Donnerstag, 4. Dezember 2025

Sauerteig statt Garteig ...

Eislöwen lassen den DEL-Hexenkessel verstummen! 

Da ist das verdammte Ding. Vielleicht sind wir doch ausnahmsweise für Donnerstagsspiele, denn wie schon am dritten Spieltag, damals ein Donnerstag in Frankfurt, führt es am Ende zu drei Punkten. Endlich wieder.

Wir kamen, wie zuletzt ja häufiger, richtig gut rein, kassierten aber erneut das mittlerweile obligatorische Gegentor. Aus dem Nichts und per dreifacher Abfälscher gelangte die Scheibe zum 1:0 ins Netz. Wir waren auch in der Folge mit den Köpfen oben, hatten die besseren Möglichkeiten. Yogan übers Tor, Suvanto gegen die Latte. Nach starkem PK ging es in die erste Pause.

Der Mittelabschnitt gehörte dann definitiv uns. Zwar blieb Augsburg bei der Lauertaktik und kam immer mal wieder überfallartig, manchmal auch einfach überraschend vor Janick Schwendener, doch der zeigte erneut die Konstanz der letzten Einsätze und gab seinen Farben so die Chance auf Zählbares. Zweites Powerplay dann. Streu hatte die Überzahlformation etwas verändert. Geduldiges Spiel und am Ende der Treffer durch den Birthday-Boy. Yogs glich sehenswert zum 1:1 aus. Das Spiel nahm danach eine kleine Auszeit. Es passierte wenig, bis Rourke Chartier im nächsten Powerplay plötzlich frei vor Garteig auftauchte, aber weiterhin auf seinen ersten DEL-Treffer warten muss, da der Augsburger Schlussmann stark parierte. Kurz vor der Pausensirene dann nach langer Zeit auch die Hausherren mal wieder mit einer Großchance, die aber ebenfalls ungenutzt blieb.

Das Schlussdrittel musste also die Entscheidung bringen. Zunächst wirkte der AEV forscher, williger. Doch Schwendi sagte zweimal Nein. Auch das nächste Unterzahlspiel konnte souverän gekillt werden. Es folgte der Geistesblitz von Andrew Yogan. Wie schon in Frankfurt, traf er auch an seinem Geburtstag doppelt, weil er einfach mal aus der Drehung den Puck auf das Gehäuse warf und Garteig damit völlig überraschte. 1:2. Führung. Wenig später eine undurchsichtige Situation vor dem Augsburger Kasten. Bouma schaltete zuerst und schoss Garteig clever von der Grundlinie aus an. Der Puck drin. 1:3. Die werden doch nicht? Klar doch. Direkt eine dumme Strafe genommen. Augsburg aufgeweckt. 2:3. Mitten in die Toransage hinein gab allerdings Parkes, nach schönem Anspiel von Chartier, die direkte Antwort zum 2:4. Garteig, der früh unten war, schön verladen. Wilde vier Minuten Eishockey in der Fuggerstadt, aus denen DD als Sieger hervorging. Augsburg nämlich nun völlig von der Rolle. Auf und neben dem Eis. Sie zogen dann sehr früh den Goalie und spielten gefühlt fast sechs Minuten 6 gegen 5. Unser Team blockte, kämpfte, kratzte und hatte am Ende heute auch mal das nötige Glück, dass der Puck zweimal an der Latte landete. Ach und dann war da ja noch die Konstante der letzten Wochen. Janick Schwendener. Die Eislöwenfans im ansonsten stillen CFS zählten lautstark die Sekunden runter. 3. 2. 1. Sieg. Der wichtige Dreier war fix. Zum Einstand von Fleming und Streu. Na hoi.

Fazit: Die Basis für den Sieg bildeten bereits die letzten Spiele. Doch heute hat man es verstanden, die vielen kleinen Dinge richtig zu machen. Wir haben sehr gut miteinander gespielt, uns toll supportet, saubere Pässe an den Mann gebracht und bis auf ein paar Ausnahmen sehr stabil verteidigt. Vor allem aber cleane Breakouts gespielt, gute Entrys forciert, den Puck und Gegner gut bewegt, uns selber übrigens ebenso. Mehr Tempo, mehr Bewegung, mehr Abschlüsse aufs Tor, mehr Ertrag. Dieses Spiel tat und tut richtig gut. Einzige Katastrophe: Unser Bullyspiel. Gefühlt haben wir von fast 60 Anspielen nicht einmal ein Drittel gewonnen. Unterste Schublade. Aber es fiel so gar nicht ins Gewicht. Es war Schwendis erster Saisonsieg und den hat er sich auch längst verdient. 

P.S.: Wenn man überlegt, was wir bislang für eine Saison hatten: Vor dem Spiel 22 Niederlagen in 25 Spielen und nur zehn Punkte auf dem Konto. Dennoch waren wir heute die mental bessere und stärkere Mannschaft, haben mehr an uns geglaubt, als ein Team, welches 33 Punkte auf dem Konto hat und eigentlich nur eine Ergebniskrise. Das spricht für unsere Jungs, aber irgendwo auch gegen die Panther. Keine Sorge AEV, oder seid ihr jetzt die EAV (Erste Augsburger Verunsicherung), wir werden wohl keine 20 Punkte mehr auf euch aufholen. Aber es erfüllt uns schon mit Stolz, dass wir so zusammengeblieben sind. Trotz des Negativlaufs. Wir treten positiver auf als viele, denen es sportlich deutlich besser geht. Bleibt alle aufrecht. Weiter gehts. Ein guter, fast perfekter Start für das neue Coaching Team. Weitermachen.

Keine Kommentare: