Dienstag, 26. Mai 2020

Föli-Tisch bald reich geDEGt?

Gerüchte um neue Kooperation verD(D)ichten sich!

DD+D? Quasi ein neues 3D-Modell? Könnte so schon bald die neueste Club-Kooperation zwischen DEL und DEL2 aussehen? Düsseldorf und Dresden verbindet auf jeden Fall mehr, als nur die gute Flugverbindung. Beide Standorte verfügen über einen guten Nachwuchs und möchten diesen auch möglichst zielführend entwickeln. Denkbar also, dass es so kommt. Düsseldorf würde nach einigen Wechseln der Partner in Dresden ein Pflaster vorfinden, auf dem schon so einige ihren Weg in die DEL gegangen sind und die Eislöwen erhalten Talente, die überwiegend schon DEL2-Niveau nachgewiesen haben oder im Nachwuchs auf DNL- statt DNL2-Niveau spielen konnten. Das mit Marco Nowak zudem in Düsseldorf ein gebürtiger Dresdner und aktueller Nationalspieler spielt, der zu seinen Jugendzeiten noch nicht das Glück vorfand, in der unmittelbaren Heimat derart gefördert zu werden, schlägt am Rande eine interessante Brücke unterm Brennglas, die die rasante Entwicklung unseres Nachwuchses in den letzten 10-15 Jahren verdeutlicht.

Ein paar Jahre herrschte in Sachen Kooperation mit einem DEL-Club tote Hose an der Elbe, doch man wird erkannt haben, dass man allein mit dem eigenen Nachwuchs noch nicht breit genug aufgestellt ist, um auch qualitativ immer eine starke vierte Reihe aufs Eis bringen zu können, die man bedenkenlos 6-10 Minuten in wichtigen Spielen einsetzen und somit auch dauerhaft die Topreihen entlasten kann. Da die profitabelsten "Prostitutionsmodelle" der Marke Adler, Hai oder Eisbär, um sich mal dem Lausitzer Slang zu bedienen, aber schon vergriffen sind, hat man in Dresden zuletzt darauf verzichtet, irgendwelche Schein-Ehen einzugehen und wohl gewartet, bis die richtige Braut auf dem Markt ist.

Es ginge sicher nicht darum, den eigenen Nachwuchs aufs Abstellgleis zu schieben und das wird auch nicht passieren, sondern vielmehr darum, Potenziale auszuschöpfen. Die eigenen Toptalente werden sich auch in Zukunft in DD durchsetzen, siehe Uplegger und Flade. Ein paar Andere schicken sich in Kürze an. Wieder Andere schaffen es über Umwege oder schaffen es vielleicht auch nie und nirgendwo. So ist das Profi-Geschäft. Wenn man aber Spieler der Klasse eines Alexander Ehl oder Alexander Dersch bekommen könnte, ist das schon ein kleiner, aber feiner Niveau-Unterschied in der Creme-Dose, vor allem wenn man eine Regelung finden würde, die es dem Spieler auch erlaubt, beständig in einem Team zu spielen, sich zu entwickeln und nicht ständig im Flieger zu sitzen. Zudem würde es unseren Talenten, wie beispielsweise Lucas Flade, womöglich auch die Chance eröffnen, DEL-Luft zu schnuppern, ohne gleich zwanghaft den Club und die Heimat in Gänze verlassen zu müssen.

Man darf daher gespannt sein, ob sich das Gerücht, welches aktuell vor allem in der Altbier-Stadt immer lauter wird, bestätigt oder doch alles anders kommt.


Potenzielle Fölispieler aus Düsseldorf

Torhüter:
Hendrik Hane
Mirko Pantkowski

Verteidiger:
Alexander Dersch
Nicolas Geitner
(Niklas Heinzinger, wenn er Tölz doch noch verlassen sollte)

Stürmer:
Tobias Eder
Alexander Ehl
(Charlie Jahnke, wenn er sich nicht oben durchsetzt)
Jan Wrede
Marc-Alexander Stähle

Potenzielle Fölispieler für Düsseldorf

Torhüter:
Nick Jordan Vieregge

Verteidiger:
Arne Uplegger
Lucas Flade
Maik Rausendorf

Stürmer:
Tom Knobloch
Joe-Richard Kiss

Unabhängig von Kooperationsgerüchten haben wir euch auch mal alle anderen "Gerüchte", die mit Bezug zu den Eislöwen im Umlauf sind, beleuchtet. Wie immer halten sich diese aber in Grenzen. Wir haben euch mit einer Prozentzahl angegeben, für wie glaubhaft wir das Gerücht halten. Natürlich beinhaltet das keinerlei Garantie und ist lediglich unsere persönliche Einschätzung.

Rostislav Haas (CZ) -> Eislöwen (50%)
Viele kennen ihn sicher noch aus seiner Zeit als aktiver Goalie in Freiburg oder Schwenningen und nun könnte der Tscheche in der Funktion als Goalie-Coach in die zweite Liga zurückkehren. Den bisherigen Torwarttrainer Anton Lukin zieht es wohl per Vollzeitstelle zu den Adlern nach Mannheim, wo gegenwertig auch Haas für die GDI-Torwartschule von Benedikt Weichert tätig ist, doch nun scheint es möglich, dass der Routinier, der seit 8 Jahren als Trainer arbeitet, zumindest Teilzeit auch in Heimatnähe arbeiten und zukünftig das Goalie-Training an der Elbe als offizieller Goalie-Berater steuern könnte.

