Mittwoch, 17. April 2019

Wie es sich ge-Huard...

Neuer Vertrag für "Stumpy" offiziell abge-Nick-t!

Hinter vorgehaltener Hand längst klar, ist es nun auch offiziell. Stürmer Nicklas Huard hat nicht nur seine zweite Chance in Dresden eindrucksvoll genutzt, sondern packt gleich noch sein drittes Jahr an der Elbe oben drauf. Damit bleibt eines der besten Angriffs-Duos der DEL2 weiterhin vereint.

Nach einer soliden ersten Saison lieferte Huard richtig stark ab und machte aus der Not um Wade MacLeod eine regelrechte Tugend. Huard produzierte am Ende mit 81 Punkten den fünftbesten je in der Eislöwen-Geschichte(!) erzielten Scoringwert. Nur Kevin Gardner (allerdings in der Oberliga), Jordan Knackstedt, Luigi Calce und Jaroslav Buchal (beide ebenfalls jeweils in der Oberliga) erzielten mehr Scorerpunkte in einer Saison. Ja, da reiben sich bestimmt einige verwundert die Augen, die ihn nach Jahr eins bereits als zu schwachen Import abgetan hatten, aber gleichzeitig Spieler wie Sami Kaartinen, der zweifelsfrei eine Legende ist, in den Himmel lobten, obwohl dieser nie in diesen Scorer-Sphären agierte. Mit 37 Treffern egalisierte Huard sogar Sami's Tore-Rekord (Eislöwen 2. Liga) aus der Saison 09/10, wenngleich er mehr Spiele benötigte.

Doch Huard ist nicht nur als Scorer (125 Punkte in 118 Spielen) und als Goalgetter (56 Tore) wichtig für unser Team, er ist vor allem ein Energiespender und zudem auch noch wichtig für das Kabinen-Klima. Wer nun glaubt, Huard sei mit 28 Jahren bereits am Ende seiner Entwicklung angekommen, dürfte sich täuschen. Er ist der Prototyp eines Imports, der an einem Standort vollkommen aufblüht und das Potenzial in sich trägt, zu einer echten Identifikationsfigur aufzusteigen. Doch spielen wir nicht zu viel Zukunftsmusik. Mit dem Kanadier wissen alle im Club, was sie bekommen. Einen ehrlichen Arbeiter, einen durchaus talentierten Techniker, einen schnellen Flügelspieler und passablen Bullyspieler, wenn Bedarf besteht. Außerdem trifft Huard in allen Spielsituationen, war mit 13 Treffern im Powerplay ein wichtiger Überzahl-Faktor und thronte mit 8 Siegtreffern sogar ligaweit an der Spitze.

Natürlich profitiert Huard von Knackstedt, umgedreht ist es jedoch nicht anders und wenn beide nochmals zulegen, könnte es in der nächsten Eiszeit äußerst düster für die Verteidiger-Reihen der Konkurrenz aussehen. Huard glänzte übrigens auch als einer der effizienten Stürmer im blau-weißen Chancentod-Team und netzte jeden fünften Schuss. Mit der Vertragsverlängerung gibt er im Übrigen den Sprade-Kommentaren der Liga die dritte Chance, seinen doch ziemlich simplen Nachnamen endlich zur korrekten Aussprache zu bringen. Nicht Hard, nicht Huar, nicht Hüja, sondern "Hört". Learning English - Exercise 40 - Listen and Repeat.

Wir freuen uns jedenfalls jetzt schon auf Stumpy's Rückkehr in die schönste Stadt der Welt. Auf eine geile Saison 19/20.

Verabschieden müssen wir uns hingegen nach Tomas Schmidt auch von Backup-Goalie Sebastian Stefaniszin, der angeblich nicht nur den Club verlässt, sondern womöglich seine Karriere unabhängig von seiner Verletzung gänzlich beenden wird. Damit stehen die Zeichen klar auf eine Verstärkung auf der Goalie-Position, was das Gerücht um Florian Proske weiter befeuern dürfte.

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