Das Derby ähnelte dem Spiel in Bietigheim. In langen Phasen hatte man eine gute Spielkontrolle, teilweise sogar einige dominante Minuten, die sich aber natürlich auch wieder mit zu passiven Momenten abwechselten. Zwei Drittel, ja über 45 Minuten war das defensiv richtig stabil. Dann kam, wie bei den Steelers, die Hilfe für den Gegner in Form eines abermals unnötigen Fouls eines Stürmers in der Offensivzone, welches letztlich den Ausgleich der Gastgeber zur Folge hatte.
Danach der gleiche Bruch im Spiel wie am Dienstag, doch man erarbeitet sich zumindest die Verlängerung. Dort nutzt man mal wieder eine Powerplaymöglichkeit nicht und ruft 16 Sekunden vor Ende der Overtime einfach mal den Selbstgeißelungs-Modus aus, indem man beim Bully in der gegnerischen Zone pennt, sich überlaufen lässt und in letzter Sekunde doch noch das Spiel und damit den Zusatzpunkt verliert.
Es war, zählt man das Nordost-Pokalspiel dazu, die mittlerweile 12. Niederlage in Folge in Crimmitschau. Ein dreckiges Dutzend Heimfahrten mit schlechter Laune in mehr als fünf Jahren und die Erkenntnis, dass man irgendwie immer einen Weg findet, dort zu verlieren und dabei wäre dieses Mal ein Sieg durchaus verdient gewesen.
Fazit: Defensive und Helenius stark, auch wenn er bei beiden Gegentoren nicht die glücklichste Figur machte, doch beim 1:1 wird er vom eigenen Mann umgedreht und schiebt dadurch die Scheibe selbst ein und beim zweiten Treffer ist er der Einzige, der überhaupt die Ambition zeigt, den Puck zu klären, was ihm aber leider nicht gelingt. Dafür hat er aber einige Glanzparaden ausgepackt und dem Team die knappe Führung lange festgehalten.
Was die Niederlage letztlich begünstigt hat, war erneut die Offensive, bzw. die fehlende Produktivität selbiger. Man hat sich durchaus einige gute Chancen erarbeitet, war jedoch einfach wieder nicht kaltschnäuzig und clever genug. Zudem war das Powerplay gewohnt fahrig und letztlich wenig ertragreich, während die Hausherren das Spiel durch ihre Special Teams gewonnen haben. Es war so viel mehr drin, aber an diesem Ort scheint irgendein alter Geist sein Unwesen zu treiben.
Wir tragen es mit Fassung, auch wenn es ohne eine solche Vorgeschichte sicherlich einfacher wäre, das Ganze schnell abzuhaken. Nüchtern betrachtet, ein weiterer Punkt für die Tabelle und zumindest das Wissen, dass man hinten immer solider wird. Doch solange wir auswärts weiterhin nur ein Tor schießen, braucht es halt eine nahezu perfekte Abwehrleistung, um die Dreier einzusacken. Hier muss auf Dauer die Offensive einfach besser zünden und die Abwehrreihen entlasten. Am besten schon am Sonntag gegen den punktgleichen Überfavoriten aus Frankfurt.
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