Dienstag, 25. März 2025

Ein CATegorisiertes DOGma ...

Unsere Vorschau auf das Halbfinale der Playoffs 2025!

Für manche ist es das vorweggenommene Finale, für manche ein Horrorlos, auf jeden Fall aber die ultimative Herausforderung. Dies gilt allerdings, anders als viele denken, für beide Seiten. 

Wir sind nämlich in dieser Spielzeit ganz sicher kein Lieblingsgegner der Huskies, auch wenn der Blick auf die Historie beider Clubs klar für die Hessen sprechen mag. 

Direkter Vergleich (Head to Head)

DEL2 Hauptrunde 2024/2025:
DRE vs. ECK
2 Siege 2
6 Punkte 6
13 Tore 13
(3/14) 21,4% Powerplay 11,8% (2/17)
(15/17) 88,2% Penalty Killing 78,6% (11/14)
118 Schüsse 127
37 Strafminuten 28
54 Blocks 31
(94/231) 40,7% Anspiele (Bullys) 59,3% (137/231)
(6P.) Yogan Topscorer Weidner (4P.)

Historischer Vergleich
17 Siege 31
0 Playoffsiege 0
0 PO-Seriensiege 0

Beide Teams trafen noch nie in den Playoffs aufeinander. Somit feiern wir ab Freitag eine Premiere in jeder Hinsicht. Alles ist frisch, alles ist neu und alles ist offen. Denn nicht nur der grobe Blick auf die Zahlen zeigt, dass sich beide Teams auf Augenhöhe begegnen. Dennoch nimmt Kassel natürlich als finanzieller und sportlicher Krösus der Liga die Favoritenrolle ein, die sie sich auch aufgrund des Hauptrundentitels mit insgesamt vier Zählern mehr als Dresden auf dem Konto erkämpft haben. 

Kassel kann den teuersten und qualitativ hochwertigsten Kader der DEL2 aufbieten. Sie sind ein defensivstarkes Team mit starken Torhütern, welches aber offensiv nicht gerade als Effizienzmonster bezeichnet werden kann. Sie brauchen im Schnitt sogar mehr Schüsse als wir, um ein Tor zu erzielen. Dafür sind sie aber defensiv sehr schwer zu überwinden. In der Hauptrunde hatte kein Team eine höhere Schuss-pro-Gegentor-Quote als Kassel (12,9). Doch machen wir es aktuell: In den Playoffs liegt unser Wert bei 32,0. Kassel weist ebenfalls beachtliche 21,8 auf. Die Huskies haben allerdings im Viertelfinale auch gegen die elftbeste Offensive der Liga gespielt, während die Eislöwen immerhin die sechstbeste Offensive der DEL2 mit dem gleichen Gegentorschnitt in Schach halten konnte. 

Die Qualität der Hessen wird vor allen Dingen am Anspielpunkt deutlich. Kassel stellt die mit Abstand beste Quote bei Face Offs, was wir in den vier Saisonduellen auch zu spüren bekamen. Doch trotz nur rund 41 Prozent gewonnener Anspiele, verloren wir gegen die Huskies nur ein Duell nach regulärer Spielzeit und das auch noch mit einem ersatzgeschwächten Kader von 16 Spielern, da uns eine Krankheitswelle erwischt hatte. 

Der Saisonvergleich ist absolut ausgeglichen. Auch die Schussbilanz liegt nah beieinander. Was wir in puncto Bullyquote einbüßen, holen wir über die Special Teams und die Blockqualität wieder heraus. Beide Bereiche sind jetzt nicht so unwichtig in den Playoffs, was wir im Viertelfinale eindrucksvoll unter Beweis gestellt haben. 

Die Hessen stellen das zweiterfahrenste Team der Liga. Nur Turnbull und Co. haben noch mehr Routine aufzubieten. Selbige haben beide Teams im Viertelfinale ausgespielt. Nun werden im direkten Aufeinandertreffen also die Nuancen entscheiden, wessen Traum vom Meistertitel ausgeträumt sein wird. 

