Ja es wäre so wichtig und schön gewesen heute, aber natürlich gab es wieder die Aufbauhilfe Westsachsen.
Als Eisenhut gerade Rhythmus bekam, setzte man ihm Helenius vor die Nase und nach darauf folgenden mehr als zwei Wochen ohne jegliche Spielpraxis muss er dann kalt in dieses Derby. Dafür hat er es noch gut gelöst, auch wenn er im Verlauf des Spiels das Gegentor zum 4:3 klar auf seine Kappe nehmen muss und sicher nicht seinen besten Tag im Eislöwentrikot hatte. Dieses Spiel war höchst undankbar.
Wir können uns jetzt also sehr wahrscheinlich auf 7 Spiele mit Helenius und ohne Biezais (obwohl man auch mal Lamoureux eine Woche rausnehmen könnte) freuen und die zu erwartende endgültige Degradierung von Eisenhut wird durch die Nörgler und Offiziellen mit diesem Spiel jederzeit irgendwie zu rechtfertigen sein, auch wenn das natürlich total überzogen wäre. Wer auf der Stockhand prallen lässt, ist halt nunmal unsicher. Andere halten da den Puck ja laut Lehrbuch mit dem Schläger fest.
Während für das Crimmitschauer Fachpublikum seit Jahren natürlich jedes Tor ein Patzer von Eisenhut war, obwohl Schuss Nummer 1 aus unserer Sicht unglücklich an die Maske ging und nicht an die Fanghand und ansonsten bis auf den erwähnten vierten Treffer nix Auffälliges zu verzeichnen war, sahen wir das Hauptproblem eher im Defensivverhalten zwischen den blauen Linien und im Zweikampfverhalten, besonders in der eigenen Zone, aber auch beim Rückwärts-Verhalten nach Turnover in der Angriffszone. Wenn man zudem den Slot nicht freiräumt, um dem Goalie eine gute Sicht zu verschaffen, sollte man sich auch über zwei Weitwurftore nicht wundern.
Dreimal kam man in dieses Spiel zurück, doch immer in den dominanten Phasen, die mitunter sehr lang andauerten, spielte man höchst ineffizient, nutzte dickste Chancen nicht und kassierte prompt durch leichte Unkonzentriertheiten wiederholte Nackenschläge.
Im letzten Drittel spielten nur wir, aber sinnbildlich für das Spiel trifft der Gastgeber dreimal so oft oder schlicht gesagt mit jedem Schuss. Wen man hinten so leichtsinnig agiert, muss man sich nicht wundern, dass man wieder ohne Sieg heimfährt und wahrscheinlich bis zum Schluss um den direkten Klassenerhalt zittern muss.
Fazit: Drei Rückstände aufgeholt. Super Moral gezeigt. Am Ende mehr Kraft gehabt, aber diese nicht ausgespielt. Gutes Powerplay. Defensiv aber einfach zurecht auf Platz 14. 9, 4, 6, 7. Die Gegentor-Anzahl der letzten vier Auswärtsspiele (6,5 pro Spiel). So wird es sehr schwer, mehr als Platz 10 oder überhaupt selbigen Platz zu ergattern.
P.S.: Wir werden ab sofort zur Torhüterthematik nichts mehr sagen. Unsere Gedanken dazu sind ja bekannt. Wir hoffen einfach, dass niemand auf der Strecke bleibt und das Team am Ende diese Saison noch positiv ins Ziel bringt, völlig egal wer wo wann wie und warum steht oder sitzt.
P.P.S.: Die vierte Saison hintereinander ohne Sieg in Westsachsen. Egal in welcher Form und Konstellation wir dort hinfahren, es wird seit Ende 2015 immer ein Weg gefunden, das Ding zu verlieren. Da geben wir gerne zu, dass die Würfelhustenmaschine auf höchster Stufe rattert. Es ist verdammt noch einmal mehr als ein normales Spiel um Punkte. Wir zählen bei den Niederlagen dort schon lange nicht mehr mit, aber zur eigenen Beruhigung jetzt mal bis 10. Woozah.
Schönes Wochenende.
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