So langsam wird es zur Gewohnheit. Wenn ein Sonderzug in Dresden anrückt, punkten unsere Eislöwen. Zuletzt sogar zweimal dreifach. Wir haben eine Heimserie. Der zweite Heimsieg in Folge. Zwar hat die Konkurrenz auch gewonnen, doch blicken wir auf uns, gefällt uns immer besser, was wir sehen.
Das Spiel begann eher wackelig, doch überlebten den Start dank eines starken Jussi Olkinuora. Ist es nicht herrlich, wenn man einfach beide Goalies reinstellen kann und einfach niemand Sorge haben muss? Wir killten die erste Unterzahl und nutzten dann unsere eigene erste Überzahl direkt zur Führung. Abgefälschter Schuss. 1:0. Lance Bouma bekam den Treffer letztlich zugesprochen. Sein dritter Treffer binnen zwei Spielen.
Die Special Teams sollten auch im Mitteldrittel Hauptthema bleiben. Die Eislöwen sahen sich ziemlich früh gleich vier Minuten Unterzahl ausgesetzt. Auch dafür zeichnete sich Lance Bouma verantwortlich. Unsere Crasher crashten aber auch diese vier Minuten und blieben selbst gefährlich. Augsburg mit dem Defensivpatzer und Sebastian Gorcik nutzte diesen eiskalt aus. Seit wann läuft es denn andersherum? 2:0. Nicht hinterfragen, sondern einfach so mitnehmen.
Im Schlussabschnitt drängte Augsburg auf den Anschlusstreffer und kam auch viel zu zügig zu selbigem. Doch danach fanden unsere Cracks wieder ihre Linie, verteidigten leidenschaftlich das bestialisch gut gehütete Tor von Jussi Olkinuora und so kamen wir kurz vor Schluss mal selbst in den Genuss eines Empty Net Goals. Endlich, möchte man meinen, konnte Rourke Chartier, der richtig gut für uns ackert, sein erstes DEL-Tor bejubeln und damit auch den Deckel auf die Partie machen.
Fazit: Unsere Eislöwen sind wohl auf den Geschmack gekommen. Heimdreier schmecken köstlich. In zwei Tagen steigt das nächste Heimspiel. Die Special Teams funktionieren immer besser. Zum guten PK gesellt sich so langsam auch ein beständig produktives und effizientes PP. Dazu erneut weniger Fehler im Positionsspiel und Scheibenvortrag sowie ein verlässlicher Rückhalt im Kasten. Sind wir doch noch gerade rechtzeitig aufgewacht? Gerne kann nun jeder Gegner mit einem Sonderzug in DD vorstellig werden. Frankfurt? Wie wärs?
Heute waren wir übrigens stimmungstechnisch schon arg enttäuscht vom Auftritt der rund 1.200 Augsburger, die man ehrlicherweise nur dreimal im gesamten Spiel wirklich wahrgenommen hat. Ein Lob gebührt daher auch den Eislöwenfans, die binnen 12 Monaten eine beachtliche Entwicklung hingelegt und das eigene Team zum nächsten Heimsieg gepusht haben. So darf es gerne weitergehen.
9 unserer 19 Zähler haben wir in den letzten 8 Spielen geholt. Der Trend stimmt. Den Moment darf man kurz genießen. Sonntag geht's weiter. Am besten mit dem nächsten Dreier gegen das jüngste Frankfurt-Opfer.
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