Beide Teams sind unheimlich tief besetzt. Jeweils 17 Spieler konnten zweistellig scoren. Zudem können beide Mannschaften auf zwei starke Goalies bauen. Es wird kein Weg daran vorbeiführen, in DD weiterhin auf Danny Aus den Birken zu setzen, der bislang fast schon pervers gute Playoffs spielt und an frühere Karrieretage erinnert. In Kassel wird man sehen müssen, ob man für Gibson einen Importfeldspieler opfert oder wie im Viertelfinale auf Backup Philipp Maurer setzen wird, der eine starke Saison spielt, aber in den Playoffs noch nicht wirklich gefordert wurde und mit 24 Jahren sicherlich auch nicht der erfahrenste Mann auf der Position ist. 

Das Duell der beiden Defensivmächte der Playoffs wird an Intensität das Viertelfinale definitiv toppen. Beide Teams verfügen über unangenehme Spieler mit viel gritty potencial. Doch Dresden ist in der Tiefe sogar etwas stinkstiefeliger besetzt als Kassel. Matze Pischoff nimmt es als 4th-Liner mit jedem Topstar auf. Ob das nun vom spät verpflichteten David Wolf aufgefangen werden kann, ist zu bezweifeln. Eher kostet dieser den Huskies die Serie. Entscheidender sind da Akteure wie Weidner, Turgeon oder Olsen. 

Turgeon ist auch am Anspielpunkt ein Faktor und neben Garlent der stärkste Mann am Bullykreis. Hier müssen Fox, LeBlanc und Andres besser dagegenhalten als in der Hauptrunde, um die Hessen mit Scheibenverlusten zu stressen. 

Offensiv dürften die Eislöwen einen Tick stärker besetzt sein. Zehn unterschiedliche Torschützen in der ersten Runde sprechen Bände. Doch auch defensiv muss man sich mit dem besten PK der Playoffs und einigen Blockmonstern im Kader sicherlich nicht verstecken. 

Aus unserer Sicht wird in dieser Serie einzig und allein die jeweilige Tagesform entscheiden. Wer diese konstanter abrufen kann, wird am Ende weiterkommen und um den Titel spielen.

Wir sehen unsere Eislöwen ganz knapp vorn. Kassel sieht das erfahrungsgemäß anders. Doch wir haben zudem den geringeren Versagens-Druck als Kassel und gehen nicht mit der Favoritenbürde in die Serie. Seit ihrer Meisterschaft im Jahre 2016, als es noch keine Aufstiegsregelung gab, unternehmen die Huskies nun den achten Versuch, den Titelgewinn zu wiederholen. Nur zweimal schaffte man es ins Finale, in dem man dann aber jeweils den kürzeren zog. Zweimal endete der Lauf im Viertel- und zweimal im Halbfinale. Lasst uns dreimal daraus machen. 

Unser Serien-Tipp: 
DRE(4.) 4:3 ECK (1.) 

Montag, 24. März 2025

Richie hat verlängert ...

Dresdner bleibt in Dresden!

Ricardo HendrESChke, der das Kürzel seines Ausbildungsclubs im Namen trägt, hat seinen Vertrag in Dresden verlängert und wird damit in seine vierte Saison in seiner Geburtsstadt gehen.

Der 22-jährige Angreifer hat speziell in dieser Saison in einer Reihe mit Matthias Pischoff und Nicolas Schindler einen gewaltigen technischen, taktischen und körperlichen Entwicklungsschritt gemacht. Doch trotz zahlreicher Chancen ist sein Scoring der Bereich mit dem größten Verbesserungspotenzial. 

Genau dieses soll er spätestens in der kommenden Spielzeit dann auch abrufen, um sich entweder in der DEL2 reihentechnisch nach vorne zu arbeiten oder im Aufstiegsfall weiterhin einen Platz im DEL-Kader zu erwirken. In der zweiten Saisonhälfte der aktuellen Spielzeit hat Ricardo Hendreschke bereits erste Ansätze in diese Richtung gezeigt. 

Wir freuen uns auf jeden Fall, dass uns und unserem Team neben Felix Krüger ein zweiter Dresdner und damit auch ein wichtiger Identifikationsfaktor für die Ambitionen anderer Nachwuchsspieler am Standort erhalten bleibt.

