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Mittwoch, 30. September 2026

Maskenball ...

Wer hält unsere Ziele am Leben?

Unsere Eislöwen könnten ein Goalieproblem bekommen. Klingt erst einmal kurios, nachdem Marvin Berbner am Sonntag eine Topleistung abgerufen hat, doch Janick Schwendener hat sich erneut verletzt und Fabian Hegmann kränkelte zuletzt mit Grippe. Somit herrscht ein gewisser Engpass an der Elbe.

Die Genesung von Janick Schwendener könnte, vor allem da es wohl die gleiche Verletzung ist wie zuvor, einige Wochen mehr in Anspruch nehmen. Schließlich gilt es einen erneuten Rückfall zu vermeiden. In dieser Zeit den Druck des Siegens auf die Schultern zweier U-Goalies zu packen, die sich in dieser Phase nicht verletzen, kränkeln oder in ein Tief geraten dürfen, wäre sehr mutig. Man könnte auch sagen: a weng verantwortungslos. Natürlich kann das funktionieren, wir könnten aber die beiden vielleicht auch komplett verheizen. Die Chancen stehen 50/50. Vor allem wenn deine 1A-Lösung nicht verfügbar ist.

So könnten die Sachsen womöglich früher als erwartet gezwungen sein, ihren Importtrumpf der freien vierten Stelle auszuspielen. Der deutsche Markt gibt bis auf einen vertragslosen Mirko Pantkowski nicht viel her und auch er machte bei Frankfurt nicht den krassesten Eindruck. Daher wäre die Auswahl auf dem internationalen Markt deutlich üppiger und man könnte vielleicht sogar einen Mann mit zukünftigem DEL-Potenzial an den Standort bringen. Viel Konjunktiv, keine Frage. Aber gar nicht so utopisch. Jens Baxmann hat ja bereits in der Lausitz einen Morrone aus dem Hut gezaubert. Wieso also jetzt nicht erneut?

Es gibt namhafte und finanzintensive Kandidaten, aber auch No Names mit Starpotenzial. Von Johan Mattsson bis zu Dryden McKay gibt es ein breites Spektrum an Kandidaten, die aber alle etwas gemeinsam haben. Sie bräuchten etwas Spielpraxis, um reinzukommen. Risiko oder Safety first?

Wir sind gespannt, ob und was passieren wird. De dü da dum dum ...

Mittwoch, 16. September 2026

Tilo Spink und Daniel Fuchs ...

Eislöwen nun mit deutlich mehr Handlungsspielraum!

Es stand lange im Raum und war heute kurz nach 11:30 Uhr im VIP-Raum der Dresdner Eishalle endlich Gewissheit. Mit dem abschließenden Bekenntnis zur Verfassung erhielten Dane Fox und Tylor Spink die deutsche Staatsbürgerschaft.

Beide spielen und leben seit 2020 durchgängig in Deutschland. Erfüllten zudem aber auch alle anderen Veraussetzungen, absolvierten alle relevanten Tests, lieferten alle notwendigen Unterlagen und belasten dadurch fortan nicht mehr das Ausländerkontingent der Dresdner Eislöwen.

Während es bei Dane "Daniel" Fox einen längeren Anlauf brauchte, gerade auch die Sprache zu lernen, bewies Tylor "Tilo" Spink auch abseits des Eises seine Schnelligkeit und Auffassungsgabe. 

Jens Baxmann hat nun viel mehr Spielraum, um auf Verletzungen oder anderweitige Ausfälle reagieren zu können, da die Eislöwen mit lediglich drei Importlizenzen in die Saison gehen. Vier sind auf dem Spielberichtsbogen erlaubt, sechs kann man maximal pro Spielzeit vergeben. 

Zudem hat man mit Tylor und Dane zwei Spieler am Standort, die auch für einen erneuten Aufstieg ins Oberhaus mit deutschem Pass gesetzt sein dürften. 

Wir gratulieren beiden zur Einbürgerung und freuen uns auf die neue Spielzeit, die am Freitag mit dem Heimspiel gegen Kassel beginnt.

Derzeit gibt es übrigens nur noch wenige Resttickets. 

Samstag, 1. August 2026

Ryan + Elbe ...

oder die eierlegende Wollmilchsau für die Defensive ist gelandet!

Auch das letzte Gerücht ist nun bestätigt. 10:23 Uhr landete heute die Lufthansa-Maschine DAIZI A3202 aus Frankfurt am Main in Dresden. Mit dabei: Ryan MacKinnon. Schade, dass es keine Ryan-Air-Maschine war, aber man muss auch nicht alle Klischees bedienen.

Wichtiger ist, dass unsere Eislöwen mit Ryan MacKinnon einen Verteidiger nach Dresden lotsen konnten, der so ziemlich alle Anforderungen erfüllt, die man von einem Import-Defender erwartet. Scoring-Power, Special Teams Qualitäten, Spielgestaltung, Skating, Passspiel, Routine, Widerstandsfähigkeit, Two-Way-Game, Rechtsschütze. We have a Bingo und damit kann Baxis Herdplatte, die im Sommer ordentlich heißgelaufen ist, erst einmal etwas abkühlen. 

Ryan belegt die fünfte Importstelle, doch aktuell wird noch kein Spieler lizenziert und wir sind uns sehr sicher, dass Foxy bald den wichtigsten Pass seiner Karriere erhält. Dafür hat er viel gebüffelt, getestet und wurde mehrfach geprüft. Im Pässe-verwerten ist er ja recht talentiert als Torjäger.

Doch reden wir über MacKinnon. Wir gehen "ryan". Ha ha. Der 31-jährige Kanadier mit dem berühmten Nachnamen, der im September Geburtstag feiert, ist ein absoluter Topverteidiger für DEL2-Verhältnisse. Bis 2024 spielte sich seine Karriere vor allem auf AHL und ECHL-Niveau ab. Dann kam der Schritt über den großen Teich. In Spisska Nova Ves und Linz durfte er dann in der Rolle brillieren, die er vor allem auf Juniorenlevel zeigte. Ein Alleskönner in der Defensive mit viel offensivem und spielerischem Potenzial, der den Unterschied machen kann. In Linz stoppte ihn zwischenzeitlich leider eine Knieverletzung, doch die ist kein Thema mehr, kehrte er doch noch in Österreich fit aufs Eis zurück. 