Mirko Sacher (GER) -> Eislöwen (10%)
Sacher ist eigentlich zu gut für die zweite Liga und in Baden-Württemberg zuhause. Jedoch hat er gute Erinnerungen an DD und sich hier wohlgefühlt, was aber allein nicht reichen wird, um einen solchen Klasse-Spieler an die Elbe zu locken. Es wäre ein Traum, ihn wieder im Eislöwentrikot zu sehen und genau das wird es wahrscheinlich auch bleiben. Ein Wunschtraum. Aber träumen ist ja nicht verboten.

Jordan Knackstedt (GER/CAN) -> Eisbären Berlin (10%)
Wann immer Sommerpause ist, gibt es Wechselgerüchte um Knacki. Entweder geht er angeblich nach Crimmitschau zurück, weil er es dort genossen hat, im Mittelpunkt zu stehen, geschätzt zu werden und sowieso das ländliche Gefilde bevorzugt, oder er geht in die Hauptstadt und gründet eine WG mit Detlef Müller, weil er Großstädte plötzlich so liebt. Knackstedt ist in der DEL2 ein Ausnahmespieler, dass wäre er in der DEL und in einem Kader, wie Berlin ihn hat, definitiv nicht. Daher darf man das Gerücht doch stark anzweifeln. Unmöglich ist es dennoch nicht.

Jeff Hayes (CAN) -> Eislöwen (30%)
Hayes war ja angeblich schon die letzten Jahre immer wieder im Gespräch, aber den gleichen Running Gag gab es auch bezüglich Elia Ostwald, der glücklicherweise nie wahr geworden ist. Hayes ist natürlich ein reizvoller Spieler. Die Eislöwen werden aber zunächst bemüht sein, Lamoureux, Huard und Co. zu halten, statt andere zu holen. Hayes könnte dennoch eine Option sein, allerdings auch für die unmittelbare Nachbarschaft.

Erik Betzold (GER) -> Eislöwen (25%)
Gehört zur jungen Heinrizi-Russellbande in Freiburg, für den aber wohl im neuen Kader kein Platz mehr sein wird. Somit ist er sicher für viele Clubs ein interessanter Spieler. Sollte sich das Kooperationsgerücht mit Düsseldorf jedoch bestätigen, würde ein Wechsel nach DD wohl eher unwahrscheinlich werden, es sei denn, er wäre Teil der Kooperation. Da es kein konkretes Gerücht ist und die mögliche Kooperation einige Kaderplätze füllen würde, zweifeln wir an einer Verpflichtung.

Darby Llewellyn (USA) -> Eislöwen (45%)
Der 23-jährige US-Amerikaner war in seiner ersten Europa-Saison in Chomutov (2. Liga Tschechien) direkt zweitbester Torjäger seines Teams und machte zuvor schon in den amerikanischen Minor-Leagues auf sich aufmerksam. Er wäre eine noch jüngere Ausgabe einer Verpflichtung a la Nicklas Huard oder Elvijs Biezais und würde zum Transferstil von Marco Stichnoth passen. Er ist in unseren Augen mehr als nur eine Option, jedoch natürlich ein völlig unbeschriebenes Blatt für die DEL2. Ein interessanter Spieler auf jeden Fall und daher durchaus ein ernstzunehmender Gedanke.

Kevin Domingue (CAN) -> Eislöwen (20%)
Auch Domingue wäre ein Nobody in der DEL2, stellte sich mit Ottawa aber bereits 2019 den Eislöwenfans vor. Er war die letzten 4 Jahre der Topspieler und Torjäger seines Uniteams und kann sich nach seinem Studium durchaus eine Profikarriere in Europa vorstellen. Die Qualität ist ähnlich anzusiedeln wie bei Darby Llewellyn. Wir können uns vorstellen, dass einer der beiden ein echter Kandidat für einen Vertrag werden könnte, vor allem wenn Huard und Lamoureux, aus welchen Gründen auch immer, nicht nach DD zurückkehren sollten.

Insgesamt ist es wohl noch zu früh, um mit einer baldigen Transfer- oder Verlängerungsflut bei unseren Eislöwen rechnen zu können. Die Lizenzierung läuft zwar und die finanziellen Grundlagen dürften geschaffen sein, doch niemand weiß, wie viel Bewegung noch in den Spielermarkt kommt. Gut möglich also, dass man sich auf Schlüsselpositionen 2 bis 3 Optionen offenhält, um den einen oder anderen überraschenden Glücksgriff zu landen und zunächst die bestehenden Verträge und Verlängerungskandidaten abarbeitet.

Wir sind auf jeden Fall gespannt, da dieser Sommer so unvorhersehbar werden dürfte, wie nie zuvor.

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