Wir wünschen Richie viel Erfolg im weiteren Playoffverlauf, ein paar geile und wichtige Playoffbuden, bestenfalls die erste Silberware und natürlich eine erfolgreiche Zukunft in DD. 

Richie als Eislöwe:

Spiele: 132
Tore: 8
Vorlagen: 19
Punkte: 27
Schüsse: 110
Rating: -3
Strafminuten: 16
Siegtreffer: 1


Sonntag, 23. März 2025

DD = Dresdner Defensivstärke ...

Ein Fingerzeig fürs Meisterrennen?

Abgedroschen, aber wahr. Defensive gewinnt Meisterschaften. So gesehen haben unsere Eislöwen in der Viertelfinalserie gegen Rosenheim ein Zeichen an die Konkurrenz ausgesendet, dass mit ihnen zu rechnen ist.

In allen signifikanten Defensivwerten gibt Dresden bislang den Ton an. Allerdings gehört halt auch zur Wahrheit, dass alle Teams bislang nur einen Gegner gespielt haben. Dennoch wird sich der Stil nicht grundliegend ändern. Egal, ob wir nun auf Kassel, Ravensburg, Krefeld oder Landshut treffen sollten. Lediglich Kassel vermittelt derzeit den Eindruck, wirkliches Defensivhockey spielen zu können. Alle anderen sammeln ordentlich Gegentore und machen uns daher auch nur begrenzt Sorgen. Aktuell ist die Wahrscheinlichkeit allerdings sehr hoch, dass wir auf Kassel treffen werden und uns damit eine weitere defensiv geprägte Serie ins Haus steht. Die ultimative Herausforderung. Doch unsere Werte können sich absolut sehen lassen und machen dementsprechend Mut.

Bester Goalie der Playoffs:

Danny Aus den Birken
5 Spiele
316:22 Minuten
4 Siege
5 Gegentore
0,95 Gegentore/Spiel
155 Paraden
96,88% Fangquote
1 Shutout

Beste Defensive der Playoffs:

Eislöwen
5 Spiele
4 Siege
5 Gegentore
1,0 Gegentore/Spiel
160 gegnerische Schüsse
32(!) gegnerische Schüsse/Gegentor

Bestes Unterzahlspiel der Playoffs:

Eislöwen
20 Unterzahlsituationen
0 Gegentore
100% PK-Quote

Meiste Blocks der Playoffs:

Oliver Granz
22 geblockte Schüsse

Bestes Defensiv-Rating (Plus/Minus):

Tariq Hammond
+6 Rating

Lasst uns heute einen entspannten Sonntag verleben und uns dann so langsam auf den nächsten Freitag freuen, wenn es heißt: Playoff-Halbfinale! Wir müssen uns vor keinem Gegner verstecken.

Freitag, 21. März 2025

Halbfinale ist schön ...

Eislöwen machen eiskalt Schluss!

Schluss gemacht wie ein Großer. Wir haben selten ein so dominantes Playoffspiel gesehen wie heute. Es war gefühlt nach 30 Sekunden klar, wer heute das Eis als Sieger verlassen würde und wir sparen uns daher tiefgründige Drittelerzählungen.

Das richtige Team ist verdient ins Halbfinale eingezogen und hat sich äußerst dominant durchgesetzt. Bessere Special Teams, besserer Goalie, bessere Defensive, bessere Offensive, bessere Gritty-Section, bessere Mannschaft. Wir sind zurecht im Halbfinale. 

Dennoch gilt es, Rosenheim unseren Respekt zu zollen, denn Pasanen und Co. haben uns einen geilen Fight geliefert. Liebe Rosenheimer, danke für eine emotionale Serie. Ihr könntet euch euren Ossihass natürlich klemmen, aber dennoch hat die Serie Spaß gemacht. Mal sehen, wie weit unsere Reise noch geht, aber ihr wart ein guter Vorgeschmack auf alles, was jetzt noch kommt. 

Wir sind heute viel zu emotional und euphorisch, um das Spiel noch sachlich zu skizzieren. Es war klar und deutlich. Viel wichtiger war sowieso, dass heute in der Kurve gefühlt ein neuer Capo aus dem Boden geschossen ist. Lieber Paule, dass war grandios. Absolut auf den Punkt. Du hast heute viele Leute für dich gewonnen. 