Nun soll er in Dresden die Defensive steuern. Man darf gespannt sein, mit wem er ein Duo bilden wird. Denkbar sind einige Konstellationen. Die logischsten sind wohl Kreutzer oder Riedl. Eines ist aber ganz klar, man wird hier von ihm aufgrund der Importthematik einfach auch viel Scoring erwarten. Dies muss er neben all den anderen Skills erst einmal liefern. Wir sind aber ziemlich sicher, dass ihm das auf dem Niveau definitiv gelingen wird. 

Welcome to Dresden, Ryan. Unsere neue Nummer Vier ist endlich hier.


Mittwoch, 29. Juli 2026

Der Neue im Haus ...

Jan Nijenhuis kehrt zu Bo zurück!

Bo Subr ist ein Menschenfänger. Seine Spieler wollen immer wieder mit ihm arbeiten. Jüngstes Beispiel: Jan Nijenhuis (nijen=neu, huis=Haus).

Der 24-jährige gebürtige Münchner mit niederländischen Wurzeln und doppelter Staatsbürgerschaft hatte unter Bo seine bislang beste DEL2-Spielzeit. Uns ist er noch bestens aus der Finalserie 2025 gegen Ravensburg in Erinnerung. 

Ein schneller agiler Spieler mit starker Arbeitsmoral, Offensivdrang, Power, Willen und taktischer Cleverness. Kurzum ein Musterschüler für Trainer und mit 24 noch lange nicht am Zenit angelangt.

Jan hat bereits sein Potenzial für mehr als nur DEL2 angedeutet (über 200 DEL-Einsätze für Wolfsburg, Berlin und Ingolstadt), muss aber wieder zu mehr Konstanz zurückfinden und vor allem verletzungsfrei bleiben, um die nächste Ausbaustufe zu zünden. Gelingt ihm das, werden wir viel Freude an ihm haben. 

Der ehemalige Juniorennationalspieler, der auch schon ein paar Länderspiele für die A-Nationalmannschaft absolvierte und dabei sogar zwei Tore bejubelte, kann mehr als ein Rollenspieler sein, füllt aber grundsätzlich jede Rolle aus, die man von ihm verlangt. Wie Sykora ist er Rechtsschütze und daher ein wichtiger Faktor im Two Way Game. Auf geht's, Jan.

Herzlich Willkommen an der Elbe. 

Donnerstag, 23. Juli 2026

Sykora oh no?

Manchmal lohnt ein zweiter Blick!

Wer einfach nur die letzte Saison zugrundelegt, findet natürlich wenig Argumente für eine Verlängerung von Tomas Sykora. Doch ist die DEL wirklich der richtige Prüfstand, auf den wir einen DEL2-Spieler stellen sollten?

Tomas Sykora hatte keine Rolle in der letzten Saison. Das lag aber auch daran, dass unser Team bereits überwiegend aus Spielern bestand, die jeweils ein Level über ihrer eigentlichen Kategorie performen mussten. 

Sollten wir nochmal hochgehen, wird Syki wohl kaum wieder mitgehen, aber für die DEL2 bringt er immer noch einiges an Mehrwert mit. Gehen wir rein.

Ja, Tomas ist mit 36 nicht mehr der Jüngste, aber er war und ist, das vergessen einige, ein sehr verlässlicher Rollenspieler für die zweite Liga. Er ist superfit, ein harter Arbeiter, ein robuster Zweikämpfer mit eindrucksvollem Körperspiel, ist in der DEL2 zudem selbst in Reihe 3 oder 4 für 15 Tore gut (in der Meistersaison waren es 17 inkl. einem ganz wichtigen!). Auch das er ein Rechtsschütze ist, schadet nicht. Davon haben wir aktuell im Angriff nur drei. Zudem ist er ein guter Charakter und sicher eine gute Option, die weder überteuert noch meckerhaft daherkommt.

Gehen wir davon aus, das Tomas gesetzt sein wird? Nein. Aber in einer hoffentlich langen Saison wird er ein wichtiger und verlässlicher Helfer sein. Auch um anderen Pausen zu gönnen und den Kader frischzuhalten. Denn eines ist klar: unter Bo Subr wird schnell und intensiv gespielt. Das kostet Körner. 

Aktuell haben wir ein Überangebot an Ü-Spielern (16), welches durch die wahrscheinlichen Zugänge von MacKinnon und Nijenhuis noch zusätzlich anwächst. Aber in der DEL2 hat man halt auch kein beschränktes Kaderkontingent und kann sich für eine lange Saison mit Playoffs bestmöglich wappnen. Mit Tomas tut man das und macht daher grundsätzlich nichts falsch. Breit aufstellen schadet nie. Er wird uns zwar nicht nochmal zum Titel schießen, aber dennoch wieder seinen Anteil haben, auch wenn es vielleicht "nur" der Siegtreffer im Sonderzugspiel in Memmingen ist. 

Auf gehts, Syki! 

Montag, 20. Juli 2026

Tom K ist wieder da ...

Eislöwen holen idealen Rollenspieler zurück!

Wir sind grundsätzlich keine Riesenfans von Rückholaktionen, doch mit der Verpflichtung von Tom Knobloch machen die Eislöwen definitiv nichts falsch.

Tom Knobloch kennt den Standort über sechs Jahre, ist hier zum Profi gereift. Er ist mit 27 Jahren im besten Eishockeyalter. Ein absoluter Rollenspieler. Zwei-Wege, defensivstark, dennoch mit gewissem Scoring Touch, starker Penalty Killer, Arbeiter mit Charakter und ohne überhöhte Ansprüche. Zudem bringt er einen gewissen Hunger mit. Hunger auf Titel, auf mehr als nur Playoffteilnahmen.

Tommy Garlic is back. Nach seiner punktbesten DEL2-Saison als Bottom Liner holt Jens Baxmann den Stürmer raus aus der Lausitz zurück an die Elbe. 

Der physisch robuste Angreifer kann flexibel eingesetzt werden, da er Zentrum und Flügel besetzen kann. Er ist die perfekte Wahl für die dritte oder vierte Reihe eines DEL2-Topteams, der eine Linie mit Talenten anführen, aber auch Topstürmern Raum schaffen kann. Offensiv hat Tom immer noch Potenzial für mehr, was aber auch von der Eiszeit abhängig sein wird. Fakt ist: mit Tom Knobloch holt man sich viele Lösungen und keine Probleme in den Kader. 

Willkommen zurück in Elbflorenz. Auf gutes Gelingen. 

Freitag, 10. Juli 2026

Der Co von Bo ...

Michael Nason wird neuer Assistenztrainer der Eislöwen!

