Harry - hol schon mal den (Umzugs-)Wagen. Die Eislöwen trennen sich völlig zurecht von Importstürmer Harrison Reed und baggn ma äbn ä rüschdsch dscharwäs Dale aus. Für den bei allem Respekt oftmals lustlosen Mister Reed kommt mit Dale Mitchell ein für DEL2-Verhältnisse herausragender Flügelstürmer an die Elbe.
Mit 30 im besten Hockeyalter, bringt "gritty" Dale all das mit, was die Eislöwen auf ihre Agenda geschrieben haben. Der Kanadier ist nicht nur ein Titelhamster (2x OHL, 2x CHL Memorial Cup, 1x Danish Cup), sondern ein absoluter Vollblutstürmer und ausgewiesener Scorer. Er ist ein energiegeladener Angreifer mit gesunder Härte im kleinen aber robusten Körper, den er aber mittlerweile gezielter und sinnvoller einsetzt als in der Vergangenheit. Der 93-Kilo-Kugelblitz aus Ontario schaffte es als vielversprechendes Talent von der OHL bis in die AHL, aber trotz Draft (2007 an 74. Stelle von Toronto gezogen) nie in die NHL. Dafür bewies er überwiegend in OHL und ECHL seine Scorer-Qualitäten und kam dann 2012 erstmals über den großen Teich nach Europa. Nach einer soliden Debüt-Saison in der EBEL mit immerhin 39 Punkten in 52 Spielen, startete Mitchell nach einer kurzen Rückkehr nach Nordamerika 2014 in Europa richtig durch. Unter dem jetzigen Eislöwen-Cheftrainer Brad Gratton avancierte der Torjäger mit Spielmacher-Qualitäten in Odense zu einem der besten Spieler der dänischen Liga (Metal Ligaen). Nach 4 Topscorer-Saisons bei den Bulldogs zog es Dale Mitchell zuletzt nach Frederikshavn, wo er abermals ablieferte und mit den White Hawks nach einem starken Playoff-Run nur knapp das Playoff-Finale verpasste, jedoch immerhin Topscorer der Playoffs wurde und damit unter anderem auch bekannte DEL2-Größen wie Charlie Sarault in den Schatten stellte.
Nun schließt sich der beste Scorer seiner Zeit (2014-2019) in Dänemarks Liga den Dresdner Eislöwen an und wird die ohnehin schon prominent besetzte erste Reihe nochmals aufwerten. In 5 Spielzeiten auf dänischem Boden gelangen ihm in 246 Ligaspielen satte 135 Tore und 186 Vorlagen, was eine Punktequote von über 1,3 pro Spiel bedeutet. Mit 321 Scorerpunkten belegt er damit in der 5-Jahreswertung klar Platz 1 vor dem dänischen Nationalspieler Thomas Spelling, der in 255 Partien 289 Punkte aufweisen kann. Was neben dem Rückgang seiner früher mal äußerst verdächtigen Strafbankquote ins Auge fällt, ist seine tadellose Plus/Minus-Bilanz. So sammelte er in seiner Dänen-Zeit ein beeindruckendes Plus von 86 und ist auch in dieser Statistik unter den Top 3 zu finden.
Nun folgt der Rechtsschütze dem Ruf seines ehemaligen Coaches, mit dem er in Odense den dänischen Pokal gewann und jetzt auch in Deutschland auf Titeljagd gehen möchte. Dale Mitchell ist ein Gesamtpaket, welches die Eislöwen enorm verstärken und zudem seine Reihenkollegen offensiv entlasten wird.
Wir sagen Herzlich Willkommen in der schönsten Eishockeystadt der Welt.
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