Wir sind im Halbfinale. Endlich wieder. Nach gefühlt endlosen 6 Jahren. Wir genießen das heute und denken auch nicht an Morgen.  Vor einem Jahr haben wir um die Existenz gekämpft und sind dem Tod von der Schippe gesprungen. Jetzt streben wir nach dem Ultimativen. Der Meisterschaft. Einfach ein Traum. 

Genießt alle diesen Moment. Nächste Woche geht es weiter. 

P.S.: Eines wollen wir doch noch sagen. Wir hatten einen sehr schwachen Moment in dieser Saison. Daher freuen wir uns umso mehr, dass Olli Granz eine so geile Serie abgerissen hat und aus unserer Sicht der Mann der Serie war. Natürlich hat Danny grandios gehalten, aber Olli war unser Block- und Defensivmonster und hat daher einen immensen Anteil am Einzug ins Halbfinale. 

Dienstag, 18. März 2025

Enge Kiste mit Überlänge ...

Eislöwen verpassen den Halbfinaleinzug im ersten Versuch denkbar knapp!

Es hat sich mal wieder bewahrheitet, was gerne als Playoff-Weisheit angeführt wird. Der vierte Sieg ist der schwerste und wir haben es uns mit dem wohl schwächsten Drittel der bisherigen Serie, gerade zu Beginn, auch selbst ultraschwer gemacht. Rosenheim gewinnt am Ende nach Overtime glücklich, aber sicherlich nicht unverdient und schreibt den ersten Sieg in der Serie an.

Das Spiel begann mit feurigen Starbulls und etwas fahrigen Eislöwen, die zwar die erste Chance hatten, aber im Gegenzug, wie schon in Spiel 3, ganz früh die kalte Dusche nehmen mussten. 1:0 Rosenheim. Ab der 7. Minute kamen wir dann so langsam im Spiel an, doch hatten heute zu oft mit bitteren Scheibenverlusten in der eigenen Zone zu kämpfen. Wenn wir nach 13 Minuten 2:0 oder 3:0 in Rückstand gewesen wären, hätte man sich nicht zwingend beschweren dürfen. Doch Danny Aus den Birken zeigte erneut eine herausragende Leistung im Dresdner Gehäuse. Unsere Mannschaft arbeitete sich dann mit Härte, Galligkeit und zwei Überzahlspielen richtig in den Abend hinein. Ein Tor wäre aber zu diesem Zeitpunkt trotz guter Möglichkeit noch etwas schmeichelhaft gewesen. 

Der Mittelabschnitt begann wieder mit einer guten Abschlussmöglichkeit nach einem Konter, doch auch weil unsere Stärke am Anspielpunkt heute völlig abhanden gekommen war, konnten wir zunächst keine Kontrolle über das Spiel erlangen. Erneut musste Danny einen Mega-Save auspacken. Ab Minute 30 kam dann mehr Sicherheit ist Passspiel, Rosenheim wurde müder und wir agiler. Nach kurzer Unterzahl und einer kurzen Sequenz im Vier gegen Vier kamen wir in Minute 36 in eine kurze Powerplayphase, die wir eiskalt nutzten. Turnbull ließ den Puck im Mittelkreis für Suvi liegen, der unwiderstehlich über links ins Offensivdrittel spritzte und dann mustergültig auf Tomáš Sýkora passte, der Autio aus zentraler Abschlussposition zum wichtigen Ausgleich überwinden konnte. 1:1. Durchatmen. Danach waren wir plötzlich komplett am Drücker, spielten uns teilweise minutenlang fest, verpassten aber durch Andy die Führung. Es blieb zudem hitzig auf dem Eis und so hatten wir nicht immer alle gewohnten Reihenkollegen verfügbar, was sicherlich nicht half. 

Das dritte Drittel sah deutlich offensivere Eislöwen, die sich die ersten Topchancen erspielten, ehe auch Danny Aus den Birken wieder mal eingreifen musste. Auch wenn DD nun tonangebend war, blieben die Hausherren mit Kontern gefährlich. In der 47. Minute vergab Porsche die Großchance per Tip-in, auf der Gegenseite hatte in der 53. Minute aber auch Rosenheim die Entscheidung auf der Kelle. Kurz darauf war erst Sebastian Gorčík nach Scheibenklau zu überrascht und brauchte zu lange, um in Fahrt Richtung Heimtor zu kommen und wenig später verpasste Andrew Yogan per Bauerntrick die Führung. Wenn er den Puck da auch nur leicht angehoben bekommt, ist Feierabend für Autio. Stattdessen die Breakchance für die Starbulls, doch Danny stoppte den Alleingang im Stile eines Olympiahelden. In der letzten Minute musste er nochmal ran und zwang die Begegnung mit seiner Parade in die Overtime. 

Keine 5 Minuten OT, kein 3-on-3 und auch kein Penaltyschießen. Playoffs heißt: Verlängerungen a 20 Minuten, bis ein Tor fällt. Es wurde nun taktisch. In der 63. Minute zeigten wir ein schönes Setplay vom Anspielpunkt weg, scheiterten aber knapp. Sieben Minuten später konnte Yogs den Puck leider nicht kontrollieren, sonst wäre er alleine durch gewesen. Stattdessen gab es den Angriff der Gastgeber und die nächste Galavorstellung von DAdB. In der 76. Minute dann die entscheidende Szene. Wir verpassten es, unsere beste Chance zu nutzen, Johan Porsberger war leider trotz des offenen Tores einen Tick zu weit aus der Position, sonst hätte er genügend Druck hinter das schwarze Hartgummi bekommen, um den Pass verwerten zu können und so kam es, wie es dann halt meist komm, wenn man vorne die Dinger nicht macht. Gegenangriff Rosenheim. Järvelainen über rechts freigespielt, perfekter Schuss unter den Giebel und damit "era finita".

Fazit: Leider haben sich die Schwächen des letzten Spiels heute exponentiell verstärkt. Gleichzeitig hatte Rosenheim nichts zu verlieren und spielte offensiv sicherlich das beste Spiel der Serie. Diese Kombination kann man nicht als optimal bezeichnen. Dennoch waren unsere Männer gewohnt widerstands- und leidensfähig und haben auch dieses Spiel zu einem engen Duell auf des Messers Schneide werden lassen, zum dritten Mal in dieser Serie einen Rückstand egalisieren können. Heute hatte man aber am Ende mal nicht das Glück auf seiner Seite. Rosenheim hat sich den einen Sieg in der Serie, objektiv betrachtet, sicherlich auch verdient. Diese Tatsache muss man jetzt annehmen, akzeptieren und dann direkt abhaken. Denn am Freitag beginnt das Spiel erneut bei Null und wir haben die Möglichkeit, mit einem Sieg den Halbfinaleinzug zu realisieren. 

Natürlich schmerzt die Niederlage heute. Natürlich hat man heute viel Kraft gelassen, ohne eine Belohnung erfahren zu haben, aber das ging Rosenheim auch schon so. Ein Sweep wäre grandios gewesen, der Serie aber irgendwie nicht gerecht geworden. Freitag regeln wir das gemeinsam in unserem Wohnzimmer. 

Sonntag, 16. März 2025

Who's your Danny? ...

Eislöwen erarbeiten sich den Matchpuck!

Auch heute legten unsere Eislöwen den Grundstein für den Sieg in der Defensive, doch was am Ende so deutlich aussah, war lange Zeit ein zäher Abnutzungskampf auf Messers Schneide und das wahrscheinlich fehlerreichste Duell der bisherigen Serie. Letztlich setzte sich abermals die größere Erfahrung und Klasse unserer Männer durch. 4:1. 3-0 Serienstand. Matchpuck.