Mehr als Best Buddies. Bohuslav "Bo" Subr und Michael "Mike" Nason arbeiten seit Jahren bei der niederländischen Nationalmannschaft als Assistenten erfolgreich zusammen und kennen sich auch als Head Coaches von Tilburg und Heerenveen. Während Nason in der qualitativ maximal drittklassigen BeNeLiga gleich sieben Mal das Finale erreichte und zwei Titel gewann, legte Subr bekanntlich in der Oberliga eine echte Titelhatz hin und führte Frankfurt später in die DEL.

Beide wissen also, wie man Meisterschaften und Pokale gewinnt. Zudem ergänzen sie sich gut, wovon nun auch unser Standort profitieren soll. 

Mike Nason wird dabei vor allem für die Defensive und das Penalty Killing, sprich das Unterzahlspiel verantwortlich sein. Zudem wird er stark in die individuelle Entwicklung der Spieler involviert sein. 

Subr und Nason sind gute Charakterköpfe, die sich sehr schätzen, aber auch konstruktiv miteinander diskutieren. Also keine Harmoniesucht, sondern wirksame Reibung für Weiterentwicklung und die Stärkung der Team-Identität.

Wir sagen Herzlich Willkommen in der Eislöwenfamilie und viel Erfolg. Demnächst dürfte auch der Goaliecoach vorgestellt werden und man darf gespannt sein, ob es sich dabei auch um einen alten Weggefährten der beiden handelt. Ein spannender Name ist dabei sicherlich Jan Vondracek, aber das ist kein Gerücht, sondern lediglich eine Vermutung unsererseits. 

Donnerstag, 2. Juli 2026

25er Meisterabwehr bleibt zusammen ...

Simon und Olli bleiben!

Keine Überraschung. Wie lange vermutet, werden Offensivverteidiger Simon Karlsson und Blockmonster Oliver Granz an der Elbe bleiben.

Somit haben die Eislöwen sechs Meisterverteidiger von 2025 gehalten. Natürlich hatten Simon und Olli in der DEL keine gute Spielzeit und zudem auch wenig Möglichkeiten zu glänzen. Doch auf DEL2-Niveau haben sie über viele Jahre hinweg nachgewiesen, überdurchschnittlich performen zu können. Auch in anbetracht des raren deutschen Verteidigermarktes sind beide daher die logische Wahl. 

Simon wird das halbe Dutzend an Jahren in Elbflorenz vollmachen und dabei hoffentlich wieder an vergangene Jahre anknüpfen können. Bei Olli hoffen wir, dass er gesund bleibt und wieder verlässliche Zweikampfmaschine und Blockmonster sein wird. Die DEL2 ist nicht stehengeblieben, sondern wird vom Niveau her stärker sein als je zuvor. Dennoch, das haben wir gelernt, ist das Niveau nicht im geringsten mit dem Oberhaus vergleichbar. 

Das Ziel heißt Aufstieg. Doch das haben viele Teams. Bereits jetzt ist klar, dass nach einem erneuten Titelgewinn aber mehr Spielern der Weg nach oben verwehrt bleiben dürfte. Somit muss der Titel, eine Meisterschaft, Motivation genug sein. Simon und Olli haben nachgewiesen, dass sie diese Motivation in sich tragen. 

Wir wünschen beiden und uns allen eine erfolgreiche Saison 26/27. 

Einzig offener Kaderspieler der Vorsaison ist nun noch Meistermacher Tomas Sykora. Ob er noch einen Platz in der ohnehin bereits mit Ü-Spielern gut gefüllten Offensive bekommt, bleibt abzuwarten. Ausgeschlossen ist es nach jetzigen Stand aber nicht, auch wenn man mit den potenziellen Neuzugängen Nijenhuis und Knobloch bereits überfüllt wäre und sehr wahrscheinlich defensiv mit MacKinnon auch noch ein Ü hinzukommen wird.

Es bleibt also weiter spannend, wie der Kader letztlich aussieht, wenn wir zum Hauptrundenauftakt die Unaufsteigbaren empfangen.

Freitag, 26. Juni 2026

Neues Zwingertrio steht ...

Schwendi und seine potenziellen Erben!

Unser Goalietrio ist perfekt. Keine Überraschung, alle Gerüchte bestätigt. Es geht zurück zu den Wurzeln. Weg von großen Namen.

Fanliebling Janick Schwendener wird wohl als Starting Goalie in die Saison gehen, wenn er die Form der letzten Saison erneut abrufen wird. Doch mit Fabian Hegmann hat man durchaus einen vielversprechenden Mann an die Elbe geholt, der ihm den Platz streitig machen könnte. 

Erst Stammgoalie in der Oberliga, zuletzt zwei Jahre ein starker Backup in Freiburg und immer auf der Schwelle zur Nr. 1. Der groß gewachsene Linksfänger gilt als ruhiger Vertreter seines Fachs mit starkem Stellungsspiel, also so ein bisschen ein Danny-Typ. Kein Hexer, eher ein Wegarbeiter. Mit 25 Jahren zählt Fabian Hegmann noch zu den U26-Goalies in der DEL2 und belastet demnach nicht das Ü-Kontingent. 

Der Dritte im Bunde ist ein bekanntes Gesicht. Marvin Berbner ist nicht mehr für die DNL spielberechtigt, soll als Nr. 3 nun den nächsten Schritt am Standort gehen und den beiden erfahrenen DEL2-Goalies Druck machen. 

Wenn man ganz nüchtern draufschaut, kann man sagen, dass wir ein gutes Trio haben, welches in der Hauptrunde funktionieren wird. Ob es aber auch in den Playoffs für den ganz großen Wurf reicht, bleibt abzuwarten. Danny war 2025 ein herausragender Faktor bei der Meisterschaft. Diesen Beweis müssen Schwendi und Co. erst erbringen, aber natürlich ist dies auf DEL2-Niveau möglich. Einen Übergoalie wie Danny oder Autio haben wir nicht, sind aber mehr als solide aufgestellt. 

Wir sind gespannt, wer das Trio dann coachen wird. Die Benennung des Goalietrainers steht schließlich noch aus.

Nummern: Schwendener (62), Hegmann (40), Berbner (31)

Samstag, 20. Juni 2026

Ein Fuchs mit vier "u" ...

Der Eislöwen-Kader wächst weiter!

Bereits vor dem gestrigen Sommerfest haben die Eislöwen endlich die Verlängerung von Mister Dane Fox gedropt. Gedropt, nicht gedopt, auch wenn da mal was war. Lassen wir mal Gras drüber wachsen, gelle? Noch ist nicht klar, ob Dane Fox nach sechs Jahren in Deutschland womöglich ein deutscher Pass winkt, doch auszuschließen ist es nicht. Vor allem wenn man das jüngste Gerücht um MacKinnon mit berücksichtigt. 

Dreht nicht durch, es geht nicht um NHL-Superstar Nathan MacKinnon, der kommt vielleicht mal in 9 Jahren in Frage, aber es geht um einen sehr guten Verteidiger aus der ICEHL. Ryan MacKinnon ist 31 Jahre alt, spielte zuletzt in Linz, erlitt dort im Dezember 2025 eine Knieverletzung, kehrt aber Ende Januar aufs Eis zurück und ist vielleicht die eierlegende Wollmilchsau, die Jens Baxmann sucht. Rechtsschütze, gute Übersicht, Spielintelligenz und Arbeitseinstellung. Zudem gutes Puck Movement, stabiler Passer, kann von hinten heraus das Spiel schnell machen und spielt sehr modernes Eishockey mit Struktur und Ruhe an der Scheibe. Er ist jetzt kein überragender Skater, aber grundsolide und ein sehr verlässlicher Zwei-Wege-Verteidiger mit guter offensiver Übersicht, der auch im Powerplay sehr produktiv sein und die blaue Linie besetzen kann. Allerdings fragt man sich, warum er in keiner Saison mehr als um die 40 Spiele bestritten hat. In DD brauchen wir seine Qualitäten bestenfalls über 64+x Partien.

Doch zurück zu den Spielern, die bereits offiziell fix sind. Foxy ist aktuell der vierte Import im Kader, doch wie angedeutet, könnte ihm und vielleicht gar einem der Spink-Brüder eine Einbürgerung ins Haus stehen, wenn sie alle Prüfungen und Kriterien erfüllen, die in DD nicht so niedrig sind, wie manche Uninformierte gerne behaupten. 

Dane ist ein Scoring-Garant, der auch in der letzten DEL-Saison nach schwachem Beginn noch die Kurve bekam und mit Gorci und Andy eine geile Reihe stellte. Auf DEL2-Niveau wird Dane Fox auch 2026 noch den Unterschied machen und Spiele entscheiden. Zuletzt ist er zudem nicht mehr so strafanfällig gewesen, hatte sich besser im Griff, man könnte fast sagen, er war zu brav. Doch das dürfte sich im ersten Sachsenderby wohl zeitnah regeln. 95 Scorerpunkte in bislang 109 Eislöwenspielen sprechen eine klare Sprache, zumal da die DEL-Spielzeit mit inkludiert ist. Auch da war er nach Austin Ortega der verlässlichste Torschütze und Scorer mit 11 Toren und 27 Scorerpunkten. Wir freuen uns auf eine weitere Saison mit Foxy und das Jens Baxmann nicht ganz ohne Fuchs auskommt, was irgendwie ja auch klar aufgrund seiner Vergangenheit. 

Apropos Fuchs. Gestern haben wir Fuchs mit vier "u" geschrieben, denn die Eislöwen haben neben Foxy auch den letzten von insgesamt vier eigenen Nachwuchsspielern bestätigt, die in der neuen Spielzeit mit dem lukrativen U21-Fördervertrag ausgestattet werden. Karl Gärtner (20, 41 Punkte in 31 DNL-Spielen 25/26) , der 2023 aus dem Nachwuchs der Eisbären Berlin an die Elbe wechselte und letzte Saison 12 Oberligaspiele für die Scorpions absolvierte, wurde neben den Verteidigern Felix Krüger (18, Juniorennationalspieler) und Ivan Komirist (18, DNL-Top20-Defender) sowie dem U20-Sturmkollegen Lukas Buschbeck (18, Rechtsschütze, 7. DNL-Scorerliste 25/26, Juniorennationalspieler) als Kaderspieler bestätigt. Gut möglich, dass alle auch eine Förderlizenz für die Oberliga erhalten werden, doch dem einen oder anderen ist, geht man nach dem reinen Talent, auch ein Stammplatz im DEL2-Kader zuzutrauen. Dafür muss aber vor allem der Kopf mitmachen. Wir drücken allen Jungs die Daumen, dass sie den Sprung aus dem Nachwuchs dauerhaft schaffen und unsere Farben auch auf Profiebene würdig vertreten. Mal abgesehen von Karl Gärtner, können die Jungs zudem aber auch weiterhin auf U20-Ebene eingesetzt werden, sollte der Durchbruch nicht gleich gelingen.

Der Druck ist schließlich hoch. Wir alle sehen das aktuelle Wettrüsten in der DEL2 mit Kassel, Düsseldorf, aber auch Rosenheim, Landshut und Ravensburg. Als Meister 2025 und DEL-Teilnehmer 2026 kannst du nicht weniger als das Ziel Meisterschaft ausgeben. Natürlich kein Muss, aber GF Maik Walsdorf hat es jüngst klar gemacht, dass man sich nicht den Arsch aufreißt, um ein bisschen mitzuspielen.

In sechs Wochen startet die Vorbereitung. Bis dahin wird es noch ein paar News zu Kader und Trainerteam geben, denn der Kader steht intern zu 99 % fest.

Am Rande der Bande:
Gestern wurde übrigens auch ein Aushängeschild des ESC Dresden geehrt. Olympiateilnehmerin und Nationalspielerin Hanna Hoppe gab sich die Ehre. Es ist ein offenes Geheimnis, dass sich die Eislöwen im Zuge der DEB-Reform auch Gedanken zum Thema Fraueneishockey machen, zumal in Dresden einige Mädchen aktiv sind. Ein Dresdner Damenteam in der DFEL wäre daher ein absolut begrüßenswertes Szenario. Vielleicht würde die Topverteidigerin der Eisbären Berlin dann sogar als Spielerin dauerhaft an den Standort zurückkehren. Aber das ist noch weit entfernte Zukunftsmusik.

Zudem wurde Gina Rupprich nach zehn Jahren Fanshoptätigkeit verabschiedet. Die Familie Rupprich zieht es zurück nach Berlin, wo Gina den Standort weiterhin in Sachen Merch betreuen wird. Vor Ort übernimmt ein bekanntes Gesicht ihren Posten. Lennart Halling. Der jahrelange Teambetreuer wird nach überstandener schwerer Krankheit als großer Fanliebling den Fanshop übernehmen. Wir wünschen allen in ihren Aufgabenfeldern maximale Erfolge. 

Freitag, 5. Juni 2026

Geldpumpe schlägt Wärmepumpen ...

Eislöwen sichern sich den Wunsch-Torjäger! 

