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Mittwoch, 24. September 2025

Emil und die DD-ktive ...

How Swede it is!

Wir sind gerade Zeuge des Aufblühens eines ehemals großen Talents und sitzen dabei in der ersten Reihe.

Niklas Sundblad kennt Emil Johansson noch aus seiner Zeit in der schwedischen Heimat. Der Draftpick der Boston Bruins galt immer als talentierter Zwei-Wege-Verteidiger, ein echter Allrounder. Doch zuletzt wirkte er in München aufgrund seiner Rolle eher eindimensional. Laufstark, ok, aber meist in Reihe 3, vor allem defensiv eingesetzt und so in gewisser Weise eine Verschwendung seiner Fähigkeiten. Sein Werkzeugkoffer ist nämlich ziemlich gut gefüllt.

Emil ist ein unglaublich guter Skater, hat gute Hände, eine dreidimensionale Übersicht, ist ein guter Passer und Aufbauspieler, hat eine Nase für Räume, ist aber auch ein solider Zweikämpfer, der die Mehrheit der Duelle für sich entscheidet. Niklas Sundblad will genau diesen Spieler wieder sehen und es scheint zu funktionieren. 

Emil Johansson wurde wach geküsst, längst noch nicht auf dem Zenit seines Spiels, aber bereits jetzt einer der wichtigsten Eislöwen auf dem Eis. Off Ice ist der Schwede eher zurückhaltend, ein stiller Vertreter. Überlegt, schüchtern, freundlich. Aber wehe, er spielt Eishockey. Ein Spieler, dem man ansieht, wenn er Spaß hat und er in seiner Wohlfühlzone agiert. 

Wir wünschen Emil, dass sich der Trend fortsetzt und er eine verletzungsfreie Saison hat. Wir jedenfalls genießen es gerade sehr, seine Entwicklung zu sehen. Weiter so, Emil.

Emil ist aktuell unser Topscorer und punktbester Defender der Liga, was ihn auch auf Platz 4 der Liga-Scorerliste stehen lässt. Schauen wir auf seine Zahlen.

Spiele: 4
Tore: 2 (1. unter Verteidigern)
Vorlagen: 4 (2. unter Verteidigern)
Punkte: 6 (1. unter Verteidigern, 4. Gesamt)
Plus/Minus: -2
Strafminuten: 0
Schüsse: 11
Schussquote: 18,18 % (30.)
Härtester Schuss: 122,08 km/h 
Blocks: 5 (20.)
Zweikämpfe: 64 (9.)
Zweikampfquote: 59,38 % (34. unter Verteidigern)
Eiszeit: 92:27 Min. (6.)
Eiszeit/Spiel: 23:07 Min.
Puckkontrolle/Gesamtspielzeit: 6,95 % (17.)
Pässe: 116
Passquote: 84,48 % (27.)
Laufleistung: 20,809 km (9.)
Topspeed: 34,74 km/h (54.)
Sprints (Antritte): 583 (5.)

() in Klammern die Position ligaweit

Dienstag, 15. April 2025

Das große Finale ...

Beste Offensive gegen beste Defensive!

Am Gründonnerstag beginnt die Finalserie um den DEL2-Meistertitel. Schluss mit der Fastenzeit. Fasten your Seatbelt. Wir sind dabei. Das Duell des Dritten gegen den Vierten oder schlicht und einfach der zwei besten Playoffteams dieser Saison.

Wir möchten mit euch auf das anstehende Finale schauen, etwas in der Vergangenheit kramen, vor allem aber in die nahe Zukunft sehen. 

Wie gegen Kassel und auch Rosenheim, haben wir auch gegen Ravensburg eine ausgeglichene Saisonbilanz. Die aber womöglich gar nicht so ausgeglichen wäre, hätten wir zum Ende der Hauptrunde nicht mit einer Krankheitswelle zu kämpfen gehabt. Genau da nämlich hatten die Towerstars das einzige Saisonspiel gegen uns, in dem sie den Ton angaben. Wie aussagekräftig dieses Spiel also war, soll jede(r) gern selbst für sich bewerten.

Es ist nicht das erste Playoffduell beider Clubs. Die bislang einzige Serie liegt genau 20 Jahre zurück. Damals wie heute ging es in gewisser Weise um den Aufstieg. Damals war es das Viertelfinale der Oberliga-Playoffs nun wird es das Finale in der DEL2 sein. Unterschiedliche Etappen und Ligen, doch das Endziel war damals wie heute das gleiche. Der Aufstieg. Wir haben also die Möglichkeit, 20 Jahre nach unserem ersten Aufstieg auf Profiebene, erneut eine Premiere zu feiern. 2005 siegten wir gegen den EV Ravensburg mit 3:0 und zogen ins epische Halbfinale gegen die Hannover Indians ein. Ein so klarer Ausgang ist freilich diesmal nicht zu erwarten, obgleich so einige Zahlen doch eine klare Sprache sprechen und zumindest leise Hoffnungen schüren, dass der große Wurf gelingen kann.

Schaut man auf die vier Saisonduelle, ist vieles ausgeglichen. Anspielquoten, Schüsse, Siege, alles ziemlich auf Augenhöhe. Doch blickt man auf die Special Teams, fallen gravierende Unterschiede ins Auge, die sich teilweise auch in den Playoffs manifestiert haben.

Direkter Vergleich (Head to Head)

DEL2 Hauptrunde 2024/2025:
DRE vs. RVT
2 Siege 2
7 Punkte 5
12 Tore 13
(4/11) 36,4 % Powerplay 10,0 % (1/10)
(9/10) 90,0 % Penalty Killing 63,6 % (7/11)
102 Schüsse 109
26 Strafminuten 38
55 Blocks 67
(109/218) 50,0 % Anspiele (Bullys) 50,0 % (109/218)
(5P.) Yogan Topscorer Czarnik (6P.)

Historischer Vergleich
33 Siege 42
3 Playoffsiege 0
1 PO-Seriensiege 0

Unsere Eislöwen haben im direkten Vergleich das deutlich effizientere Über- und Unterzahlspiel, was ein absoluter Schlüssel für das Finale werden könnte. Zudem war man, klammert man das letzte Spiel aus, die deutlich defensivstärkere Mannschaft. Selbiges war auch in den Playoffs zu beobachten. Kein Team spielte so starkes Defensivhockey wie unsere Farben. Ganz anders Ravensburg. Die Towerstars leben vor allem von ihrer Offensivpower rund um die Paradereihe von Czarnik, Karlsson und Santos. Doch so toll eine durchschlagskräftige Sturmformation auch sein mag und diese wird uns definitiv deutlich mehr fordern als Kassel und Rosenheim, die Basis in den Playoffs ist eine gute Abwehrarbeit. Während Ravensburg mit 43 Gegentoren das Schlusslicht in den Playoffs bildet, thronen wir mit gerade einmal 17 Gegentoren an der Spitze. Ilja Sharipov kassierte bislang im Schnitt 3,27 Gegentore, Danny Aus den Birken nicht einmal die Hälfte davon (1,46). Im Saisonverlauf ließen die Eislöwen überhaupt nur einmal mehr als 30 Torschüsse der Oberschwaben zu, bekanntlich war dies im Grippe(n)spiel am Ende der Regular Season. 

Ausgeglichene Bullyquote, disziplinierter als der Gegner, tendenziell bessere Special Teams, dazu eine zumindest überdurchschnittliche eigene Offensive und on top ein überragender Goalie im zweiten Frühling. Die Ausgangslage könnte deutlich schlimmer sein. Zumal wir vor allem auswärts eine überragende Form gezeigt haben. Auf fünf Playoffreisen musste man lediglich 7 Gegentore hinnehmen. In der Hauptrunde gelangen übrigens beide Siege in Oberschwaben. Ganz ohne Glückshufeisen, also wie damals 2005. Schwer zu sagen, ob Ravensburg daher gegen uns tatsächlich von einem Heimvorteil sprechen mag. 

Die Subr-Schützlinge haben zumindest noch kein solches Defensivkaliber wie uns in den Playoffs vor der Nase gehabt. 3,5 Tore pro Spiel hören sich super an, doch wir haben immerhin auch 2,9 Treffer pro Partie vorzuweisen und das gegen defensivstarke Formationen wie Rosenheim und Kassel (beste Abwehr der Hauptrunde). Jeder 9. gegnerische Schuss landet bislang im Netz von Sharipov. Gegen Dresden brauchten die Teams im Schnitt über 20(!) Versuche, um Danny zu überwinden. Eine geile Offensivreihe wird also nicht reichen, um das nun signifikant zu ändern. Doch Ravensburg hat in der gesamten Saison gegen uns offensiv nicht so walten können, wie gegen offensiver eingestellte Teams. Wir werden an unserem Stil nichts ändern. Maximal Feinheiten justieren. Ravensburg kann allerdings ebenfalls Playoffhockey spielen, hat die Charaktere dazu im Aufgebot und ist vor allem eins: widerstandsfähig. Gegen Krefeld hat man bewiesen, dass selbst hohe Klatschen nichts im Kopf der Turmsterne anrichten können. Das mentale Spiel wird also durchaus spannend. 

Somit ist auch ein taktisches Duell zu erwarten. Zwei Meistertrainer (einer in der DEL2, einer in der DEL) treffen aufeinander. Der eine, unser Niklas Sundblad, schon deutlich erfahrener. Setzt sich am Ende das Offensivsystem von Ravensburg durch oder das defensivstarke Playoffhockey aus Dresden? Wir werden jetzt nicht die alte Meister-Floskel auspacken, aber sonderlich negativ schaut das für uns jetzt nicht aus. 

Der Punkt ist halt nur, dass die Theorie in jedem Spiel erst einmal auf dem Eis in die Praxis umgesetzt werden muss. Da können wir noch so optimistisch und positiv daherreden. Das Duell beginnt bei Null und die Chancen stehen 50:50.

Wir glauben dennoch, dass unser Team die bessere Einheit ist und das selbst gesteckte Ziel daher auch erreichen wird. 

Unser Serien-Tipp:
DRE (4.) 4:2 RVT (3.)


Dienstag, 25. März 2025

Ein CATegorisiertes DOGma ...

Unsere Vorschau auf das Halbfinale der Playoffs 2025!

Für manche ist es das vorweggenommene Finale, für manche ein Horrorlos, auf jeden Fall aber die ultimative Herausforderung. Dies gilt allerdings, anders als viele denken, für beide Seiten. 

Wir sind nämlich in dieser Spielzeit ganz sicher kein Lieblingsgegner der Huskies, auch wenn der Blick auf die Historie beider Clubs klar für die Hessen sprechen mag. 

Direkter Vergleich (Head to Head)

DEL2 Hauptrunde 2024/2025:
DRE vs. ECK
2 Siege 2
6 Punkte 6
13 Tore 13
(3/14) 21,4% Powerplay 11,8% (2/17)
(15/17) 88,2% Penalty Killing 78,6% (11/14)
118 Schüsse 127
37 Strafminuten 28
54 Blocks 31
(94/231) 40,7% Anspiele (Bullys) 59,3% (137/231)
(6P.) Yogan Topscorer Weidner (4P.)

Historischer Vergleich
17 Siege 31
0 Playoffsiege 0
0 PO-Seriensiege 0

Beide Teams trafen noch nie in den Playoffs aufeinander. Somit feiern wir ab Freitag eine Premiere in jeder Hinsicht. Alles ist frisch, alles ist neu und alles ist offen. Denn nicht nur der grobe Blick auf die Zahlen zeigt, dass sich beide Teams auf Augenhöhe begegnen. Dennoch nimmt Kassel natürlich als finanzieller und sportlicher Krösus der Liga die Favoritenrolle ein, die sie sich auch aufgrund des Hauptrundentitels mit insgesamt vier Zählern mehr als Dresden auf dem Konto erkämpft haben. 

