Dienstag, 23. Dezember 2025

Zu früh verpulvert ...

Eislöwen zeigen Moral, gehen aber am Pulverturm wieder leer aus! 

Mensch, was macht man jetzt mit dem Spiel? Irgendwie ist man hin- und hergerissen zwischen zwei verschiedenen Eindrücken. Ein Spiel zwischen alten Mustern und neuen Qualitäten. Doch letztlich kosten die alten Muster gar nicht mal unmögliche Punkte, weil man gefühlt nach 24 Minuten mit dem Spiel unnötigerweise schon durch war.

Es begann traditionell mit dem frühen Rückstand. Ein altes Muster. Es folgte eine neue Qualität. Powerplay. 11 Sekunden. Tor. 1:1. Bouma. Das Tor brachte Sicherheit, wir spielten nun gut mit. Allerdings sorgte das auch wieder für Leichtsinn. Zwei individuelle Böcke im Positionsspiel. Bekannte Fehler. Zwei Gegentore. 3:1.

Im Mitteldrittel dann zwei zügige Pfiffe gegen uns, die beide mehr als nur zu hinterfragen waren, aber Tatsachen sind halt geschaffen worden. Doppelte Unterzahl und Straubing nutzte nicht nur diese, sondern legte, als DD wieder zu viert war, direkt nochmal nach. Die Entscheidung im Spiel. Jussi kam für Schwendi und hielt das Team dann am Leben. Doch die Mannschaft zog sich auch selbst aus dem Loch. Nicht einfach bei einem so frühen 5:1. Der Lohn. Powerplay. 5:2. Wieder Bouma.

Im letzten Drittel schien zunächst für die Hausherren alles unter Kontrolle, doch unsere Eislöwen hörten nicht auf und die kurze Bank der Tigers wurde müder und müder. Fox verkürzte in der 46. Minute. 5:3. Plötzlich hatten wir wieder ein Spiel, welches längst entschieden schien, aber zwei Minuten später fast komplett offen gewesen wäre, hätte Lance Bouma den Traumpass von Drew LeBlanc zum persönlichen Hattrick verwertet. Leider war er zu nah an Bugl, der zudem stark reagierte. Bei 5:4 wäre es wohl endgültig gekippt. Doch auch so hörten unsere Jungs nicht auf. Moral pur. Im Endspurt verpasste Lance Bouma nochmal frei vor Bugl, der mit einer Sensationsparade den Anschluss abermals verhinderte. Dann war es vorbei. Endstand 5:3. 

Fazit: Straubing siegte natürlich verdient, aber mit etwas weniger alten Gewohnheiten und etwas mehr der neuen Qualitäten wäre es eine ganz enge Kiste geworden. Schade drum. Es war dann irgendwie weder Fisch noch Fleisch. Ein Spiel, mit dem man einfach nicht so ganz weiß wohin. Wir nehmen aber die gezeigte Moral als positives Zeichen mit. Zudem haben wir erstmals seit dem zehnten Spieltag wieder zweimal in Folge drei Tore geschossen. Das Powerplay produziert besser. Man erspielt sich insgesamt mehr offensive Momente. Aber die individuellen Fehler (Reifenplatzer) müssen dauerhaft limitiert werden. Diese Dinger kosten uns zu viele Spiele, weil sie fast immer bestraft werden.

Jetzt feiern wir aber erst einmal ein ruhiges Weihnachtsfest und tanken Kraft. Denn es folgen zwei wichtige Heimspiele gegen Augsburg und München, bevor es zum Jahresende nach Frankfurt geht. Im Idealfall bauen wir noch einmal richtig Druck auf die Hessen auf. Bestes Szenario heute nämlich, dass auch Iserlohn und Frankfurt punktlos blieben. 

Kommt alle gesund heim. 

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