Freitag, 20. November 2020

Einser-Serie hat Bestand...

Fehlende Durchschlagskraft und Ordnung kostet Punkte!

Die Torausbeute ist und bleibt das Problem, sobald sich unsere Eislöwen in den Bus setzen. Sie erzielen zwar konstant ihr Tor in der Fremde, aber eben bislang auch immer nur dieses eine Tor. Dazu kam dann heute leider noch der individuelle Fehler-Faktor, der zuletzt fast ausgeräuchert schien.

Nach dem frühen Rückstand kommen wir in Kassel etwas glücklich im Powerplay zum Ausgleich und schaffen es, übrigens ohne vier wichtige Stammkräfte, zunächst defensiv halbwegs stabil zu stehen, doch ein kapitales Missverständnis bringt uns trotzdem wieder in Rückstand. So wedelte der Schwanz zu kurz mit dem Hund, um es mal etwas anders zu beschreiben.

In der Folge rennen wir dem Rückstand hinterher, geraten zudem mit zunehmender Spieldauer zu oft in die Offensivmühle der stark besetzten Huskies, halten dieser aber mit Glück und auch Dank einer starken Leistung von Start-Debütant Nick Jordan Vieregge lange stand, verpassen es jedoch unsererseits, die wenigen Einschussmöglichkeiten in der zu selten belagerten Offensivzone zu nutzen.

Zum Ende hin fällt dann, zwar etwas aus dem Nichts heraus, aber verdient das 3:1 und damit die Entscheidung. Dass es noch das vierte Tor gibt, ist zwar egal, doch die Entstehung ist sinnbildlich für die bisherige Saisonleistung eines gewissen Unsicherheitsfaktors in der Eislöwen-Abwehr, der bedauernswerterweise heute doch wieder mehrfach zum Tragen kam und irgendwie die gesamte Gruppe aus der Balance zu bringen vermochte, wirkte man doch, anders als zuletzt, zu häufig einen Schritt zu spät, wenn die Schlittenhunde im Sturm ihre Kreise zogen. 

Fazit: Die Defensive und die Torhüter liefern insgesamt konstant solide bis gute Leistungen, doch individuelle Fehler kratzen erheblich am Fortschritt. Auffällig auch, wie viel weniger sich das Team bei Auswärtsspielen im Angriff zutraut. Man ist automatisch defensiv stärker beansprucht. Mitunter war man nicht nur offensiv, besonders in der neutralen Zone, sondern auch defensiv zu passiv. Knackstedt, Trupp und Co. dieses Mal als Spielmacher obendrein im Passspiel zu umständlich, beziehungsweise auch unglücklich und zu sehr darauf bedacht, das Besondere zu fabrizieren. Es kam so nie wirklich ein echtes Kombinationsspiel auf. Das Fehlen der vier Stammspieler somit im Endeffekt etwas zu deutlich zu spüren, wenngleich das Gefälle in der jetzigen Entwicklungsphase bei gleich vier Ausfällen erwartbar war.

Kassel gewinnt daher, auch aufgrund der höheren individuellen Klasse im Angriff, völlig zurecht, wenn auch etwas zu hoch und wir müssen weiter auf den ersten Auswärtssieg der Saison warten. Der Aufwärtstrend der letzten Woche hat eine Delle kassiert, wenngleich Kassel als Gegner sicher nicht der Qualitäts-Maßstab für unser Team sein sollte. 

In der letzten Spielzeit dauerte es übrigens bis zum 14. Spieltag, ehe ein Auswärtssieg gelang, doch so lange müssen wir in dieser Runde wohl hoffentlich nicht warten. Am Sonntag folgt zunächst ohnehin die beliebtere Disziplin: Heimspiel. 

Runterschlucken. Mund ausspülen. Kopf hoch. Weiter gehts.

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