Kassel kann den teuersten und qualitativ hochwertigsten Kader der DEL2 aufbieten. Sie sind ein defensivstarkes Team mit starken Torhütern, welches aber offensiv nicht gerade als Effizienzmonster bezeichnet werden kann. Sie brauchen im Schnitt sogar mehr Schüsse als wir, um ein Tor zu erzielen. Dafür sind sie aber defensiv sehr schwer zu überwinden. In der Hauptrunde hatte kein Team eine höhere Schuss-pro-Gegentor-Quote als Kassel (12,9). Doch machen wir es aktuell: In den Playoffs liegt unser Wert bei 32,0. Kassel weist ebenfalls beachtliche 21,8 auf. Die Huskies haben allerdings im Viertelfinale auch gegen die elftbeste Offensive der Liga gespielt, während die Eislöwen immerhin die sechstbeste Offensive der DEL2 mit dem gleichen Gegentorschnitt in Schach halten konnte. 

Die Qualität der Hessen wird vor allen Dingen am Anspielpunkt deutlich. Kassel stellt die mit Abstand beste Quote bei Face Offs, was wir in den vier Saisonduellen auch zu spüren bekamen. Doch trotz nur rund 41 Prozent gewonnener Anspiele, verloren wir gegen die Huskies nur ein Duell nach regulärer Spielzeit und das auch noch mit einem ersatzgeschwächten Kader von 16 Spielern, da uns eine Krankheitswelle erwischt hatte. 

Der Saisonvergleich ist absolut ausgeglichen. Auch die Schussbilanz liegt nah beieinander. Was wir in puncto Bullyquote einbüßen, holen wir über die Special Teams und die Blockqualität wieder heraus. Beide Bereiche sind jetzt nicht so unwichtig in den Playoffs, was wir im Viertelfinale eindrucksvoll unter Beweis gestellt haben. 

Die Hessen stellen das zweiterfahrenste Team der Liga. Nur Turnbull und Co. haben noch mehr Routine aufzubieten. Selbige haben beide Teams im Viertelfinale ausgespielt. Nun werden im direkten Aufeinandertreffen also die Nuancen entscheiden, wessen Traum vom Meistertitel ausgeträumt sein wird. 

Beide Teams sind unheimlich tief besetzt. Jeweils 17 Spieler konnten zweistellig scoren. Zudem können beide Mannschaften auf zwei starke Goalies bauen. Es wird kein Weg daran vorbeiführen, in DD weiterhin auf Danny Aus den Birken zu setzen, der bislang fast schon pervers gute Playoffs spielt und an frühere Karrieretage erinnert. In Kassel wird man sehen müssen, ob man für Gibson einen Importfeldspieler opfert oder wie im Viertelfinale auf Backup Philipp Maurer setzen wird, der eine starke Saison spielt, aber in den Playoffs noch nicht wirklich gefordert wurde und mit 24 Jahren sicherlich auch nicht der erfahrenste Mann auf der Position ist. 

Das Duell der beiden Defensivmächte der Playoffs wird an Intensität das Viertelfinale definitiv toppen. Beide Teams verfügen über unangenehme Spieler mit viel gritty potencial. Doch Dresden ist in der Tiefe sogar etwas stinkstiefeliger besetzt als Kassel. Matze Pischoff nimmt es als 4th-Liner mit jedem Topstar auf. Ob das nun vom spät verpflichteten David Wolf aufgefangen werden kann, ist zu bezweifeln. Eher kostet dieser den Huskies die Serie. Entscheidender sind da Akteure wie Weidner, Turgeon oder Olsen. 

Turgeon ist auch am Anspielpunkt ein Faktor und neben Garlent der stärkste Mann am Bullykreis. Hier müssen Fox, LeBlanc und Andres besser dagegenhalten als in der Hauptrunde, um die Hessen mit Scheibenverlusten zu stressen. 

Offensiv dürften die Eislöwen einen Tick stärker besetzt sein. Zehn unterschiedliche Torschützen in der ersten Runde sprechen Bände. Doch auch defensiv muss man sich mit dem besten PK der Playoffs und einigen Blockmonstern im Kader sicherlich nicht verstecken. 

Aus unserer Sicht wird in dieser Serie einzig und allein die jeweilige Tagesform entscheiden. Wer diese konstanter abrufen kann, wird am Ende weiterkommen und um den Titel spielen.

Wir sehen unsere Eislöwen ganz knapp vorn. Kassel sieht das erfahrungsgemäß anders. Doch wir haben zudem den geringeren Versagens-Druck als Kassel und gehen nicht mit der Favoritenbürde in die Serie. Seit ihrer Meisterschaft im Jahre 2016, als es noch keine Aufstiegsregelung gab, unternehmen die Huskies nun den achten Versuch, den Titelgewinn zu wiederholen. Nur zweimal schaffte man es ins Finale, in dem man dann aber jeweils den kürzeren zog. Zweimal endete der Lauf im Viertel- und zweimal im Halbfinale. Lasst uns dreimal daraus machen. 

Unser Serien-Tipp: 
DRE(4.) 4:3 ECK (1.) 

Sonntag, 23. März 2025

DD = Dresdner Defensivstärke ...

Ein Fingerzeig fürs Meisterrennen?

Abgedroschen, aber wahr. Defensive gewinnt Meisterschaften. So gesehen haben unsere Eislöwen in der Viertelfinalserie gegen Rosenheim ein Zeichen an die Konkurrenz ausgesendet, dass mit ihnen zu rechnen ist.

In allen signifikanten Defensivwerten gibt Dresden bislang den Ton an. Allerdings gehört halt auch zur Wahrheit, dass alle Teams bislang nur einen Gegner gespielt haben. Dennoch wird sich der Stil nicht grundliegend ändern. Egal, ob wir nun auf Kassel, Ravensburg, Krefeld oder Landshut treffen sollten. Lediglich Kassel vermittelt derzeit den Eindruck, wirkliches Defensivhockey spielen zu können. Alle anderen sammeln ordentlich Gegentore und machen uns daher auch nur begrenzt Sorgen. Aktuell ist die Wahrscheinlichkeit allerdings sehr hoch, dass wir auf Kassel treffen werden und uns damit eine weitere defensiv geprägte Serie ins Haus steht. Die ultimative Herausforderung. Doch unsere Werte können sich absolut sehen lassen und machen dementsprechend Mut.

Bester Goalie der Playoffs:

Danny Aus den Birken
5 Spiele
316:22 Minuten
4 Siege
5 Gegentore
0,95 Gegentore/Spiel
155 Paraden
96,88% Fangquote
1 Shutout

Beste Defensive der Playoffs:

Eislöwen
5 Spiele
4 Siege
5 Gegentore
1,0 Gegentore/Spiel
160 gegnerische Schüsse
32(!) gegnerische Schüsse/Gegentor

Bestes Unterzahlspiel der Playoffs:

Eislöwen
20 Unterzahlsituationen
0 Gegentore
100% PK-Quote

Meiste Blocks der Playoffs:

Oliver Granz
22 geblockte Schüsse

Bestes Defensiv-Rating (Plus/Minus):

Tariq Hammond
+6 Rating

Lasst uns heute einen entspannten Sonntag verleben und uns dann so langsam auf den nächsten Freitag freuen, wenn es heißt: Playoff-Halbfinale! Wir müssen uns vor keinem Gegner verstecken.

Donnerstag, 6. März 2025

Alles auf Null ...

Unsere Vorschau auf die Playoffs 2025!

Unsere Eislöwen treffen ab 12. März im Viertelfinale der DEL2 Playoffs 2025 auf die Starbulls Rosenheim. Vierter gegen Fünfter. Das verspricht eine enge und hart umkämpfte Serie zweier völlig unterschiedlicher Spielstile.

Wir schauen mit euch schonmal voraus auf das Duell gegen die Sternbullen, ohne aber den kurzen Blick zurück zu vernachlässigen. Zunächst die nackten Zahlen der aktuellen Saison und der historische Vergleich in der Übersicht.

Direkter Vergleich (Head to Head)

DEL2 Hauptrunde 2024/2025:
DRE vs. SBR
2 Siege 2
7 Punkte 5
10 Tore 10
(2/5) 40% Powerplay 15,4% (2/13)
(11/13) 84,6% Penalty Killing 60% (3/5)
130 Schüsse 112
34 Strafminuten 18
51 Blocks 57
(103/219) 47% Anspiele (Bullys) 53% (116/219)
(3P.) Gorčík Topscorer Vollmayer (5P.)

Historischer Vergleich
22 Siege 20
1 Playoffsiege* 4
0 PO-Seriensiege* 1

* Die einzige Playoff-Serie beider Teams fand in der Saison 2013/2014 im Playoffviertelfinale statt. Damals war Rosenheim 2. und wir gingen als 7. in die Playoffs. Wir gewannen überraschend Spiel 1 an der Mangfall, verloren dann aber vier Spiele in Reihe und schieden letztlich verdient gegen den damaligen Favoriten aus. Für das jetzige Duell hat eine Serie vor 11 Jahren allerdings wirklich null Aussagekraft.

In den letzten acht ausgespielten Endrunden (Playoffs) der DEL2 ist übrigens immerhin zweimal (25%) der Tabellenvierte Meister geworden (Kassel 2016, Bietigheim 2021).

Mit diesem Mutmacher gehen wir ein wenig in die Tiefe. Insgesamt sind die Zahlen zwischen beiden Teams recht ausgeglichen, doch schon ein Blick auf die Stats genügt, um die Unterschiede im Spiel zu erkennen. 

Rosenheim spielt einen defensiven Stil, eine Art Trapvariante, mit der sie ihre Gegner quasi überfallen und überrennen wollen. Daher verwundert es auch nicht, dass wir deutlich mehr Torschüsse und weniger geblockte Schüsse vorweisen. Wir werden in dieser Serie das spielstärkere und offensivere Team sein, allerdings wahrscheinlich deutlich taktischer agieren als in den Hauptrundenduellen. 

Rosenheim ist ein Verteidigungsmonster. 12,4 Schüsse des Gegners pro Torerfolg sind der zweitbeste Wert der Liga. Lediglich Kassel ist noch schwerer zu knacken. Wir liegen dahingehend bei 10,7 Schüssen pro Gegentor, was immerhin auch überdurchschnittlich für DEL2-Verhältnisse ist. In Bezug auf die Effizienz im eigenen Abschluss nehmen sich beide Teams nicht viel, auch wenn Rosenheim um 0,4 Schüsse besser abschneidet. Im direkten Vergleich schlug in der Hauptrunde die Effizienz aber deutlich für den Viertelfinalgegner aus. 13:11,2. Das muss sich in den Playoffs ändern. Wie?

Mit unserem Forecheck sind wir ligaweit gefürchtet und können damit ebenfalls Gegner überfallen. Daher wird das Duell vor allem im Transition Game in der neutralen Zone entschieden. Natürlich werden auch die Special Teams eine Rolle spielen. Dresden zuletzt im Powerplay zu umständlich, harmlos und viel zu langsam im Aufbau und Zone Entry. Da hat auch die Rückkehr von David Rundqvist nichts verbessert. Am besten funktionierte da noch David Suvanto, der das Team mehrheitlich in die Aufstellung bringen konnte. Alle Spieler müssen hier einfach mindestens eine Schippe drauflegen und nach der Krankheitswelle die Pause nutzen, um wieder auf 100% zu kommen. Dann, aber nur dann werden die Special Teams ein Plus für Dresden sein. Gut ist, dass Niklas Sundblad voraussichtlich erstmals auf den gesamter Kader zurückgreifen kann und daher auch im Powerplay eine perfekt harmonierende Squad installieren kann, was zuletzt aufgrund der Krankheitswelle nie möglich war. 

Die Starbulls sind ein recht diszipliniertes Team. Typisch für Defensivsysteme. Wir müssen also die richtige Mischung aus Playoffhärte und Cleverness finden, um den Stier bei den Hörnern zu packen. Gerade Stockfouls werden in dieser Spielzeit sehr konsequent geahndet. Also gilt: Schlägerkontrolle behalten und auf kleine Schläge und Stiche verzichten, ebenso keine mehrfachen Klammereinlagen. Dafür darf gerne das Radio angestellt werden. Trashtalk: Feuer frei. Wir haben genügend Talente dafür im Team.

