Für ihn wurde wohl der Begriff "Allzweckwaffe" kreiert. Steven Rupprich ist seit 5 Jahren der Alleskönner im Eislöwenkader. Egal welche Reihe, egal welche Position, die Nummer 11 der Eislöwen füllt jede Rolle solide aus. Mal abgesehen von der Goalieposition hat der gebürtige Berliner in Dresden bereits alle Positionen gespielt. Er ist kein Scorer, kann aber scoren. Er ist kein Verteidiger, kann aber verteidigen und er ist eine Art "Super-Nanny" für die jungen Spieler im Kader. Er gibt oftmals den Leader für die Young Guns und identifiziert sich absolut mit dem Standort.
Ein klassischer Kaderumbruch bleibt nach der 12. Verlängerung also eher aus. Dafür setzt man auf den Faktor Identifikation und Kontinuität. Steven Rupprich ist dabei ein Sinnbild, welches man nie an reinen Statistiken messen sollte. Dennoch ist er stets für 20+X Scorerpunkte gut und einer der stabilsten Akteure auf dem Eis. Rupprich hat in mittlerweile fünf Spielzeiten 277 Pflichtspiele für die Elbestädter bestritten. Nur Petr Sikora, Sami Kaartinen und Pavel Vit können mehr Einsätze vorweisen. Dabei erzielte "Ruppi" immerhin 47 Tore und steuerte 64 Vorlagen bei, bringt zudem immer Tempo und Leidenschaft auf das Eis, vermittelt aber immer wieder auch den Eindruck, er könnte noch deutlich mehr. Vielleicht kann er ja in seiner sechsten Spielzeit in blau und weiß noch einen draufpacken, wird aber auch so eine wichtige und verlässliche Konstante im Team sein.
Wir freuen uns auf eine weitere Saison mit dem Mann der prägnanten Aussagen.
Verabschieden müssen wir uns dagegen erwartungsgemäß von Importverteidiger Jordan Heywood, der zwar ordentlich punktete, aber als Verteidiger doch ehrlicherweise überwiegend enttäuschte, erst in den Playoffs sein Potenzial abrief und nun in Schottland ein neues Kapitel seiner Karriere aufschlagen wird.
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