Hey Luka, äh Helewka. Das nächste Gerücht hat sich heute bestätigt und was definitiv gesagt werden kann: Die Imports kommen bislang alle aus dem obersten Regal! Baxmann hat die Pfanne heiß und kocht uns weiterhin die Go-To-Guys.

Der 30-jährige Kanadier hatte unlängst seine Ausstiegssklausel im Vertrag in Villach gezogen und schließt sich nun inklusive Ablösetestspiel den Eislöwen an. 

Ist Adam Helewka bekannt dafür, lange an einem Ort zu bleiben? Nein. Ist Adam Helewka bekannt dafür, immer seine Leistung zu bringen? Ja. Insofern hat man sich für zunächst eine Saison viel Qualität im Angriff gesichert und macht sicherlich nichts falsch. 

Der Linksschütze ist im Angriff variabel einsetzbar, kann also die Mitte und den Flügel besetzen. Er ist ein Mann mit starkem Abschluss, hoher Torquote und krasser Physis, die er auch in der Rückwärtsbewegung einzusetzen weiß. Kurz gesagt: das Komplettpaket eines Topstürmers mit Allroundqualitäten.

Mit 30 Jahren ist Helewka auch noch nicht alt, sondern auf seinem Zenit und könnte mit DD den großen Schritt in die DEL anpeilen. 

Wir freuen uns auf Adam und sagen unserer neuen Nr. 13: Welcome to Dresden.

Mittwoch, 22. April 2026

Macht der Bo die Dresdner froh ...

Eislöwen tanken jetzt Subr!

Es war schon eine Weile kein Geheimnis mehr, dass Baxmann und Co. selbst im Falle eines grüntischigen DEL-Verbleibs nicht mit Fleming und Co. weitermachen, sondern sich komplett neu ausrichten wollen.

Nun hat man Wunschkandidat Bo Subr offiziell präsentiert und damit einen Coach an die Elbe gelotst, der über Jahre bewiesen hat, dass er den perfekten Mix aus Talententwicklung und sportlichem Erfolg bewerkstelligen kann.

Subr weiß, wie man Titel gewinnt. Er holte mit Tilburg gleich dreimal die Oberligameisterschaft, danach mit Frankfurt in beeindruckender Manier den DEL2-Titel und hätte bereits damals den Sprung in die DEL verdient gehabt. Doch in Mainhattan holte man stattdessen Fleming. Nun schließt sich der Kreis. Subr beerbt Gerry Fleming und Co. Craig Streu hinter der Bande. Wir danken beiden für ihren Einsatz in DD. Die Eislöwen werden übrigens das Trainerteam mindestens noch um einen neuen Co-Trainer,  Athletiktrainer und Torwarttrainer erweitern.

Subr, der dabei sicherlich Mitspracherecht hat, steht für Erfolg und schnelles, attraktives Hockey. Zudem auch dafür, Talente nicht in der vierten Reihe, sondern gemäß ihren Fähigkeiten einzusetzen. Die Chance für Ricardo und Co. Mutet also nach einer guten Idee an, Bo Subr zu installieren, um eine jüngere Mannschaft zum Erfolg zu führen. Ziel dürfte sein, mit Dresden binnen zwei Jahren das zu schaffen, was ihm bislang nicht glückte: der Schritt als Trainer ins Oberhaus.

So nah an der Heimat wie jetzt, war der mit 45 Jahren immer noch junge Coach noch nie. In Tabor ist seine Familie zuhause, die aber ab dem neuen Schuljahr mit nach Dresden kommen wird. Ein neuer Luxus für den bulligen Übungsleiter mit der freundlichen Aura.

Wir freuen uns auf Bo und wünschen ihm viel Erfolg an der Elbe beim mittelfristigen Unternehmen Wiederaufstieg. 

Let's Bo.

Montag, 6. April 2026

Neuer Elb-Kreu(t)zer ...

Eislöwen sichern sich die Dienste von Gregory Kreutzer!

Nach der Baxmann-Plünderung in Ostsachsen legen unsere Eislöwen auch in Westsachsen die Grundlage für ein würziges Derbycomeback. Das Gerücht um Gregory Kreutzer wurde heute bestätigt und damit der offiziell erste Neuzugang vorgestellt.

Mit Kreutzer erhält man einen absolut stabilen und verlässlichen Top-6-Verteidiger mit deutschem Pass, Entwicklungspotenzial und jeder Menge Kraft. Der Mann läuft wie ein VW-Käfer, ist defensiv zweikampfstark, kann aber auch offensiv Akzente setzen. Mit 25 Jahren zählt er zudem zu der Altersgruppe, die zuletzt eher rar an der Elbe war. 

Potenziell kann man Gregory auch in der DEL einsetzen, Bietigheim triggert ja aktuell noch ein wenig das Gedankenspiel, doch dafür müsste er definitiv sein volles Potenzial ausschöpfen, um dauerhaft bestehen zu können. 

Wir freuen uns auf eine neue Nummer 55 und einen neuen Gregory im Eislöwenkader. Herzlichen Willkommen in Elbflorenz. 

Samstag, 28. März 2026

Dresdner für Dresden ...

Ricardo Hendreschke bleibt ein Eislöwe!

Das Gerücht gab es schon lange, seit gestern ist es nun auch offiziell. Ricardo Hendreschke bleibt in seiner Heimatstadt und wird auch in der nächsten Spielzeit für unsere Eislöwen auf Torejagd gehen.

Der gebürtige Dresdner hat ausgerechnet in der DEL seinen größten Entwicklungsschritt gemacht und sich für eine gewichtigere Rolle als "nur" Reihe 4 empfohlen. 

Zwar klingen vier Tore jetzt nicht wie ein Quantensprung, aber es war seine bislang beste Hauptrundenausbeute als Eislöwe und das auf einem ganz neuen Level. 

Die nächste Saison wird für Ricardo eine entscheidende. Es ist sein letztes Jahr als U-Spieler. Wir wünschen ihm und uns, dass er den Schritt zum Reihe-2-Stürmer macht und mehr Verantwortung im Spiel erhält. Er hat das Tempo, den Willen, die Motivation und jetzt auch das Spielverständnis. Er findet die richtigen Räume. Noch ein bisschen mehr Skill und Kontrolle, dann ist vieles möglich.

Auf ein erfolgreiches sechstes Jahr im heimischen Elbflorenz. Go Richie.

Montag, 2. März 2026

Drew Love ...

Erfahrener Center verlä ... ngert an der Elbe!