Zudem haben die Eislöwen in der Breite deutlich mehr Erfahrung in Sachen Playoffs und Meisterschaften aufzuweisen. Das kann ausschlaggebend sein. Allerdings nur, wenn die Routiniers auch ihr Toplevel abrufen können. Dies gilt auch für den Anspielpunkt. Rosenheim ist eine Macht am Bullypunkt. Wir benötigen eine höhere Anspielquote, um nicht zu viel Kraft für die Rückgewinnung der Scheibe zu verschwenden. Hier müssen also Spieler wie LeBlanc, Turnbull, Fox, Yogan, Andres oder auch Wahl und Postel die wichtigen Face Offs holen. Gerade Andy und Posti haben da bislang ausbaufähige Quoten. 

In Sachen Scoring sind wir tiefer besetzt, meint man, doch die Starbulls weisen 9 Torjäger mit 10 oder mehr Toren und 8 Scorer mit 20 oder mehr Scorerpunkten auf. Wir haben zwar gleich 10 Scorer mit 20 oder mehr Scorerpunkten, doch beim Toreschießen lassen sich nur 6 Eislöwen mit zweistelliger Ausbeute finden. Wenn man allerdings dann erwähnt, dass LeBlanc, Andres und Suvanto bei 9 Treffern stehen, relativiert sich vieles wieder. Dennoch sieht man, warum beide Teams offensiv nur fünf Tore Differenz aufweisen. Der Topscorer der vier Hauptrundenduelle war mit Maximilian Vollmayer natürlich ein Verteidiger der Starbulls mit einem Tor und vier Vorlagen. Doch Vollmayer fehlte in den letzten beiden Duellen und befindet sich nach langer Verletzungspause derzeit noch im Aufbautraining. Man darf also gespannt sein, ob das Eislöwen-Kryptonit pünktlich zu den Playoffs zurückkehrt. Bei den Eislöwen hatte vor allem Sebastian Gorčík einen guten Lauf gegen die Bayern. 

Auf der Torhüterposition haben die Bayern mit Oskar Autio nicht nur eine Shutout-Maschine, sondern den wohl besten Goalie der Liga im Aufgebot. Dieser macht die schwächere individuelle Klasse im Teamverbund oftmals wett. Den Rosenheimern gelangen mit ihm auch die beiden Siege zu Beginn der Saison gegen uns. Dabei wurde er nur von 2 der 79 Schüsse überwunden. Bei uns konnte Danny Aus den Birken die zwei Siege gegen Rosenheim festhalten. Rosenheim konnte dabei nur 2 von 52 Schüsse an Danny vorbeibringen. Daher ist trotz der aktuellen Formkurve zugunsten von Schwendi mit einem Start von Danny Aus den Birken zu rechnen. Im Normalfall hat Rosenheim aber so oder so die Nase leicht vorn, wenn es um den Schlussmann geht. Allerdings hat Rosenheim nicht so viel Qualität hinter Autio wie wir. Deshalb wurde mit Cody Porter noch einmal ein Goalie nachverpflichtet, um gegen Ausfälle von Autio gewappnet zu sein. Die Eislöwen täten gut daran, das Tor und damit den Slot massiv zu attackieren und Goalie + Verteidiger keine Zeit und Ruhe zu geben. Zermürbungstaktik ist Trumpf. Wir können eine sehr intensive Mannschaft sein, die über viel Grit verfügt. Diese Waffe darf gerne inflationär zum Einsatz kommen.

Offensiv und defensiv sollten wir qualitativ besser besetzt sein. Aber die Papierform muss halt in eine Topform auf dem Eis umgewandelt werden. Der Trend spricht da zwar vielleicht für Rosenheim, doch die Erfahrung unserer Mannschaft könnte dies direkt egalisieren. Sowieso gilt: die Vergangenheit zählt gar nichts, wenn am 12. März der Puck fällt. 

Beide Clubs haben erfahrene DEL-Trainer hinter der Bande und werden sich taktisch auf höchstem Niveau begegnen. Daher wird letztlich alles durch die Akteure auf dem Eis und durch die oft zitierten Kleinigkeiten entschieden. Bringen wir unsere PS aufs Eis, gehen wir auch als Sieger hervor und erreichen erstmals seit 2019 wieder ein Halbfinale in den DEL2 Playoffs. Wenn nicht, wird es verdammt schwer gegen eine unangenehme Starbulls-Truppe. In den ersten beiden Spielen müssen wir direkt da sein und abliefern. Gelingt uns das, wird das Team daran wachsen und wieder in einen positiven Lauf kommen. Dann ist sogar das Dreckige Dutzend, also 12 Siege, keine Utopie.

Unser Serien-Tipp: 
DRE(4.) 4:2 SBR (5.) 

Samstag, 14. Dezember 2024

Yogan statt Drogen ...

Seit dem November-Break läuft es!

Es gibt nur ein Team, welches nach der Länderspielpause einen besseren Punkteschnitt pro Spiel aufweisen kann, als unsere Eislöwen. Genau. Popieschs Pinguine. Doch während die bis zum gestrigen Freitag ohne große Verletzungssorgen auf der Siegeswelle nah am Optimum surften, haben wir trotz vieler Widrigkeiten und Kinderkrankheiten fast den gleichen Output erzielt. Also Leute, wenn ihr auf Suchtmittel steht, gönnt euch jede Woche Eishockey. Ist deutlich gesünder als andere Drogen.

Disziplin ist ein Thema (118 Zwei-Min.-Strafen = P2), Konstanz im Spiel sicher auch. Aber auch drei bis acht Ausfälle, die man seit Saisonstart kompensieren musste, haben in die Rechnung einzufließen. Seit Restart nach der D-Cup-Pause haben wir 24 von 33 möglichen Punkten geholt. Kein Team holte mehr. Auch Krefeld nicht, aber die hatten auch zwei Partien weniger zu absolvieren. 

Der Motor läuft heißer. Vor allem auch dank Andrew Yogan, der wohl bald den Goldhelm übernehmen wird, wenn er seine Scoring-Pace (Momentan fast 1,4 Punkte/Spiel) so beibehält. Damit würde er sogar der ersten Krefelder Sturmreihe Konkurrenz machen. Doch für einen Lauf, wie ihn die Eislöwen zuletzt hatten, braucht es schon ein ganzes Team. Mit 40 Toren in 11 Partien sind wir zuletzt deutlich treffsicherer als zu Beginn der Saison gewesen und stehen defensiv zudem weiterhin stabil, wenn, ja wenn nicht diese regelmäßigen Turnover und die damit verbundene Konteranfälligkeit wären, die uns oftmals das Momentum killen.

Die Special Teams performen seit November richtig gut. 9 der bislang 21 Powerplaytore gelangen allein in den letzten 11 Partien. Hinzukommen 4 Shorthander. Damit sind wir mittlerweile auch das torgefährlichste PK-Team der Liga, also hinter den Frackwatschlern vom Niederrhein. 

Die Face-Off-Quote ist ausbaufähig, aber immerhin leicht im Plus. Das wohl drastischste Upgrade ist aber in der Effizienz zu verbuchen. Auf die gesamte Saison gesehen, benötigen wir 11,1 Schüsse für einen Treffer, doch seit dem November-Break brauchen Yogs und Co. im Schnitt nur noch 8,7 Schüsse, um ein Tor zu erzielen. Das hat fast Krefeld-Niveau. Zudem haben die Gegner mehr Mühe zu treffen. 11,2 Schüsse sind mittlerweile notwendig, um uns zu überwinden. Noch nicht überragend, aber ein deutlich besserer Wert als zum Saisonstart. 

Ein weiter entscheidender Faktor ist die starke Performance von Janick Schwendener, der zuletzt quasi Alleinunterhalter im Kasten war, nachdem Danny verletzungsbedingt fehlte. In 9 der 11 Partien seit der Pause stand Schwendi zwischen den Pfosten und hielt 6 Siege fest. Dabei gelang ihm ein Shutout und er überzeugte mit einer konstant starken Fangquote von 91,6 %. Mit 2,0 Gegentoren pro Spiel gibt er damit der Mannschaft die Chance, die Spiele potenziell mit drei Treffern zu gewinnen.

Abschließend auch ein Dank an die Eislöwenfans. Seit Mitte November besuchten im Schnitt 3.300 Zuschauer die Heimspiele unserer Jungs. In der gesamten Spielzeit konnte man bereits 8x mehr als 3.000 Zuschauer begrüßen. Dies war in der Vergangenheit nie der Fall. Gerade zum Saisonstart musste man sonst teilweise sogar dürftige Besuche von weniger als 2.000 Fans hinnehmen. Diese Zeiten sind endlich vorbei. Auch weil die Sponsoren große Kartenkontingente einkaufen und ihre Mitarbeiter mit etwas Eislöwenliebe anstecken. Die Zahlen gehen in die richtige Richtung, auch wenn die Kurve oftmals noch viel zu leer und leise ist. Doch an zweiterem muss jede und jeder selbst arbeiten. 

Unsere Eislöwen sind derzeit übrigens auf Rekordkurs. Aktuell liegt man genau einen Zähler hinter der Eislöwen-Rekordhauptrunde 2021/2022. Gute Aussichten und ein Grund mehr, bei jedem Heimspiel dabei zu sein und/oder das Team in der Fremde zu unterstützen. 

Wir sehen uns morgen, gut gelaunt, in unserem Wohnzimmer. Auf geht's Löwen, kämpfen und siegen.

Dienstag, 8. Oktober 2024

(Zähl-)Bares nichts Rares ...

Eislöwen verkleiden sich als Punktehamster!

In acht von neun möglichen Fällen generierten unsere Eislöwen bislang Einzahlungen auf ihrem Punktekonto. Bei aller Kritik an gewissen Punkten im Spiel, ist dies ein hohes Gut und sehr positiv zu bewerten. Denn in der Hauptrunde dreht sich letztlich alles um Punkte. Gerade am Anfang gilt es vor allem, fleißig Punkte einzusammeln.

Natürlich kann man sagen, es hätten schon 6 Punkte mehr sein können, aber andererseits vielleicht auch 5 weniger.

Wir stehen unter den Top 3 und sind so gut gestartet wie selten zuvor. 2015/2016 brachten wir es mal auf 19 Zähler nach 9 Partien. Wir sammeln derzeit 1,89 Punkte pro Spiel ein. Würde man diese Quote beibehalten, wären das am Ende der Hauptrunde 98 Punkte. Für die Top 4 werden in dieser engen Liga wohl ca. 82-88 Punkte notwendig sein. Wir sind also, statistisch betrachtet, auf einem sehr guten Weg, dürfen aber, wie so ziemlich jedes Team, spielerisch noch zulegen. Derzeit am überzeugendsten agiert Landshut, aber auch die haben nicht mehr Punkte einsammeln können.

Platz 1 und 9 trennen aktuell lächerliche 2 Pünktchen. Allerdings ist momentan vor allem wichtig, sich einen kleinen Puffer auf die kritische Zone herauszuarbeiten. P11 ist derzeit 5 Punkte zurück. Ein guter Anfang ist also gemacht und nun gilt es, darauf aufzubauen und einen Steigerungslauf hinzulegen, bei dem man die Rückschläge so gering wie möglich hält.

Dienstag, 24. September 2024

Sgladschdglei ...

Ar keenen Beifall!

Der letzte Sonntag hat einem so manche unangenehme Erinnerung in den Kopf katapultiert und es fiel uns wieder ein: Unsere Eislöwen haben ein besonderes Faible für Auswärtsklatschen (zuhause gab es auch bittere Vorführungen) entwickelt. Man könnte sagen, Dresdner Auswärtsklatschen haben mehr Tradition als unsere Erzrivalen.

Wir haben uns mal die Mühe gemacht, man könnte auch sagen gequält, und alle bisherigen Zweitliga-Spielzeiten (Hauptrunden) unserer Eislöwen nach Niederlagen mit vier oder mehr Toren Unterschied durchforstet. Diese Saison mitgerechnet, gab es in jeder der 19 Spielzeiten mindestens ein solches Auswärtsspiel. Heimspiele haben wir mal ausgespart.

