Wir schreiben die 42. Spielminute. Sebastian Gorcik checkt im Angriffsdrittel vor. Er jagt Zach Leslie und checkt ihn im linken Eck hart in die Bande. Die vorher gespielte Scheibe wird in der Rundung am rechten Flügel von Fox abgefangen. Der Puck landet bei Tomas Andres, der in der Mitte den völlig freien Sebastian Gorcik bedient. Dieser lässt dem Straubinger Schlussmann keine Chance. Ein großartiger Treffer der Eislöwen und die Arena geht steil. Was ein Moment. Dresden liegt nur noch 1:5 hinten.
Man muss die Momente genießen, so rar sie auch sind. Auch ein 1:5 kann solch ein Augenblick sein.
Am Ende schaffen es unsere Eislöwen sogar noch, bis auf 3:5 heranzukommen, doch die Hypothek der ersten zwei Drittel war einfach zu hoch für ein Monstercomeback des Absteigers.
Begünstigt durch viele Strafen, eine in Teilen zumindest fragwürdige Auslegung selbiger und die zuletzt vorherrschende Schwäche im PK (Gleich 7 Gegentore am Wochenende), welches bislang unser einziges Prunkstück der Saison darstellte, stand es leider bereits nach rund 21 Minuten 0:4.
Immerhin gab sich das Team aber zuhause nicht auf und setzte sich noch einmal zur Wehr.
Besonders auffällig dabei abermals unsere Topreihe um Gorcik, Andres und Fox, die nach der Olympiapause 50% aller Eislöwentore erzielt haben. Das Trio sammelte 21 Scorerpunkte (Fox 3T 5A 8P, Andres 2T 5A 7P, Gorcik 4T 2A 6P) in den letzten 6 Partien und zeigt nicht nur damit, wie wichtig ihnen der Standort ist. Tomas Andres spielt beispielsweise trotz Gesichtsverletzung, obwohl es um nichts mehr geht.
Genau so etwas nehmen wir aus dem gestrigen Abend mit, obwohl auch die 42. Niederlage der Saison nicht weniger schmerzt als die erste.
Noch zweimal sind wir gefragt. Freitag zuhause gegen Frankfurt geht es darum, möglichst mit einem Heimsieg Tschüss zu sagen. Am Sonntag, wenn wir zum endgültigen Abschied nochmal alle an die Küste reisen, vielleicht dann noch um den zehnten Saisonsieg. Danach sind wir (Huda)weg.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen