Mit dem finnischen NHL-Runde-1-Draftpick von 2006 namens Riku Helenius präsentieren die Eislöwen einen hochkarätigen Ersatz für den verletzten Backup Florian Proske und heizen damit direkt einige Spekulationen an.
Betrachtet man die Vita des 1,90 m großen Goalies mit Gardemaß, ist er eigentlich ein zu großer Name für die DEL2. Doch schaut man isoliert auf die letzten 2 bis 3 Spielzeiten, ist ein Abwärtstrend klar ersichtlich. Dennoch bringt er zu viel Potenzial mit, um als Notlösung und Backup vorgesehen zu sein.
Leichte Sorgen bereitet nicht nur, dass der 31-jährige in dieser Spielzeit keinerlei wirkliche Spielpraxis sammeln konnte und somit in Dresden einen Kaltstart hinlegen muss, sondern auch, dass er als Kontingentspieler bei einem Einsatz stets einen unserer 4 Importstürmer auf die Tribüne schickt. Nicht gerade eine Idealvorstellung, wenn man bedenkt, dass erstmals seit vielen Jahren alle Kontis verlässliche Leistungsträger sind und daher unverzichtbar erscheinen.
Daher geistern bereits erste Gerüchte um einen baldigen deutschen Pass für Elvijs Biezais durch den Raum, die wir bisher aber weder entkräften, noch bestätigen können.
Klar ist, dass man gerade jetzt im Endspurt zwei Goalies auf Topniveau braucht und Nachwuchstalent Nick Vieregge zum einen noch nicht so weit ist, um Woche für Woche konstant stark auf DEL2-Niveau zu halten und zum anderen auch im DNL-Team gebraucht wird. Daher ist der Schritt logisch, doch eine derart große Lösung war wirklich nicht zu erwarten.
Man darf gespannt sein. Auch darauf, welche Auswirkungen dies auf die Rolle und Psyche von Marco Eisenhut haben wird.
Ruft Riku Helenius nämlich auch nur ansatzweise sein Potenzial ab, kann er zur menschlichen Gummiwand mutieren und die Liga dominieren, wenn aber nicht, ist auch ein Alec Richards 2.0 möglich, der zwar groß war und einen großen Namen hatte, aber letztlich heftig floppte.
Helenius kommt aus der finnischen Liiga (Eliteliga Finnlands) nach Dresden und bringt die Erfahrung von 365 Profieinsätzen in WHL, ECHL, AHL, SHL, Liiga, KHL und NHL mit, ließ in seiner Vergangenheit schon die Fäuste gegen die jetzige NHL-Größe Robin Lehner fliegen, gilt aber dann doch eher als ruhiger Vertreter seiner Gilde, der trotz seines ruhigen Stils und guten Stellungsspiels über starke Reflexe verfügt und viel Bewegungstalent beweist. Seine Größe in Kombination mit dem Butterfly-Stil bietet dem Gegner nur wenige Lücken zum treffen, auch wenn man dem Mann aus Pälkäne gerne nachsagt, Scheiben zu selten festzumachen und somit hin und wieder zu viele Rebounds zuzulassen.
Wir sagen zunächst nur Herzlich Willkommen in DD und sind gespannt auf die nächsten Wochen.
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