Im Vergleich zu den ersten beiden Heimauftritten, gab es dieses Mal das absolute Kontrastprogramm, quasi trockenen Fisch mit Gräten.
Regnerisches Wetter, ein tristes weites Rund mit 600 Fans, die irgendwie allesamt nicht zelebrieren wollten, dass sie Eishockey live sehen können und ein Team, welches heute sehr mit sich selbst beschäftigt war. Alles Zutaten für ein typisches Testspiel voller Krampf und Fehler.
Dabei war dieses Mal nicht etwa die Defensive das Problem, wenngleich man es dem Oberligisten ein paar Mal viel zu leicht machte, sondern vielmehr die Disziplin und Ordnung. Sieben Strafen? Zu viel. Vor allem wenn am Ende die Special Teams das Spiel entscheiden. Anders als in Crimmitschau, funktionierten diese heute nämlich gar nicht. Etwas Pech gesellte sich noch hinzu, aber letztlich muss man die Piranhas, die sich durchaus teuer verkauften, trotzdem schlagen.
Das Highlight des Spiels war neben einigen guten Saves von Vieregge das zwischenzeitliche Führungstor zum 2:1, als sich Ritter und Filin per Doppelpass vors Tor tanzten und eigentlich die Zeichen auf Arbeitssieg stellten. Doch es kam bekanntlich anders.
Eine Niederlage tut immer weh, besonders gegen ein unterklassiges Team, aber Testspiele sind dazu da, um zu lernen und so gesehen gab es heute viel Stoff zum Büffeln.
Es bleibt dabei - wir passen uns gern dem Niveau des Gegners an. Das ist vor allem Kopfsache. Zudem brauchen wir zu viele Versuche für ein Tor. Ein alter Hut. Etwas Atmosphäre hätte vielleicht auch geholfen. Am Ende hat es Rostock clever gemacht, geradlinig agiert, das nötige Glück gehabt und verdient mit 2:3 gewonnen.
Wir werden uns jetzt sicher nicht in den Schlaf weinen, weil wir uns womöglich den renommierten Nord-Ost-Pokal nicht auf den Briefkopf schreiben dürfen, zumal wir uns noch im mittlerweile traditionell schwachen Nullbocktober befinden, aber natürlich gab es heute bei der sportlichen Leitung sehr volle Zettel und viel Arbeit für die neue Woche.
Zuvor sollte man aber am Sonntag einfach mal wieder sein anderes Gesicht zeigen, was es übrigens gegen Riessersee und München auch schon zu sehen gab.
Hängt ein Testspielresultat aber nie zu hoch, genießt lieber jede Sekunde Eishockey, egal ob wir verlieren oder gewinnen und traut euch ruhig, zu singen und Emotionen zu zeigen, das geht auch mit Stoff vor den Atemwegen.
In diesem Sinne: Schönes Wochenende ... ach und wir wollen den Derbysieg. Ist ja klar!
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