Mittwoch, 10. April 2019

Hinter der Bande und vor dem Netz...

Eislöwen verlängern Trainer und Topgoalie!

Eislöwen-Coach Bradley Gratton hat sich wohl vor allem aufgrund des starken Playoff-Laufes seinen neuen Vertrag verdient, muss nun aber auch beweisen, dass er einen homogenen Kader zusammenstellen und perfekt auf eine Hauptrunde vorbereiten kann, um nicht noch einmal so eine Achterbahnfahrt zu erleben wie in der gerade beendeten Spielzeit.

Er kann ein Team gut auf Eventualitäten einstellen, findet scheinbar eine gute Ansprache und konnte das Molling-Team, wenn auch mit Ach und Krach, noch aus den Playdown-Regionen in die Playoffs führen. Die nötige Konstanz und Stabilität konnte aber auch er nicht herbeiführen. Nach 2 Sommern mit gehörigen Fluktuationen finden wir aber, dass Gratton die Bewährungsprobe absolut zusteht und ein bereits feststehender Trainer, der den Standort kennt, sicher von Vorteil sein wird, zumal er vielleicht auch einen X-Faktor für so manche Verpflichtung oder Verlängerung darstellt.

Gratton schaffte insgesamt eine positive Bilanz in seiner ersten Saison. 22 Siege gelangen in 40 Spielen der Hauptrunde und in den Playoffs folgten immerhin zwei Seriensiege, wenngleich der Frankfurter Sweep die Siegesquote (6-8) stark minderte. Das Team gewann unter dem Kanadier 28 von 54 Spielen, wurde vor allem Zuhause wieder zu einer Macht und schließlich auch zu einer echten Einheit, die vielleicht gar nicht so viele Veränderungen benötigt, wie noch zur Saisonhalbzeit befürchtet.

Die größten Baustellen für Gratton dürften sowohl das Defensivverhalten, sein etwas spezielles System in der neutralen Zone samt Forecheck, als auch die Konstanz der Special Teams darstellen. Von der miserablen Derbybilanz wollen gar nicht erst reden.

Wir wünschen Gratton und der sportlichen Leitung jedenfalls ein gutes Händchen bei der Kader- und Saisonplanung, die ja schon länger im Gange ist.

Ein erster wichtiger Baustein konnte bereits gesetzt werden. Mit Marco Eisenhut halten die Eislöwen ihren Nummer-Eins-Goalie, der zwar nicht ganz an seine Fangquote der Vorsaison herankommen sollte, jedoch deutlich konstanter spielte und als Marathonmann der Liga viel Kondition bewies. Zudem überraschte Huti als Scorer, lieferte 5 Torvorlagen und damit fast so viele Punkte wie der nicht mehr in Dresden spielende Alex Höller.

Eisenhut bewies in den Playoffs mit einigen Monstersaves zudem seine Qualitäten als Game-Changer und Hexer, braucht aber in Zukunft definitiv ein paar mehr Pausen, stabilere Abwehrreihen und vielleicht auch bessere Konkurrenz im eigenen Haus, um die Fehlerquote minimieren zu können, die gerade zum Ende der Hauptrunde stark ansteigend war. Mit 24 steht Eisenhut an der Schwelle zum erfahrenen Goalie und wird daher in seiner dritten Spielzeit nochmals einen draufpacken wollen und müssen, zumal man davon ausgehen darf, dass die Eislöwen eine stärkere Konkurrenzsituation schaffen werden. Dies könnte bedeuten, dass man einen starken Herausforderer wie beispielsweise Florian Proske an die Elbe lotsen könnte, der noch jünger und ebenso talentiert wie hungrig auf Einsatzzeiten ist.

Wir freuen uns jedenfalls, dass unser Eisenhüter mit der Nummer 31 auch in der kommenden Saison den Eislöwen-Kasten möglichst sauberhalten wird.

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