Sonntag, 16. Februar 2020

Immer nur Pech ist Unvermögen!

WIR stehen mit dem Rücken zur Wand...

Es war eines dieser Spiele, in dem der Kopf alles entscheidet und der Kopf hat heute bei unseren Jungs ordentlich gerattert. Unzählige Szenen vor dem Tor, die symbolisch für die plötzliche Panik stehen, die das Team gepackt hat. Bestes Beispiel dafür heute Jordan Knackstedt. Ohne den Burschen wären wir wahrscheinlich Tabellenletzter und er hat die heutige Niederlage auch nicht zu verantworten, aber er stand heute sinnbildlich für ein kopflos agierendes Team. Eine Aktion wie im letzten Drittel, als ihm die Scheibe vor dem gegnerischen Tor freistehend zuspringt und er schießt nicht etwa das mögliche 2:1, sondern passt in die neutrale Zone, ließ uns alle ohnmächtig und mit offenem Mund erstarren. Wir hätten noch 5 Stunden spielen können, es wäre nix mit einem Sieg geworden.

Wir waren nicht überragend, aber hatten die deutlich hochkarätigeren Chancen. Während Bayreuth aber wenigstens aufs Tor schoss, suchten wir immer die komplizierteste Variante und scheiterten zum Teil kläglich. Immer Pech ist Unvermögen und immer Glück ist Können. Das hat mal ein kluger Mann gesagt und er hat recht. Am Ende gewinnt heute die clevere von zwei schlechten Mannschaften, weil die Gäste einfach ihre Chancen genutzt haben.

Fazit: Das Team, der Club, gefühlt alle außer wir Fans, haben in den letzten Wochen wohl das Worst-Case-Szenario komplett ausgeblendet. Anders können wir uns den Verlauf der letzten Wochen nicht erklären. Drei sorglose Auswärtsspiele und heute kam nun plötzlich allen in den Sinn, dass hier noch etwas gewaltig schiefgehen kann und prompt ging es auch schief. Heimstärke ist nur ein Wort. Letztlich musst du es mit Leben füllen, doch zuletzt wurden zu viele Worte verschossen, denen keine Taten folgten und so stehen wir 4 Spieltage vor Schluss nur noch 6 Punkte hinter Platz 14, nur einen Punkt vor den Playdownrängen und haben ein formstarkes Quartett an Jägern im Nacken, die auf Playdowns vorbereitet sind, aber natürlich noch auf Platz 10 klettern wollen. Fragt uns bitte nicht, wie wir es nun schaffen, noch die Top 10 zu sichern. Der Trend (4 Niederlagen in Folge, 23 Gegentore, Tordifferenz von -8) ist leider nicht Optimismus stiftend. Es hilft jetzt aber keinem, irgendeine Sau durch die Stadt zu treiben, irgendwem die Schuld dafür zu geben und den Frust über den Spielern oder den sportlich Verantwortlichen auszuschütten. Wir müssen gerade jetzt bestenfalls zusammenstehen und den spürbar verunsicherten Spielern wenigstens ein Bisschen Selbstvertrauen geben. Wir alle sind total bedient und nach den mahnenden Worten der letzten Wochen auch ganz klar angepi**t, aber es hilft nix. Wir müssen uns jetzt bestenfalls in die Top 10 retten und uns dabei aber auch ganz klar bewusst machen, was uns im schlimmsten Fall drohen könnte. Auch bei etwaigen Playdowns kann es letztlich nur eine Lösung geben: Gemeinsam den Klassenerhalt zu sichern! Über alles andere brauchen wir jetzt wahrlich nicht mehr reden und uns auch nicht das Maul zerreißen. Es geht nur noch ums nackte Überleben. Wir hoffen, ihr seht das genauso, auch wenn es schwer fällt und das Herz natürlich blutet. Doch wir können uns jetzt keine andere Truppe backen, sondern wollen/müssen die vorhandene Mannschaft unterstützen. Es gibt keine Alternative. Auf gehts.

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