Auch wenn Bayreuth erst am Freitag sein erstes Testspiel bestritten hat, merkte man eher unserem Team zu Beginn an, dass uns das Freitagsspiel fehlte.
Kein Rhythmus, müde Beine, kurzum eine rostige Vorstellung und ein verdienter 0:2 Rückstand gegen, wir wiederholen uns, geradlinigere Gäste. Filin sorgte kurz vor der ersten Pause zumindest für den Anschluss.
Im Übrigen ist aber genau das eines der Probleme. Die Topspieler finden überwiegend noch nicht statt. Knackstedt, Huard, Ritter, alle noch im Formschatten von Sonnenschein Filin, der allerdings, mal abgesehen vom Scoring, lieber in persönlichen Duellen mit gegnerischen Spielern verstrickt ist, statt sich auf das Teamplay zu fokussieren.
Die Offensive schießt allgemein viel zu wenig Tore und so hilft die defensive Verbesserung letztlich wenig, da man dennoch die Spiele verliert. 4 Tore in den letzten 180 Minuten. Zu wenig.
Es sind vor allem viele Kleinigkeiten, die sich summieren. Fehlende Handlungsschnelligkeit, mangelnde geistige Frische, technische Schwierigkeiten bei der Scheibenkontrolle, ein Defizit an Genauigkeit im Passspiel und all das sorgt dafür, dass sich das Team schwer tut, Chancen zu kreieren. Gelingt es dann doch einmal, ist man noch nicht kalt genug.
Aufgrund der Menge an jungem Personal sicher normal, doch es gibt ja auch einen großen Pool erfahrener Kräfte, die mehr in die Waagschale werfen müssen, wenn man in der bald beginnenden DEL2-Spielzeit nicht dauerhaft vom Tabellenende grüßen will.
Es ist Vorbereitung, es ist unser Lieblingsmonat Oktober, Testspielniederlagen kosten keine Punkte und bald ist ja November, doch natürlich müssen dann deutlich mehr Zahnräder ineinander greifen als im Augenblick.
Möglich ist das allemal, hat man doch auch schon in früheren Jahren Niederlagenfluten in Testspielen erlebt und dann teils berauschende Saisons zelebriert, aber etwas Pessimismus darf derzeit durchaus mitschwingen, wenn man in Tests reihenweise gegen die zu erwartende, direkte Tabellnachbarschaft verliert.
Zumindest auf einer Position gibt es immerhin derzeit keine Baustelle. Ob zuletzt Helenius oder heute Vieregge. Die Goalies sind schon gut in Form, liefern stabile Leistungen und geben der Mannschaft den nötigen Rückhalt.
Der Ergebnistrend mag negativ sein, doch man sollte diesen trotzdem nicht überbewerten.
Wir bleiben vorsichtig optimistisch, auch weil es der Mannschaft sicher mehr hilft, Unterstützung zu spüren, statt in der Vorbereitung bereits zerrissen zu werden.
Kein langer Blick zurück. Morgen ist ein neuer Tag. Immer vorwärts...
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen