Freitag, 4. September 2026

Elbe schlägt Blaugelbe ...

Dominanter Testlauf in der Lausitz!

Über 60 Minuten betrachtet war das Engste am Spiel das Ergebnis. Dresden dominierte bei Fünf gegen Fünf klar, aber glänzte ohne Effizienz und war in den Special Teams not so special.

Im ersten Drittel sah das überwiegend wie ein Klassenunterschied aus, was unsere Mannschaft da gegen Saakyan, Schindler, Rundqvist und Co. aufs Eis gebracht hat. Man war beinahe durchweg einen Schritt schneller als der Gegner, traf sehenswert und fuhr teilweise Kreise um die Füxxxe. Die waren immerhin effizient und nutzten eine ihrer raren Chancen zum 1:2. 

Auch im Mitteldrittel änderte sich das Kräfteverhältnis kaum. Der starke Tomas Sykora, für uns Mann des Abends, stellte eiskalt im Konter auf 1:3. Doch dann kamen die Strafen ins Spiel und das half den Fenneks. Ihr mit Abstand bester Spieler, Schmidt-Svejstrup, verkürzte per Sonntagsschuss auf 2:3. Kurz hatten sie sogar Oberwasser, doch dann erspielten sich die Eislöwen vier Chancen binnen einer Minute und warfen die Cyclingmaschine an, ohne aber die spielerische Überlegenheit in weitere Tore umzumünzen.

Im Schlussdrittel änderte sich das Bild abermals nicht, nur gab es kaum noch das klassische Spiel mit voller Spielerstärke. Unser Powerplay verdiente den Namen heute nicht. Zu statisch, ohne Dynamik, zu eindimensional. Dafür stieg die Effizienz, wenn auch im "Kacktormodus". Zwei Pingpong-Krampen stellten auf ein auch in der Höhe völlig gerechtfertigtes 2:5. Am Ende wurden dann noch erste Verabredungen für die DEL2-Saison getroffen. Völlig überzogene Checks und Prügeleinlagen, die beiderseits nicht nötig waren, aber auch da war man auf Dresdner Seite letztlich tonangebend. 1,4 Sekunden vor Schluss durfte die Eisbären 2C dann noch einmal im Powerplay jubeln, nachdem wir zuvor knapp das leere Tor verpasst haben. 3:5. Schluss.

Fazit: Ein dominanter Derbyauftritt ohne Wert für die Saisonderbys, aber ganz nett für das Grundgefühl. Special Teams sind bislang echt noch eine große Baustelle, auch weil man wohl noch kein wirkliches Augenmerk darauf gelegt hat. Man sollte sich nicht nur auf individuelles Gezocke verlassen, sondern mehr Dynamik reinbringen, die man ja bei Fünf gegen Fünf bereits sehr konstant zeigt. Ansonsten gab es wenig Grund, zu meckern. Chancenverwertung, ja ok. Aber das hat mittlerweile fast mehr Tradition bei uns als die Füxxxe im Eishockey. Ansonsten stabiles Defensivverhalten, schnelles und solides Passspiel, viel Bewegung, Lauffreude und Chancen in Hülle und Fülle. Ärgerlich ist dafür, dass wir zwei Verletzte aus dem Spiel mitnehmen, mit Sebastian Gorcik und Lukas Buschbeck. Hoffentlich nichts langwieriges.

Am Sonntag kommt dann der Maßstab an die Elbe, der für uns in Bezug auf die Saisonziele eine höhere Relevanz aufweist als die Füxxxe. Bis dahin genießen wir den Derbysieg in der Light Edition. 

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