Die Partie startete ohne Handbremse. Beide Teams und die Fans auf den Rängen gaben Vollgas. Ein Turnover brachte nach etwas mehr als zwei Minuten die kalte Dusche. Rosenheim nutzte unseren Aufbaufehler in Form von Norman Hauner eiskalt aus und weckte große Hoffnungen im Gästeblock, der unter dem Schutz der Reisenden stand. Doch der heilige Christophorus sollte letztlich keine Aktie am Spiel haben. Vielmehr lief es auf St. Andrews Nachmittag hinaus. Unsere Mannschaft konnte nämlich zügig antworten und das war auch extrem wichtig. Nur zwei Zeigerumdrehungen nach dem Rückstand bediente Yogs Foxy und Mister Empty-Net zeigte, dass er auch mit Goalie im Kasten treffen kann. Mit Überzeugung reingefeuert zum 1:1. Ausgleich. Nach dem Tor blieb das Spiel offen. Beide Teams wirkten nicht so sicher und souverän wie zuletzt, produzierten deutlich mehr Fehler, allerdings bei höchstem Tempo. Ein Tor sollte in diesem Drittel einer, von superstarken Goalies geprägten Serie jedoch nicht mehr fallen.

Auch im Mittelabschnitt gab es zunächst keine Tore zu sehen, auch wenn unsere Eislöwen den Gästen durchaus einige Offerten unterbreiteten. Simon Karlsson und Tomáš Andres kopierten sich gegenseitig mit einem schlampigen Aufbauversuch, hinter dem eigenen Tor startend, durch die Mitte der eigene Zone und durften sich jeweils bei ihren Teamkollegen bedanken, dass es beim 1:1 blieb. Rosenheim hatte in dieser Phase mehr vom Spiel und es dauerte, bis Dresden wieder das Zepter zurückerobern konnte. Doch ab Minute 30 gelang dies dann immer besser und gipfelte schließlich in der dicksten Großchance in der 38. Minute, in der man nur durch ein Foul gestoppt werden konnte. Ein Penaltyschuss war die Folge. Bitter: beim Anzeigen des Fouls verkantete Schiedsrichter Daniel Todam unglücklich im Eis und krachte seitlich mit der Schulter voraus in die Bande. Für ihn war die Partie damit beendet, er musste ins Krankenhaus und Team Stripes im Drei-Mann-System weiterpfeifen. Wir wünschen Daniel Todam alles Gute und senden beste Genesungswünsche. Das sah leider gar nicht gut aus. Einer aber ließ sich von all dem überhaupt nicht beeinflussen. Andrew Yogan. Er lief zum Penalty an und vernaschte Oskar Autio ganz abgezockt zur 2:1-Führung.  

Im Schlussdrittel setzte dann direkt mit Wiederbeginn der Käpt'n, Travis Turnbull, im Stile eines Stierkämpfers den Todesstoß für die Starbulls. Er fing das Spielgerät ab, lief alleine auf Autio zu und netzte zuckersüß zum 3:1 ein. We had a Bingo. Die Halle angezündet, das Team auch. In der Folge wehrte sich Rosenheim zwar noch nach Kräften, doch zum einen hatten unsere Jungs den besten Goalie der Serie hinter sich, und zum anderen spielte man nun wieder die ganze Klasse und Erfahrung des Kaders aus. Als dann auch noch Johan Porsberger auf 4:1 erhöhen konnte, war die Sonntagsmesse endgültig gelesen. Zwar hätten die Sundblad-Schützlinge in mehreren Powerplays noch ein paar Tore draufpacken können, doch man entschied sich, lieber ein paar Kräfte zu sparen und die Uhr runterzuspielen. 

Fazit: Es war das fehlerintensivste Spiel der Serie. Dies galt für beide Seiten. Doch wir haben erneut mehr Kapital daraus geschlagen. Bessere Special Teams, besseres Spiel bei 5 gegen 5 und einfach das stabilere Mindset. Da kann kommen, wer und was auch immer will. Da kann jeder Aberglauben der Weltgeschichte heraufbeschworen werden. Dieses Team zeigt lächelnd den Mittelfinger und findet einen Weg. Respekt Männer und Respekt an Danny Aus den Birken. Was ein cooler Hund in unserem Kasten. Pünktlich zu den Playoffs in Galaform. Doch der Weg ins Halbfinale ist trotzdem noch lange nicht gegangen. Es braucht noch einen weiteren Sieg. Also gut regenerieren, gut abschalten und dann am Dienstag wieder angreifen, wenn es heißt: Matchpuck in Rosenheim.

Guten Abend.