Es wird zukünftig echt Heiß auf Dresdner Eis. Die Dresdner Eislöwen präsentieren mit Silvan Heiß den ersten Neuzugang für die Saison 20/21. Der 23-jährige Verteidiger war zwar kein heiß gehandeltes Gerücht, passt aber wie der berühmte Deckel auf den Topf der neuen Kaderpolitik.
Silvan Heiß trägt einen berühmten Namen. Sein Papa "Peppi" Heiß dürfte den meisten deutschen Eishockeyfans bestens bekannt sein. Joseph Heiß ist eine absolute Goalie-Legende, die in den 80ern und 90ern für Riessersee, Düsseldorf und Köln in Deutschlands höchster Spielklasse auflief und unter anderem bei 3 Olympiaturnieren und 9 Weltmeisterschaften seine starke Fanghand für sein Land auspackte. Der Hall-of-Famer gilt bis heute als einer der besten Torhüter aller Zeiten. Auch sein Sohn Silvan begann seine Eishockeykarriere in der Heimat des Vaters an der Zugspitze. Doch um möglichen Vergleichen mit seinem großen Vorbild sofort den Gar auszumachen, wurde er bewusst kein Goalie, sondern Feldspieler. Als Defender durchlief er den Garmischer Nachwuchs, wechselte dann nach einem kurzen Intermezzo in Regensburg nach Landshut, wo er als DNLer in der Oberliga sein Profidebüt feierte und vor 2 Jahren den Weg zurück zum SC Riessersee fand, bei dem er sich zuletzt zu einem der besten Verteidiger seiner Altersgruppe in der Oberliga Süd entwickeln konnte.
Nun soll mit dem Wechsel in die DEL2 der nächste Entwicklungsschritt folgen. Heiß ist sicher kein Überflieger, der Jahr für Jahr als Supertalent in aller Munde war, aber dafür ist er ein absolut stabiler Charakter und äußerst solider Spieler, der vor allem auch schlittschuhläuferisch (gerade in DD ein wichtiges Thema) zu überzeugen weiß und in den letzten Jahren hart an sich gearbeitet hat, um nun die Bewährungs-Chance in der 2. Liga ergreifen zu können.
Während man an der Elbe vor einer Saison noch so dicke Namen wie Lavallée oder Dotzler präsentierte, setzt man jetzt bei Neuzugängen eher auf den Faktor jung und willig. Silvan Heiß ist dem Status des Talents bereits entwachsen, besitzt aber weiterhin viel Entwicklungsspielraum. Der schlaksige Linksschütze mit Kölner Wurzeln verfügt neben soliden Defensivqualitäten auch über offensive Power, stellt sich jedoch vorrangig in den Dienst seines Teams und erfüllt verlässlich die zugedachte Rolle. Natürlich ist es immer mutig, einen Oberliga-Verteidiger zu holen, doch Beispiele wie Stephan Tramm, Hagen Kaisler, Oliver Granz oder Philipp Messing beweisen, dass die Oberliga eine gute Quelle für spätere DEL2-Karrieren ist. Zumal sich sogar Nationaltrainer Toni Söderholm schon immer angetan von Heiß zeigte und ihn damals dazu bewegen konnte, nach Riessersee zurückzukehren und die Entwicklungschance in einer jungen Mannschaft zu nutzen.
Silvan Heiß absolvierte bislang 193 Pflichtspiele in der Oberliga, in denen er insgesamt 20 Tore und 47 Vorlagen beisteuern konnte. Allein in Riessersee gelangen ihm dabei in 100 Partien 54 Scorerpunkte, was auch sein Offensivpotenzial nochmals unterstreicht.
Seine Lieblingsnummer 4 ist in Dresden bereits besetzt, er selbst besetzt passenderweise neben Steve Hanusch, Arne Uplegger und Lucas Flade bereits die 4. Kaderstelle in der Eislöwendefensive. Wie Kiss, Flade und Uplegger zählt auch Heiß noch zu den U-Spielern und kostet den Club damit keine der lediglich 15 regulären Lizenzen, die ab der neuen Saison auf dem Spielberichtsbogen erlaubt sein werden.
Wir heißen unseren ersten Neuzugang herzlich in Dresden willkommen und freuen uns auf seinen Einsatz in der neuen Spielzeit.
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