Montag, 29. Juni 2020

Nächster Stürmer fix und foxy...

Eislöwen wollen mit Swinnen gewinnen!

Pro Drezno. Nach Hanusch, Uplegger und Ritter lässt sich mit Dennis Swinnen nun bereits der vierte Spieler mit Lausitzer Vergangenheit im aktuellen Elbkader nieder und das bestenfalls auch so dauerhaft wie die anderen drei. Der 26-jährige Deutsch-Belgier kam mit 13 Jahren nach Deutschland, wurde im Kölner Nachwuchs ausgebildet, schoss dort mit 14 Jahren die Schüler-Bundesliga in Grund und Boden, stellte damals sogar noch den zwei Jahre jüngeren Kumpel Leon Draisaitl in den Schatten, ging dann aber doch einen ganz anderen Weg als der heutige NHL-Topscorer, der ihn zunächst in die deutsche Oberliga führte und entwickelte sich später bei den Lausitzer Füchsen vom vielversprechenden Talent zum Top-Torjäger (traf damals so regelmäßig wie ein gewisser Brendan Cook).

Doch die Entwicklung ging wohl zu rasant. Der Schritt in die DEL kurz darauf kam entweder zu früh, oder er fand einfach nicht den Trainer, der ihn auch seinen Qualitäten entsprechend einzusetzen traute/vermochte. So kehrte Swinnen nach nur einem Jahr in die DEL2 zurück. Mit den Bietigheim Steelers suchte er sich allerdings nicht gerade die einfachste Option aus. Das Team mit dem damaligen Final-Abo war in den Scoring-Lines bereits namhaft besetzt und Swinnen bekam nur selten die Chance, mit den Topcracks zu spielen. Zum Ende seiner ersten Spielzeit im Ellental schien er jedoch seine Chance zu bekommen und auch zu nutzen. Besonders in den Playoffs (gegen die Eislöwen) war er einer der wenigen Steelers in Topform, schied aber letztlich trotzdem gegen unsere Jungs aus.

Nach einem mittelgroßen Umbruch im Team vor der letzten Spielzeit, schien dann die Bühne für Swinnen bereitet, neu durchzustarten. Doch zum einen lief es für das gesamte Team nicht rund, zum anderen verletzte sich der Flügelstürmer im Dezember auch noch am Knie und fiel zwei Monate aus. Bis dahin hatte er in 26 Saisonspielen aber immerhin 5 Tore und 10 Assists erzielt. Erst Mitte Februar kehrte er in den Kader zurück, konnte aber in der Kürze der Zeit keine Akzente mehr setzen und schied mit seinem Team noch vor dem Corona-Abbruch sang- und klanglos in den Pre-Playoffs aus.

Nun wollen die Eislöwen versuchen, dem technisch und läuferisch starken Stürmer zu alter Stärke zu verhelfen. Der belgische Nationalspieler ist schnell, agil, verfügt über eine hohe Schussgenauigkeit und gute Hände und kann in einer homogenen Scoring-Reihe zu einer echten Waffe werden. Er ist kein Lautsprecher oder aggressiver Leader, aber mit den richtigen Jungs an seiner Seite ein produktiver Stürmer. Rossi gilt als harter aber fairer Trainer, muss bei Swinnen aber vielleicht auch hin und wieder den Samthandschuh herauskramen, um das vertrauensvolle Umfeld zu schaffen, welches er benötigen wird, um seine Leistung konstant abrufen zu können.

Die Eislöwen gehen mit dem seit zwei Jahren stagnierenden Linksschützen sicherlich ein gewisses Risiko ein, aber entgegen dem Trend traut man sich in Elbflorenz mal, einen Spieler zu holen, der vielleicht nicht die besten statistischen Werte mitbringt, von dessen Können man aber überzeugt ist. Zudem dürfte das Risiko nicht allzu hoch sein, da er sicher finanziell eher ins Corona-Konzept passt, als andere Namen auf dem Markt und nebenbei trotzdem viel Qualität mitbringt, wie seine Zahlen verdeutlichen. In bislang 237 DEL2-Spielen hat der gebürtige Belgier mit 65 Toren und 62 Vorlagen immerhin schon 127 Scorerpunkte beisteuern können, denen er im blau-weißen Dress natürlich möglichst viele folgen lassen möchte.

Wir begrüßen Dennis Swinnen und damit auch eine neue Nummer 97 in Elbflorenz, die hoffentlich auch sportlich in die Fußstapfen vom "Strahle-Daumen" mit dem Schlagschuss-Hammer (CG97) treten wird. Herzlich willkommen in der Eislöwenfamilie.

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