
5:0 und 7:4. Das waren die Testspielergebnisse zugunsten der Eisbären Regensburg gegen unsere Eislöwen. Heute ging es aber im dritten Saisonvergleich erstmals um Punkte und da zeigten nun unsere Jungs eine starke Lernkurve.
Immer wieder erstaunlich, was zwei Wochen und mehr Selbstvertrauen bewirken können. Die Neilson-Schützlinge brauchten zwar knapp drei Minuten Anlauf, doch dann saß gleich der erste schnelle Angriff über Goldhelm David Rundqvist. Er ging stark über außen durch, bediente Johan Porsberger und der stellte auf 0:1. Fortan spielte nur Dresden, verpasste es aber mehrfach, zu erhöhen und hätte sich in der 17. Spielminute beinahe wieder selbst einen eingeschenkt. Schwendi parierte aber stark und vorne spielte Rundi einfach magisch. Er war schon immer eine Augenweide, doch jetzt ist diese auch noch produktiv. Ein Tanz an der blauen Linie mit den Gegenspielern, ein Wackler, ein Traumpass und da war wieder Porsberger, der abermals einnetzte. 1,9 Sekunden vor der Pause - 0:2!
Im Zweiten Drittel folgte jedoch eine zunächst etwas passive Vorstellung gegen immer druckvoller werdende Hausherren und dann kam auch noch das Disziplinlosigkeiten-Intermezzo der Vorbereitung zurück. Nur gut, dass unser Penalty-Killing aktuell unschlagbar erscheint und Janick Schwendener einen zauberhaften Abend hatte. Doch es half sicher auch, dass wir zuvor in Person von Dani Bindels per Konter eiskalt auf 0:3 erhöhen konnten.
Nach gefühlt zehn Minuten Unterzahl am Stück konnten sich die Eislöwen im Schlussabschnitt einen guten Konter kreieren, waren aber noch nicht reif, den Deckel draufzumachen. In der 49. Minute hatte dann das Gestänge etwas dagegen. Es kam, wie es kommen musste. Regensburg traf zum 1:3 und kurzzeitig machte sich das Gefühl breit, man habe vielleicht doch nichts aus dem letzten Test gelernt. Die Gastgeber waren allerdings schlicht zu harmlos, um ein Comeback zu starten. 43 Schüsse, aber zwei Drittel davon äußerst ungefährlich. Obendrein leisteten sich die Eisbären zwei dumme Strafen und brachten die Eislöwen sechs Minuten vor Schluss erstmals selbst in Überzahl und dann gleich in eine doppelte. Neilson nahm eine Auszeit, gab seinem Team einen klaren Plan mit und diese legten sich fortan den Gegner mit starkem Passspiel konsequent zurecht, bis die Schwedenfalle knallhart zuschlug. Der überragende Rundqvist auf Porsberger, der auf Karlsson und der zum 1:4 Endstand ins Tor. Sieg. Ende. Platz 2.
Fazit: Es war nicht alles Gold, was glänzte, doch Rundqvist mit seinem Goldhelm ist es allemal, genau wie Schwendener. Der Sieg in Regensburg kam aber vor allem durch gutes und schnelles Teamhockey zustande. Zudem brillierten einmal mehr unsere Special Teams. Kann sich irgendjemand erinnern, wann wir zuletzt die ersten 15 Unterzahlspiele der Saison schadlos überstanden haben? Wir nicht. 100% PK und 30,8% PP. my lovely Mister Singing Club. Eine schöne Momentaufnahme. 9 Punkte aus den ersten vier Spielen. Das gelang zuletzt in der Saison 2013/2014. Es gibt gerade wenig zu kritisieren, wenn mal von den teils gravierenden individuellen Leichtsinnsfehlern in der eigenen Zone absieht, mit denen wir kaltschnäuzige Gegner zu Toren einladen. Aber wenn man in vier Spielen viermal gepunktet und dennoch Luft nach oben hat, ist dies wohl ein Wunschszenario.
P.S.: Wir gratulieren Adam Kiedewicz und David Rundqvist zu ihrem Minijubiläum von 100 Pflichtspielen für die Eislöwen. Rundi ist zudem seit heute Abend Topscorer der Liga mit 8 Punkten aus vier Spielen. Was 3-4 Minuten mehr Eiszeit doch alles ausmachen können.
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