Sonntag, 4. Oktober 2020

So geht Eishockey ...

Heimturnier eine Erfolgsgeschichte!

Noch nie lag der Fokus im Eishockey so sehr auf Dresden wie an diesem Wochenende. 
 
Eishockeydeutschland blickte an die Elbe und erlebte, trotz des Freitags-Schocks mit der Eisbären-Absage, ein gelungenes Turnier vor insgesamt 2.420 Zuschauern. 1.408 von 1.800 zulässigen Tagesbesuchern kamen am Samstag, heute lockte der Finaltag dann noch einmal 1.012 Fans an und diese sollten ihr Kommen nicht bereuen, boten ihnen die Teams doch überraschend gutes Eishockey und viele Tore.

So fanden sich zur Mittagszeit heute gut 1.000 etwas müde wirkende Augenpaare in der Eishalle ein und sahen überraschenderweise ein Finalduell ohne deutlichen Klassenunterschied. Die Eislöwen liefen sich ihre müden Beine trotz kürzerer Regenerationszeit schnell wieder warm und lieferten dem Topfavoriten aus München einen beachtlichen Kampf.

Zwar ging München früh im Powerplay in Führung, doch Dresden hielt stark dagegen, überzeugte defensiv, läuferisch und erspielte sich ab Mitte des ersten Drittels auch offensiv einige Möglichkeiten. Ein 1:1 zur ersten Pause wäre nicht unverdient gewesen, auch wenn Riku Helenius im Eislöwentor so einige Big Saves auspacken musste.

Im zweiten Abschnitt ein ähnliches Bild. Doch wann immer es nach Ausgleich roch, folgte ein Pfiff und ein Gegentor, da die roten Bullen die teils etwas fragwürdigen Powerplay-Geschenke eiskalt nutzten. Dennoch bot auch das zweite Drittel erwähnenswertes auf Dresdner Seite, entdeckte unser Superfinne doch tatsächlich das weiße Lederdingens an seiner linken Patschehand und packte gleich 2 starke Fanghandparaden aus. Mehr davon.

Im Schlussabschnitt stemmte sich die Eislöweneinheit weiter gegen die Niederlage, auch wenn man noch das 0:4 hinnehmen musste und wurde spät belohnt, leider aber etwas zu spät. Gleich zweimal ließ Elvijs seinen Schläger rocken und das Tornetz der Münchener wackeln, was einige vielleicht daran erinnerte, warum man diesen Stürmer wieder mit einem Vertrag ausgestattet hat. Wer weiß, was passiert wäre, hätte man eine der dicken Chancen auf das 3:4 genutzt, doch am Ende trafen dann die Bayern noch ins leere Tor und sicherten sich letztlich auch verdient den Titel.

Wir gratulieren den Münchnern. Was für eine tolle Hockeymannschaft. Feiern aber auch unsere Jungs, die zwei richtig starke Auftritte hingelegt, sowie defensiv und kämpferisch überzeugt haben und bereits jetzt als echte Einheit aufgetreten sind.

Einige dürften vielleicht gesehen haben, dass Namen nicht alles sind, dass bestimmte Spieler wertvoller sein werden, als es manch nackte Statistik vermuten lässt und von diesem Team durchaus gutes Eishockey zu erwarten ist, vorausgesetzt, man (Das Gesundheitsamt) lässt uns weiter vor Fans spielen.

Einige haben nämlich immer noch nicht kapiert, dass die Eislöwen das Hygienekonzept nicht erstellt haben, um uns Eislöwenfans zu ärgern, sondern, im Gegenteil, uns Fans zu ermöglichen, Eishockeyspiele besuchen zu können und selbst als Club dabei finanziell liquide zu bleiben. Selbstgerechte Ignoranten brauchen wir dabei jetzt ungefähr so sehr wie Fußpilz. 

P.S.: Wir gratulieren dem SC Riessersee zum Sieg im kleinen Finale gegen die Lausitzer Füchse. Das war, wenn man so will, der Lohn für das kurzfristige Einspringen beim Turnier und den tollen Kampf über zwei Tage mit doch arg dünnem Kader. Danke auch an die Füchse. Man steht ja erst am Anfang der Vorbereitung und es gibt sicher noch viel Verbesserungsbedarf, aber auch -potenzial. Ross ... äh ... Rost abklopfen und vorwärts.

1. München 14:4 Tore (2/0)
2. Eislöwen 10:6 Tore (1/1) 
3. Riessersee 4:10 Tore (1/1)
4. Weißwasser 4:12 Tore (0/2)

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