Die Verlängerung von Eislöwen-Kapitän Thomas Pielmeier hatte ungefähr so einen langen Bart wie er selbst. Seit Wochen war klar, dass "Pille" auch in der nächsten Saison die Eislöwen voraussichtlich als Kapitän aufs Eis führen wird.
Nach seiner allenfalls soliden ersten Spielzeit explodierte die 51 in der Kapitänsrolle förmlich. Pielmeier bestritt alle 66 Saisonspiele und zeigte nicht nur seine kämpferischen und charakterlichen Qualitäten, sondern mutierte zudem zum effektivsten Torjäger bei den Eislöwen. Jeder fünfte Schuss des gebürtigen Deggendorfers landete im gegnerischen Netz, allein 14 seiner 27 Tore resultierten dabei aus Powerplay-Situationen. Damit war er einer der verlässlichsten Überzahl-Schützen der DEL2 und bewies auch als Vorbereiter seinen wiederentdeckten Scoring-Touch. 27 Hütten und 25 Vorlagen sprechen eine klare Sprache und sind zudem ein absoluter Karriere-Bestwert für den erfahrenen Stürmer.
Zwar litt Pielmeiers Bully- und PK-Quote etwas, doch auch da ging er in den wichtigen Momenten für seine Farben voran. Spätestens in den Playoffs performte der 32-jährige dann fast auf DEL-Niveau und war der absolute Leader, den sich jede Mannschaft wünscht. Als es vorher lange nicht lief, stellte er sich allen kritischen Fragen, bot aber auch den Nörglern die Stirn und bewies damit seine Charakterstärke. Seine Verlängerung an der Elbe ist die logische Konsequenz aus der letzten Saison, zumal er zusammen mit seiner Frau nicht nur beruflich in Sachsens Landeshauptstadt angekommen ist.
Wir freuen uns, auch in der kommenden Spielzeit den wallenden roten Bart, viele seiner oft vielleicht nicht schönen, aber dafür wichtigen Tore und möglichst zahlreiche Siegesmomente mit unserem "Zeitlupen-Knackstedt" erleben zu dürfen.
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