Da hat sich wohl beim Gerücht der Westdeutschen Zeitung am Ende LeBlanc als Suess herausgestellt. Hach tut das gut. Drew LeBlanc bleibt bis 2027 ein Eislöwe und möchte nochmals helfen, die Rückkehr in die DEL zu schaffen.  

Der 36-jährige Deutsch-Amerikaner war in den vergangenen beiden Spielzeiten einer der konstantesten und verlässlichsten Two-way-Center im Team. Er hatte erheblichen Anteil an der DEL2-Meisterschaft und steuerte in den Playoffs 14 Scorerpunkte bei.

Auch in der DEL konnte er mindestens mal an seine Zeit in Iserlohn anknüpfen. Mit seinem deutschen Pass, seiner Erfahrung und seinem unermüdlichen Einsatz ist Drew ein echter Dauerbrenner, der uns auch in der kommenden Saison in der DEL2 noch gut zu Gesicht stehen dürfte.

Egal in welcher Reihe, er fügt sich in seine Rolle und kreiert auch im hohen Profialter noch viele Offensivmomente. Er schafft Räume, backcheckt ordentlich und ist technisch wie läuferisch immer noch auf Erstliganiveau. Er wird keine 20 Minuten und mehr pro Spiel abspulen können, aber ist ligenunabhängig einfach ein verlässlicher Spieler für Reihe 3, der zwar nicht als Torjäger gilt, aber immer als Vorbereiter glänzen kann. Wir glauben allerdings nicht, dass Drew nach einem weiteren Aufstieg nochmals mit nach oben gehen würde. Dies wollte er eigentlich zuletzt bereits nicht mehr. Doch wir freuen uns, ihn als mannschaftsdienlichen Spieler zunächst weiterhin in unserem Team zu wissen.

Im übernächsten Spiel könnte unsere Nr. 9 die 100 Spiele für Dresden vollmachen. Bisher gelangen ihm in 98 Partien 17 Tore und 45 Vorlagen. Am vergangenen Wochenende lieferte der Linksschütze gleich drei Assists zu Toren.

Danke für deine Treue, Drew.

Sonntag, 1. März 2026

Märzlichen Glückwunsch ...

Gegen Dresden kann man mal verlieren!

Balsam für alle geschundenen Eislöwenseelen. Danke Männer. Heute haben es unsere Eislöwen, anders als noch am Freitag, bis über die Ziellinie gebracht und damit die zehn Spiele andauernde Niederlagenserie beendet.

Klammert man die letzten zehn Minuten gegen Nürnberg aus, war das wohl das beste Spielwochenende unserer DEL-Geschichte. Bringt uns zwar sportlich nichts mehr, tut dem Gemüt aber durchaus gut. Ein Sechs-Punkte-Wochenende wäre drin gewesen. 

Doch auch so genießen wir einfach, dass die Jungs, die aktuell auf dem Eis stehen, für unsere Farben alles raushauen, was noch im Tank ist und den Gegnern einen echten Wettkampf bieten. 1A. Besonders herausheben wollen wir heute neben Janick Schwendener, der mit 78 Saves ein überragendes Wochenende hatte, vor allem Ricardo Hendreschke und Dane Fox, der in den letzten beiden Partien gleich drei- oder viermal einnetzte (mal sehen, was die Statistiker letztlich entscheiden werden). Bei beiden sollen die Zeichen angeblich auf Verlängerung stehen. Wir hätten in beiden Fällen nichts dagegen. 

Heute hat wirklich vieles gepasst. Special Teams, Zweikampfverhalten (nicht die meisten, aber die entscheidenden Duelle gewonnen), Laufbereitschaft, einfache Lösungen, wenig Harakiri. Dazu relativ effiziente Angriffe und auch etwas Glück. Somit feiern wir unseren achten DEL-Sieg und wenden vorerst die 40. Niederlage ab.

Es tut so gut. Lasst uns diesen Sieg heute einfach nur aufsaugen und uns bis Mittwoch daran erfreuen. Dann kommt Berlin zum vorerst letzten Ostduell in unsere Eishalle. 

Am Rande der Bande:

C.J. Suess hat sich mittlerweile auf seinem Instagram-Kanal auch zu Wort gemeldet. Aus unserer Sicht ein Alibi-Move. Ob glaubhaft oder nicht, mag bitte jede(r) selbst entscheiden. Für uns hat der Abgang im Stil einen ordentlichen Beigeschmack und der Spieler als Charakter viel Kredit verspielt. 

Hier sein Statement aus dem Englischen übersetzt:

"Am vergangenen Montag habe ich die schwierige Entscheidung getroffen, meinen Vertrag in Dresden zu kündigen, um zu meiner Familie zurückzukehren. Am Mittwoch bot sich mir eine unerwartete Gelegenheit, die meiner Familie und mir Stabilität für die Zukunft verspricht – etwas, das wir für unsere Zukunft als wichtig erachten und nicht ausschlagen konnten.

Ich stehe zu meinem Wort, dass meine Familie immer an erster Stelle steht und jede Entscheidung, die ich treffe, in ihrem besten Interesse ist.

Ich verstehe, dass diese Nachricht überraschend kommen mag, und möchte der Organisation, meinen Teamkollegen und den Fans in Dresden meinen aufrichtigen Dank für ihre Unterstützung während meiner Zeit dort aussprechen. Das hat mir und meiner Familie wirklich viel bedeutet.

Ich freue mich auf dieses nächste Kapitel in Krefeld und auf die Chancen, die vor mir liegen. Vielen Dank an alle, die mich weiterhin unterstützen."

P.S.: Passenderweise haben wir mit dem heutigen Dreier mal mindestens einen Punkteschnitt von 0,5 Punkten pro Partie gesichert und können den Tiefstwert der Liga von Krefeld (2021: 0,47 Pkt./Spiel) nicht mehr unterbieten. Eine kleine suesse Genugtuung. 

Montag, 1. Dezember 2025

GF holt GF ...

Eislöwen-Geschäftsführung präsentiert Sundblad-Nachfolger Gerry Fleming! 

Dresden hat seinen neuen Cheftrainer gefunden. Nachdem man Wunschtrainer Pavel Gross nicht bekommen konnte, der gegen Iserlohn in der Arena weilte und auch Ex-Coach Bill Stewart aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr für Aufgaben zur Verfügung stand, hat man auf Empfehlung einen echten Analytiker und strukturierten Arbeiter hinter der Bande installieren können, der durchaus als sinnvollere Lösung anzusehen ist als alle Namen (Allard, Tuomie, Lange, Shedden), die sonst so durch die Gerüchteküche geisterten. Wir berichteten bereits gestern Abend über das Trainer-Update.

