Sonntag, 30. November 2025

Wie effizient kann man sein?

München so: JA!

Zwei grundliegend gute spielerische Leistungen, aber unter dem Strich steht nur ein Punkt und gibt leider wieder, was bereits die gesamte Saison ein Problem ist. Mangelnde Chancenverwertung und eklatante individuelle Fehler. München gewinnt in DD mit 2:4 und bestraft mutige Eislöwen knallhart.

Gegen die zwei Topteams aus Ingolstadt sechs Punkte zu holen, stand sicherlich nicht auf der Bingokarte, aber im Nachhinein muss man leider feststellen, dass viel mehr als der eine Zähler möglich gewesen wären. 

In beiden Partien geriet man zunächst in Rückstand, heute allerdings gleich mit 0:4, obwohl man im ersten Drittel die klar dominierende Mannschaft war. Wer hätte gedacht, dass wir das bei so einem Gegner schreiben dürfen? Genau dieser Fakt macht es allerdings doppelt bitter. Wir vergaben zahlreiche Torchancen und München münzte fast jeden Torschuss unter gütiger Mithilfe der Eislöwen in Tore um. Fünf Torschüsse. Drei Tore. Wir hatten uns ja Schwendi im Kasten gewünscht, aber an Jussi lag es nun auch nicht. Trotzdem hätte es vielleicht einen anderen Vibe gebracht. Das 0:1 ermöglicht ein blödes Stockfoul. Unterzahl. Setplay. Gegentor nach 5 Sekunden. Wie oft hatten wir das schon in dieser Saison? Das 0:2 mal wieder aus der Kategorie: ein Stürmer hat keinen Bock zu verteidigen und das 0:3 dann Slapstick der Marke Eislöwen. Emil rutscht volle Möhre in Jussi rein und sorgt so dafür, dass dieser nicht mehr eingreifen kann. 14:5 Torschüsse und 0:3. Kannst du dir nicht ausdenken.

Im Mitteldrittel dann früh sogar noch das 0:4 und kurz die Befürchtung, dass es abermals deutlich wird. Doch das Team hat gekämpft, nicht aufgesteckt und sich ganz spät im zweiten Drittel mit dem ersten Tor belohnt. Im letzten Drittel kamen dann noch die Refs ihren großen Auftritt, nahmen Dresden etwas Zeit für Offensive, doch drei Tore hätte man auch ohne die vielen Unterzahlsituationen nicht aufgeholt. Das 2:4 kurz vor Ultimo war dennoch wichtig und Lohn für die letzten 40 Minuten Arbeit nach einem unglaublichen 0:3. 

Am Ende steht aber ein 2:3 n.V. und ein 2:4, statt einem Dreier und zusätzlichen Heimpunkten.

Fazit: Das Team hat in beiden Spielen eine Reaktion gezeigt, musste es aber auch. Was wirklich positiv stimmt, ist die Tatsache, dass man gegen Topteams auch offensiv viel mehr Möglichkeiten kreiert hat und gleichwertig war. Was ebenfalls auffiel, waren allerdings die üblichen Themen, wie oben bereits beschrieben. Rückblickend wären vier bis fünf Punkte nicht utopisch gewesen. So atmet man wieder vor allem in Iserlohn durch, während bei uns die Luft immer knapper wird. 

Am Donnerstag geht es in Augsburg weiter. Wahrscheinlich mit neuem Cheftrainer. Wohl ein Kanadier mit DEL-Vergangenheit, der ideal auf das jetzige Anforderungsprofil passen würde und damit keiner der vorher kursierenden Namen. Mal sehen, ob es so kommt und der 58-jährige Hüne tatsächlich in DD aufschlägt oder gar schon eingetroffen ist, doch die Zeichen stehen sehr gut. Zuletzt war der Neue in Österreich, der Schweiz und zuvor eben in der DEL hinter der Bande am Start. Nun kehrt er demnach in die Liga zurück. 

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