ist so rasant wie der Eishockeysport selbst. 

Aufgepasst DEL. Wir haben die Ferngläser scharf gestellt. ;-)


Mittwoch, 5. August 2026

Jacob oder Jakub ...

Hauptsache Ficenec!

Wie der Vater so der Sohn. Dies trifft auf die Familie Ficenec definitiv zu. Jakub Ficenec war ein Verteidigerstar in der DEL und genießt beim ERC Ingolstadt Kultstatus als Meister von 2014. Der Sohnemann Jacob steht am Anfang seiner Profikarriere. In der letzten Spielzeit ging er in Leipzig seine ersten Schritte als Profi und avancierte direkt zum Fanliebling, besonders bei den weiblichen Fans,. Jetzt möchte er in Dresden den nächsten Schritt gehen und erhält im Rahmen seines Fördervertrags auch einer Förderlizenz für seinen alten Verein in Leipzig.

Wie sein Vater, läuft auch Jacob mit der Nummer 38 auf und ist Verteidiger. Doch anders als Papa, ist er Rechtsschütze. Ansonsten möchte er sicher gerne in die großen Fußstapfen des Vaters treten und zum Nationalspieler reifen. Ob ihm das womöglich in Dresden gelingt, werden wir beobachten. Das Talent und die Veranlagung scheint gegeben.

Wir wünschen Jacob auf jeden Fall viel Erfolg an der Elbe und heißen ihn Herzlich Willkommen.