Dabei haben sich vor allem die Clubs aus Baden-Württemberg als rotes Tuch erwiesen, aber auch die Derbyrivalen und die Niederbayern haben sich immer wieder hervorgetan. Schwenningen, Bietigheim und Ravensburg haben unsere Jungs in steter Regelmäßigkeit verprügelt. Selb dagegen gelang dies erstmalig, nachdem wir zuvor mit einer größeren Ansammlung an Kantersiegen gegen sie geglänzt hatten (8:1, 7:2, 6:0, 6:2, 5:0). 

2024/2025 7:0 SEL
2023/2024 7:3 EPC
2022/2023 9:1 RVT
2021/2022 5:1 FRA
2020/2021 8:1 ESV
2019/2020 7:1 FRB, 7:3 ECK, 9:2 HNF
2018/2019 8:1 RVT, 11:4 EPC, 6:2 ECN, 6:2 LFX, 6:1 FRA, 6:1 EPC, 6:2 ECK
2017/2018 7:2 BTT
2016/2017 7:2 BIE 
2015/2016 5:1 ESV, 6:2 EPC
2014/2015 8:4 RVT
2013/2014 6:1 BIE, 7:2 BIE
2012/2013 6:0 SCR, 10:2 SWW, 5:1 LFX
2011/2012 8:4 ESV
2010/2011 6:1 FTP
2009/2010 9:2 SWW, 5:0 LFX, 7:1 EVL
2008/2009 8:2 ECT, 5:1 SWW, 5:1 RVT, 8:3 EVL
2006/2007 6:1 SWW, 5:1 SWW, 10:4 WOB 
2005/2006 5:1 BIE, 6:1 SWW, 5:1 FRB, 8:3 FTP, 7:1 ESS

In der klatschenreichsten Spielzeit 2018/2019 standen wir übrigens letztmals im Playoff-Halbfinale, was zeigt, wie wenig Aussagekraft diese Einzel-Ergebnisse letztlich für eine ganze Saison haben.

42 Auswärts-Klatschen setzte es in 19 Jahren Zweitligazugehörigkeit (Nur Hauptrunde) für uns. Zuletzt ist das Aufkommen bereits signifikant rückläufig gewesen. Wir sind uns aber sicherlich einig, dass wir auf jede weitere Klatsche liebend gerne verzichten. 

Damit haken wir den vergangenen Sonntag endgültig ab und richten den Blick nach vorne. Auf geht's Löwen.

Montag, 16. September 2024

Selten so gut ...

Eislöwen starteten in den letzten zehn Jahren nie besser!

Wenn man jetzt noch einmal an den letzten Freitag denkt und was wir da haben liegenlassen, könnte der eine oder andere geneigt sein, sich in den Allerwertesten zu beißen, doch auch so sind unsere Eislöwen so gut gestartet wie selten zuvor.

Wir haben für euch die letzten zehn Auftaktwochenenden beleuchtet. Vor dieser Saison lag unser Punkteschnitt der letzten neun Jahre bei 2,11 Punkten. Jetzt haben wir gleich vier Punkte eingesackt und ja, es hätten sogar sechs sein können.

Spiele: 2
Punkte: 4
Siege: 1
Tore: 7
Gegentore: 5
Strafminuten: 14 (7,0/Sp.)
Überzahl: 60,0 % (3/5)
Unterzahl: 83,3 % (5/6)
Special-Teams-Effizienz: 143,3 %
Schüsse: 57
Schussquote: 12,3 % (8,1 Schüsse/Tor)
gegn. Schüsse: 55
gegn. Schussquote: 9,1 % (11,0 Schüsse/Tor)
Blocks: 31 (15,5/Sp.)
Paraden: 50
Fangquote: 90,9 %
Bullyquote: 53,7 % (65/121)

Nur einmal in den letzten zehn Jahren starteten wir genauso erfolgreich. 2021. Danach folgte die beste Hauptrunde unserer Zweitligageschichte. Lediglich zweimal erzielten wir zum Zweitligaauftakt überhaupt eine höhere Punktzahl. Logisch also, dass wir das als gutes Omen betrachten, aber natürlich nicht überbewerten. Wir müssen immer schön die Bodenhaftung wahren. Dresden ist traditionell einfach kein Standort für Frühform und erfolgreiche Starts, doch diesem Team ist genau das zuzutrauen und anders als im Vorjahr diese Form auch zu konservieren. 

Wir glauben an diese Mannschaft und hoffen, dass sie schnell ihren Rhythmus findet. Die Anlagen sind definitiv vielversprechend. 


Mittwoch, 25. Oktober 2023

Viertel Eins ...

Die Analyse des ersten Hauptrundenviertels!

Gestern haben wir noch über die miese Vorbereitung geschimpft und heute liegt bereits der 13. Spieltag hinter uns. Zeit, um mal auf das bisherige Geschehen einzugehen und ein wenig zu analysieren, wo wir im Ligavergleich, aber auch im Vergleich zu den letzten beiden erfolgreichen Hauptrunden stehen. Habt ihr etwas Zeit mitgebracht? Ja? Guuut. Dann legen wir los. 

Statistisch:

Unsere Eislöwen belegen nach dem ersten Saisonviertel den fünften Platz. Mit 21 Punkten hat man damit besser abgeschnitten als im Vorjahr und nur zwei Zähler weniger eingefahren als in der Rekordhauptrunde 2021/2022. Mit sieben Siegen hat man zudem eine positive Siegbilanz erzielt. Dies war allerdings auch die Mindestvorgabe der sportlichen Leitung um Matthias Roos. Wenn man bedenkt, dass man bereits nach sechs Spieltagen fünf Siege auf dem Konto hatte, relativiert dies natürlich den jüngsten Verlauf, doch gesamtheitlich betrachtet, ist diese Liga so ausgeglichen wie nie zuvor und es scheint derzeit undenkbar, dass ein Team derart enteilen könnte wie zuletzt die Kassel Huskies. 

Die Eislöwen haben im Vergleich zum Vorjahr ihr Penalty Killing auf ein ganz anderes Niveau gebracht. Zählte man in den letzten beiden Jahren durchaus zu den besseren Teams in Unterzahl, ist man nun die unangefochtene Nummer eins. Lediglich Krefeld, das Feinstaubviertel und Kassel können annähernd ähnliche Werte vorweisen. Zwei Gegentore in 44 Unterzahlsituationen = Irre. Hinzukommt, dass die Eislöwen zu den fairsten Teams der Liga zählen und nur 7,7 Strafminuten pro Spiel verursachen. Somit wird die Unterzahl im Normalfall kräftemäßig nicht überbeansprucht. Dies ist durchaus ein entscheidender Faktor für die herausragende Quote.  

Doch dafür hakt es im Überzahlspiel. Wir reden gar nicht einmal von der Produktivität, denn rund 21% erfolgreiche Powerplays sind absolut solide. Problematisch ist aber, wie anfällig man sich für Gegentore bei numerischer Überzahl zeigt. Vier Shorthander der Gegner musste man bereits hinnehmen. Lediglich Kassel kassierte mehr. Noch deutlicher wird die Anfälligkeit, wenn wir auf die vergangenen beiden Hauptrunden schauen. 22/23 kassierten wir keinen einzigen Shorthander und 21/22 waren es insgesamt deren drei. Das heißt, wir haben jetzt binnen 13 Spielen bereits mehr Shorthander kassiert, als zuvor in 104 Ligapartien. Hier muss einfach eine andere Absicherung an der blauen Linie her, zumal unsere Blueliner nicht zu den schnellsten Spielern im Backcheck gehören. 

Optisch hat man allgemein im Angriffsspiel immer wieder ein Gefühl der Umständlichkeit und des Chancenwuchers. Doch statistisch betrachtet waren die Eislöwen in den letzten zwei Jahren selten so effizient wie aktuell. Im Vergleich zu den Vorjahren benötigt man deutlich weniger Schüsse für ein Tor (10,1). Damit reißt man zwar noch keine Bäume aus, doch zeigt trotz des Abgangs von Jordan Knackstedt offensiv mehr Durchschlagskraft als in der Vorsaison. Klingt komisch? Ist aber so. 

Zudem ist man eines der wenigen Teams, welches nicht von einem Torjäger abhängig ist. Die Eislöwen können 13 unterschiedliche Torschützen aufweisen. Gleich acht Akteure haben drei oder mehr Tore erzielt. Zum Vergleich: Kassel lebt derzeit von Valenti und Keck, die für 19 der 39 Treffer verantwortlich sind. Das Konzept des tiefen Kaders mit vier gleichwertigen Reihen geht also durchaus auf, zumal Schlüsselspieler wie David Rundqvist nun deutlich mehr Eiszeit bekommen, als noch mit Knacki im Kader. Das macht sich auch im Scoring bemerkbar. Im Vorjahr brauchte Rundqvist noch 19 Einsätze, um 12 Scorerpunkte zu erreichen. Dieses Mal genügten ihm 13 Partien. Rechnet man das in Eiszeit um, ist das ein enormes Upgrade. Doch wir gehen später noch auf die Tiefe ein, die durchaus etwas verfälscht wird.

Hilfreich ist auch, dass ein Dani Bindels zügig seine Rolle gefunden hat und nun als der von uns erhoffte Torjäger agiert. Mit derzeit sechs Treffern und acht Scorerpunkten hat er Vlad Filin zumindest sportlich mehr als gleichwertig ersetzt. Ähnlich schaut es bei Niklas Postel aus, der immer mehr in eine Leaderrolle schlüpft. Auch bei Lukas Koziol darf man durchaus überrascht sein, wie gut ihm die Rückkehr auf DEL2-Niveau gelungen ist.

Doch natürlich gibt es auch Baustellen. Schaut man auf die Goaliestatistiken, würde niemand auf die Idee kommen, doch so gut Pascal Seidel eingeschlagen und die Furcht mancher, ob er einen Neffin adäquat ersetzen könnte, direkt mit Leistung weggewischt hat, so verwundert schaut man auf Janick Schwendener. Die Zahlen passen, doch fünf selbst verschuldete Gegentore bei insgesamt nur 16 Gegentreffern lassen einen nachdenklich stimmen. Der Inbegriff von Konstanz in den letzten beiden Hauptrunden hat bislang seinen Rhythmus nicht gefunden. Immer wieder unterlaufen ihm kapitale Böcke, obwohl er ansonsten wie üblich 100%ige vereitelt. Wir denken, es ist eine Frage der eigenen Sicherheit und da spielen einige Dinge rein. Neues System und Abwehrverhalten, ein starker Backup, zu Beginn ein krankheitsbedingtes Fehlen und dadurch ein fehlender Rhythmus, der natürlich auch nicht aufkommt, wenn man gefühlt in jeder Partie den Goalie wechselt bzw. wechseln muss. Hier braucht es einfach jetzt mehr Konstanz und Ruhe. 

Eine weitere Baustelle ist die Defensive. Verlässliche Defensivspieler wie Nicklas Mannes und Arne Uplegger sitzen immer wieder auf der Tribüne oder zuhause, während Stürmer Vincent Hessler verteidigt, was er keinesfalls schlecht macht und wir verstehen auch den Ansatz des spielstarken Verteidigers. Doch da man mit Nils Elten bereits einen aktiven Turnover-Produzenten hat (versteht uns nicht falsch: er bringt gute Leistungen, doch ist natürlich noch fehleranfällig), tut ein Zweiter dem allgemeinen Befinden nicht gut. Es sind immer wieder die Scheibenverluste im Aufbau in der eigenen Zone oder an der blauen Linie, die schnelle und simple Gegentore verursachen. Es ist ja nicht so, dass die Eislöwen defensiv schwach wären. Im Gegenteil. Man lässt weniger Großchancen zu als in den vergangenen Jahren, doch dafür schießt man viel zu viele "Eigentore". Die Fehlerquote muss runter und wir sind guter Dinge, dass dies automatisch passieren wird, wenn das Team dann irgendwann instinktiv im System spielt und nicht mehr nachdenken muss. 

