Es erinnerte etwas an unser letztes Heimspiel gegen Heilbronn, als wir vor allem im Mitteldrittel die Gäste nach Belieben dominierten, nur waren dieses Mal dummerweise wir die Leidtragenden.
Das Spiel begann eigentlich gut. Heilbronn zuhause mit etwas mehr Spielanteilen und Schüssen, aber wir mit den besseren Chancen. Lamoureux in Unterzahl an die Latte und danach ließ man weitere drei Großchancen ungenutzt. Eines dieser Unwörter.
Unnötig und undiszipliniert sind zwei weitere und diese kamen dann im zweiten Spielabschnitt zum tragen, als man mehr oder weniger binnen 4 Minuten das Spiel verlor. Zwar waren die Strafen recht kleinlich, aber durchaus vertretbar, wenngleich man den Schiedsrichtern zumindest anlasten kann, dass sie nicht auf beiden Seiten für gleiche Vergehen das gleiche Maß anlegten, doch letztlich ist man als Mannschaft auch selbst ins Unglück gestürzt.
Nicht das Rekordspiel, was man sich wünscht. Marco Eisenhut hatte zwar keine Aktie an den Gegentoren, aber wenn du als erster Eislöwengoalie überhaupt dein 129. Pflichtspiel für den Club bestreitest, willst du nicht so oft den Puck aus dem Netz holen müssen und vor allem nicht verlieren.
Das Schlussdrittel dann zwar für dieses Spiel nicht mehr relevant, aber immerhin hat man Moral gezeigt und versucht, wieder in die Spur zu finden. Die Siegesserie ist leider mit einer Packung im asozialsten Stadion der DEL2 gerissen. Scharf und knackig analysieren, schnell im Kopf abhaken und Sonntag neu angreifen.
Fazit: Nach vier Siegen in Serie setzte es nun 2020 die erste Niederlage, passenderweise die 20. der Saison und die fällt auch noch sehr deutlich aus. Allerdings sollten wir uns alle nicht zu lange damit beschäftigen. Es kam einfach vieles zusammen in diesem zweiten Drittel. Kernthemen: Disziplin, Unterzahl und Spiel in der eigenen Zone. Auch das Fehlen von Motor Steve Hanusch, der leider noch an den Folgen des Pucktreffers beim Open Air Spiel zu knabbern hat, war deutlich zu spüren. Null Punkte, Minus 7 Tore und damit kein guter Start in die spielintensive Phase bis Ende Januar. Das Spiel muss ganz schnell aus der Birne. Sonntag starten wir zuhause eine neue Serie.
P.S.: Wir möchten trotz wenig Grund zum Jubeln heute Marco Eisenhut (nicht Markus Eisenschmid und auch nicht Timo Pielmeier) zum Rekordspiel als Eislöwengoalie gratulieren und unseren Nachwuchsgoalie Nick Vieregge mit gerade einmal 17 Jahren zum guten Profidebüt in der DEL2 beglückwünschen. Das war mehr als ordentlich im letzten Drittel.
Wir sehen uns Sonntag.
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