Freitag, 13. September 2019

33,3 % Eishockey...

Eislöwen verpatzen Heimauftakt!

Da ist es schon wieder, unser großes Problem: Konstanz oder vielmehr das Fehlen selbiger. Wir starten richtig stark ins Spiel, welches sich zwischenzeitlich im ersten Abschnitt fast auf Playoff-Frühniveau hochschaukelt, wir erspielen uns ein klares Chancenplus und überstehen eine aus unserer Sicht zumindest sehr diskutable 5-minütige Unterzahl und gehen doch nur mit einem 0:0 in die Pause. Der angeblich ruppige Check von Rupprich aus unserer Position ein normaler Open-Ice-Hit gegen den Oberkörper, sprich den Brustbereich und die Schiedsrichter machten auch keine Anstalten, einen Arm zu heben, doch nach der Verletzung(spause) des Gegenspielers, die aber auch ohne Foulspiel passieren kann, geht Rupprich plötzlich mit einer Spieldauer duschen. Sei es drum, all das hat sogar geholfen, das Team und die Fans zu pushen, die im ersten Drittel auch einen sehr soliden Stimmungseindruck hinterlassen konnten.

Im Mitteldrittel dann die erlösende Führung, doch genau diese brachte keine Sicherheit, sondern zog gefühlt komplett den Energiestecker. Fortan agierte man nicht mehr, überließ das ganze Feld den Gästen und half auch beim Ausgleich kräftig mit, wo man sich schon fragen muss, ob bei einer Drucksituation in der eigenen Zone bei einem Schlägerbruch ein Fahren zur Bank mehr Sinn macht, als den Gegenspieler zumindest ohne Schläger weiter zu decken, der kurz darauf leider völlig frei und mutterseelenallein zum Ausgleich einnetzen durfte. Oder haben wir eine neue Regel verpasst, die besagt, dass man bei Schlägerbruch tatsächlich zur Bank muss? Dann klärt uns bitte auf.

Im Schlussdrittel das gleiche Bild, keine Aktion, nur Reaktion und eine gewisse Schwerfälligkeit oder Angst vor dem Fehlstart. Am Ende brach uns das wenig zielstrebige Powerplay das Genick. Es waren genug Möglichkeiten da, dieses Spiel trotz mauer Gesamtleistung zu gewinnen. Am Ende holt aber Aufsteiger Landshut in der Verlängerung den Extrapunkt und das unter dem Strich nicht einmal unverdient.

Fazit: Wieder ein Fehlstart zum Auftakt, aber immerhin jetzt schon ein Punkt mehr, als letzte Saison nach 4 Saisonspielen. Das Problem heute nicht die Defensive. Im Gegenteil. Die zeigte sich überwiegend recht stabil, doch offensiv stotterte der Motor ab dem Mitteldrittel gewaltig. Zu kompliziert, manchmal zu berechenbar, oft auch zu viele Einzelaktionen und dafür zu wenig des schon gesehenen Kombinationsspiels. On Top dann noch das ineffiziente Überzahlspiel und dann wird es halt schwer, mit nur einem Treffer ein Spiel zu gewinnen, wenngleich die Führung im Powerplay gelang. Über die Schiedsrichter gibt es nix zu sagen. Alles wie immer. Stimmungstechnisch leider am Ende auch nur ca. 33,3 % gut, 1. Drittel und die Schlussoffensive, ansonsten war es dann halt direkt proportional zum Eislöwen-Spielverlauf getaktet. 2.500 Zuschauer waren auch dank der Hundertschaft aus dem bayrischen Hinterland ein überraschend guter Anfang. Nur hätte ein Sieg natürlich geholfen, nächste Woche noch mehr Leute anzulocken.

Sonntag bitte dann 60 Minuten und 100% Eishockey, ohne dies gewinnt man erfahrungsgemäß nur selten Spiele. Egal ob gegen Neulinge oder Topfavoriten. Lerneffekt wünschenswert!

P.S.: Den Einlauf der Mannschaft sollten wir wieder wie gewohnt gestalten, da passte heute, sorry, nix zusammen und kostete letztlich eher Atmosphäre. Aber lieber am Anfang verbocken, als am Ende.

Keine Kommentare: