Die Ungewissheit hat ein Ende. Elvijs lebt... und zwar weiterhin in Dresden. Der lettische Stürmer mit dem eleganten Spielstil geht in seine zweite Saison an der Elbe und hofft dieses Mal auf mehr Eis- und weniger Tribünenzeit als zuletzt.
Der 29-jährige hatte, als Wundertüte aus der französischen Liga kommend, einen überzeugenden Start bei den Eislöwen (ein guter Barth-Transfer übrigens), erzielte in 32 Hauptrunden-Partien 10 Tore und bereitete weitere 21 Treffer vor, fand sich aber ab Januar, aufgrund der Helenius-Verpflichtung, überwiegend als überzähliger Import auf der Tribüne wieder. Es spricht für seinen Charakter, dass er dies sportlich genommen hat und nun, ebenfalls mit Gehaltseinbußen einverstanden, neu angreifen will.
Biezais, der statt der 21 nun die Nummer 71 (Ritter trägt ja bekanntlich Elvijs' geliebte 17) tragen wird, ist ein schneller sowie technisch versierter Stürmer und mit einem präzisen wie gleichermaßen harten Schuss ausgestattet.
Der Linksschütze ist flexibel einsetzbar, aber eher auf dem Flügel zuhause, womit die letzte Importstelle wohl ziemlich sicher von einem Center besetzt werden dürfte.
Ob Elvijs und seine Frau bezüglich des angestrebten deutschen Passes Fortschritte machen, wissen wir nicht. Wir freuen uns aber so oder so über seinen Verbleib im Team und hoffen, ihn und seine Kollegen bald wieder spielen sehen zu dürfen.
Elvijs Biezais ist Stürmer Nr. 11 im aktuellen Aufgebot, zu dem Mario Lamoureux in der nächsten Spielzeit leider nicht mehr gehören wird.
Beim US-Amerikaner deutete sich schon längere Zeit an, dass er aufgrund der Pandemie wohl zunächst auf große Reisen mit seiner Frau und den zwei kleinen Kindern verzichten wird. Gut möglich, dass aber auch andere Gründe eine Rolle bei seinem Abgang gespielt haben.
Wir danken ihm auf jeden Fall für seinen Einsatz in blau und weiß. Als Scorer und herausragender Bullyspieler wird er uns fehlen. Jedoch ist durchaus anzunehmen, dass die Eislöwen bereits ihre Angel nach einem adäquaten Ersatz ausgeworfen haben.
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