Sonntag, 21. Dezember 2025

mERCI Schwendi ...

Eislöwen versauen dem Spitzenreiter die vorweihnachtliche Partylaune!

Es war genau 19:09 Uhr in der Dresdner Eishalle, als die Schlusssirene ertönte und damit endlich der erste Heimdreier der Eislöwen in der DEL in Sack und Tüten war. Doch zu hören war die Sirene natürlich nicht, da die Emotionen völlig überkochten. Was ein Hexenkessel.

So kitschig wäre es vielleicht gar nicht geworden, hätte der Sonderzug aus Ingolstadt pünktlich Dresden erreicht und die Partie einen planmäßigen Beginn gehabt. Doch der Start war ohnehin wie üblich. Hohe Scheibe, nachgesetzt, reingemogelt, 0:1. Zunächst wurde es auch nicht besser, weil wir erst einfach und dann sogar doppelt in Unterzahl agierten, diese aber allesamt killen konnten. Dann der Game Changer. Dresden bereits in Überzahl. Da nagelte Preto Parkes in die Bande und mit allen Folgen daraus stand plötzlich eine doppelte Überzahl auf dem Programm. Hatten wir schon achtmal in dieser Saison, doch heute sollte es anders laufen. Ortega im ersten Schuss mittig auf Bochu, doch er bekam den Puck zurück und mit dem zweiten Schuss knallte er dann das schwarze Hartgummi gnadenlos zum 1:1 ins Netz. Ingolstadt also wieder zu viert. Doch damit nicht genug, traf Ortega auch bei einfacher Überzahl sehenswert. Diesmal allerdings auf die sanfte Art. Beim 16. Saisontor streichelte er die Scheibe per Abfälscher ins kurze Eck. 2:1. Wow. DD danach auch weiterhin mit guten Chancen. Dann die 18. Minute. Ein Konter. 2 auf 1. Tomas Andres hat den Puck, der wird doch nicht sein erstes Saisontor machen? Nein. Er passte clever auf den mitgelaufenen C.J. Suess, der als junger Papa cool auf 3:1 stellte. Hallo? Gehts noch? Wir führten gegen den Tabellenführer und das noch nicht einmal unverdient. 

Im Mitteldrittel war klar, der Spitzenreiter würde das Level anheben und mehr vom Spiel haben. Doch die größten Chancen hatten auch im zweiten Drittel zunächst wir. LeBlanc, Chartier und Co. vergaben aber drei dicke Möglichkeiten, scheiterten an Bochu und der Querlatte. So blieb es beim 3:1. Auf der anderen Seite lief Schwendi nun heiß, parierte viele Schüsse und holte einen unhaltbaren heraus, war dann beim 3:2 allerdings unglücklich, da der Puck seinen Schläger berührte und dadurch den Stupser erhielt, um im Tor statt außerhalb des Tores zu landen. Bitter, aber dem Spielverlauf nach verdient.

Das Schlussdrittel wurde dann ein leidenschaftlicher Kampf von David gegen Goliath, der in der 43. Minute bereits beendet schien, da Ingolstadt ausglich. Doch Janick Schwendener wurde im Torraum behindert und so fand der Treffer nach Videobeweis doch keine Anerkennung. Tiefes Durchatmen. Noch 17 Minuten zu gehen. Dresden wehrte sich, verkaufte sich teuer und traf abermals die Latte. Menschenskinder nochmal. Der Fight spitzte sich zu. Doch die Defensive warf sich in viele Schüsse der wütenden Schanzer Panther, Schwendener hielt bravourös und das Glück war uns auch hold. Das PK hielt sich auch heute schadlos gegen das Spitzenteam der Liga. 100% nach drei Duellen. Absolut spielentscheidend. So ging es in die Crunchtime und der ERCI zog den Goalie. Mehrfach hatten die Eislöwen die Chance, zu befreien und den Puck ins leere Tor zu schießen, doch mehrfach scheiterten sie beim Versuch und so hieß es Zittern bis zur letzten Sekunde. Dann aber rissen alle, die es mit den Eislöwen hielten, ihre Arme hoch. 19:09 Uhr. Heimdreier. Endlich. Verdammt nochmal. Es war vollbracht. Rückstand auf P13 von 11 auf 9 reduziert. 

Fazit: Ein starkes Spiel unserer Jungs gegen einen keinesfalls schwachen Gegner. Heute großartige Special Teams und eine sehr strukturierte Leistung über volle 60 Minuten. Es geht nicht darum, das Spiel gegen so ein Team zu machen, sondern die Details in diesem Spiel richtig zu machen. Deutlich weniger Fehler, besseres Positionsspiel und genügend Chancen genutzt, um zu siegen. So darf, so soll, so muss es vielleicht auch weitergehen. Ein kleiner vorweihnachtlicher Stimmungsaufheller. Im Keller brennt noch Licht, wenn auch weiterhin klar das Schlusslicht. 

4. Advent, 3 Punkte, (nur) 2 Gegentore, 1 Sieg. Der fünfte Saisonsieg, der zweite Dreier im sechsten Spiel unter Fleming, der damit nun immerhin einen Punkt pro Spiel generiert, was fast einem Quantensprung entspricht. Dennoch ist es zunächst nur ein Spiel und Sieg. Wir sollten ihn feiern und keine Erwartungen daran knüpfen. 

P.S.: Viel Liebe heute für alle Spieler, aber besonders für Schwendi und für Andy (Tomas Andres - 0 Tore, aber 14 Scorerpunkte), der heute alle Tore vorbereitet hat.

Guten Abend.

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