Donnerstag, 30. Mai 2019

Eislöwen sichern sich ihren Super-Mario!

"Ei verbibbsch" statt "holdriö", heißt es nun für Lamoureux...

Da hat sich also das nächste Gerücht bestätigt. Ist ja fast schon langweilig. Der US-Amerikaner Mario Lamoureux wechselt aus der EBEL an die Elbe und besetzt die dritte von vier Importstellen im Eislöwenteam. US-Amerikaner? Ja, der Stürmer ist in den Staaten geboren, wenngleich die Eishockey-Familie Lamoureux ihren Ursprung im Mutterland des Eishockeys hat. 5 Geschwister, 3 Brüder, 2 Schwestern, alle im Eishockey unterwegs. Die erfolgreichsten sind sicher die hochdekorierten US-Nationalspielerinnen Jocelyne und Monique, aber der bekannteste wohl Goalie Jean-Philippe, der seit Jahren die Stürmer in der EBEL, somit also auch seinen Bruder zur Verzweiflung bringt.

Doch auch die Vita von Mario Lamoureux kann sich sehen lassen. Der gelernte Center ist zwar kein körperlicher Riese, aber der Inbegriff eines Mittelstürmers. Stark am Bully, energiegeladen, guter Passer, geht keinem Zweikampf und keiner gefährlichen Zone aus dem Weg, egal ob offensiv oder defensiv und er ist mit einem guten Torriecher ausgestattet. Dazu kommt ein Erfolgshunger, der von Nöten ist, um Großes zu erreichen.

Der 30-jährige ging den klassischen Weg über Juniorenliga und College, arbeitete sich dann über die ECHL bis in die AHL nach oben und suchte erstmals 2014 den Weg nach Europa. Seit 2015 spielt der blonde Engel mit dem stechenden Blick nun dauerhaft in Europas Eliteligen. Egal ob in Dänemark, wo er sein Team Esbjerg damals direkt zur Meisterschaft führte, oder in Österreich bei Graz und Innsbruck, überall zählte er zu den Schlüsselspielern. Einzig 2017/2018 erwischte Lamoureux eine schwierige Spielzeit mit vielen Wechselspielen und wenig Erfolg. Zuletzt fand er in Tirol jedoch zu seiner alten Form zurück und soll zukünftig auch die Eislöwen-Offensive in selbiger Form verstärken.

Offensiv sieht man, wo die Reise hingehen soll. Die Eislöwen bauen auf die Faktoren Energie, Speed, Vielseitigkeit und Erfolgshunger, gepaart mit einem gewissen Aggressionslevel und der notwendigen Erfahrung. Da jedoch die gesamte Liga an Qualität zulegt, muss man die Verpflichtungen immer auch in Relation betrachten. Defensiv rennen zwar offiziell noch die Wüstenläufer durch den Kader, aber auch da könnt ihr sicher sein, dass sich die Reihen noch mit viel Qualität füllen werden. Den Vergleich mit der Konkurrenz werden wir aber trotzdem erst im Oktober ziehen können. Entscheidend ist halt immer auf dem Eis und nicht auf dem Papier.

Mit Mario Lamoureux hat man nach Dale Mitchell auf jeden Fall einen weiteren Topstürmer und echten Typen nach Elbflorenz gelotst, der uns sehr wahrscheinlich viel Freude bereiten wird. Welcome to the most beautiful Hockey City.

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