Der Teufel trägt heute wohl eher Trauer als Prada, auch wenn sich die meisten aufgrund der letzten Wochen ohnehin nicht viel ausrechneten.
Unsere Jungs dagegen kopieren weiter fleißig die letzte Saison, setzen aber vielleicht sogar noch einen drauf.
Auch dank vieler Undiszipliniertheiten der Gäste, die sich einfach nicht auf die megakleinliche Linie der Refs einstellen wollten oder konnten, wurde es am Ende fast ein chilliger Sweep Richtung Playoffs.
Doch vergessen wir nicht, wie das Spiel begann. Dauerdruck Nauheim, Rückstand. Die ersten Gedanken an ein drittes Spiel kamen schon auf, gebt es zu. Doch wir haben da einen Luxus-Wecker aus dem Hause Knackstedt, der uns nicht nur mit dem wichtigen Ausgleich aufgeweckt hat, sondern in der Folge auch in seiner unnachahmlichen Weise Regie und uns mit 5 Scorerpunkten in die Playoffs geführt hat.
Dazu kommt ein eiskalter Timo Walther, der den erneut ultrawichtigen Shorthander macht, ein ommipräsenter Kapitän Pille, ein herausragender Dotzi und vergessen wir neben allen anderen nicht den Deckeldraufmacher aus Tschechien, der mit seinem Penalty noch einmal ein paar Aluhüte vom Kopf geschossen hat.
Offense wins Games und mittlerweile sogar Serien. Mit 13 Toren in 2 Spielen hat man die bemitleidenswerten Freunde aus der Kurstadt fast schon in die Sommerpause geprügelt. Sorry liebe Teufel.
Fazit: E wie Effizienz und Erfahrung, S wie Special Teams, C wie Cleverness und D wie Disziplin, kurz ESCD. Wer hätte gedacht, dass wir in all diesen Bereichen die höheren bzw. besseren Werte erzielen würden. Wir sind in den Playoffs und das durchaus sehr verdient. Auch weil man die bessere Mentalität an den Tag gelegt hat. Es bleibt aber natürlich festzuhalten, dass uns der Hauptrundenmeister ab Freitag in allen Bereichen deutlich mehr fordern und viel mehr abverlangen wird. Dazu kommen 2 Verletzte nach 2 Spielen, die nicht so ganz unwichtig sind. Sowohl bei Steve Hanusch, bei dem wir eine Schulterverletzung vermuten, als auch bei Super-Mario Lamoureux, dessen Verletzung unklar ist, wiegt der Ausfall schwer. Doch immerhin haben wir offensiv einen hungrigen Elvijs, der endlich wieder rocken will und sind im Gegensatz zu Frankfurt voll im Rhythmus.
Wir stehen im Playoff-Viertelfinale. Sauber Männer. Das kann man schon mal feiern. Aber bloß keine Zufriedenheit. Es geht weiter. Mal sehen wie weit...
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