Offensiv funktionieren die Topstürmer und auch die Offensivverteidiger sehr gut. Alle Schweden sind gut in Schuss, doch es gibt eben auch Sorgenkinder. Tomas Andres war ohne seine zwei Lieblingsschweden lange Zeit in einer unproduktiven Reihe zu finden und konnte selten brillieren. Zuletzt half ihm die Reihenumstellung sehr. Sein Bullyspiel ist aber immer noch unbefriedigend. Acht Spieler mit mehr als drei Treffern klingt super und ist es wie oben erwähnt auch, doch die Kehrseite gibt es auch. Mrazek, Kiedewicz, Drews, Saakyan, Baßler, Petersen und Pischoff kommen zusammen nur auf vier Treffer. Gerade Rückkehrer "Schorsch" Saakyan hat bislang Schwierigkeiten, sich im System zurechtzufinden und Einsatzzeiten zu bekommen, obwohl er in der Vorbereitung vielversprechende Ansätze zeigte. An Marco Baßler scheiden sich die Geister. Er ist ein Kämpfer vor dem Herren, in Fore- und Backcheck Gold wert, somit auch ein guter PK-Spieler, doch da er viel Eiszeit, auch in der Offensive bekommt, erhält er eben auch viele Torchancen, strahlt jedoch keinerlei Torgefahr aus. Wir würden ihm mal ein Spiel wünschen, wo alle Dinger fallen, egal wie. Doch er ist nicht der einzige, bei dem offensiv nichts reingehen will. Die Liste ist lang und weiter oben bereits aufgeführt. Bindels kommt bei 26 Schüssen auf sechs Tore, Baßler bei 19 Schüssen auf null. Bottom Line sind es sogar 80 Schüsse für 4 Tore. Der Abstand zu den Topschützen ist dahingehend zu groß und zeigt auf, dass die Tiefe im Kader zumindest bei der reinen Effizienz im Abschluss dann doch wieder trügerisch erscheint und derzeit lediglich statistisch existiert.

Apropos Statistik. Statistiken sind in der DEL2 grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen, da es kein professionelles System der Erfassung gibt und die Genauigkeit der Angaben von Standort zu Standort variieren. Doch unabhängig davon stimmt uns die Face-off-Statistik bedenklich. Die Eislöwen gewinnen derzeit deutlich weniger als 50% ihrer Anspiele. Einzig David Rundvist ist im annehmbaren Bereich. Überraschend schwach ist die Quote bei Tomas Andres, der in den letzten Jahren zu den besten der Liga gehörte. Hier müssen die Zahlen definitiv nach oben, da jede gewonnene Scheibe Spielkontrolle bedeutet und uns weniger dazu zwingt, Jäger zu sein, auch wenn wir gute Puckjäger sind. Es kostet zu viel Kraft und Zeit, die uns dann oftmals offensiv fehlt. 

Beste Scorer:
Rundqvist (12), Porsberger (11), Suvanto/Bindels/Karlsson (je 8)

Beste Torschützen:
Bindels (6), Rundqvist/Karlsson, Knobloch (je 4), Porsberger/Suvanto/Postel/Andres (je 3)

Beste Vorbereiter:
Rundqvist/Porsberger (je 8), Hessler (6), Suvanto (5)

Bestes Rating:
Uplegger/Petersen/Knobloch (je +2), Mrazek (+1), Hendreschke* (0)

*nur zwei Einsätze bislang

Strafbankkönig:
Andres (13), Elten (10), Porsberger/Karlsson/Hessler (je 8)

Bullyquote: (mind. 30 Anspiele)
Rundqvist (48,3%), Postel (44,4%),  Andres (40,2%)

Beste Fangquote:
Schwendener (92,0%),  Seidel (91,1%)

Meiste Paraden:
Schwendener (184), Seidel (173)

Schade ist, dass es in der Liga keinerlei Check- und Blockstatistik gibt. Gerne würden wir auch darauf schauen, denn diese Zahlen hätten durchaus eine hohe Relevanz für Erfolg und Misserfolg. 

Taktisch:

Schauen wir mal gemeinsam auf das System und dabei bringt es sicher jetzt nichts, wirklich in jedes Detail zu gehen, da die wenigsten wirklich Einblick in die Idee haben, doch richtig auffällig ist beispielsweise unser Forecheck. 

Natürlich war dieser auch unter Andi Brockmann bereits ein wichtiges Element und Grundlage für den Erfolg, doch wird dieser nun anders gespielt. Aggressiv? Ja! Doch ohne klassische Rollenbilder. Hilft euch ein Quervergleich zum Fußball? Man nehme das Kloppsche Pressing der Stürmer in der Front Zone und adaptiere dies auf das Eishockeyfeld. Gönnt euch mal den Taktiktalk von Klopps Co-Trainer Pep Lijnders zum 4:0 gegen Barcelona im CL-Rückspiel 2019 auf Youtube (Format: Masterclass) und ihr bekommt einen kleinen Eindruck, welche Pressingarbeit die Stürmer leisten müssen. Aber zurück zum Hockey. Normalerweise ist der Mittelstürmer der F1, der den Forecheck anführt und als erster den Puckführenden attackiert, doch jetzt ist es immer der Spieler, der dem Spielgerät am nächsten ist, was nicht zwangsläufig der Mittelstürmer sein muss. Mit Jordan Knackstedt wäre das beispielsweise schwer spielbar, da er kein guter Forechecker ist. Es ist ein organisiertes, systematisches Chaos, bei dem der Gegner nie wirklich weiß, wer ihn gleich anlaufen wird. Zudem ist der Forecheck nicht nur darauf ausgelegt, Turnover zu produzieren oder den Aufbau zu erschweren, sondern immer die Scheibe zu erobern und eine direkte eigene Torchance zu erarbeiten. Wie gut das funktionieren kann, hat man in dieser Spielzeit bereits mehrfach erleben können, auch wenn aufgrund unserer Chancenverwertung bislang nicht immer der gewünschte Ertrag entstanden ist. Diese Form erfordert allerdings ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und Konzentration, um immer zu wissen, wer man gerade ist und welche Rolle man gerade ausfüllt. Diese ist nämlich nun im ständigen Wandel, je nach Position und Zone. Man kann sich die Stürmer im Forecheck als Drei-Knoten-Linie denken, die je nach Position zum offenen Dreieck mutiert, welches individuell zu Gegner und Spielgerät verschiebt. Ist dann mal ein Verteidiger in der Dreier-Konstellation, muss ein Stürmer den D1 oder D2 mimen, bis man den Puck gewinnt oder defensiv switchen kann. Wenn wir falsch liegen, lassen wir uns gerne berichtigen, doch so haben wir es bislang verstanden und ausgemacht.

Spannend ist auch unser Spielaufbau nach Scheibengewinn in der eigenen Zone, der bislang aber leider noch zu oft zu Turnover-Situationen führt. Das Ziel ist, sofern der Slot frei von Gegnern ist, zentral aufzubauen, also oftmals aus dem Scheibengewinn aus der Ecke oder hinter dem Tor heraus, nicht außen rauszuspielen, sondern die zentrale Bahn, die oftmals nicht offensiv verteidigt wird, zu nutzen und schnell aus der Zone herauszuspielen. der sogenannte Breakout. Leider machen wir das aktuell auch oftmals, wenn sich Gegner im Slot befinden und dies sorgt dann dafür, dass wir kollabieren und klare Chancen für den Gegner kreieren. Alles eine Frage der Wiederholung und Routine, die hoffentlich bald einsetzt. 

Spannend ist auch die Idee, in der offensiven Zone mit unseren technisch und läuferisch starken Spielern immer wieder zu cyclen, also zu kreisen. Viele erinnern sich noch an David Musial. Der kreiste gerne alleine und fuhr seine Runden, doch natürlich kreisen im Idealfall alle Angreifer, während die Defender die Absicherung geben und immer zur Sicherheit zum Kreis ihren Standpunkt verlagern. Schaut man sich beispielsweise Rundi, Porsche und Andy an, ist es mitunter traumhaft, wie die drei miteinander arbeiten und den Gegner "einkreisen". So entstehen gute Spots im äußeren oder inneren Slot, um frei abzuschließen. Man könnte es auch als Tornado bezeichnen, der über die Gegner jagt und sie bzw. deren Ordnung zerstört. 

Im Powerplay spielen wir aus unserer Sicht überwiegend ein variables 1-3-1. Ein Stürmer am Tor, der vor allem als Screen dienen und dem Goalie die Sicht nehmen soll, aber auch immer mit dem Slotspieler tauschen kann. Dieser befindet sich im Raum zwischen Center und Blueliner, um für Unruhe und eine weitere Passoption zu sorgen. Der Blueliner ist zunächst Verteiler, quasi Quarterback oder Flipper, der die Scheibe schnell auf die Außen weiterverteilt, die für Bewegung sorgen und im Idealfall zum Schuss freigespielt werden sollen, während der Goalie noch aus der Position ist. Es hängt also viel vom Tempo und der Genauigkeit im Zusammenspiel ab. Der Außen hat immer auch die Option, je nach Verschiebung den kurzen Pass auf den Slotspieler zu spielen oder den Blueliner für den Schlagschuss oder den offenen Handgelenkschuss einzusetzen (oftmals mit Karlsson praktiziert). Natürlich sind auch hier alle Positionen sehr flexibel und das 1-3-1 kann ständig switchen. So ist der Center immer auch in der Lage, hinter dem Tor als Verteiler zu agieren oder mit dem Außen nach Turnover die Bande zuzumachen und für einen Steal zu sorgen, also den Breakout des PK zu verhindern. 

Unser Penalty Killing wiederum erinnert uns sehr stark an das Devils PK der Saison 18/19. Vielleicht ein blödes Beispiel, weil die Devils damals letzter ihrer Division wurden, doch ihr PK zählte in der Saison zu den allerbesten der NHL. Entscheidend hierfür war ein homogenes Viereck, welches grundsätzlich den kompletten Slot laufstark verteidigte und die Powerplayformation möglichst nur im Außenbereich der Zone halten wollte. An der blauen Linie, an der Bande und in schlechten Abschlusswinkeln. Es ist ein gedachtes Quadrat zwischen Torlinie, Bullypunkten und der in Kanada bekannten Ring Net Line (ca. 2 Meter von der blauen Linie entfernt), welches wir aktiv verteidigen. Dies ist mit mit viel Laufarbeit, Symmetrie, Harmonie, Stockarbeit und Blocking verbunden. Im Idealfall erhält der Gegner nur gut sichtbare (Weit)schüsse, die von mindestens zwei Spielern zusätzlich geblockt werden können oder Schüsse aus unangenehmen Winkeln. Wir geben natürlich keine Garantie, das 100%ig richtig verstanden zu haben, aber so stellt es sich uns dar.  

Perspektivisch:

Gehen wir weg von der Taktik und hin zur Perspektive in dieser Saison. Wir sind ein Top-6-Team, trotz oder gerade wegen des Abgangs einer Legende. Trotz Systemumstellung und fehlender Routine stehen bereits 21 Punkte auf dem Konto und das in einer Liga, die so eng und ausgeglichen ist, wie kaum eine zweite. Wichtig wird nun sein, Konstanz, Routine und Selbstverständnis ins Spiel zu bekommen. Dann wird sich über kurz oder lang das Teamhockey auch durchsetzen und einen direkten Playoff-Spot einbringen. Dazu braucht es aber alle Spieler und diese bestenfalls alle in Topform. Solche Baustellen, wie Topverteidiger auf der Tribüne, könnten, wenn keine klare Kommunikation stattfinden sollte, für Missstimmung und Probleme sorgen. Dies sollte man definitiv vermeiden. Jeder muss spüren, wichtig zu sein und dazuzugehören und wenn er nicht dazugehört, logisch erklärt bekommen, warum. Wir leben vom Teamplay und können uns keine negative Stimmung erlauben. 

Minimiert man die Turnover und teils haarsträubenden individuellen Fehler, wird man mehr gewinnen als verlieren und über 80 Punkte einstreichen. Wenn nicht, wird es ein harter und langer Kampf um die Top 10. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass diese Liga unvorhersehbar ist. Jeder Positivlauf wird also Gold wert sein. Siegesserien erwünscht, Pleitenserien vermeidenswert. Die Devise muss sein, konstant zu punkten. Notfalls auch mal einen Zähler mitzunehmen, statt immer mit vollem Risiko auf den Dreier zu gehen und dann womöglich mit null Punkten dazustehen. Zudem gilt es, Kräfte einzuteilen und nicht ständig 60 Minuten wie irre das Eis zu berennen. Clever spielen, wird mit zunehmender Spielzeit daher immer wichtiger werden. 

