Donnerstag, 27. November 2025

Marktübliche Mechanismen ...

Wenn unerwarteter Erfolg zum Bumerang wird!

So ist das Geschäft. Die typische Reißleine auf sportlicher Ebene wurde gezogen. Doch in gewisser Weise haben sich unsere Aufstiegshelden mit dem Aufstieg selbst die Basis des jetzigen Scheiterns gelegt.

Man kann sicher nach aktuellem Stand beide Entlassungen rechtfertigen, doch was diese in einer völlig verunsicherten Mannschaft bewirken können, bleibt abzuwarten. Hat man das falsche Konzept verfolgt? Vielleicht. Vielleicht wäre man aber ohne die ligaunabhängigen Verträge erstens nie aufgestiegen, oder hätte zweitens deutsche Spieler auf dem Markt finden müssen, die besser sind und nach DD kommen wollen, was nicht wirklich gegeben war, wenn man den Spielermarkt im Mai rekapituliert. Dennoch kann man zur Erkenntnis kommen, dass auch die Imports nicht zwingend die richtigen waren/sind. Die wenigsten Neuzugänge haben eingeschlagen, oder sind ihrem Namen gerecht geworden. Ausnahmen bestätigen die Regel. Dazu gesellten sich unzählige Langzeitverletzungen, sodass der große Kader nie zum erhofften Trumpf gegen das Alter werden konnte. 

Man darf gespannt sein, welcher neue Sportdirektor dann für die Zukunft aus dem Hut gezaubert wird, denn auch da ist der Markt nicht üppig. Wir werden nicht versäumen, unseren Dank an Matthias Roos zu richten, der immerhin in seiner vierjährigen Tätigkeit drei sportlich erfolgreiche Jahre geplant und uns somit die Basis für die Meisterschaft und den Aufstieg gelegt hat. Fehler hat er natürlich auch gemacht, sonst hätten wir vor anderthalb Jahren nicht Playdowns gespielt und würden aktuell wohl auch nicht mit nur neun Punkten dastehen. Dennoch überwiegt das Positive und wir sagen Danke für den Einsatz am Standort.

Was noch mehr schmerzt, ist aber, dass der Mann, der uns erst vor dem Abstieg in die Oberliga bewahrt und dann in der letzten Saison dieses meisterliche Aufstiegsmärchen dirigiert hat, nach nicht einmal zwei Jahren Amtszeit gehen muss. Danke Sunny. Wir werden diese Zeit von Selb bis Ravensburg und von der Klassenerhaltserleichterung bis zum Meisterwahnsinn nie vergessen. Es war stets ein angenehmer Austausch mit einem grundpositiven Menschen und tollen Trainer. 

Was man offenkundig feststellen muss, ist, dass wir viel zu schmal aufgestellt waren und sind. Egal ob im Coaching, im administrativen Bereich, oder auch im allgemeinen Spielbetrieb. Andere haben für jeden Bereich eine Vollzeitkraft, wir haben eierlegende Wollmilchsäue, die fünf Jobs gleichzeitig verrichten müssen und daher letztlich keinen zu 100 % ausüben können. Dies ist sicherlich auch ein Teilgrund für die sportliche Schieflage. 

Wir werden uns nun nicht an den Spekulationen um den neuen Trainer beteiligen. Die gängigsten Namen wurden in den letzten Wochen doch ohnehin bereits von der Krisenelite durchgenommen. Egal wer kommen wird, auch dieser Mann wird über kurz oder lang scheitern, wenn man infrastrukturell nicht zügig wächst. Doch zunächst muss die letzte Patrone überhaupt erst verschossen werden. Montag oder Dienstag sind wir sicherlich schlauer.

Wir stehen nun also ohne Trainer und Sportdirektor da, wohlwissend, dass auch mit einem neuen Coach der Abstieg mehr als wahrscheinlich ist und wir auf sportlicher Ebene abermals einen absoluten Neustart hinlegen müssen. Egal ob als Erst- oder Zweitligist. Denn für Top-Spieler sind wir nun natürlich noch uninteressanter geworden.

Wir lassen die letzten 36 Stunden erst einmal sacken. Morgen folgt dann die heroische Aufgabe bei der Ex unseres Ex anzutreten. Möge der Eishockeygott unserer Seele gnädig sein und Petteri ein gutes Händchen als Interims-Boss haben. Er kennt das ja.

Wir gehen den Weg mit unseren Farben so oder so weiter, egal wo er uns auch hinführen wird. An dieser Einstellung hat sich nichts geändert und wird sich auch nie etwas ändern. 

Immer vorwärts Dresdner Jungs und Mädels.


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