Erst keine klaren Aktionen der Eislöwen, dann ein klares Ergebnis und hinten raus viel Unklares. Der "Ültje-Test" gegen die University of Ottawa war letztlich ein Muster ohne großen Wert und bringt dennoch ein paar Erkenntnisse auf der Pro und Contra Liste.
Einen 5:3 Erfolg gegen ein Team, welches erst seit 3 Tagen in Deutschland ist, mit Jet Lag, Trainingsrückstand und müden Knochen vom bereits gestern erfolgten Auswärtstest in Deggendorf zu kämpfen hatte und trotzdem den Start der Partie und das Ende dominierte, sollte man wahrlich nicht zu hoch hängen.
Die ersten Zehn Minuten spielte nur ein Team Eishockey, Team Ottawa. Folgerichtig auch die verdiente Führung. Danach folgten die wohl effektivsten Minuten der Eislöwen seit langem und zack steht es 3:1 für unsere Jungs. Danach hatte man das eher freundschaftlich anmutende Spiel im Griff, holte sich offensiv weiteres Selbstvertrauen, ehe irgendwer eine Tür öffnete und somit im letzten Drittel den Nebel in die Eishalle holte. So feierte dann die Eisdisko in der Arena eine verfrühte Premiere und die Eislöwen mutierten zum Kreissportclub, kreisten sie doch mehrmals, um die "Carmen" aus der Bude zu wirbeln.
Dennoch war es fortan ein eher undurchsichtiges Hin und Her mit dem bekannten Ende. Im Schlussdrittel wird kassiert, aber kein Geld, sondern es setzt reihenweise Gegentore. Egal ob Landshut, Krefeld oder Ottawa, klare Führungen werden leichtfertig verspielt und das ist wohl die wichtigste Erkenntnis für Trainer und Mannschaft. Sicher eher eine Frage der Konzentration denn der Kondition und bis zum Saisonstart bestenfalls aus dem Repertoire verschwunden, gilt es vor allem da den Nebel... äh Hebel anzusetzen.
Fazit: Offensive funzt. Klammert man mal die zwei Tests gegen DEL-Clubs aus, schießt das Team im Schnitt mehr als 5 Tore pro Spiel. Proske hat erneut angedeutet, dass er berechtigte Ansprüche auf die Starting Six anmeldet. Unterzahl sehr solide, Überzahl gefällig aber unproduktiv. Es hakt wie zu erwarten war noch in der Defensive. Die individuellen Fehler müssen einfach reduziert werden, sonst brauchen wir auch jedes Spiel 5 Tore, um zu gewinnen. Die Gangart des Teams insgesamt findet aber Anklang bei den Fans und apropos Fans - Das war stimmungstechnisch heute keine Weltsensation, aber für unsere Verhältnisse und die Vorbereitungszeit ein sehr ordentlicher Auftritt von gut 1.500 Fans und somit auch ein guter Abschluss der Heimtests in der aktuellen Pre-Season. Die Kanadier haben es definitiv genossen, am Ende noch gefeiert worden zu sein, werden den Abend trotz Niederlage in guter Erinnerung behalten und vielleicht sehen wir ja einen der Cracks schneller als wir denken in der DEL2 wieder.
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