Stand jetzt: sehen wir uns als eines der besten sechs Teams in der Liga. Eine klarere Aussage ist unmöglich, da selbst die Teams mit den besten Kadern noch keine Konstanz zeigen. Fakt ist, wir sollten positiver sein, als es derzeit allgemein den Eindruck macht. Es gibt absolut noch große Baustellen und Probleme, aber wir sind mit Sicherheit nicht schlechter als in den Jahren zuvor, sondern in einer guten Ausgangslage. Wir waren nach der Vorbereitung auch kritisch und stehen dazu. Genauso werden wir weiterhin den Finger in bestimmte Wunden legen, aber wir können auch anerkennen, wenn etwas funktioniert und unser Team nach vorne bringt. Auf eine geile Saison. 

P.S: Das uns jetzt keiner mit "Wir wollen doch seit Jahren aufsteigen" kommt. Keiner der Verantwortlichen hat in den letzten zweieinhalb Jahren derartiges in den Mund genommen. Die Bürgschaft legt man, weil man es kann und nicht so dastehen will, wie letztes Jahr Ravensburg und Bad Nauheim. Wir waren bis 2021 ein Club, der zwischen Platz 7 und 14 gewandelt ist, also nie ein Topteam stellte, auch wenn es mal einzelne Ausreißer gab. Dann hat man vor zwei Jahren einen Komplettumbruch vollzogen und ist seither ein konstantes Top-6-Team. Das ist eine rasante Entwicklung, die mittelfristig darin gipfeln soll, um den Titel und damit auch um den Aufstieg zu spielen. Dieser Schritt zum Spitzenteam sollte natürlich binnen der nächsten drei Jahre passieren, da sonst mancher Spieler nicht mehr bleiben oder kommen wird, doch wir sind derzeit bei der Konkurrenz von Krefeld, Kassel, Landshut, Ravensburg und Bietigheim ganz sicher nicht in irgendeiner Favoritenposition, zumal wir noch nie ein DEL2-Finale erreicht haben. Selbiges erwarten wir auch jetzt nicht mit dem zweitjüngsten Kader der Liga, aber das Halbfinale ist mit diesem Team allemal möglich und manchmal geht auch mehr, wenn man den richtigen Lauf erwischt. All das ist aber Zukunftsmusik, denn aktuell geht es einzig und allein darum, sich für die Playoffs zu qualifizieren. Dieses Unterfangen ist absolut machbar. Ach ja und dann wären da noch 62 offene Anmeldungen für den Sonderzug, die es noch braucht, damit er rollt. Wir nerven euch damit? Dann meldet euch an und wir hören auf, zu nerven! ;-)

Auf geht's. 

Montag, 23. Oktober 2023

Der 23. Oktober ...

Ein bedeutsames Datum für das moderne Dresdner Eishockey!

Heute ist nicht etwa nur der Tag nach dem Comeback-Sieg in Rosenheim, nein, der 23. Oktober ist ein ganz besonderer Tag in der Geschichte des Dresdner Eishockeys. Heute vor 30 Jahren nahm der ESC Dresden nach der Neugründung noch vor dem Mauerfall und dem offiziellen Eintrag ins Vereinsregister am 28. April 1990 erstmals wieder mit einer Mannschaft den Spielbetrieb auf.

Am 23. Oktober 1993 startete der ESC Dresden in die Sachsenliga-Saison 1993/1994 und stellte erstmals nach der Wende wieder eine Mannschaft in einem offiziellen Ligenbetrieb. Damals kreuzte man mit der SG Chemnitz/Schönheide, dem EV Chemnitz, Rot-Weiß Bad Muskau und dem 1. FEV Brunndöbra Klingenthal die Schläger. Legende René Kraske, Goalie Viktor Lukes, Stürmer Bernd Möbius oder Verteidiger Lutz Lehnigk gehörten beispielsweise damals zum 14er-Kader der ersten Mannschaft im Spielbetrieb nach der Neugründung des Vereins und einer langen Zeit ohne Eishockey-Spielbetrieb an der Elbe. Dieses Team stoppte direkt im ersten Jahr den Dauermeister aus Bad Muskau und feierte sowohl 1994, als auch 1995 die Sachsenmeisterschaft. 

Es war der Startschuss für das moderne Eishockey in Dresden und daher ein historisch wichtiges Datum. Wir möchten insbesondere den beiden Altlöwen Christian und Karl-Heinz Domschke dafür danken, sich immer wieder um die Erinnerungen an solch bedeutende historische Ereignisse zu bemühen und die Geschichte des Dresdner Eishockeys nicht nur zu leben, sondern an jüngere Generationen weiterzuvermitteln. All das ist letztlich ein wichtiger Bestandteil unserer Eishockey-DNA. 

Letzten Mittwoch feierte zudem der Schmuckname "Eislöwen" seinen 23. Geburtstag. Seit dem 18. Oktober 2000 läuft der ESC bekanntlich dauerhaft unter dem Beinamen "Eislöwen" auf.

Auf die nächsten 30 Jahre im Spielbetrieb und eine weiterhin so rasante Entwicklung am Standort wie in den vergangenen 30 Jahren. Stößchen.

Sonntag, 16. April 2023

Wir lieben die Schei*e hier ...

Die Fans sind zurück und haben Bock auf Eishockey!

Die erste, frei von Corona-Einschränkungen verlaufene Saison lief zwar schleppend an, doch spätestens im Dezember lag ein Besuch unserer Eishalle wieder voll im Trend. Insgesamt 81.217 Fans strömten in dieser Spielzeit zu den Spielen unserer Eislöwen und sorgten damit für Freude in der Führungsetage.

Im Schnitt wollten mehr als 2.800 Fans ein Spiel unserer Jungs live in der Arena verfolgen. Ein Wert, der über dem lag, was vor Corona zu verzeichnen war. Vor allem im Jahr 2023, sprich ab Januar boomte das Faninteresse. 

In der Hauptrunde fanden 70.372 Zuschauer den Weg in die Eishalle. 2.707 pro Spiel. Kamen bis Ende 2022 im Schnitt nur 2.365 Fans, so waren es ab Januar 2023 beachtliche 3.476 Fans pro Partie. Ein Wert, den wir natürlich am liebsten dauerhaft erreichen wollen. 

In 12 von 29 Spielen kamen mehr als 3.000 Besucher an die Magdeburger Straße, in 8 Partien waren es gar über 4.000 und immerhin zweimal konnten wir ausverkauft melden (4.412). 

Die Werte des aktuellen Jahres sollten dabei Ansporn sein, diesem geilen Team dauerhaft diesen Support zukommen zu lassen. 

In 2023 inkl. Playoffs:
11 Spiele
8x Ü 3.000
5x Ü 4.000
2x Ausverkauft
38.655 Zuschauer
3.514 pro Spiel

Das entspricht einer Hallenauslastung von 80 %, die wir bestenfalls natürlich dauerhaft erzielen sollten, um auch finanziell und damit sportlich vorankommen zu können. 

So sehr also gerne andere über uns herziehen, lasst sie einfach reden. Wir sind zahlentechnisch auf einem guten Weg und nun einfach emotional gefragt, jeder für sich, vielleicht noch einen Tick mehr reinzuhauen, um unseren Betonquader lebendiger werden zu lassen. 

Im aktuellen Jahr gab es da jedoch grundsätzlich wenig zu meckern. The trend is our friend. Danke an alle Fans, die diese Saison unsere Eislöwen finanziell und nicht zuletzt auch lautstark unterstützt haben. 

Sonntag, 19. Februar 2023

Einhundert ...

Die Comeback-Kings sind wieder da!

Unsere Eislöwen gewinnen nach einem großartigen Comeback in dem wohl besten Sachsenderby der aktuellen Saison das fünfte Spiel in Serie, damit auch das fünfte Spiel unter der Leitung von Petteri Kilpivaara, zudem das 13. Sachsenderby in den letzten 16 Vergleichen, verpasst aber ganz knapp die Titelverteidigung in der inoffiziellen Sachsenmeisterschaft. (Füchse und Eislöwen je 16 Punkte - direkter Vergleich 7:5 für die Füchse)

Darüber diskutieren wir auch nicht, denn in dieser Meisterschaft geht es um den direkten Vergleich mit den sächsischen Rivalen und da schauen wir bei Punkgleichheit nicht auf die Tordifferenz, sondern auf die Punkte, die man gegeneinander geholt hat und feiern uns ganz sicher nicht als Champion, wenn wir nur 5 von 12 möglichen Punkten gegen das Feinstaubviertel erzielt haben. 

Wer das anders sieht, kann ja trotzdem gerne für sich den Titel feiern. Wir feiern heute lieber etwas historisches. Denn der heutige Sieg war der 100. Sieg in einem Sachsenderby für unsere Eislöwen. In der 168. Ausgabe eines Sachsenderbys mit Dresdner Beteiligung war es der 45. Erfolg gegen die Füchse, der neben 6 Siegen gegen Leipzig und 49 Erfolgen gegen die Eispiraten die Gesamtzahl 100 aufleuchten lässt. Die Jungs haben also mit ihren Comeback im Schlussdrittel einmal mehr Clubgeschichte geschrieben. 

Das Spiel hatte so viel Inhalt, dass wir uns eher kurz fassen. Wer es nicht gesehen hat, hat durchaus etwas verpasst. In einem rassigen Derby auf hohem Niveau machten die Eislöwen das Spiel und die Füchse die Tore, doch im Schlussabschnitt entdeckten unsere Jungs etwas wieder, was seit Ende der letzten Saison zu schlummern schien. Die Comeback-Kings meldeten sich zurück. Binnen einer Minute machte man im dominanten Schlussabschnitt aus einem 3:1 ein 3:3 und zeigte damit eine umgekehrte Kopie des Freitagsspiels. Zunächst traf Jussi Petersen, der mit seiner Reihe um Niklas Postel und dem wie ausgewechselt agierenden Philipp Kuhnekath derzeit richtig heißläuft und dann beendete der als Torjäger kriselnde Käpt'n seine 14 Spiele andauernde Durststrecke. Zwar half der Gegner mit, doch es löste den Knoten bei Knacki, der dann im Penaltyschießen den einzigen und damit entscheidenden Penalty versenkte, während Schwendi Garlent und Co. entzauberte. Nicht schlecht für einen Fliegenfänger, gelle?! Der Siegtreffer war übrigens gleichbedeutend mit dem 150. DEL2-Tor von Jordan Knackstedt, der damit einer von nur 5 noch aktiven DEL2-Spielern ist, die diese Marke knacken konnten. Insgesamt gelang dies bislang auch erst einem Dutzend Spieler.

Fazit: Es war ein Wochenende, dass ein paar Rückfälle in alte Zeiten offenbarte, aber dabei auch lange verborgene Stärken wieder zu Tage förderte. Das Team hat zweimal einen Weg gefunden, das Spiel zu gewinnen. Erst konnte man einen wichtigen Verfolger im Zaum halten und dann heute noch einen wichtigen Derbysieg einfahren, vor allem aber den Abstand auf die Verfolger halten bzw. teilweise sogar ausbauen. Petteri Kilpivaara liefert Sportdirektor Matthias Roos also derzeit wenig bis gar keine Gründe, übereilt einen neuen Cheftrainer zu präsentieren. So langsam bekommen wir Bock auf die Playoffs. Gehts euch auch so?

Mittwoch, 9. November 2022

Ihr habt gewählt:

Euer NICELÖWE des Monats Oktober 2022 und damit Spieler des Monats der Dresdner Eislöwen ist Torhüter Jonas Neffin!

Der Förderlizenzspieler der Iserlohn Roosters musste im vergangenen Monat den verletzten bzw. gesundheitlich angeschlagenen Stamm-Goalie Janick Schwendener mehrfach vertreten und zeigte dabei sehr solide Leistungen, obgleich er am Ende als Starter nur einen Sieg festhalten konnte. Doch egal ob in Landshut, im Schlussdrittel des Derbys gegen Weißwasser oder beim Heimsieg gegen Krefeld, Neffin bewies immer wieder sein Talent und fand mit der Zeit auch die nötige Routine um mehr Ruhe ausstrahlen zu können. Zudem bewies er tolle Steh-auf-Qualitäten nach seinem unglücklichen Patzer in Regensburg und überzeugte durch sein stabiles Mindset. 

Bei der Wahl setzte er sich in einem Kopf-an-Kopf-Rennen ganz knapp gegen Kapitän Jordan Knackstedt durch. Wir gratulieren „Neffi“ zur Auszeichnung. Die zweite Medaille der Saison geht somit ins Sauerland. 

Endergebnis Voting:
1. Jonas Neffin (16,3 % der Stimmen)
2. Jordan Knackstedt (14,9 % der Stimmen)
3. Matej Mrazek (9,0 % der Stimmen)

Danke für eure rege Teilnahme am Voting. 

Die Oktober-Bilanz von Jonas Neffin
Spiele: 7
Siege: 1
Spielminuten: 279:15
Gegentore: 15
GGT/Sp.: 3,22
Paraden: 144
Fangquote: 90,57 %
Shutouts: 0



Samstag, 20. August 2022

Bestmarken-Knacki ...

DEL2 - Boss Level!

Die DEL2 feiert 10-jähriges Bestehen. Seit 2013 läuft die zweithöchste deutsche Spielklasse unter dem neuen Markenzeichen und ein Spieler drückte der Liga in dieser Zeit wie kein Zweiter seinen Stempel auf: Jordan Knackstedt.

Der mittlerweile 33-jährige Deutsch-Kanadier zockt nicht nur im Sommer regelmäßig seine Gegner am Pokertisch ab, sondern tut dies seit Jahren auch eindrucksvoll in der DEL2. Mit dieser Liga scheint der früher als Diva und Rüpel verschriene Hüne seine perfekte Spielwiese und mit den Dresdner Eislöwen seit mehr als vier Jahren sein Zuhause gefunden zu haben, auch wenn man das nahe des Bratwurst-Äquators seit Jahren wie ein Mantra wiederholend anders sieht. 

Knacki ist an der Elbe zum Endboss mit Teamplayer-Qualitäten mutiert und spielt so effektiv wie nie zuvor. Spielgestaltung, Führung, Puckkontrolle, stabile Face Offs, geniale Pässe, noch genialere Solos und immer auch Beschützer seiner Mitspieler. Dabei ist sein Strafminuten-Konto aber längst nicht mehr annähernd im dreistelligen Bereich. Der ältere Knacki muss nur noch Präsenz zeigen und die Gegner kuschen. Bestes Symbolbild war der Fight-Versuch von Jamie MacQueen im letzten Hauptrunden-Spiel der letzten Saison, als er an einem maximal 25% Power einsetzenden Knackstedt scheiterte.  

Der Rechtsschütze mit Gardemaß dominiert die Liga, ist mit 404 Punkten der beste aktive Scorer der DEL2 und dürfte in dieser Spielzeit auf Platz 3 der ewigen Bestenliste klettern. Kein Wunder, liefert der Kapitän der Eislöwen doch seit nunmehr 7 Spielzeiten einen Punkteschnitt von 1,35 Zählern/Spiel ab. Mit Lammers und Garlent können nur zwei derzeit in der DEL2 aktive Spieler einen besseren Schnitt vorweisen und die haben bei weitem noch nicht die Anzahl an Spielen auf dem Buckel, die Knackstedt in den Knochen hat.

Mit 268 Assists ist die Nummer 9 der Sachsen drittbester Vorlagengeber aller Zeiten in der DEL2, was auch untermauert, dass die angebliche Diva nie sich selbst als erste Option ansieht. Dennoch kann sich auch seine Torjäger-Bilanz sehen lassen. Mit 136 Treffern zählt er zu den fünf besten aktiven DEL2-Knipsern. Besonders beeindruckend dabei die Quote an Game Winnern, also spielentscheidenden Toren. Satte 30 siegbringende Buden (22% - jeder 5. Treffer ist ein GW) hat der Mann mit dem simplen wie unverwechselbaren Signature-Move, der auch 2023 noch funktionieren wird, schon erzielt. Tendenz weiter steigend.

Kein Wunder, dass Knacki so auch an seinem Legendenstatus bei den Eislöwen arbeitet. Der Mann, der Ende September seinen 34. Geburtstag feiern wird, kann bereits in dieser Spielzeit Sami Kaartinen (324 Punkte) von Platz 2 der ewigen Eislöwen-Scorerliste verdrängen. Zudem fehlen ihm nur noch 7 Tore, um Platz 3 in der Torjägerliste zu übernehmen, der aktuell noch Richard Richter (108 Tore) gehört und selbst die absolute Eislöwen-Überlegende Petr Sikora muss langsam um seine Bestmarken zittern. So fehlen JK9 nur noch 62 Vorlagen und 96 Punkte, um den Altmeister und doppelten Aufstiegshelden der sächsischen Landeshauptstädter von seinem Thron zu stoßen. Wissend, dass Knackstedt diese Werte schon mal in einer einzigen DEL2-Spielzeit (18/19 - 71 Assists, 98 Punkte) abgerufen hat, lassen Siggi wohl nicht ruhiger schlafen, wenngleich das nichts an seinem Status ändern wird. Dann schon eher am Status von Knacki, der in DD vor allem von der Fanszene lange Zeit eher stiefmütterlich behandelt wurde. Doch auch da hat er mittlerweile viele verkniffene Mienen aufgelockert.

Fehlt eigentlich nur noch, dass der Captain seine Ära an der Elbe in den nächsten 2-3 Jahren noch mit einem großen Pokal vereDELt und wenn du mich fragst, wer Meister wird, dann sage ich zu dir: "Wir schei*en auf den Rest der Welt, Deutscher Meister werden wir." 

Nicht heute, nicht morgen, aber irgendwann! Wir erinnern euch dann, wenn es so weit ist, sicherlich daran. Bis dahin genießen wir einfach jedes Tor, jeden Sieg und jeden emotionalen Moment mit Knacki und diesem geilen neuen Team. 

Freitag, 6. Mai 2022

Rückkehr der Fans...

Pure(r) (Ver)Lust!

Rund 35.000 Fans strömten in der abgelaufenen Saison in die Eishalle, nachdem es in der Saison zuvor sogar keinerlei Zulassung für Fans gab. Ein Anfang und emotional unglaublich wichtig, aber monetär nicht einmal ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Vergleicht man die Zahlen mit der letzten Saison vor Fans und ohne Einschränkungen (2019/2020), ist der Verlust für den Club gravierend. 

Zwar stieg die reine Auslastung im Vergleich zu damals (2020) um 6 % auf 76% maximale Auslastung der Kapazität, doch das ist ausschließlich in der künstlich erzeugten und vorgeschriebenen Beschränkung der Maximalauslastung begründet.

2019/2020 hatten die Eislöwen zudem noch ein Open Air Spiel vor 32.009 Zuschauern zu Buche stehen, was die Differenz erheblich ansteigen lässt. Somit pilgerten damals allein zum Spiel ins Fußballstadion fast so viele Fans wie in dieser gesamten Saison in die Eishalle.

Damals konnten die Sachsen in 27 Heimspielen 102.203 Besucher zählen. In dieser Saison in 29 Spielen lediglich 34.739 und auch die maximal mögliche potentielle Auslastung von 45.884 Besuchern läge noch weit unter dem Aufkommen von 19/20. Selbst wenn man das Open Air Spiel ausspart und stattdessen mit einer ausverkauften Halle zum Derby rechnen würde (74.606 statt 102.203), entspräche die Differenz zur potentiellen Maximalauslastung der aktuellen Saison immer noch 28.722 fehlenden Zuschauern. Dies kommt einem Verlust von 990 Zuschauern oder umgerechnet 40% der Zuschauereinnahmen pro Spiel gleich, was natürlich wiederum auch Auswirkungen auf die Einnahmen im Bereich Catering und Merch hat. Der tatsächliche Verlust beläuft sich aber sogar auf 39.871 Besucher, was einem durchschnittlichen Fehlen von 1.375 Zuschauern pro Spiel entspricht. Wir sprechen hiermit von über 53% weniger Besucheraufkommen als in einer "normalen" Eishockey-Saison. Da sind dann auch Sprade-TV-Einnahmen oder die finanzielle Unterstützung der Fans (Geistertickets, Verzicht auf DK-Rückerstattung und Trikotversteigerungen) nur marginale Puffer.

Wenn man nun noch bedenkt, dass die Hilfsleistungen des Staates Ende des letzten Jahres ausliefen, wird klar, wieviel zum Einen Sponsoren ausgeglichen, zum Anderen aber auch Spieler mit moderaten Gehaltsforderungen in einem von den Eislöwen selbst geschaffenen Salary Cap dazu beigetragen haben, die finanziellen Verluste in einem annehmbaren Rahmen zu halten. 

Umso höher ist es aus unserer Sicht dem Club anzurechnen, dass man die Ticketpreise im Tageskarten- und Standard-Dauerkarten-Sektor auch für die kommende Saison auf dem gleichen Niveau halten wird. 

Hoffen wir, dass wir in der nächsten Spielzeit wieder durchgängig ohne künstliche Beschränkung der Kapazität unsere Leidenschaft ausleben, unserem Team die verdiente Unterstützung zukommen lassen und damit auch unserem Club die im Profibereich unabdingbaren Einnahmen zuführen dürfen. 

Donnerstag, 10. März 2022

Historisch...

Eine Hauptrunde für das Geschichtsbuch!

Die DEL2-Hauptrunde 2021/2022 wird aus Eislöwensicht wohl ewig in positiver Erinnerung bleiben, denn sie bot so viele Clubrekorde und historische Bestmarken. Allein das Frankfurt die beste DEL2-Hauptrunde deren Geschichte benötigte, um Erster zu werden, verdeutlicht die Ausnahmeleistung der jüngsten Mannschaft der Liga aus Dresden.

Diese sensationelle Hauptrunde hat letztlich ihren Ursprung im 06. April 2021, denn an diesem Tag wurde Matthias Roos als neuer Sportdirektor vorgestellt. Dass er bei seinem ersten Kaderplan aber direkt derart ins Schwarze trifft, hätte er vielleicht selbst nicht erwartet, denn es passte, zumindest von außen betrachtet, einfach alles in diesem neu zusammengestellten Team.

Bereits bei der Teampräsentation war ein anderes Gemeinschaftslevel zu spüren als zuvor, wenngleich man vorsichtig sein sollte, jetzt die vorherigen Teams pauschal zu verteufeln, denn immerhin waren wir auch 2019 im Playoff-Halbfinale und das Jahr darauf im Viertelfinale. Doch anders als damals, standen die Zeichen dieses Mal darauf, auch eine gute Hauptrunde abliefern zu können, da bereits in der Vorbereitung eine klare Idee erkennbar war.

Tempo, Aggressivität, Begeisterung. Die Eislöwen hatten definitiv einen neuen TAB im Browser geöffnet, sprich eine neue Zeitrechnung begonnen. Doch nach den ersten Saisonspielen gab es bereits wieder die üblichen Unkenrufe, da das Team mit 5 Niederlagen an den ersten 7 Spieltagen, wie bereits die Vorgänger, keinen großartigen Start erwischte.

Was dann aber folgte, war eine Mannschaftsleistung, die an Konstanz kaum zu überbieten ist. 34 Siege gelangen in den verbliebenen 45 Partien. Lediglich in 10 der 52 Spiele blieb man ohne Zähler. Die Brockmänner spielten sich spätestens im zweiten Saisonviertel in den Top 4 der Liga fest und waren in der Folge erstmals seit vielen Jahren wieder an der Tabellenspitze zu finden. 23 Punkte im ersten Saisonviertel, 29 im Zweiten, 31 im Dritten und selbst im von Ausfällen geprägten Schlussviertel der Hauptrunde gelangen noch einmal 27 Punkte. Viel konstanter geht es nicht, was auch die letzten 12 Jahre Zweitligahockey beweisen, in denen lediglich vier Clubs im Stande waren, in ähnliche oder gar noch höhere Sphären vorzudringen. 