Wenn die Eislöwen etwas brauchen, dann Struktur, klare Ansprachen und schnelle Lösungen. Der 58-jährige Kanadier war zuletzt bei den Vienna Capitals tätig, wo er bereits als Retter auftrat, davor kurz in der Schweiz, wo er im schwierigen Kloten allerdings scheiterte, hat aber in der DEL in Berlin als Co-Trainer und Videoanalyst sowie später in seiner ersten Saison als Headcoach in Frankfurt gute und teils sehr erfolgreiche Arbeit geleistet und ist fachlich äußerst anerkannt.

Für die aktuelle Aufgabe ist er ein guter Fang. Langfristig muss sich erst zeigen, wie die Kombination Gerry Fleming und Dresdner Eislöwen klickt, doch eine faire Chance hat der fast zwei Meter große Hüne verdient. Egal ob mit markanter Brille, oder ohne selbige, Gerry Fleming ist eine Erscheinung mit einer durchaus guten Aura. Er dürfte das Spiel und somit auch die Baustellen der Eislöwen bereits genauestens analysiert und per Video ausgewertet haben und kann daher vielleicht trotz des Mangels an Zeit, mit dem Team zu arbeiten, schnell Ansätze finden, mehr Konstanz in die Mannschaft zu bekommen. 

Die Eislöwen sollten sich allerdings kurz- bis mittelfristig bemühen, das Trainerteam noch breiter aufzustellen und hauptamtliche Trainer für den Bereich Torhüter, Athletik, Skill, Video und womöglich auch Performance zu akquirieren. Qualität und Tiefe braucht es mittlerweile nicht mehr nur im Spielerkader. Die Verpflichtung von Craig Streu als zweiter Co-Trainer neben Petteri Kilpivaara ist ein erster Schritt in diese Richtung.

Wir wünschen Gerry Fleming ein gutes Händchen und hoffen, dass er das blauweiße Wunder mit uns doch noch verwirklichen kann. 

An Sunny lag es dennoch nicht und wir hoffen sehr, dass wir Sunny über kurz oder lang wieder bei den Eislöwen sehen. In welcher Funktion auch immer. Er hat sich letztlich binnen nur eines Jahres einen absoluten Legendenstatus erarbeitet, an dem nicht gerüttelt wird.


Dienstag, 11. November 2025

Aktueller "Chart-Stürmer" ...

Rourke Chartier soll bei den Eislöwen nicht nur für gute Hits sorgen! 

Das Warten hat ein Ende. Die Suche nach einem Topcenter ist endlich abgeschlossen. Mit Rourke Chartier (gesprochen: Roorg Schartjeeh) haben unsere Eislöwen einen Top-6-Center auf AHL-Niveau nach Dresden locken können. 

Der 29-jährige Kanadier ist ein erfahrener Mittelstürmer, der aber noch nicht zum alten Eisen gehört. Vor zwei Jahren spielte er noch mit Tim Stützle bei den Senators in der NHL. Zuletzt war er in der KHL für Kunlun und ZSKA Moskau aktiv. In dieser Spielzeit ist er bislang vereinslos gewesen und kommt daher nicht mit Game Shape an die Elbe. Sicherlich ein kleiner Minuspunkt, aber Spieler, die es gewohnt sind, zwischen AHL und NHL zu switchen, bekommen auch das zügig hin. 

Da wir ihn auf unserer eigenen Liste potenzieller Kandidaten hatten, haben wir uns natürlich auch mit ihm vorab beschäftigt und im Rahmen unserer begrenzten Möglichkeiten "gescoutet". 

Rourke Chartier wurde im 2014er Draft von den San Jose Sharks an 149. Stelle gepickt und gewann 2015 in Kelowna zusammen mit Leon Draisaitl den Ed Chynoweth Cup (WHL Playoffs). Er steuerte starke 20 Scorerpunkte (16 Spiele, 13 Tore, 7 Assists) und allein in der Finalserie 4 Tore bei. Im anschließenden renommierten Memorial Cup scheiterte man dann erst denkbar knapp im Finalspiel in der Overtime an den Oshawa Generals. Im Folgejahr schaffte er es erstmals in einen AHL-Kader und empfahl sich in den kommenden Jahren als verlässlicher Top-6-Center für die NHL, doch konnte sich sowohl in San Jose, als auch später in Ottawa nie komplett durchsetzen. Eigentlich zu gut für eine vierte Reihe, fiel er wohl seiner Körpergröße und Position zum Opfer und suchte daher sein Glück in der KHL, wo er allerdings weder in Kunlun noch in Moskau wirklich happy wurde.

Für die DEL und speziell für uns als Aufsteiger ist Rourke Chartier, der in DD mit der Nr. 14 auflaufen wird, ein absoluter Gewinn. Der Linksschütze ist kein klassischer Goalgetter, konnte aber auf AHL-Niveau stets gute Torquoten erzielen. Viel wichtiger sind jedoch ohnehin die restlichen Komponenten seines Spiels. Denn obwohl er kein Edeltechniker oder Superscorer ist, ist er fähig, unterhalb des NHL-Niveaus hochgradig zu scoren. Chartier ist defensivstark, kann gegnerische Topspieler kaltstellen und auch im Penalty Killing brillieren. Er ist ein Arbeitstier mit starkem Charakter und Teamgedanken. Ein Two-Way-Center, wie er im Buche steht und noch dazu ein Spezialist am Anspielpunkt. Selbst auf NHL-Level konnte Rourke Chartier Quoten jenseits der 50% erzielen. Er liest das Spiel sehr gut, antizipiert Situationen blitzschnell und trifft unter Druck oftmals die richtigen Entscheidungen. 160 Scorerpunkte in 261 AHL-Spielen, darunter 73 Tore, sprechen dabei eine deutliche Sprache. Er spielt clever, ist schnell, ein sehr guter Schlittschuhläufer und verfügt über stabile Hände, die ihm eine gute Scheibenkontrolle auf beiden Seiten des Eises garantieren. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass er trotz seines physischen Spiels und Zwei-Wege-Daseins, kaum Strafen frisst, sondern im Gegenteil, viele Strafen des Gegners generiert.

Natürlich muss er all das nun erst einmal in DD bestätigen, doch unserer Meinung nach dürfte sich das Warten auf ihn gelohnt haben. Findet Chartier schnell in den Tritt, hilft er uns definitiv weiter und hebt unsere Topreihe auf ein anderes Level. Hoffentlich bereits am Freitag, wenn sämtliche Modalitäten (Lizenzierung, Arbeitserlaubnis, etc. pp) bis dahin erfüllt werden können. Daher Daumen drücken.

