Kein Aufbau, kein Kombinationsspiel, keine Offensivkraft, kein Powerplay, keine Punkte. So konnte man das erste Auswärtsspiel der Eislöwen in Bad Tölz zusammenfassen, zumindest nach 45 Minuten. Busbeine können es nicht gewesen sein, reiste man doch bereits gestern nach Oberbayern. Doch das Team ließ wie schon in Drittel 2 und 3 beim Heimspiel fast alles vermissen, was es braucht, um ein Spiel zu gewinnen.
Umso mehr verärgern einen dann die letzten 15 Minuten des Spiels, denn da geht es plötzlich und man zeigt Willen, Einsatz, Gier und Druck, dreht beinahe noch das Spiel, obwohl man eigentlich aussichtslos hinten war und zeigt sich damit irgendwo selber gnadenlos auf, was schief gelaufen ist. Die Niederlagen sind sicher anders entstanden als letzte Saison und die Defensive ist nicht das Hauptproblem, aber am Ende steht erneut ein Startwochenende mit 2 Niederlagen zu Buche.
Einmal 20 Minuten Eishockey, einmal 12 Minuten Eishockey. 60 Minuten wären mal eine coole Alternative, auch wenn heute vielleicht schon 30 gereicht hätten, um einen Dreier einzufahren. Ob man will oder nicht, alle haben jetzt sofort die Hauptrunde der letzten Saison im Kopf.
Fazit: Keine Konstanz, kein Erfolg. Das traurige Lied des Wochenendes. Ohne Aufbauspiel und Passsicherheit kann die Offensive nicht funktionieren und so sind wir dann gezwungen, nur defensiv zu arbeiten und da schießt man selten eigene Tore. Die letzten zehn Minuten haben dann das offensive Potenzial gezeigt, aber du kannst dich nicht auf ein paar gute oder zielstrebige Minuten verlassen.
Viel Arbeit für die neue Woche, diese in unseren Augen teilweise überhebliche Attitüde abzulegen. Mit dieser gefühlten Arroganz werden wir nämlich in schöner Regelmäßigkeit in Schönheit sterben. Zunächst ist Hockey Arbeit und dann irgendwann Erfolg und wenn der dann konstant eintritt, kann man vielleicht auch mal das Besondere wollen, zuweilen ist unser Auftreten aber noch eine Verschwendung des unbestrittenen Talents des Teams. Birne klar bekommen, Fokus finden! Gute Nacht.
P.S.: Unser Nachwuchs hat es heute vorgemacht und sowohl die U17, als auch die U20 konnte ein siegreiches Wochenende feiern. Sauber ihr jungen Wilden.
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