Am Ende steht ein deutliches 5:1, welches bei weitem nicht so deutlich war. Doch wie immer interessiert das morgen keinen mehr. Völlig egal wie diese Saison auch enden wird und wie schlecht wir vielleicht auch sein werden, wir werden immer noch besser sein als Magenta-Kommentator Adrian Ahnungslos, der, um ihn mal selbst zu zitieren, eine Bankrotterklärung für Kommentatoren und der DEL absolut unwürdig ist. Eine bodenlose Performance am Mikrofon und das leider schon über die gesamte Saison hinweg. Von ihm bekommt Dresden stets einen von der Groeben Kelle verpasst. Wofür das A im Namen steht, dürfte jeder und jedem klar sein.
Das Spiel begann wie Spiel eins der Saison an gleicher Stelle mit brennenden Eisbären im Tempomodus und Eislöwen, die damit nicht umgehen konnten. Das frühe 2:0 somit vollauf verdient. Doch die Eislöwen waren zumindest effizient. Fehlpass Berlin. Travis bekam die Scheibe und haute sie im Slot trocken zum 2:1 in den Knick. Das Ergebnis nach dem ersten Drittel neben Schwendener das beste.
Im Mittelabschnitt dann ein völlig anderes Bild. Berlin eher schläfrig und träge, wir dagegen wacher, klarer und plötzlich auch offensiv aktiv, ja beinahe tonangebend. Teilweise auch auf den Tribünen, wo wieder gut 2.000 Eislöwenfans den Weg ins weite Runde gefunden hatten und toll unterstützten. Das Problem dabei: die Effizienz aus Drittel 1 nahm man leider nicht mit. Erst verpasste Rourke Chartier aus Egogründen den Ausgleich, weil er lieber auf den eigenen Torerfolg abzielte, als auf den Pass auf Austin und das sichere 2:2 zu gehen. Dann vergab Andrew Yogan den Ausgleich, weil er um Haaresbreite den Tip-in am langen Pfosten verpasste und schließlich ließ auch noch Dane Fox eine Großchance liegen. Die Strafe dafür folgte am Ende des Mitteldrittels. Erst traf Eder ansatzlos aus dem Nichts, dann hatten wir erneut den Anschluss auf der Kelle, scheiterten aber per Rückhand an Stettmer und kassierten direkt im Anschluss den Konter von Tiffels, der eiskalt auf 4:1 erhöhen konnte. Thema plötzlich durch. Bittere Pille. Gefühlt warst du dran, verdienst dir den Ausgleich, bestrafst dich aber mit zwei Schüssen in den eigenen Fuß.
Im Schlussabschnitt ging es dann darum, sich sachlich aus dem Spiel zu verabschieden. Berlin traf nochmals. Wir hätten auch noch zweimal treffen können, doch genau das war der klare Unterschied. Die Effizienz und Gier im Abschluss, die leider nur Travis Turnbull gezeigt hat. Auch das Powerplay bleibt eine große Baustelle, an der man jetzt aber vielleicht mal ein paar Tage arbeiten kann. Laut Mister AA nutzen ja 13 von 14 DEL-Clubs jede doppelte Überzahl easy zu einem Tor. Die Statistik kann er uns gerne noch zeigen, sollte er uns am Freitag wieder kommentieren.
Fazit: Wenn du im Mitteldrittel deine Chancen nutzt, wird das ein ekliges Spiel für Berlin und ein Punkt ist möglich. Doch wir haben heute verpasst, clever genug zu agieren. Hinzukam, dass wir heute leider zum Teil in alte Muster fielen. Zu Beginn machten die Topstürmer mal wieder in der Defensivarbeit in der eigenen Zone nicht aufmerksam mit und über das gesamte Spiel war es vor allem die dritte Formation, die kein Bein aufs Eis bekam. So ist die Niederlage letztlich verdient und besiegelt quasi, dass es am Freitag in Iserlohn das ultimative Endspiel um die letzte Chance geben wird, da die Roosters nun wieder sieben Punkte enteilt sind. Verlieren am Seilersee wird für uns daher verboten sein. Andernfalls wären es zehn Punkte und ein Spiel weniger.
Gut ist, dass die Trainer nun mal vier Tage haben, um durchweg an Themen zu arbeiten. Wir zeigen unter Fleming auf jeden Fall mehr offensive Qualität und besseres Passspiel, doch alles ist natürlich noch eine wackelige Angelegenheit, da sich weiterhin gewohnte Fehler wiederholen und so schnell wohl auch nicht komplett aus dem Körper zu bekommen sind. Trotzdem gefallen uns die Auftritte des Teams gut. Es helfen jedoch nun nur noch Punkte und Siege. Ansonsten wird es bei aller Mentalität über kurz oder lang unmöglich, sich da noch rauszuziehen.
P.S.: Die Derbysieger-Gesänge aus der HNK waren abermals knuffig. Nur weil man es zur Headline macht, ist dieses Duell noch lange kein Derby. Ein Derby entsteht aus einer speziellen Rivalität und örtlichen Nähe heraus und nicht, weil man mal etwas rufen will, was man lange nicht rufen konnte. Gewöhnt euch also gar nicht erst dran. ;-)
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