Welcome to Dresden, Rourke. LFG

Donnerstag, 28. August 2025

Se nuu Schürmens ...

Drew und Trevor erhalten den deutschen Pass!

Was lange gemunkelt wurde, ist nun Gewissheit. Der US-Amerikaner Drew LeBlanc und der Kanadier Trevor Parkes haben die Deutsche Staatsbürgerschaft erhalten und wurden heute offiziell vereidigt.

Rein sportlich ein großer Schritt für den Club, weil er zusätzlichen Spielraum bietet und derzeit als Aufsteiger unter den Gegebenheiten ein absoluter Glücksfall.

Natürlich ist die grundsätzliche Entwicklung der Doppelpässe im Eishockey durchaus kritisch zu betrachten, zumal wir aktuell gleich ein Dutzend solcher Spieler im Kader haben. Aber die Diskussion ist teilweise auch scheinheilig. Es gibt aktuell keinen deutschen Spieler der Qualität eines Parkes oder LeBlanc auf dem Markt, der aufgrund der Einbürgerung nun benachteiligt wäre und der Nachwuchs ist durch das eigene Kontingent besser geschützt als früher. In anderen Sportarten gibt es diese selbst auferlegten Kontingente erst gar nicht. Auch das gehört zur Wahrheit. Aber natürlich führt es in gewisser Weise das Importkontingent ad absurdum. Wobei man schon erwähnen sollte, dass bei uns bislang keinerlei Blitzeinbürgerungen stattgefunden haben.

Alle, während der Zeit bei den Eislöwen eingebürgerten Spieler haben lange Zeit in Deutschland gelebt und gearbeitet, ihren Lebensmittelpunkt mit ihren Familien hier gestaltet und sind zudem Spitzensportler, also Fachkräfte auf ihrem Gebiet.

Trevor Parkes und Drew LeBlanc spielen seit 9 bzw. 10 Jahren durchgängig in Deutschland und haben sich aktiv dafür entschieden, die Deutsche Staatsbürgerschaft anzustreben. Natürlich steigert das den eigenen Marktwert, doch die Familien und besonders die Kinder spielen eine deutlich größere Rolle bei der Entscheidung. Manche gehen hier zur Schule, wachsen mit der deutschen Sprache auf und sind demzufolge hier zuhause, da sie hier ihre Freundschaften aufbauen. Das Thema ist also nicht so schwarz-weiß, wie mitunter angenommen. 

Beide Spieler absolvierten die vielschichtigen Sprachtests und haben selbige auch vor geraumer Zeit bestanden. Bereits bei der Saisoneröffnungsfeier waren beide bemüht, Deutsch zu sprechen. Nun wurden die Anträge endlich final bewilligt. 

Wir gratulieren beiden Spielern zur Einbürgerung und wünschen Ihnen wie ihren Familien ein positives Leben als deutsche Staatsbürger in Dresden und ganz Deutschland. 

Man darf gespannt sein, ob die Eislöwen nun nochmals auf dem Transfermarkt tätig werden, da derzeit auch einige Spieler angeschlagen sind und zumindest drohen, noch längere Zeit auszufallen. Ein Mittelstürmer dürfte es gerne noch sein, wenn es nach der sportlichen Leitung geht. Mal sehen, ob und wann das geschieht, doch bis dahin freuen wir uns erst einmal auf unser Heimturnier und die ersten Spiele als Erstligist in unserem Wohnzimmer.


Sonntag, 10. August 2025

A wie ACHTung ...

Die ultimative Torgefahr für den Eislöwen-Angriff!

Mit Austin Ortega haben unsere Eislöwen einen absoluten Top-Torjäger für die erste Reihe verpflichten können. Der kleine flinke Außenstürmer gilt als Zaubermaus mit Torjäger-Gen.

Der 31-jährige bestritt bislang 270 DEL-Spiele und erzielte dabei nicht nur beachtliche 108 Tore, sondern insgesamt satte 232 Scorerpunkte. Austin Ortega ist läuferisch stark, schnell, technisch versiert und verfügt über einen präzisen Schuss. Zusammen mit C.J. Suess könnte er, wenn die beiden noch einen schnellen Außenstürmer auf der anderen Seite bekommen, im Konterspiel die Gegner zerlegen. Vielleicht setzt man aber auch Suess und Ortega auf Außen und stellt den beiden einen defensivstarken Mittelstürmer zur Seite. Travis Turnbull könnte das, oder man legt noch einmal auf dem Transfermarkt nach und überrascht uns alle mit einem weiteren Center (Ben Smith?), auch wenn wohl dafür noch ein Import gehen müsste.

Doch zurück zu unserem neuen California Boy mit mexikanischen und philippinischen Wurzeln. Austin Ortega gilt einerseits als bockstarker Torjäger, andererseits aber auch als etwas schwieriger Charakter. Seit 2020 hat er den Ruf weg, eine Ich-AG zu sein, weil er bei den Eisbären in der Covid-Zeit nicht auf Gehalt verzichten wollte und den Club verließ. Doch wer verzichtet schon gerne auf Gehalt? Solange eine Trainerlegende wie Don Jackson mit ihm problemlos arbeiten konnte, kann er keine so große Diva sein. Daher überwiegt eindeutig die Pro-Seite, die Ortega mit an die Elbe bringt, wo mit Parkes und Johansson bereits alte Münchner Weggefährten auf ihn warten.

Austin Ortega wäre aktuell bereits der elfte von maximal elf besetzbaren Importspielern, doch für Fox, LeBlanc und vielleicht noch einen weiteren Spieler sollen angeblich bald die Einbürgerungstests anstehen. Auf den Spielberichtsbogen dürfen bekanntlich maximal 9 Imports eingesetzt werden.

Ortega ist heute Abend kurz nach Acht in Klotzsche gelandet, wird in Dresden seine angestammte Nr. 8 tragen und damit für eine Belebung dieser Zahl sorgen, die zuletzt in DD Jannis Kälble trug. Langjährige Eislöwenfans werden diese Nummer aber eher mit Rajala, Sirokovs und vor allem mit kultigen Jungs wie Feo Boiarchinov und Helden wie Robin Sochan verbinden.

Nun kann sich bestenfalls Austin Ortega zum neuen Helden in Dresden aufschwingen, wenn er uns zum Klassenerhalt schießt. Denn selbiger ist das A und O für 2026. Welcome to Dresden, Tegs.