Die Hauptrunde bot so einige Meilensteine. Dresden absolvierte das 800. Punktspiel in Liga 2, knackte die 1.200-Punkte- und 400-Siege-Marke, erzielte das 2.500ste Tor und brach zudem noch so einige Clubrekorde. 

110 Punkte bedeuten einen um 21 Punkte verbesserten Clubrekord in der zweiten Liga. Ebenso erzielte man mit 195 Toren so viele Treffer wie nie zuvor in einer Hauptrunde mit 52 Spieltagen. 123 Gegentore sind auch ein neuer Bestwert. Nie kassierte man im Schnitt weniger Gegentreffer in einer Zweitliga-Hauptrunde. Selbsterklärend, dass somit auch die 36 Saisonsiege und die lediglich 16 Niederlagen neue Bestwerte für den Club darstellen. Nicht zu vergessen, dass man mit 8 Auswärtssiegen in Serie und 16 Auswärtsspielen in Folge mit Punktgewinn sowie 9 Unterzahltoren ebenfalls neue Clubrekorde aufstellen konnte. 

Mal zum Spaß ein Vergleich: In den letzten beiden Hauptrunden zuvor holte man zusammengerechnet 130 Punkte und 43 Siege. Die Brockmänner waren in dieser einen Hauptrunde nicht sehr weit von diesen Werten entfernt.

Unerwähnt sollte man auch nicht lassen, dass man am eigenen DDerbyrekord kratzte und die Bestmarke von 8 DDerbysiegen als Sachsen-Kaiser (7 Siege, 1 Niederlage nach Overtime) nur denkbar knapp verpasste.

Die Clubrekorde wiederum fußen aber natürlich auf den Topleistungen der Spieler und da stellten nicht wenige auch persönliche Karrierebestwerte auf. 

Gehen wir die Liste durch:

Janick Schwendener
6 Saison-Shutouts sind ein neuer Bestwert für Eislöwen-Goalies und auch für ihn persönlich ein Karrier-Höchstwert. Zudem konnte er nie zuvor 32 Siege in einer Hauptrunde festhalten. 

Kristian Hufsky
Für den Backup war es logischerweise eine Karriere-Saison, denn er absolvierte seine ersten DEL2-Partien überhaupt. Dabei gelangen ihm in 7 Einsätzen gleich 4 Siege und sogar ein Shutout.

Simon Karlsson
Der schwedische Verteidiger war torgefährlich wie nie. Erstmals in seiner Karriere gelang ihm eine zweistellige Torausbeute (13 Tore - vorheriger Bestwert: 8). 

Maximilian Kolb
Der 24-jährige spielte seine tor- und punktbeste Profisaison. In fünf Jahren Ravensburg gelangen ihm 33 Scorerpunkte. In einer Saison in Dresden gelangen ihm jetzt bereits 21 (3 Tore und 21 Punkte - vorherige Bestwerte: 3 Tore und 11 Punkte inkl. Playoffs).

David Suvanto
Der Schwede absolvierte seine tor- und punktstärkste Hauptrunde als Profi. Mit 14 Toren und 35 Scorerpunkten war er ein herausragender Spielgestalter (vorherige Bestwerte: 10 Tore und 34 Punkte). Er war an fast so vielen Toren beteiligt wie in zwei Jahren Frankfurt (38). Zudem war er als Verteidiger mit 7 Powerplaytoren der beste Eislöwen-Torschütze in Überzahl.

Nicklas Mannes
Obwohl der Verteidiger ab Mitte der Saison verletzungsbedingt fehlte und daher nur 29 Spiele bestreiten konnte, stellte er mit 13 Punkten und einem Rating von +14 neue persönliche Karriere-Bestwerte auf (vorherige Bestwerte: 12 Punkte, +13).

Bruno Riedl
Erste DEL2-Tor, 5 Scorerpunkte und ein Rating von +5. Keine Frage, der 19-jährige hatte seinen Durchbruch, als diverse Stammkräfte fehlten und stellte natürlich damit neue Karriere-Bestwerte als Profi auf.

Arne Uplegger
Arne hatte nach einer harten letzten Saison auch einen schwierigen Start in diese Spielzeit, doch dann gelang ihm der Turnaround. In der Folge lieferte er trotz seiner späteren Verletzung und daher nur 37 Einsätzen neue Karriere-Bestwerte ab. 4 Tore und 15 Punkte sowie ein Rating von +20 sind Rekordwerte für den Defender (bisherige Bestwerte: 2 Tore, 9 Punkte, +10).

Jannis Kälble
Die ersten Profieinsätze und auch Profitore. Natürlich die bisher beste Profisaison für Jannis.

Jordan Knackstedt
Anders als Jannis Kälble hat unsere Nummer 9 bereits viele Profijahre auf dem Buckel. Aber Alter schützt nicht vor Karriere-Bestleistungen. Zwar gelangen Knacki als Youngster mal 31 Tore und 85 Punkte in der Hauptrunde der WHL, doch als Profi in Europa und oberhalb der Minor Leagues hat Jordan noch nie 24 Tore und 76 Punkte in einer Hauptrunde erzielt. Zudem sucht sein Rating von +21 seinesgleichen und zeigt auch die defensive Entwicklung des klaren Eislöwen-Leaders, der als Käpt'n mittlerweile unverzichtbar geworden ist. (vorherige Bestwerte: 23 Tore, 71 Punkte, +15).

Jussi Petersen
Der Youngster toppte seine Rookie-Saison als Föli in Bad Nauheim deutlich. Er erzielte seine ersten DEL2-Tore und stellte mit 8 Scorerpunkten auch einen Karriere-Bestwert auf, den er aber sicher in Zukunft noch deutlich steigern dürfte.

Timo Walther
Der Rückkehrer traf auf Profiebene in einer Hauptrunde noch nie zuvor zweistellig. Mit 14 Toren, 29 Punkten und +21 spielte Walther bis zu seiner Verletzung eine Karriere-Saison (vorherige Hauptrunden-Bestwerte: 9 Tore, 21 Punkte, +4).

Philipp Kuhnekath
Auf Erst- und Zweitliganiveau brachte auch unsere Nummer 19 eine Hauptrunde mit Karriere-Bestwerten aufs Eis.10 Tore, 26 Punkte, +10, durchweg Bestwerte auf diesem Niveau für ihn (vorherige Bestwerte: 5 Tore, 8 Punkte, +5).

Matej Mrazek
Nach seinem Debüt in der letzten Spielzeit zeigte der Fanspieler den nächsten großen Schritt in seiner Entwicklung. 7 Tore, 11 Punkte, +1, much more to come und doch bereits jetzt ein absoluter Fanliebling (vorherige Bestwerte: 2 Tore, 3 Punkte, -6).

Yannick Drews
Achtung. Scorer. So hat man Drews bisher nicht bezeichnet, doch in dieser Saison spielte er offensiv auf einem ganz anderen Level. 9 Tore, 24 Punkte und +10 bedeuten eine deutlich bessere Ausbeute als in allen DEL2-Jahren zuvor. Yannick punktete in seiner ersten Eislöwen-Hauptrunde bereits häufiger als in zwei Jahren bei den Towerstars (vorherige DEL2-Bestwerte inkl. Playoffs: 7 Tore, 17 Punkte und -2).

Tom Knobloch
Von Tommy Garlic zu Obi-Wan K(e)nobi. Vierte Reihe und über 20 Scorerpunkte, das geht halt unter Andi Brockmann. Der ehemalige Junioren-Nationalspieler ist auf einem völlig neuen Niveau angekommen und hat in dieser Saison das Toreschießen für sich entdeckt. 10 Tore, 21 Scorerpunkte, +4, kurzum der beste Profi-Knobi aller Zeiten und der ist mit gerade einmal 23 Lenzen (nicht zu verwechseln mit dem Dorftypen aus Crimmitschau) ja noch jung (vorherige Bestwerte: 2 Tore, 10 Punkte, -2).

Adam Kiedewicz
Der punktbeste Rookie im Team und somit logischerweise auch seine beste Saison auf DEL2-Niveau. 5 Tore, 15 Scorerpunkte, +16. Und das war erst der Anfang für Adam.

Johan Porsberger
Erstmals in seiner Karriere konnte der Reihenkollege von Adam Kiedewicz mehr als 21 Saisontore als Profi erzielen. Doch der Stürmer spielte vorher auch durchgehend auf höherem Niveau und war selbst dort in 90% der Fälle fähig, zweistellig zu treffen. 25 Buden, 43 Scorerpunkte und +22 im Rating sind dennoch eine Ansage des vor allem auch defensivstarken Torjägers, der Nick Huard damit schnell vergessen machen konnte (vorherige Bestwerte: 21 Tore, 40 Punkte, +9).

Tomas Andres
Der tschechische Stürmer mit deutschem Pass spielte eine herausragende Hauptrunde und torpedierte seine bisherigen Karrierebestwerte, gerade auch in Hinblick auf seine zurückliegenden zwei Spielzeiten weiter östlich (17 Tore in 2 Saisons). 15 Saisontore, 48 Scorerpunkte (zweitbester Eislöwen-Scorer) und +28 (Top 9 in der DEL2) sind stark, doch der 25-jährige hat sogar noch mehr Potenzial in den Händen und Beinen (vorherige Bestwerte inkl. Playoffs: 13 Tore, 43 Punkte, +15).

Wir übernehmen keine Garantie auf Vollständigkeit, doch auch so dürfte überdeutlich werden, wie außergewöhnlich diese Hauptrunde war, zumal auch Trainer Andi Brockmann in fast 20 Trainerjahren auf Profi-Niveau zuvor mit seinen Teams nie derartig konstante Hauptrunden hinlegen konnte. 

Völlig egal also, was nun in den Playoffs noch passieren wird, die Hauptrunde dieser Mannschaft wird auf ewig vor unserem geistigen Auge in einem goldenen Rahmen an der Wand hängen und fröhlich vor sich hin glänzen.

Sind wir etwa zu hysterisch? Nein. Wir sind historisch!





Montag, 20. Dezember 2021

Give me 20Five...

Die jüngsten Eislöwen knacken die ältesten Rekorde!

Was unsere Eislöwen in dieser Saison zeigen, hat historische Ausmaße angenommen. Ein Rekord nach dem anderen fällt, beziehungsweise wird auf- oder eingestellt und uns gehen so langsam die Superlative aus, weil wir einen solchen Erfolgs-Rausch einfach seit Jahren nicht mehr gewohnt sind.

Wir haben einmal geschaut, wie wir in der Vergangenheit nach 25 Spieltagen in Liga 2 positioniert waren und uns heftig die Augen gerieben.

Unsere aktuelle Mannschaft hat, bezogen auf die Zweitliga-Clubhistorie,...

...mit 92 Toren einen neuen Eislöwen-Rekord nach 25 Spielen aufgestellt

...mit 50 Punkten einen neuen Eislöwen-Rekord nach 25 Spielen aufgestellt

...mit 65 Gegentoren den bisherigen Eislöwen-Gegentor-Rekord nach 25 Spielen eingestellt

...mit 4 Niederlagen nach regulärer Spielzeit einen neuen Eislöwen-Rekord nach 25 Spielen aufgestellt

...mit +27 Toren in der Tordifferenz einen neuen Eislöwen-Rekord nach 25 Spielen aufgestellt

Zudem war man lediglich in der Premierensaison 2005/2006 eine Position besser platziert als heute und hatte noch einen Sieg mehr auf dem Konto (damals waren es sogar 17).

Wenn unser Team den derzeitigen Punkteschnitt beibehält (in 21 von 25 Spielen gepunktet / 2,0 Punkte pro Spiel), werden wir erstmals die 90er- und auch die 100er-Marke knacken. Natürlich gehen wir nicht davon aus, weil man immer auch mit einem Tief kalkulieren muss, doch es ist schon Auszeichnung genug, dass es überhaupt möglich erscheint.

Also Männer, lasst euch von uns nicht aufhalten. Hut ab vor eurer Leistung!

P.S.: Letzte Saison haben wir übrigens erst am 43. Spieltag die Marke von 50 Punkten erreicht, also 18(!) Spiele später...